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Notlandung im Maisacker überstanden

Da waren die Schutzengel wieder fleißig: Nachdem ein Kleinflugzeug am Samstag bei St. Andrä im Lavanttal auf einem Maisacker notlanden hatte müssen, konnten der Pilot (58) und eine Passagierin (42), beide aus Wien, samt einem kleinen Hund selbst aus dem Wrack kraxeln. Sie waren zum Glück unverletzt geblieben. Das in St. Marein gestartete Flugzeug war gegen 14 Uhr bei St. Andrä im Lavanttal offenbar in Turbulenzen geraten. Dem erfahrenen Piloten gelang es noch, über eine Siedlung zu fliegen und anschließend auf einem Maisacker notzulanden. Das Kleinflugzeug kam auf dem Dach liegend zum Stillstand. „Als die Polizei eintraf, waren der Pilot und die Passagierin, die eine kleine Französische Bulldogge mithatte, bereits selbstständig und unverletzt ausgestiegen“, heißt es bei der Polizei. Das Kleinflugzeug wurde von einem Abschleppunternehmen geborgen und zum Flugplatz St. Marein gebracht, wo der Besitzer des Flugzeuges einen Standplatz hat. Quelle: ‘Krone.at‘.

Fahrwerk liess sich nicht ausfahren

Zwei Personen befanden sich an Bord eines Mooney-Kleinflugzeuges, welches am Freitagabend, 10. September, auf dem Orange Municipal Airport von der Landebahn gerutscht war. Nach Angaben der Feuerwehr von Orange blieben der Pilot und der Passagier des Flugzeugs unverletzt, sie verließen das Flugzeug, bevor Hilfe eintraf. Nach einem Aufruf um 18.00 Uhr eines auf dem Rumpf gelandeten Kleinflugzeuges an die Leitstelle von Shelburne wurden alle diensthabenden und nicht diensthabenden Mitarbeiter zu Hilfe aufgerufen. Der Pilot erklärte den Beamten, dass sich das Fahrwerk bei dem Landeversuch nicht ausfahren ließ, und er eine kontrollierte Landung ohne Fahrwerk versuchen musste. Die Hilfskräfte verbrachte danach Stunden damit, das Flugzeug mit Stützen und Airbags aufzurichten. Sie unterstützen das Abschleppunternehmen beim Abtransport des Flugzeuges von der Landebahn. Quelle: ‘22News WWLP.com’.

Neuer Flieger macht weniger Lärm

Jahrelang haben Anwohner in den Maintalgemeinden rund um den Flugplatz am Schenkenturm in Würzburg über Lärm geklagt. Doch mit dem neuen Schleppflugzeug für Segelflieger hat sich die Situation nun offenbar verändert. Der Flugsportclub Würzburg (FSCW) hat sein neues Schleppflugzeug für Segelflieger offiziell vorgestellt. Der Ultraleicht-Flieger soll deutlich leiser sein als das bisherige Modell. Zu der Anschaffung kam es unter anderem, weil sich seit Jahren Anwohnerinnen und Anwohner in den Maintalgemeinden rund um den Würzburger Flugplatz Schenkenturm über Ruhestörungen beklagt haben. Ralf Petzold von der Bürgerinitiative “Leiser” beschreibt es so: “Die Hauptprobleme waren an Sonn- und Feiertagen, wenn man im Sommer im Garten sein wollte, aber dann ungefähr alle zehn Minuten eine alte Knatterkiste über die Gärten geflogen ist.”

Keine Ruhestörung mehr durch das neue Flugzeug
Michael Hoffmann, der Vorsitzende des Flugsportclubs Würzburg, kann die Beschwerden sogar nachvollziehen: “Es ist eigentlich immer ein großer Disput zwischen den Flugplätzen und den Leuten, die an den Flugplätzen wohnen. Es ist einfach Lärm, wenn die Flieger starten und landen.” Aber mit dem neuen Schleppflugzeug hat sich das laut Hoffmann geändert. “Wir haben, seitdem wir die neue Maschine haben, bereits 330 Schlepps gemacht und keine einzige Beschwerde gehabt.” Sonst sei es üblich, dass sich jedes Wochenende jemand telefonisch beim Verein beschwere.

Hoffmann: “Das neue Flugzeug ist halb so laut”
Die Maintalgemeinden haben sich an der Finanzierung beteiligt. Insgesamt hat die Anschaffung des neuen Schleppflugzeugs rund 160.000 Euro gekostet. Finanziert wurde der Flieger zur Hälfte vom Flugsportclub und zur anderen Hälfte von den Gemeinden Veitshöchheim und Margetshöchheim sowie der Stadt und dem Landkreis Würzburg. Thomas Ort vom Bürgerverein Unterdürrbach freut sich darüber. “Es war auf jeden Fall eine sehr gute Investition. Auch wenn es schwierig war, weil es laute Stimmen gab, die dagegen waren, kommunale Steuergelder in einen privat geführten Flugsportclub zu investieren. Aber es ging bei der Sache nicht um die Investition in einen Flugsportclub, sondern um die Bevölkerung. Von daher war das ein enorm wichtiges Projekt”, meint Ort.

Bürgerinitiative wünscht sich ein angepasstes Flugverhalten
Ralf Petzold von der Bürgerinitiative “Leiser” wünscht sich, dass sich in Zukunft nicht nur die Maschine bewährt, sondern auch das Flugverhalten angepasst wird. “Wie man landet und startet, ist eine Sache, bei der man viel beeinflussen kann. Die Leute in der Umgebung sollten dabei berücksichtigt werden”, sagt Petzold. Quelle: ‘BR24.de‘.

Lärmstreit um Schwabacher Flugplatz

In den Ortsteilen um den Schwabacher Flugplatz gärt seit Jahren ein Lärmstreit. Anwohner sagen, es werde immer schlimmer. Die Piloten dagegen beteuern, sich an die Regeln zu halten. Jetzt droht sich der Konflikt erneut zuzuspitzen. Wenige Kilometer südlich von Schwabach liegt der Flugplatz Schwabach-Büchenbach. Der Lärm der Propellermaschinen ist einigen Anwohnerinnen und Anwohnern der umliegenden Ortsteile seit Jahren ein Dorn im Auge. Sie werfen den Pilotinnen und Piloten vor, sich oftmals nicht an die geltenden Regeln zu halten. Die Fliegerinnen und Flieger dagegen beteuern, den Lärmschutz ernst zu nehmen und sich nachweislich an die Vorgaben zu halten.

Massive Klagen über Fluglärm
Seit Jahren klagen Anwohnerinnen und Anwohner der umliegenden Ortschaften über den Fluglärm. Sie haben sich zu einer Interessensgemeinschaft zusammengeschlossen. Der Lärm betreffe unter anderem Gauchsdorf, Breitenlohe und Aurau. Vor allem aber Götzenreuth. Hier wohnen auch Gerhard und Ute Preißinger. Am etwa eineinhalb Kilometer entfernt liegenden Flugplatz würden vor allem am Wochenende viele Flieger starten, sagen sie. “Es sind Stunden dabei, da haben wir zwischen fünf und zwölf Starts”, schildert Gerhard Preißinger. Teils würden selbst an Sonntagen die Flieger “im Drei-Minuten-Takt” in die Luft gehen. Das Hauptproblem sei die Dauerbelastung. Teils könne man sich am Wochenende wegen des Fluglärms nicht mehr normal auf der Terrasse unterhalten, sagt Ute Preißinger.

Piloten weisen Vorwürfe zurück
Angesichts der jährlich rund 4.000 bis 5.000 Starts und Landungen am Flugplatz Schwabach-Büchenbach beteuern die Pilotinnen und Piloten, sie seien sich des Lärmproblems prinzipiell bewusst. Deshalb habe man sich in den vergangenen Jahren “sehr bemüht, auf die Probleme der Anwohner einzugehen”, so Hans Rogenhofer, Vorstand der Fliegervereinigung Schwabach e.V. Das sei unter anderem der Grund dafür gewesen, dass man vor ein paar Jahren rund 300.000 Euro investiert habe, um die Landebahn ein Stück weit vom Ort weg zu verlegen.

