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Segelflieger in Baden-Baden hoffen auf bessere Tage

Der Traum vom Fliegen – die Mitglieder des Aero-Club Baden-Baden können ihn verwirklichen. Doch ausgerechnet zu der Jahreszeit, in der Jahr für Jahr normalerweise die idealsten Segelflugbedingungen herrschen, mussten die Vereinsmitglieder am Boden bleiben – wegen Corona. „Die guten Tage waren im April“, trauert Vorsitzender Patrik Ullrich mit seinen segelflugbegeisterten Männer und Frauen den verpassten Chancen hinterher. Inzwischen hat die Saison nach der Zwangspause aber doch noch begonnen – unter anderem mit einem Fluglager für den Nachwuchs. Sieben Nachwuchspiloten sind vom Segelflugfieber infiziert. Eigentlich sollte das Intensivtraining schon in den Osterferien stattfinden. Doch Corona hat dem Club auch hier einen Strich durch die Rechnung gemacht: „Das wirft alles zurück“, resümiert Ullrich. Untätig waren die Mitglieder freilich nicht in dieser Zeit. Quelle: ‚Badische Neueste Nachrichten‘.

Ansichten eines Piloten

Fliegen. Der Moment, in dem man den Schubhebel im Cockpit nach vorn legt, die Triebwerke hochspulen, die Lichter in der Pistenmitte immer schneller unter der Windschutzscheibe verschwinden. Ein sanftes Ziehen, die Räder lösen sich vom Boden, mehrere Tonnen Gewicht überwinden die Schwerkraft. Wolkenfetzen, es rüttelt kurz, dann strahlt die Sonne vom blauen Himmel. Ich liebe es: die Geschwindigkeit, die Freiheit im Raum, der Blick von oben auf die Welt. Dafür bin ich Pilot geworden.

Generationen vor uns haben davon geträumt, Leonardo und Lilienthal sich den Kopf zerbrochen, wie das möglich wäre. Wir tun es einfach: Seatbelts off, Sonnenbrille auf, Schluck aus dem Kaffeebecher. Wir überwinden Distanzen in wenigen Stunden, für die andere Transportmittel Wochen brauchen.

Und jetzt das: ein Virus, und eine ganze Branche bleibt am Boden. Wie kommen wir dazu? „We are aviation!“, posten Kollegen unter ihren Fotos auf Facebook, und sie glauben, sie hätten ein Recht darauf, zu fliegen. Haben sie recht? Wie Elon Musk, der Tesla-Gründer, glaubt, ein Recht darauf zu haben, jeden Monat 60 Satelliten für seine Vision von überall und ständig verfügbarem Internet ins All zu schießen. Schließlich zahlt er dafür. Derzeit umkreisen 360 seiner Satelliten die Erde, am Ende sollen es 40.000 sein. Am 21. April flogen sie 20 Minuten lang in einer schier endlosen Kette nördlich an Wien vorbei. Ich sah sie durch Zufall, weil ich an diesem Abend neben dem Griller im Garten stand und bei einem Schluck Bier den Sternenhimmel beobachtete. Es fühlte sich an, als hätten wir Menschen nun auch die letzte Bastion der Stille entweiht. Hineingepfuscht in die Erhabenheit des Weltalls.

Recht auf Wohlstand?
Musks Satellitenprojekt sichert bestimmt viele Arbeitsplätze, und das ist jetzt nicht einmal nur polemisch gemeint. So wie auch Ischgls Seilbahnen Arbeitsplätze und Wohlstand geschaffen haben. Aber gibt es überhaupt ein Recht auf Wohlstand? Auf wessen Kosten geht der? Und wann ist es genug?

Jeden Tag verbauen wir in Österreich derzeit eine Fläche von umgerechnet 18 Fußballfeldern, nirgendwo in Europa sind es mehr. Die Bürgermeister können im Alleingang über die Flächenwidmung der Gemeinden entscheiden, aber die Sinnhaftigkeit von noch mehr Chalets, betonierten Betriebsflächen oder Supermärkten am Ortsrand ist mehr als zweifelhaft. Was jedes Jahr an landwirtschaftlicher Fläche verlorengeht, entspricht der Produktionsmöglichkeit für den Nahrungsbedarf von 20.000 Menschen im selben Zeitraum. Kein anderes Land der EU kommt jetzt schon auf mehr Supermarktfläche in Relation zur Bevölkerung, und was den Tourismus betrifft, brachte 2019 mit 150 Millionen Nächtigungen in unserem Land einen nie dagewesenen Rekord. Die Pro-Kopf-Nächtigungen liegen mehr als zweimal über dem EU-Schnitt. Sollten wir nicht sagen: Das reicht? Dürre, Unwetter und Überschwemmungen bekommen nicht mehr nur die Landwirte zu spüren. Insekten verschwinden und mit ihnen ganze Ökosysteme. Die Rechnung ist einfach: Unbegrenztes Wachstum kann sich bei begrenzten Ressourcen nicht ausgehen.

Stillstand
Wir ignorieren das gekonnt. Bis vor zwei Monaten bauten die Österreicher, als gäbe es kein Morgen. Und dann: Stillstand. Und ein Virus, das uns sofort wieder zum Innehalten zwingt, sobald wir wie gewohnt Fahrt aufnehmen wollen. Wir sollten die Pause nutzen, um zu sehen, wo wir stehen, bevor wir schauen, wie wir möglichst schnell wieder dorthin kommen, wo wir aufgehört haben zu rennen.

Vor meiner Haustür steht ein Landrover, Dunkelblau-Metallic, knapp zwei Tonnen schwer, viereinhalb Meter lang, 405 Liter Kofferraumvolumen. Als ich ihn vor sieben Jahren kaufte, dachte ich: Einmal im Leben will ich mir den Luxus leisten. Bequem, großzügig, ein Reiseauto für die Familie samt Allrad. Längere Strecken fahren sich wunderbar damit. Aber die statistische Wahrheit ist: 90 Prozent aller Fahrten sind kürzer als 50 Kilometer, und in der Stadt ist das Auto ein fahrendes Hindernis. Im Gelände habe ich ihn genau einmal ausprobiert – beim Landrover-Geländetraining im Burgenland. Die Gassen in Wien sind nicht gebaut für all die Porsche Cayennes, Rover und Mercedes, die aussehen wie Panzer, sich auf dem Weg zur Schule der Sprösslinge um die Vorfahrt streiten und in einer Kolonne bis zum Schultor stauen. Seit dem Lockdown vor vielen Wochen habe ich das Auto kaum mehr bewegt, an den Bremsscheiben klebt Flugrost, am Metallic-Lack gelber Blütenstaub. Und es dämmert mir, dass seine Zeiten vorbei sind. Goodbye Landrover, hello Öffi-Jahreskarte!

Corona zeigt uns etwas
Menschen brauchen Menschen. Plötzlich greifen die Rezepte der Populisten nicht mehr, sie entlarven sich selbst in ihrem Aufheizen von Stimmungen, der Sucht nach Anerkennung, im Spalten und Auseinanderdividieren. Sawaki Kōdō, einer der bedeutendsten japanischen Zen-Meister aus dem vorigen Jahrhundert, fragte sich: „Warum wollen die Menschen eigentlich alle gewinnen und Erfolg haben? Wenn die Welt endlich verstünde, dass das gar nicht notwendig ist, hätten wir Frieden auf Erden.“ Kann das jemand Donald Trump sagen?

Wir sind kreativ, wir stellen uns auf neue Situationen ein, finden neue Wege der Kommunikation. Ärzte und Pfleger helfen, Wissenschafter forschen, Musiker spielen, Yogalehrer unterrichten online, die Wiesen der Stadt sind plötzlich voll mit Menschen auf Picknickdecken. In Venedigs Kanälen sieht man wieder Fische schwimmen. Kann das so falsch sein? Ist es wirklich so naiv und sozialromantisch, von einer besseren Welt zu träumen, wie uns manche Leitartikler glauben lassen wollen? Könnte es nicht mindestens ebenso naiv sein, hartnäckig an einem Wirtschaftssystem festzuhalten, das die Menschheit an den Rand der Selbstauslöschung geführt hat?