Beschwerden und Anzeigen ohne Ergebnis
Seit Jahren gehen beim zuständigen Luftamt Nordbayern immer wieder Beschwerden und Anzeigen ein, etwa weil die Flieger laut den Anwohnerinnen und Anwohnern direkt über die Ortschaften geflogen seien. Die Pilotinnen und Piloten weisen diesen Vorwurf von sich. “Bisher war in keinem einzigen Fall dieser Anzeigen ein Pilot der Fliegervereinigung beteiligt. Das konnte nie nachgewiesen werden”, so Hans Rogenhofer. Er könne aber nicht ausschließen, dass ortsfremde Piloten teils von der sogenannten Platzrunde abweichen und der Wohnbebauung zu nahekommen. Die Platzrunde gibt eine Route vor, bei der die umliegenden Ortschaften umflogen werden.

Wie gut sind Flugverstöße nachweisbar?
Wenn Beschwerden eingehen oder Anzeigen erstattet werden, werden diese vom Luftamt Nordbayern geprüft. Im vergangenen Jahr war das laut der Behörde zehn Mal der Fall. Dabei wurden “keine Verstöße” festgestellt. In den Vorjahren ohne corona-bedingte Einschränkungen habe es zwar mehr Beschwerden gegeben, heißt es. Ein Fehlverhalten der Pilotinnen und Piloten habe man aber so gut wie nie feststellen können. Laut Anwohner Gerhard Preißinger liegt das auch daran, dass viele Flieger ihren Transponder ausschalten und somit die Flugroute nicht aufgezeichnet wird. Dann sei es für die Anwohner kaum möglich, ein Fehlverhalten nachzuweisen. Laut Luftamt Nordbayern ist die Flugroute aber auch bei ausgeschaltetem Transponder nachvollziehbar: über das sogenannte Primärradar. Dieses Radar erfasse bis auf Ausnahmen – etwa topografisch bedingt – “Flugbewegungen aller Luftfahrzeuge”.

Entspannung oder Zuspitzung?
Trotz vieler Gespräche ist der Streit um den Fluglärm am Flugplatz Schwabach-Büchenbach nicht aus der Welt. Immerhin: seit Anfang August gilt eine neue Platzrunde. Diese soll die Flieger künftig an Götzenreuth vorbeiführen und so für weniger Lärm sorgen. Dem Wunsch der Anwohnerinnen und Anwohner nach flugfreien Tagen am Wochenende hat die Fliegervereinigung bereits eine Absage erteilt. Die lärmgeplagten Bürgerinnen und Bürger überlegen indessen, ob sie wegen der verhärteten Fronten nicht gar auf eine Schließung des Flugplatzes pochen.

Bundesumweltamt: Lärm kann krank machen
Dass Lärm prinzipiell krank machen kann, bekräftigte das Bundesumweltamt zuletzt im März. “Schall wirkt auf den gesamten Organismus, indem er körperliche Stressreaktionen auslöst”, heißt es auf der Internetseite der Behörde. Die Folge sein könnten unter anderem Bluthochdruck, Schlafstörungen oder ein höheres Herzinfarktrisiko. Quelle: ‘BR24.de‘.

Ferry-Pilot Margrit Waltz

Margrit Waltz hat sich mit ihrem Beruf einen Traum erfüllt. Sie ist sogenannte Ferry-Pilotin und überführt Kleinflugzeuge rund um den Globus. Mit nur einem Propeller und einem Motor fliegt sie oft tausende Kilometer durch Gewitter und Eisregen – eine lebensgefährliche Arbeit. Niemand hat den Atlantik in kleinen Propellermaschinen öfter überquert als sie. Auch deshalb wurde Margrit zur Ikone, in einer sonst rauen Männerwelt. Zu Beginn ihrer Karriere hatte man nicht an ihren Erfolg geglaubt – inzwischen wird sie von ihren Kollegen ehrfurchtsvoll „Queen of the Sky“, Königin des Himmels, genannt. Quelle: ‘Youtube‘.

Notlandung auf einem Rad

Am Mittwoch, 11. August 2021, kam es auf der Piste 26 des EuroAirports Basel-Mulhouse zu einer Notlandung mit unserer Piper Archer HB-PQL. Der Fluglehrer und Flugschüler an Bord der HB-PQL starteten zunächst ohne besondere Auffälligkeiten in Basel zur Durchführung eines Schulungsfluges mit dem Ziel Schupfart, um dort einige «touch-and-goes» durchzuführen. Einige Sekunden nach dem ersten und notabene vorbildlich sanften «touch-and-go» in Schupfart, bei welchem lediglich trotz Einsatzes des rechten Fusses ein gewisser Drall nach links auffiel, wurde die Crew der HB-PQL dann via Funk von Schupfart darüber informiert, dass das linke Rad, der linke «strut» und die linke Bremse (nachfolgend wird zugunsten der Leserlichkeit lediglich vom linken Rad gesprochen) fehlen würden. Die Crew der HB-PQL bestätigte zunächst den Erhalt der Meldung und führte in der Folge einen weiteren Anflug – selbstredend ohne Landung – in Schupfart durch, um sich während eines low passes über der Piste von den auf dem Flugplatz anwesenden Piloten das Fehlen des linken Rades bestätigen zu lassen.

Umgehend nach dem low pass in Schupfart setzte die Crew der HB-PQL Kurs in Richtung Basel und informierte den Tower über die beabsichtigte Rückkehr mit fehlendem linken Rad. Nach einem weiteren low pass über der Piste 15 in Basel zur nochmaligen Vergewisserung über das Fehlen des Rades und zur Bestätigung, dass das in Flugrichtung linke Rad fehlte, kreiste die HB-PQL einige Minuten über dem «Echo-Point», um das Vorgehen während der bevorstehenden Notlandung auf der Piste 26 zu besprechen. Die Notlandung war schliesslich exzellent durchdacht und verlief glücklicherweise einwandfrei, sodass auch die bereitstehende Feuerwehr lediglich zu Abschleppzwecken eingesetzt werden musste und sowohl der Fluglehrer als auch der Flugschüler die Maschine unverletzt verlassen konnten. Der Schaden am Flugzeug beläuft sich auf rund CHF 35’000.-.

Wir möchten bei dieser Gelegenheit hervorheben, dass sich sowohl der Fluglehrer als auch der Flugschüler während dieser gesamten Ausnahmesituation höchst professionell verhalten haben. Beide blieben ruhig und besonnen, behielten die Übersicht, handelten gemäss nachvollziehbaren und strukturierten Gedankengängen und vermieden Panik in allen Situationen – dies verdient Respekt und Hochachtung und ist gleichzeitig die einzige Art und Weise, wie mit einer solchen Situation umzugehen ist. Der- oder demjenigen, der sich für den genauen Ablauf im Cockpit interessiert, sei folgendes Video empfohlen

Nun aber zum zweiten Punkt, den es hervorzuheben gilt: Das linke Rad ging auf dem Weg von Basel nach Schupfart verloren, womit auch der erste Landeanflug bereits ohne linkes Rad erfolgte und was auch den Drall nach links trotz Einsatzes des rechten Fusses zwischen dem Aufsetzen und dem erneuten Abheben erklärt. Zur Befestigung des Rades dient ein Radbolzen, den unsere Maintenance gemäss dem Piper Maintenance Manual alle 100 Flugstunden zu kontrollieren hat und dies auch tut. Somit drängt sich der schier unerschütterliche Verdacht auf, dass seit der letzten 100-Stunden-Kontrolle der HB-PQL eine derart harte Landung stattgefunden haben muss, welche diesen Radbolzen anzureissen vermochte, sodass sich das linke Rad schliesslich letzten Mittwoch während des Fluges verabschiedete und glücklicherweise niemanden erschlagen hat. Schuldzuweisungen bezüglich der (über)harten Landung sind hier nicht angebracht und wenig nützlich. Allerdings muss sich diejenige Pilotin oder derjenige Pilot, der diese (über)harte Landung nicht gemeldet, sondern vielmehr während des Abschlusses der Reservation unter der Rubrik «Troubles and Observations» «NIL» (= «nothing is listed») angekreuzt hat, gewisse Vorwürfe gefallen lassen.

Wie dem auch sei, es bleibt uns nichts anderes übrig, als vorwärts zu schauen und Lösungen zu finden, die einen weiteren solchen Vorfall ausschliessen. Namentlich wurden bereits alle Radbolzen unserer Piper-Flotte kontrolliert und wir beabsichtigen, in Kürze alle unsere Flugzeuge mit g-Kräftemessern auszurüsten, welche die Belastungen aufzeichnen und bei allfälligen Überbelastungen direkt unsere Maintenance informieren. Quelle: ‘Newsletter der Flugschule Basel‘. Zusätzliche Fotos.

Kleinflugzeug landet auf Highway

Auf der Interstate 5 bei San Diego ist ein Kleinflugzeug notgelandet. Es gab mehrere Leichtverletzte und massive Staus auf der Autobahn. Ein Kleinflugzeug hat in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien für Chaos gesorgt. Offenbar aufgrund technischer Probleme landete der Pilot einer Piper PA-32 am Dienstag auf dem Highway Interstate 5 nördlich der Metropole. Bei der Notlandung touchierte er mehrere Autos, verletzte dabei einige Insassen und krachte dann in die Trennwand zwischen den Fahrbahnen, wo er zum Stehen kam. Zwei Leichtverletzte wurden in ein Krankenhaus gebracht. Der Pilot und sein Mitreisender blieben laut Autobahnpolizei unverletzt. Ein Autofahrer dokumentierte die Landung der Piper. Der Flieger war gegen Mittag vom Flughafen Montgomery-Gibbs gestartet. Der Pilot soll ursprünglich geplant haben, auf einem Feld zu landen, wich aber dann auf die Autobahn aus. Dane und Sarah Tribett aus Austin im US-Bundesstaat Texas wollten eigentlich in San Diego ihren achten Hochzeitstag feiern, als ihr Pkw von der Piper gerammt wurde. »Plötzlich sahen wir das Flugzeug direkt vor uns«, sagte Sarah Tribett dem Sender KSWB-TV. »Wir waren außer uns vor Angst.« Die Leute im Auto hinter ihnen hätten berichtet, dass der Flieger buchstäblich auf ihrem Autodach gelandet sei. Das Innere des Wagens sei voller Treibstoff und zerbrochenem Glas gewesen. Ein Teil der Tragfläche des Kleinflugzeugs brach bei der Landung ab. Die Autobahn musste für mehr als vier Stunden gesperrt werden, die Piper wurde abtransportiert. Die Bundesluftfahrtbehörde FAA erklärte, in dem Fall würden die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: ‘Der Spiegel‘.

Doppel-Absturz in den Hautes-Alpes

Zwei einmotorige Flugzeuge stürzten am Sonntag, dem 22. August, im Abstand von nur wenigen Stunden in der Region Vars in den Hautes-Alpes ab. Fünf Verletzte, vier Männer und eine Frau aus Deutschland, sind dabei zu beklagen. Sie gehören zu einer Gruppe, die in Richtung Barcelonnette geflogen ist. Bei den Rettungsdiensten herrschte anfangs Unsicherheit, ob eines oder sogar ein zweites Flugzeug abgestürzt sei? Die Ungewissheit legte sich jedoch schnell: Die Rettungsdienste mussten in der Tat noch am selben Nachmittag einen zweiten Flugzeugunfall bewältigen, es handelte sich um ein zweites Flugzeug, das zur gleichen deutschen Gruppe gehörte. Beim ersten Absturz um 13.30 Uhr wurden zwei Personen verletzt, beim zweiten gegen 16.30 Uhr dann drei weitere Personen. Quelle: ‘LeDauphiné‘ sowie ‘BFM‘.

Flugzeug zum Selberbauen

Carl Friedrich Schmidt ist Musiker – und begeisterter Flieger. Für seine zweite Leidenschaft hat er sich deshalb ein eigenes Flugzeug gebaut. Mit einem Bausatz von Piper, Wankelmotor und viel Hingabe. Was für eine Maschine! Das Cockpit für zwei und völlig offen. Dazu der exotische Antrieb, ein Zweischeiben-Wankelmotor. Das Design unglaublich. Und die aufgemalte „Nose Art“ wie früher bei Jagdflugzeugen des Zweiten Weltkriegs. Außerdem ein Schriftzug „Breezy“, der mithilfe von echtem Goldstaub aufgebracht ist. Der Begriff einmalig wirkt für die Maschine von Carl Friedrich Schmidt fast schon abgegriffen, zumal wenn man erfährt, dass er das Flugzeug selbst gebaut hat. Zugegeben, es gibt immerhin einen Bauplan dafür, aber da wurde so viel verändert, optimiert und auf die persönlichen Vorlieben hin modifiziert, dass diese Maschine viel mehr ist, als nur einen Plan umzusetzen. Zumal ihr Bau 14 Jahre gedauert hat. Quelle: ‘Jürgen Schelling in der FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung‘ (Registrierung).

Freispruch für Pilot

Die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts hat den Piloten eines im August 2016 bei Schaffhausen abgestürzten Kleinflugzeugs freigesprochen. Gutachten zeigen, dass die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) falsche Berechnungen bei ihrer Unfalluntersuchung machte.

Die erstinstanzliche Verurteilung durch die Strafkammer des Bundesstrafgerichts basierte in wesentlichen Punkten auf dem Sust-Schlussbericht. Dieser wurde in der Zwischenzeit zurückgezogen. Bisher liegt kein neuer Schlussbericht vor, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Urteil der Berufungskammer hervor geht. Die Kammer gab deshalb ein eigenes Gutachten in Auftrag. Und auch ein vom Piloten eingereichtes Privatgutachten wurde bei der Entscheidungsfindung wesentlich berücksichtigt. Die Berufungskammer hält fest, dass dem Piloten keine strafrechtlich relevante Sorgfaltspflichtverletzung vorzuwerfen sei. Der Mann habe nicht fahrlässig gehandelt, als er sich bei der Berechnung des maximalen Startgewichts auf die Angaben der Passagiere verlassen habe. Gemäss Gutachter gab es kein den Piloten verpflichtendes Verfahren, wie das Gewicht von Passagieren zu bestimmen gewesen wäre. Es war üblich, auf die Angaben der jeweiligen Personen zu vertrauen. Dies habe der Pilot getan.

Kein Flugfehler
Das Gerichts- und das Privatgutachten ergaben weiter, dass dem Piloten kein Flugfehler nachgewiesen werden könne und er die Startrollstrecke von 355 Metern mit den ihm zur Verfügung stehenden Angaben korrekt berechnet habe. Die Sust war von einer Rollstrecke von 455 Metern ausgegangen, was laut Gutachter falsch ist. Beim Flugunfall vom August 2016 wurden der Pilot, eine Frau und zwei weitere Passagiere erheblich verletzt. Die Passagierin erlag später ihren Verletzungen. Das Flugzeug kam damals beim Start kaum vom Boden weg, neigte sich und stürzte nach rund einer Minute Flugzeit ab. Die Strafkammer verurteilte den Piloten im August 2019 wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Störung des öffentlichen Verkehrs zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 750 Franken. Quelle: ‘Top-online‘.