„Bevor wir die Ärmel aufkrempeln und uns ans Aufräumen nach Corona machen, wäre es gut, über die Richtung nachzudenken, in die wir marschieren wollen.“

Dort, wo man über die Einbrüche einer Branche jammert, muss man auch sehen, wie sie zuvor gewachsen ist: Bevor der Dow-Jones-Index einknickte, hatte er sich in nur vier Jahren verdoppelt, die Zahl der Flugpassagiere weltweit schaffte das in zwölf Jahren. Täglich querten vor der Krise 2500 Flugzeuge den Atlantik, das sind 104 pro Stunde. Ist alles, was möglich ist, auch sinnvoll? „It’s the economy, stupid!“ Bill Clintons Credo aus den 1990ern gilt immer noch. Die Wirtschaft muss brummen, gerade nach Corona, argumentieren die einen. Sie haben recht. Wer würde wollen, dass wir uns in einer jahrelangen Depression wiederfinden, mit Massenarbeitslosigkeit, sozialen Unruhen, politisch destabilisiert – ein Fressen für „starke“ Männer und den Weg in die Diktatur. Und sie haben unrecht. Wenn sie nämlich all jene kleinreden, die spüren, dass so weiterzumachen der falsche Weg ist. Wenn auch ein bequemer.

„The comfort of knowing what to do“, nennt das Charles Eisenstein, ein amerikanischer Universitätsdozent, Autor und Philosoph, der in Yale Mathematik und Philosophie studiert hat und Ende März beim „Pioneers of Change“-Gipfel online seine Visionen vortrug. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Gedanke des „Interbeing“ – dass alles und jeder auf dieser Erde miteinander verbunden ist.

Eisenstein lebte jahrelang in Taiwan, arbeitete als Chinesisch-Dolmetscher und weigerte sich lange, den typischen Yale-Karriereweg zu gehen. Noch mit 53 Jahren wirkt er jugendlich und aufgeweckt wie ein neugieriger Bub. Er ist zu smart, um sich in eine Schublade pressen zu lassen. Er hält nichts davon, im Kampf gegen Global Warming nur auf neue, grüne Technologien zu setzen, weil das, so Eisenstein, nur eine andere Form des alten Denkens sei. Produkt ausgetauscht, die Motivation bleibt dieselbe: Möglichst viel Gewinn erwirtschaften. Genauso kritisch sieht er den Handel mit Emissionen oder eine CO2- Steuer. Industrien könnten sich freikaufen: Da wird mit Geld Verantwortung verschoben, aber nicht neu gedacht.

Die Welt neu denken
Jetzt wäre so ein Zeitpunkt. Die Welt neu zu denken. Wir haben alle unsere Realitätsfilter: Die Flugzeugabgase machen nur knapp fünf Prozent aller CO2-Emissionen aus, ein gern verwendetes Argument von Piloten. Der Autoverkehr, Schiffe – viel schlimmer! Was nicht dazugesagt wird: Niemand sonst bläst seine Emissionen in zehn Kilometern Höhe in die Troposphäre, kaum eine Branche hatte bis zum Auftreten des Coronavirus solche Zuwachsraten. Seinen Standpunkt zu verteidigen mag legitim sein. Autofahrerklubs heulen reflexartig auf, wenn irgendwo neue Radwege eröffnet werden, Lehrer, wenn sie an Fenstertagen arbeiten sollen, die FPÖ, wenn Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet werden.

Aber wir verirren uns dabei in Polarisierung und Grabenkämpfen, Trumps Amerika zeigt es traurig vor. Wir haben uns daran gewöhnt, dass andere Meinungen schlechtgemacht werden, dass der (politisch) Andersdenkende als Gegner begriffen wird, den man in Grund und Boden redet. Loser. Total Failure. Fake-News. Wir hören einander nicht mehr zu. Ein echter Diskurs braucht alle Argumente, nicht nur die eigenen.