Vergaser verursachte nach Start starke Motor-Vibrationen

Nachdem das Flugzeug wieder von der Piste 24 abgehoben und eine Flughöhe von rund 300 ft über Grund erreicht hatte, verspürten die Piloten zunächst leichte und dann innert Sekunden stark zunehmende Vibrationen, weshalb sie einen unmittelbar bevorstehenden Ausfall der Motorleistung befürchteten. Aus diesem Grund übernahm der Fluglehrer die Steuerführung und meldete um 11:33:48 Uhr über Funk eine Notlage mit Motorausfall. Der Flugverkehrsleiter antwortete sinngemäss, dass eine Landung in entgegengesetzter Pistenrichtung möglich sei. Darauf senkte der Fluglehrer die Flugzeugnase und leitete eine Umkehrkurve nach links ein mit der Absicht, entweder auf der Gras- oder der Hartbelagpiste zu landen (vgl. Abbildung 1). Bei dieser Umkehrkurve, die bei einer angezeigten Fluggeschwindigkeit von etwa 80 kt erfolgte, nahm das Flugzeug eine Querlage von rund 45° ein. Ein unmittelbar anschliessend durchgeführter Motortest (engine run-up) brachte keine Beanstandungen zutage. Am Flugzeug entstand kein Schaden und die Flugbesatzung blieb unverletzt. Es entstand kein Drittschaden. Mehr Informationen finden Sie im summarischen Bericht der ‘SUST‘.

Diesel-Hochdruckpumpe verursacht Motorausfall

Am 19. Juli 2020 startete der Pilot um 10:27 Uhr in einem vierplätzigen Motorflugzeug, eingetragen als HB-PMF, vom Flugplatz Birrfeld zu einem Alpenrundflug. Mit ihm an Bord befand sich eine Passagierin. Auf einer Höhe von 5500 ft über Meer ging er in den Reiseflug über und setzte eine Motorleistung von 75%. In der Region von Zofingen (AG) fiel der Motor aus. Der Pilot stellte fest, dass die Kontrollanzeigen beider FADEC1 blinkten.Er führte die im Falle eines Motorausfalls auszuführenden Manipulationen aus. Der Motor liess sich aber nicht mehr starten.Während des Gleitfluges in Richtung des Flugplatzes Triengen entschied sich der Pilot für eine Notlandung in einem Maisfeldbei Reitnau, da bis Triengen nach seiner Beurteilungkeine geeigneten Notlandeplätze in Reichweite waren. Nach dem Aufsetzen kam das Flugzeug gegen das Ende des Maisfeldes hin an einer Ackerfurche zum Stillstand. Dabei knickte das Bugfahrwerk ein, sodass das Flugzeug leicht beschädigt wurde. Der Pilot und die Passagierin blieben unverletzt. Quelle: ‘SUST‘.

Zwei Flugunfälle oberhalb Bivio

  • Bei zwei Flugunfällen oberhalb von Bivio (GR) sind am Samstag fünf Menschen getötet worden.
  • Ein Motorflieger und ein Segelflugzeug stürzten ab.
  • Dabei kamen die beiden Piloten und drei Passagiere ums Leben, wie die Bündner Kantonspolizei mitteilte.
  • Ein Zusammenhang der beiden Abstürze ist nicht ausgeschlossen.

Der Pilot des Segelflugzeuges war am Samstag im Kanton Thurgau gestartet, der Pilot des Motorflugzeuges in Begleitung eines Kindes, einer Frau und eines Mannes ebenfalls am Samstag in Neuenburg. Die Rega teilte gegenüber SRF mit, sie habe am Samstag eine Verdachtsmeldung erhalten, wonach ein Segelflugzeug abgestürzt sei. Rega-Sprecher Adrian Schindler: «Als der Einsatzleiter die Verdachtsmeldung auf der Karte verorten konnte, schickte er sofort die nächstgelegene Crew zum Einsatzort. Diese hat die Absturzstelle gefunden. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Piloten feststellen».

Einen Tag später das zweite Flugzeug entdeckt
Gegen 21.30 Uhr erhielt die Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Graubünden dann die Meldung der Rega, dass oberhalb Bivio ein Segelflugzeug abgestürzt und der Pilot verstorben sei. Aufgrund der Witterung waren keine weiteren Bergungsarbeiten an der auf rund 2700 m ü. M. befindlichen Absturzstelle möglich. Die Rega bestätigte, das andere Flugzeug hätten die Leute der Rega an dem Abend nicht gesehen. Im Verlaufe der Bergungsarbeiten wurde einen Tag später, also am Sonntag, in einer Entfernung von rund einem Kilometer ein ebenfalls abgestürztes Motorflugzeug aufgefunden. Auch diese vier Flugzeuginsassen hatte sich beim Absturz tödliche Verletzungen zugezogen. Bei den Bergungsarbeiten waren Mitglieder der SAC Sektion Bernina, die Feuerwehr Samedan-Pontresina, die Heli Bernina, die Feuerwehr des Engadin Airport sowie die Kantonspolizei Graubünden involviert.

Unfallursache noch in Abklärung
Die Zuständigkeit für die Untersuchung liegt bei der Bundesanwaltschaft (BA) und wird vom Bundesamt für Polizei (fedpol) unterstützt. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat die Abklärungen zur Unfallursache aufgenommen. Wann die beiden Maschinen abgestürzt sind, sei zur Zeit noch nicht bekannt und Gegenstand der Ermittlungen, sagte Polizeisprecher Roman Rüegg. Auch die Ursache der Abstürze müsse noch abgeklärt werden. So wisse man noch nicht, ob die Flugzeuge zusammen stiessen, sich ausweichen mussten oder ob es überhaupt keinen Zusammenhang gebe. Die Sust teilte derweil mit, man sei am Abklären, Ergebnisse dürfte es im Verlauf der Woche geben. Quelle: ‘SRF‘.

50 Jahre Flugplatz Uelzen

„Wir sind sehr dankbar für 50 Jahre Luftsport und Geselligkeit auf diesem wunderschönen Fleckchen Erde“, freut sich der Erste Vorsitzende des ortsansässigen Flugsportvereins, Andreas Scheerer. Dabei diene der Flugplatz nicht nur den rund 100 aktiven Segel- und Motorflugpiloten als Betriebsstätte, die vereinseigene Flugschule bilde ständig neue Privatpiloten aus. Darüber hinaus sei der Platz Anziehungspunkt für zahllose Besucher aus dem Landkreis und darüber hinaus, die von hier aus zu „Schnupperflügen“ aufbrechen oder den Flugbetrieb auch einfach nur beobachten. Der Anteil von gewerblichen Flügen liege bei etwa sieben Prozent aller Flugbewegungen, betont Scheerer den wirtschaftlichen Aspekt des Verkehrslandeplatzes. Dazu gehört, dass der Platz nach Anmeldung jederzeit angeflogen werden kann, auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten an den Wochenenden.

Dass es in den 50 Jahren keinen einzigen tödlichen Flugunfall gab, ist für den Cumulus-Chef ein Grund zu besonderer Dankbarkeit. Erfreut ist Scheerer auch über die guten Beziehungen zu Bürgerinnen und Bürgern in den umliegenden Ortschaften. Der Flugplatz werde als Bereicherung empfunden. „Wenn es vereinzelt Beschwerden gab, konnten wir die fast immer klären“, so Scheerer.

Der 1951 gegründete Verein hatte sein Fluggelände zunächst in Brambostel. 1967 wurden erste Gespräche mit Vertretern des Landkreises zur Errichtung eines Verkehrslandeplatzes in der näheren Umgebung der Stadt Uelzen erörtert. Bereits ein Jahr später kam das Gelände bei Barnsen in Betracht, das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr stellte die Zulassung als Verkehrslandeplatz in Aussicht. Daraufhin wurde das Gelände von Vereinsmitgliedern gerodet. „Der Baustundeneinsatz unserer Mitglieder betrug in den Jahren 1970-1971 insgesamt 4195 Stunden“, notierte Gründungsmitglied Theodor Proest in seiner Vereins-Chronik. Quelle: ‘Uelzener-Presse‘.