Es mag naiv klingen, wenn Sepp Schellhorn, Hotelier und Neos-Wirtschaftssprecher, vor kurzem bei „Frühstück bei mir“ erzählte, er wolle nach der Wiedereröffnung seines Hotels mit den Gästen unter dem Kastanienbaum im Garten sitzen und einfach nur reden. Darüber, was ein gutes Leben sei und wie das aussehen könnte. Was wir aus dieser Krise machen können, damit die Welt besser wird. Er hat recht: Bevor wir die Ärmel aufkrempeln und uns ans Aufräumen nach Corona machen, wäre es gut, über die Richtung nachzudenken, in die wir marschieren wollen. Die Welt um uns ist ein Spiegel unserer Gedanken. Der Film „Inception“ spielte gelungen mit dieser Thematik auf der Leinwand, im wirklichen Leben funktioniert es nicht anders. Die eigenen Ideen stehen am Beginn jeder Wirklichkeit. Fragen gäbe es genug zu stellen: Was wird die Politik dagegen tun, dass Corona vor allem sozial schwächere Frauen trifft? Was macht das mit einer Gesellschaft, wenn ein Prozent der Österreicher einen Wert von 40 Prozent des Nettoeinkommens unseres Landes besitzt, sämtliche vermögensbezogene Abgaben aber gerade einmal 0,6 Prozent des BIP ausmachen (mehr als dreimal so viel sind es im EU-Schnitt).

Umdenken
Oder, global gesehen, wenn der Amazon-Chef Jeff Bezos dank Corona seit Jahresbeginn jeden Monat sechs Milliarden Dollar mehr auf dem Konto und insgesamt ein Vermögen von 140 Milliarden angehäuft hat. Man muss sich das vorstellen: 140.000 Millionen Dollar. Ist es dann fair, dass Amazon in Österreich und den anderen EU-Staaten für Lieferungen unter 22 Euro Gesamtwert keine Steuern zahlt, jeder Unternehmer aber schon? Wodurch entsteht in einer Krise ein Umdenken, eine Kursänderung, ein Richtungswechsel? Konventionell gedacht, mit Newtons Gesetzen von Kraft und Gegenkraft, bräuchte es dafür enorme Kräfte. Der Einzelne kann so gut wie nichts bewirken. Aber Charles Eisenstein, und nicht nur er, sieht es anders. In jedem Ökosystem, argumentiert er, seien die Lebewesen nicht einfach da, um zu überleben, sondern jedes einzelne spielt eine wichtige Rolle. Die Menschen genauso. Jeder trägt etwas in sich, das diese Welt dringend braucht. Jede einzelne unserer Handlungen, sei sie noch so klein, ist ein Statement: So wollen wir sein, so sehen wir die Welt. Es wird wahrgenommen. Es wirkt. Es beeinflusst. Es erzeugt einen Sog. Es verändert letztlich alles.

„What can you rely on?“, wird Eisenstein an einer Stelle beim „Pioneers of Change“-Gipfel gefragt. Seine Antwort ist einfach: „It starts with my bare feet and what I know when I stand on ground: that earth is alive.“ Die Erde unter den eigenen Füßen ist lebendig. Der Mann hat recht. Probieren Sie es aus!

Und das Fliegen?
Tickets, bei denen das Taxi zum Flughafen teurer ist als der Flug, gehören abgeschafft, sie haben sowieso noch nie etwas mit Kostenwahrheit zu tun gehabt. Genauso Flüge in Privatjets, bei denen ein russischer Oligarch die Crew von Moskau nach Paris und retour schickt, um seinen neuen Anzug vom Schneider abzuholen. Oder deutsche Cargoflugzeuge, die Hühnerküken nach China fliegen, wo sie billig gemästet werden, um dann wieder in Deutschland als deutsche Hühner verkauft zu werden. Nicht alles, was der Wirtschaft guttut, tut auch uns gut. Aber deshalb alle Flugzeuge verdammen?

Manchmal fehlt mir in diesen Zeiten der Blick von oben auf die Welt. Dann träume ich in der Nacht vom Cockpit. Vom Sinkflug auf London über dem Ärmelkanal, unter uns die weißen Klippen von Dover, die Windräder im Meer und dutzende Schiffe, die wie Spielzeug in der Badewanne aussehen. Wann ist dieses Wunder für uns eigentlich selbstverständlich geworden? Kein anderes Verkehrsmittel verbindet Kontinente und Menschen in ähnlicher Weise. Wir sollten weiterhin fliegen. Seltener und mit mehr Respekt vor der Technik. Und der Erde, diesem fragilen Planeten unter uns, auf dem wir nach jedem Flug sicher landen wollen. Unser aller Zuhause.