Höfen: Motorflieger abgestürzt, Insassen leicht verletzt

Großes Glück hatten am Ostermontag die Insassen eines Motorfliegers, der im Bereich des Flughafens Höfen in ein Waldstück stürzte. Ein 50-jähriger in der Schweiz lebender Fluglehrer aus Portugal sowie ein Flugschüler (37) aus Vorarlberg konnten aus dem Flugzeug befreit werden. Sie wurden mit leichten Verletzungen ins Reuttener Spital gebracht. Der Unfall ereignete sich kurz nach 14 Uhr bei starkem Ostwind. Die leichte Maschine wurde beim Landeanflug von einer Windböe erfasst. Etwa 50 Meter von der Landebahn entfernt streifte der Flieger die Baumkronen und stürzte schließlich in das Waldstück zwischen dem Flughafen und dem Lech. Informationen der Tiroler Tageszeitung zufolge war der Motorflieger des Typs Diamond Katana DA 20 in Hohenems (Vorarlberg) gestartet und nach einem kurzen Zwischenstopp in Reutte/Höfen nach St. Johann im Unterland weitergeflogen. Die Piloten befanden sich auf einem Lehrflug. Für den Rückflug war keine weitere Landung in Höfen geplant. Warum sich der Pilot anders entschieden hat, ist derzeit nicht bekannt. Die Absturzstelle wurde weiträumig abgesperrt. Die Feuerwehr versuchte, den ausgetretenen Treibstoff rasch zu binden. Quelle: ‘Tiroler Tageszeitung‘.

Delfter Studententeam enthüllt Wasserstoffflugzeug

Revolutionärer Fortschritt in der Luftfahrt: Das Studententeam AeroDelft hat die fertige Struktur seines mit Flüssigwasserstoff angetriebenen Prototypen namens „Phoenix PT“ vorgestellt. Das Wasserstoffflugzeug produziert keinerlei schädliche Emissionen. Das brandneue Flugzeug wurde am Freitag den 26. Februar vorgestellt und bringt das Team der nachhaltigen Luftfahrt einen Schritt näher. Nach zwei Jahren engagierter Forschungs- und Produktionstätigkeiten stellt das fertige Flugzeug einen wichtigen Meilenstein dar. „Es fühlt sich wirklich an wie Weihnachten,“ sagt Sam Rutten, der für die Produktion des Prototypen zuständig war, während seiner Präsentation. Durch verschiedene Testetappen wird das Team nun auf den ersten mit Flüssigwasserstoff angetriebenen Flug im Herbst hinarbeiten.

AeroDelft, das Team bestehend aus 50 Studenten 17 verschiedener Nationalitäten, möchte beweisen, dass flüssiger Wasserstoff eine Alternative zu konventionellen Luftfahrttreibstoffen ist, um so die Luftfahrtindustrie dazu zu inspirieren, die großen Veränderungen zu tätigen, welche nötig sind, um einen weltweiten nachhaltigen Umschwung in der Luftfahrt zu erreichen. Dadurch positionieren die Studenten sich an der Spitze der „Revolution“ in der Industrie, welche auch von vielen weiteren Initiativen mitgetragen wird, die in der letzten Zeit rund um den Globus erschienen sind.

Die Herausforderungen
Eine Revolution bringt auch Herausforderungen mit sich: „Da die Corona-Pandemie den Fortschritt gebremst hat, indem die meiste Arbeit von zu Hause aus erledigt werden muss, war es keine einfache Angelegenheit,“ sagt der Leiter des Teams Jan-Willem van Zwieten. Zu Beginn der Pandemie musste das Team einen wesentlichen Rückschlag hinnehmen, als es den Zugang zu seiner ursprünglichen Werkstatt verlor. Dadurch musste die Arbeit sogar einige Wochen lang aus einem Hinterhof-Schuppen weitergeführt werden. Nichtsdestotrotz waren die Teammitglieder dank ihrer Entschlossenheit dazu in der Lage, wie geplant fortzuschreiten und blicken nun mit Stolz auf ihr Ergebnis.

Während der Präsentation des Flugzeugs gaben die führenden Ingenieure interessante technische Einblicke in die Produktion des Prototypen. Durch die zeitlichen und budgetären Einschränkungen wurden kreative Methoden angewendet. Zum Beispiel wurde ein teurer Ofen, welcher normalerweise für die Wärmebehandlung von großen Verbundwerkstoffbauteilen benötigt wird, kurzerhand durch ein mit Heizlüftern bestücktes und aus Isolationsmaterialien improvisiertes Iglu ersetzt. Außerdem war man dazu in der Lage, viel Zeit und Geld zu sparen, indem man die Hohlformen für kleinere Bauteile selbst im 3D-Druckverfahren herstellte.

Außerhalb dieses Projektes gibt es noch weitere Herausforderungen, welche nicht außer Acht gelassen werden sollten. So müssen entlang der Produktionskette des Wasserstoffs noch viele Verbesserungen vorgenommen werden um diesen Prozess auch in großen Maßstäben nachhaltig zu gestalten. Hierbei liegen die momentanen Probleme nicht nur in der Produktion selbst, sondern auch der Lagerung und dem Transport. Zum Beispiel wird die Nutzung des Wasserstoffs in der Luftfahrt nur tatsächlich den Anforderungen bezüglich der Nachhaltigkeit gerecht, wenn Strom aus erneuerbaren Quellen für den Elektrolyseprozess verwendet wird. Hinzu kommt, dass die für die Bereitstellung des Wasserstoffs notwendige Infrastruktur noch kaum an Flughäfen vorhanden ist. Dies hebt die Wichtigkeit des Phoenix-Projektes hervor, da solche Innovationen auf kleineren Maßstäben die Entwicklung in allen Bereichen entfachen können.

Die nächsten Schritte
Der nächste Schritt ist nun der Jungfernflug des Prototypen, wofür zunächst jedoch die inneren Komponenten, welche den Propeller antreiben, sowie die Zulassung des Flugzeugs fertiggestellt werden müssen. Da die Ingenieure, welche an Komponenten wie dem Wasserstofftank, der Brennstoffzelle oder dem Motor arbeiten, sich in der finalen Produktionsphase befinden, kann die Testphase bald beginnen. Das Team hat sich als Ziel gesetzt, noch diesen Frühling den ersten batterie-elektrischen Flug mit dem Prototypen durchzuführen. Im Sommer soll dann der erste durch gasförmigen Wasserstoff angetriebene Flug stattfinden. Im Herbst will das Team dann schließlich den Erstflug mit flüssigem Wasserstoff erreichen.

Insgesamt sieht das Team die Zukunft positiv. „Jetzt, wo wir endlich tatsächlich ein Flugzeug haben, hat unsere Motivationen einen weiteren Schub bekommen und wir sind bereit für die Herausforderungen, welche noch auf uns zukommen werden,“ sagt Rutten. Letztendlich werden die Studenten von AeroDelft mit ihrem Flugzeug und nur einer Tankladung dazu imstande sein, von Delft nach Ibiza zu fliegen, ohne dabei schädliche Emissionen zu produzieren. Eine vielversprechende Aussicht, welche ihrem Motto entspricht: „Our future flies in clean skies“.

Meisterleistung nach Propeller-Bruch

„Wichtig ist, die Nerven zu behalten“, sagt Pilot Hermann Eigner (65) aus Hartkirchen in Oberösterreich. Mit einer fliegerischen Meisterleistung gelang es ihm am Dienstag – nach dem Bruch eines Propellerblattes -, sein Flugzeug in Lengholz (Kärnten) so zu landen, dass er und Passagier Johann H. (66) unverletzt ausstiegen. „Da waren die Schutzengel hochaktiv“, freut sich Hermann Eigner nach seiner geglückten Notlandung. Der erfahrene Flieger war um 13.45 Uhr mit Kumpel Johann H. an Bord am Flugplatz Wels gestartet. „Unser Ziel waren die Dolomiten – beim Heimflug kam es zu Problemen“, so der 65-Jährige. Über dem Weißensee verlor die „Lancair 235“ in 3000 Metern Höhe plötzlich eines von drei Propellerblättern, die Maschine vibrierte heftig. „Ich hab sofort Motor und Benzinzufuhr abgeschaltet“, so der Pilot. Dass in einer solchen Notsituation keine Panik aufkommt, ist nicht selbstverständlich. „Ich hab automatisch reagiert, mich voll auf die Landung konzentriert – und auch der Johann hat die Nerven behalten“, betont Eigner.

Schon dritte Notlandung
Sieben Minuten später legte das Flugzeug auf einem Schneefeld in Lengholz – ohne das Fahrwerk auszufahren – einen gewollten Bauchfleck hin. „Der Schnee war unser Glück, uns hätte es sonst überschlagen“, erklärt Eigner, der bereits zum dritten Mal wegen eines Defekts unfreiwillig vom Himmel musste. Ob er auch künftig noch Flugzeuge pilotiert? „Eher nicht, man soll sein Schicksal nicht überstrapazieren.“ Quelle: ‘Kronen Zeitung‘.

Mooney-Mehrfachlandungen (bouncing)

Um 10:06 Uhr des 11. Juni 2020 startete der Pilot von der Piste 06 in Grenchen (LSZG). Nach einem halbstündigen Rundflug meldete er sich wieder beim Kontrollturm und erhielt die Freigabe für einen Direktanflug auf die Piste 06. Die Landebewilligung erhielt er zusammen mit einer Windangabe von 5 Knoten aus 080 Grad. Um 10:51 Uhr setzte das Flugzeug auf der Piste auf und hob wieder ab. Dies wiederholte sich mehrere Male mit zunehmend hartem Aufsetzen. Im Anschluss rollte der Pilot zum Hangar und stellte fest, dass der Propeller und das Bugfahrwerk beschädigt worden waren.

Spezielle Eigenschaften des Flugzeuges
Flugzeuge der Baureihe Mooney M20 neigen aufgrund ihrer Fahrwerks-Auslegung und dem Einsatz kompakter Federungs- und Dämpfungselemente aus Gummi (landing gear shock disks, vgl. Abbildungen 1) beim Rollen zu Oszillationen um die Querachse. Diese können durch Bodenunebenheiten oder hartes Aufsetzen des Bugfahrwerks bei der Landung ausgelöst werden. Sie neigen deshalb auch stärker als vergleichbare Flugzeuge zu Landeverläufen wie dem vorliegenden.

Betriebliche Aspekte
Der Endanflug erfolgte auf einem Flugweg, der eine normale Landung grundsätzlich zuliess. Zu Beginn des Landevorgangs, auf einer Höhe von 50 ft über Grund, lag die Fluggeschwindigkeit allerdings noch weit über der Hersteller-Vorgabe. Damit war ein Aufsetzen entsprechend der Vorgabe «main wheels first» nicht mehr in einer normalen Landedistanz möglich. Trotzdem wurde das Aufsetzen herbeigeführt, was ein leichtes bouncing zur Folge hatte.

Nach dem Wiederabheben des Flugzeuges und der Korrektur des Piloten am Höhensteuer entwickelte sich eine ‘pilot induced oscillation’ in Form eines ‘porpoising’. Mit zunehmend hartem Aufsetzen auf dem Bugfahrwerk kam es schliesslich zu mindestens einer Bodenberührung des Propellers und zur Beschädigung des Bugfahrwerks. Ein solcher Vorgang ist durch Korrekturen am Höhensteuer kaum zu stoppen, weshalb ein Durchstart als geeignetes Mittel einzuleiten ist.

Ausbildung und Flugtraining
Der Pilot verfügte über ein geringes aktuelles Flugtraining. In den zwei Jahren vor der Einweisung auf das Unfallflugzeug war er gar nicht geflogen. Es kann davon ausgegangen werden, dass die kurze Einweisung nicht ausreichte, um einen dem vergleichsweise anspruchsvollen Flugzeug entsprechenden Trainingsstand zu erzielen. Das geringe Training des Piloten kann ausserdem dazu beigetragen haben, dass er sich nicht zu einem Durchstart entschloss.

Schlussfolgerungen
Der Unfall ist darauf zurückzuführen, dass das Flugzeug bei der Landung infolge einer überhöhten Geschwindigkeit in einer dafür ungeeigneten Fluglage auf die Piste aufgesetzt wurde. Das geringe aktuelle Flugtraining des Piloten kann zum Unfallhergang beigetragen haben. Quelle: ‘SUST, Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle).

Notlandung auf der Alm

Auf der Vöraner Alm musste am Montagnachmittag kurz vor 15.30 Uhr ein Kleinflugzeug notlanden. Der Pilot blieb unverletzt. Er konnte das Flugzeug auf einer etwa zwei Meter hohen Schneedecke halbwegs sicher landen und sich auch selbst aus dem Flugzeug befreien. Die Einsatzkräfte kümmerten sich um die Sicherungsarbeiten an der Unglücksstelle. Neben der FF Vöran waren noch die Bergrettung Meran, die Flugrettung des Pelikan 2 und die Carabinieri im Einsatz. Quelle: ‘Neue Südtiroler Tageszeitung‘.

Himmlische Spritze ‘gemalt’

Samy Kramer hat am Mittwoch, 23. Dezember 2020 von Friedrichshafen aus während dem Flug mit einem Motorflugzeug eine Spritze in den Himmel gezeichnet. Wegen dem Corona-Impfstart am 27. Dezember wollte der 20-jährige Pilot damit ein Zeichen setzen. Quelle: ‘Südkurier‘.

Cessna überschlägt sich auf Feld

Am Montag ist auf dem Flugplatz Rottinghausen bei Damme (Landkreis Vechta) ein Flugzeug verunglückt. Die Pilotin verletzte sich bei dem Absturz leicht. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Unfall beim Landeanflug gegen 11.45 Uhr. Die Maschine vom Typ Cessna 172 schoss demnach über die Landebahn hinaus und überschlug sich auf einem angrenzenden Feld. Zeugen eilten der leicht verletzten 68 Jahre alten Pilotin zur Hilfe.

Schaden mehr als 80.000 Euro
Die Freiwillige Feuerwehr Damme war mit 30 Kräften im Einsatz. Derzeit ermittelt das Luftfahrtbundesamt zur Unfallursache. Der Flugplatz ist bis auf Weiteres gesperrt. Laut Polizei beläuft sich der Schaden auf eine Summe zwischen 80.000 und 100.000 Euro. Quelle: ‘NDR‘.

Sportflugzeug überschlägt sich bei Notlandung

Am Samstag, 31. Oktober, um 14.43 Uhr, wurde die Notlandung eines einmotorigen Sportflugzeuges gemeldet. Diese hat aufgrund des weichen Untergrundes nicht wie vorgesehen geklappt, das Flugzeug überschlug sich. Beide Insassen wurden leicht verletzt. Der 66-jährige Pilot hatte aufgrund von technischen Problemen im Cockpit sich für eine Landung auf freiem Feld bei Gackenbach entschieden. Die Landung verlief zunächst auch gut, bis auf dem nassen Boden das Vorderrad einsackte und sich das Flugzeug dann überschlug und auf dem Dach zum Liegen kam. Der Pilot und sein 79-jähriger Co-Pilot, beide aus Hessen, wurden von der Feuerwehr Montabaur leicht verletzt aus dem beschädigten Flugzeug gerettet. Beide Männer wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Das Flugzeug wurde erheblich beschädigt. Weitere Informationen teilte die Polizei nicht mit. Quelle: ‘Westerwald-Kurier‘.