(Quelle: Michael Marchetti, 6.6.2020, im ‚Standard‘)

Gefährliche Laser-Attacke in 5’000 m.ü.M.

Unfassbarer Vorfall am Mittwochabend während eines Fluges von Köln/Bonn nach Hamburg: Auf der Reisehöhe von 5.000 Metern blendete plötzlich ein grüner Laserstrahl die Piloten im Cockpit! Die Flugkapitäne einer Propellermaschine „ATR 42“ (rund 500 km/h schnell) waren für einige Schrecksekunden außer Gefecht gesetzt. Glücklicherweise blieb die Crew unverletzt, konnte weiter fliegen und sicher in Hamburg landen. Die Kripo ermittelt jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftraum. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Wo genau stand der Laserpointer-Attentäter und wer war es? Warum dieses Flugzeug? Und welches Gerät ist so leistungsfähig, bei Dunkelheit und Nässe einen Strahl vertikal auf 5.000 Metern Höhe abzufeuern? „Der Laserpointer muss extrem leistungsstark gewesen sein“, meint Anja Naumann, die für Norddeutschland zuständige Luftfahrtexpertin der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) zum EXPRESS. „Der Laserstrahl muss sich ja auch noch in den Scheiben des Flugzeugs brechen und so viel Wirkung haben, dass das Cockpit hell erleuchtet ist und die Piloten geblendet sind.“ Pech für die Laser-Attentäter: Die Info der FedEx-Piloten über die Attacke war so exakt, dass anhand der Geo-Koordinaten der genaue Tatort ermittelt werden konnte. Der liegt zwischen Bielefeld und Hannover in der Nähe von Hameln, an einem Abzweig der Bundesstraße 83, nahe der Ortschaft Ohr. Die Polizei war kurze Zeit später sogar noch vor Ort, konnte aber keine verdächtigen Personen mehr antreffen. Dennoch wird nun mit Hochdruck gefahndet. Quelle: ‚express.de‚. Bild: ‚merkur.de‚.

„Ich heb’ ab“

Ich sehe, wie das Seil langsam auf Spannung gebracht wird. Dann geht alles schneller als gedacht. Während ich noch von einem Start wie bei einem Passagierflugzeug, das eine ganze Weile über die Startbahn fährt, ausgehe, bin ich schon so gut wie in der Luft. Der V8-Motor der Winde beschleunigt uns in knappen drei Sekunden auf etwa 110 Stundenkilometer. Am höchsten Punkt klinkt Himmelsbach das Schleppseil aus und wir schweben in der Höhe. Mein Fluglehrer erklärt mir, was ich auf den Anzeigen des Cockpits erkennen kann, zum Beispiel die Geschwindigkeit und die Höhenmessung. Den ganzen Bericht finden Sie im ‚Sportbuzzer.de‚.

Im Motorflugzeug-Cockpit

In den Kopfhörern rauscht es. Die ferne Stimme eines Mannes ist zu hören. Sie gibt unverständliche Formeln wieder, Zahlen, Abkürzungen. Moritz Altmann, Pilot und Fluglehrer am Kassel Airport in Calden, sitzt in seinem Flugzeug und antwortet in ähnlich mysteriösen Formulierungen. Doch als er für unser Video erklärt, um was es in der Unterhaltung zwischen Tower und Piloten geht, klingt es nicht mehr so mysteriös, sondern nach einem ausgeklügelten System, mit dem in aller Kürze wichtige Informationen zwischen Fluglotsen und Piloten ausgetauscht werden. Diese Kommunikation ist Teil der Vorbereitung auf einen Flug. Denn einsteigen und losfliegen, so einfach ist es nicht. Wer mit einem Motorflugzeug abheben will, muss seinen Trip in die Luft vorbereiten. Wetterbericht prüfen, Besonderheiten des Zielflughafens recherchieren. Die Maschine kontrollieren: Sind Tragflächen und Propeller unbeschädigt, ist genug Benzin im Tank? Das ist nur ein Auszug aus den Vorbereitungen eines Piloten. Quelle: ‚hna.de‚.