Tour de France

Lesen in diesem Reiseblog von ‘Deltamikemike’ einen ausführlichen, illustrierten Reisebericht über eine Tour de France im Motorflugzeug sowie viel Wissenswertes über das Fliegen in Frankreich. (…) Der Wetterbericht sagt mal wieder wenig gutes für die nächsten Tage voraus, also weiter Richtung Heimat. Die beiden Mittelgebirge, die
dazwischen liegen, haben es doch noch in sich. Während der Flug über die Vogesen zwischen der aufziehenden Cumulus-Bewölkung noch einigermaßen klappt, ist es praktisch unmöglich, über den Schwarzwald zu kommen. Wie der GAFOR da auf “D” kommt, ist mir bei einer Bezugshöhe von 4000 Fuss einigermaßen schleierhaft, denn bei 3500 Fuss hängt eine dichte Wolkendecke. Also geht es den Rhein entlang zurück nach Konstanz…

Lötschental: Flugzeug-Absturz

Im Wallis ist ein kleines Passagierflugzeug abgestürzt. Dabei kamen vier Personen ums Leben. Bei der Fluggruppe Reichenbach im Kandertal ist man bestürzt. Flugzeug-Crash bei Blatten VS: Am Samstag um etwa 12.20 Uhr ist eine kleine Passagiermaschine im Bereich der Gletscherspitza (3063 m ü. M.) abgestürzt, teilt die Kantonspolizei Wallis mit. Einige Minuten später meldete dieselbe Person eine starke Rauchentwicklung. Auf Webcam-Aufnahmen war in dem Bereich eine weisse Rauchwolke sichtbar. Fotos von einem BLICK-Leser zeigen die schwer zu erreichende Absturzstelle. Die aufgebotene Feuerwehr Lötschental, sowie die Rettungskräfte, wurden mit einem Helikopter der Air Zermatt auf Platz geflogen. Diese konnte nur noch den Tod der Flugzeuginsassen feststellen. Bei den Opfern handelt es sich um zwei Schweizer im Alter von 66 und 50 Jahren und zwei Österreicher im Alter von 50 und 46 Jahren.

Das betroffene Flugzeug gehörte zur Flotte der Fluggruppe Reichenbach im Kandertal. «Ich wurde gestern durch die Kapo Bern informiert, dass eines unserer Flugzeuge im Lötschental abgestürzt ist und dabei vier Personen ihr Leben verloren haben», sagt die Präsidentin der Gruppe, Manuela Gebert, zu BLICK. «Mein Mitgefühl ist bei den Hinterbliebenen, die gestern einen lieben Menschen verloren haben, welcher nicht mehr nach Hause kommen wird», sagt sie. Aus Respekt vor den vier verstorbenen Personen, sei der Flugbetrieb der Fluggruppe vorerst eingestellt worden.

Zwei Schweizer und zwei Österreicher tot
Das Kleinflugzeug startete am Morgen vom Flugplatz Reichenbach BE. Dort sollte dieses im Laufe des Tages wieder landen. Auf Anfrage möchte sich der Flugplatzleiter nicht zum Absturz äussern. Rettungskräfte, Air Zermatt und die Feuerwehr seien im Einsatz. «Das Flugzeug ist in Brand», sagt Polizeisprecher Stève Léger auf Anfrage. Auch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle sei ausgerückt. Um die Unfallursache zu klären, wurde eine Untersuchung eingeleitet. Quelle: ‘Blick‘.

Insassen überlebten Bruchlandung

Die beiden Insassen eines Motorflugzeugs kamen bei der unbeabsichtigten Landung im Hochgebirge glimpflich davon. Im Salzburger Lungau ist am Dienstag, 30. Juni, ein Motorflugzeug abgestürzt. Beim Versuch, die Niederen Tauern im Gemeindegebiet von Lessach zu überqueren, verlor das Flugzeug 200 Meter vor dem Zwerfenbergsee an Leistung und prallte aus geringer Höhe gegen den steinigen Boden. Der 63-jährige Pilot aus Oberösterreich blieb unverletzt, sein 66-jähriger Bruder erlitt Verletzungen im Brustbereich.

Wie die Polizei berichtete, waren die beiden Männer gegen 13.15 Uhr in Feldkirchen in Kärnten gestartet und wollten nach Schladming fliegen. Dabei kamen sie mit ihrer Diamond DA20 Katana irrtümlich von der geplanten Route ab. Wegen des Leistungsabfalls dürfte sich der Pilot dann zu einer Notlandung entschieden haben. Das Flugzeug schlitterte nach dem Aufsetzen noch rund 100 Meter weiter und kam dann zum Stillstand. Die beiden Insassen alarmierten nach der Bruchlandung in rund 2.000 Metern Seehöhe mit dem Handy die Einsatzkräfte und übermittelten ihre Standortdaten.

Eine Bergung mit dem Hubschrauber war wegen der starken Bewölkung nicht möglich. Darum gingen die zwei Brüder den Bergrettern entgegen. Am Weg ins Tal wurden die Oberösterreicher von den Helfern angetroffen. Der Verletzte wurde anschließend mit einer Gebirgstrage weiter transportiert und anschließend ins Krankenhaus nach Tamsweg gebracht. Am Flugzeug entstand ein Totalschaden. Das Wrack wird nach der Freigabe durch die Behörden in den nächsten Tagen geborgen werden. Quelle: ‘Kurier.at‘.

Diamond präsentiert neue DA 50RG

Diamond Aircraft bringt mir der DA50 RG aus Vollcarbonfaser ein neues Flugzeug auf den Markt. Sie verfügt über ein einziehbares Fahrwerk, eine grosszügige Kabine und eine bemerkenswerte Nutzlast. Für den Antrieb sorgt ein 300 PS starker Continental CD-300 Jet-Fuel-Motor. Die neue DA50 RG von Diamond Aircraft soll Massstäbe setzen. Die Medienmitteilung von Diamond Aircraft preist die Vorzüge des neuen Flugzeugs mit einem Kolbentriebwerk jedenfalls mit Überzeugung an. Mit einer der breitesten und komfortabelsten Kabinen in ihrer Klasse werde das einmotorige Flugzeug sowohl Piloten als auch Passagiere verwöhnen – mit allem, was man von der zweimotorigen DA62 kenne.

Liqun Zhang, CEO Diamond Aircraft Österreich, zeigt sich denn auch stolz: «Wir freuen uns sehr, die DA50 RG auf dem Markt zu präsentieren. Sie bietet für ein einmotoriges Kolbenflugzeug so viel: Platz, Effizienz, Luxus, Komfort, Sicherheit und ein einziehbares Fahrwerk. Dazu kommen die zusätzlichen Vorteile des Betriebs eines mit Jet-Fuel angetriebenen Flugzeugs wie geringere Emissionen im Vergleich zu verbleitem und sogar niedrig verbleitem Flugbenzin.» Einen Markt für die brandneue DA50 RG sieht Liqun Zhang bei Privatpiloten, die mehr Sitze und Platz benötigen, sowie für kommerzielle Betreiber, die nach einer kostengünstigen Alternative suchen.

Die DA50 RG wird mit einem serienmässig installierten Garmin G1000 NXi mit 3-Achsen-Autopilotsystem GFC700 ausgerüstet, welche in Kombination mit dem «single lever power controls» die Arbeitsbelastung des Piloten reduzieren soll. Die schlanke Zelle aus Vollkohlefaserverbundwerkstoff umfasst laut Diamond Aircraft eine fortschrittliche Aerodynamik mit der neuesten Technologie für passive Sicherheit und für hohe Leistung, Effizienz und Insassenschutz. Bemerkenswert seien auch die speziell entworfenen Doppelschlitzklappen für hohen Auftrieb und gutmütiges Langsamflugverhalten. Das EASA Type Certificate erwartet Diamond Aircraft im Spätsommer 2020. Die FAA-Zulassung soll unmittelbar danach beginnen und wird für Ende 2021 erwartet. Die ersten Auslieferungen sind für Ende des ersten Quartals 2021 vorgesehen. Quelle: ‘Cockpit.aero‘.

Flugzeug plötzlich verschwunden

Um die Mittagsstunden gab es in Ramspau (Kreis Regensburg) einen Großeinsatz für die Rettungsdienste. Ein Anwohner meldete, dass er beobachtet hatte, wie ein Flugzeug seiner Meinung nach einen Motoraussetzer hatte und sich dem Wald schnell näherte. Kurz darauf konnte der Anwohner das Flugzeug nicht mehr sehen. Er wählte aus Sorge den Notruf. Die großangelegte Suche nach dem möglicherweise abgestürzten Sportflugzeug hat einige Feuerwehren aus der Umgebung beschäftigt. Auch Bergwacht und Technisches Hilfswerk (THW) waren eingebunden.

Die Einsatzkräfte suchten unter anderem mit einem Rettungs- sowie einem Polizeihubschrauber mehrere Waldgebiete rund um Ramspau ab. Nach eineinhalb Stunden kam die Entwarnung. Ein Pilot, der mit seinem Flugzeug unterwegs war, konnte ausfindig gemacht werden. Dieser konnte die Lage schnell beruhigen und bestätigen, dass er ohne Probleme sein Sportflugzeug landen konnte. Wie die Polizei mitteilte, übte der Pilot während eines Schulungsfluges einer Piper Sinkflug und Durchstarten. Quelle: ‘onetz.de‘.

Einmal um die Erde in einer DA 40

Er ist Mitglied im Motorflieger-Club (MFC) Bad Hersfeld und war mit seinem einmotorigen Flugzeug vom Typ Diamond DA 40 auf Weltreise. Am Samstag ist Thamer wieder wohlbehalten auf dem Flugplatz auf dem Bad Hersfelder Johannesberg gelandet. Jens Thamer ist mit seiner ganz besonderen Flugleistung nun Mitglied der „Earthrounders“, einem extrem exklusivem Club, dem weltweit nur etwa 145 Personen angehören, die die Erdumrundung im Alleinflug unter Einhaltung eines entsprechenden Regelwerk geschafft haben. „Wir sind stolz darauf einen so guten, mutigen und umsichtigen Piloten unter unseren Mitgliedern im MFC zu haben,“ sagte deshalb auch der 1. Vorsitzende des MFC, Arunas Zakaras, nach der Landung von Jens Thamer. Er wurde auf dem Johannesberg von einigen Freunden erwartet, die mit ihm auf die gelungene Erdumrundung angestoßen haben. Gestartet zum ersten Teil seiner Reise war Thamer im Oktober 2019. Damals flog er zunächst die Strecke Bad Hersfeld – Rimini – Kreta – Ägypten – Dubai – Malediven bis nach Perth in Australien. Nach einer arbeitsbedingten Pause und den Weihnachtstagen bei der Familie in Niederaula führte ihn danach der zweite Teil der Reise von Perth über den Ayers Rock – Gold Coast – die Norfolk Inseln – Tonga – Samoa – Kiribati – Hawaii nach Monterey in Kalifornien, etwa 150 Kilometer südlich von San Francisco. Über Texas – Florida – Hamilton auf den Bermudas – Azoren – Spanien erreichte er am 7. März wieder Bad Hersfeld. Hier wurde er von seiner Familie, Freunden und einigen Mitgliedern des MFC Bad Hersfeld herzlich begrüßt. Quelle: ‘Hersfelder Zeitung‘.

Prozess um gestohlenes Motorflugzeug abgebrochen

Die Gerichtsverhandlung um den Diebstahl eines gestohlenen Motorflugzeuges ist abgebrochen worden. Grund: Die Tochter des Schöffen ist eine der Zeuginnen. Es gibt von Gewicht und Transport her gewiss einfachere Dinge, die man stehlen könnte. Doch es war ausgerechnet ein Motorflugzeug, das es den Dieben angetan hatte, die Ende März vergangenen Jahres eine Maschine im Wert von rund 153 000 Euro auf dem Segelflugplatz in Watzenborn-Steinberg klauten. Dort waren sie nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler am frühen Abend in die Halle der Segelfliegergruppe Steinkopf eingebrochen. Neben dem weiß-blauen Ultraleicht-Motorflugzeug mit der Typenbezeichnung Dynamic WT-9 und der Kennung D-MEFU ließen die Diebe auch ein Untergestell mit Rädern und weiteres Zubehör im Gesamtwert von etwa 40 000 Euro mitgehen. Bislang wurde erst einer der mutmaßlichen Täter gefasst: Ein 42-jähriger Mann aus Litauen, der im September 2018 in Polen verhaftet worden war. Nun sollte er sich für Einbruch und Diebstahl vor der Siebten Großen Strafkammer des Gießener Landgerichts verantworten. Kaum aber hatte die Verhandlung am ersten Tag begonnen, war sie auch schon wieder zu Ende. Es stellte sich nämlich heraus, dass die Tochter des Schöffen eine der Zeuginnen ist, die noch aussagen sollte, und dass sie offenbar in die Ermittlungsarbeit eingebunden war. Nach zweifacher Sitzungsunterbrechung, Gesprächen zwischen allen Seiten und kurzfristiger Suche nach einem Ersatzschöffen, die allerdings keinen Erfolg zeigte, brach der Vorsitzende Richter Heiko Söhnel die Verhandlung ab. Quelle: ‘Giessener Anzeiger‘.

Nach Feierabend über der Weser fliegen

Bis abends ist Turgut Pencereci Anwalt. Danach hebt er ab. An zwei Tagen in der Woche leiht sich der 58-Jährige in seinem Verein, dem Bremer Verein für Luftfahrt (BVL), ein Flugzeug, um alles von oben zu sehen. Heute ist es ein Motorflugzeug, eine Piper PA-28, die Pencereci vor dem Hangar in die richtige Position schiebt. Sie ist leichter als ein Golf und hat vier Plätze. Pencereci macht routiniert zahlreiche Sicherheitschecks. Er bewegt die Flugzeugklappen, dreht den Propeller. „Niemals in Hetze fliegen“, mahnt er. Im Cockpit setzt er die typische Pilotensonnenbrille auf und studiert die Checkliste für den Flug, die auf seinen Knien liegt. Kaum startet der Freizeitpilot den Motor, der Piper wird, es in der engen Kabine ohrenbetäubend laut. Über die Kopfhörer meldet sich die näselnd klingende Stimme eines Fluglotsen vom Tower des Bremer Flughafens. Er und Pencereci funken auf Englisch. Mit drehendem Propeller rollt die Maschine schließlich Richtung November – Flugbahn N nach internationalem Funkalphabet. Nachdem ein Passagierflugzeug die Bahn verlassen hat, fährt Pencereci hinauf und wird schneller. Dabei scheint die Piper über die Flugbahn zu hüpfen. An ihren Fenstern saust der Bremer Flughafen vorbei. Sie hebt ab. Die Häuser der Neustadt werden kleiner, der Werdersee liegt dunkel daneben. Es ist ein bekanntes Bild für viele, die bereits in Bremen mit dem Flieger gestartet sind. Doch in der Kabine der Freizeitmaschine ist einiges anders: Selbst mit Kopfhörern hört man das laute Rasen des Propellers. Es ist kühl und etwas zugig. Außerdem fliegt die Piper nur bis unter die graue Wolkendecke. Passagierflugzeuge fliegen weiter hoch, meistens bis etwa auf eine Höhe von 10 000 Meter. Pencereci fliegt tiefer. Sehr tief. Bis 150 Meter darf er mit seiner Maschine über unbesiedelten Gebieten hinunterziehen. Wie sich das anfühlt, demonstriert er über saftig grünen Feldern im Bremer Norden. Immer tiefer fliegt die Piper und wird dabei immer häufiger von starken Windböen geschüttelt. Die Felder unter ihr sehen aus, als wären sie aus Filz oder Bastelmaterialien. Dann zieht Pencereci wieder in die Höhe. Mehr Informationen finden Sie im Originalbericht des ‘Weser-Kuriers’.