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Feuerwehrübung auf Segelfluggelände Wenzendorf

Vielen Menschen ist nicht bekannt, dass es in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft einen Segelflugplatz gibt – nämlich den der Airbus HFB-Fluggemeinschaft e.V. in Wenzendorf. Ein kleines, gemütliches Gelände, auf dem nicht nur an den Wochenenden, sondern auch unter der Woche Flugbetrieb herrscht. Das Thema Sicherheit ist dem Verein ein großes Anliegen. Dank der Verbindung zweier Vereinsmitglieder zu den Freiwilligen Feuerwehren aus der Region fand kürzlich eine Einsatzübung auf dem Segelfluggelände mit den Feuerwehren Moisburg, Wenzendorf, Drestedt und Heidenau statt.

Was genau bei der Unfallübung geschehen würde, war den Segelfliegern nicht bekannt, was den Reiz dieses Trainings erhöhte. Dabei ging nicht darum, erlerntes Wissen abzurufen, sondern in erster Linie um Erkenntnisgewinn. Um möglichen Beschädigungen an den Flugzeugen während des Übungseinsatzes vorzubeugen, wurden die Tragflächen mit Gummimatten rutschfest abgesichert und die Flugzeuge so vor einer Betonfläche des Flugplatzes aufgestellt, dass die Rettungsfahrzeuge für die Übung nicht auf die Grasfläche fahren mussten.

Simuliert wurde ein Unfall eines Schleppzugs, bestehend aus den Segelflugzeugen Super Dimona und ASK 21, samt verunfallten Personen in den Cockpits. Neun Feuerwehrfahrzeuge mit 60 Einsatzkräften rückten an. Zügig wiesen sie die Einsatzleiter der Fluggemeinschaft ein und schickten sie ins simulierte Unfallgeschehen.

Das Szenario: Im Motorsegler mussten eine unter Schock stehende und eine bewusstlose Person gerettet werden. In dem am Schleppseil hängenden Segelflugzeug saßen zwei Personen mit Nacken- und Rückenverletzungen. Die Personenrettung wurde – wie im wahren Leben – durch Gaffer erschwert. Die Feuerwehrleute bewiesen große Professionalität. „Die Verletzten wurden erstversorgt und geradezu liebevoll betreut und die Gaffer und Störer höflich, aber bestimmt vom Einsatzgeschehen ferngehalten“, berichtet Oliver Weiss, Vorsitzender der Airbus HFB-Fluggemeinschaft. „Nach einer gründlichen Lagebeurteilung wurde uns bewusst, dass eine patientengerechte Rettung aus den Flugzeugen einen erhöhten Schwierigkeitsgrad darstellt und im Ernstfall nur unter Verwendung von schweren technischen Hilfsmitteln erfolgen kann, besonders bei Rückenverletzungen“, so seine Erkenntnis.

Während die Feuerwehrleute den Einsatz unterschiedlicher Rettungsmittel durchspielten, erläuterten die Mitglieder der Fluggemeinschaft ihnen die Besonderheiten von Segelflugzeugen wie Haubenverriegelung, Rumpfschale und Brandhahn und wo sich der Tank beim Motorsegler befindet. Am Ende waren aber alle Beteiligten zufrieden mit der geglückten Übung, die wichtige Erkenntnisse erbrachte. Die Airbus HFB-Fluggemeinschaft e.V. in Wenzendorf bedankt sich bei den beteiligten Freiwilligen Feuerwehren für ihren Einsatz und den professionellen Übungsablauf. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen. Quelle: ‚Kreiszeitung‚.

Umsetzung der ICAO-Vorgaben zum Rettungsdienst

Die AOPA Germany hat wiederholt darüber berichtet, dass es der IAOPA nach über zehn Jahren zäher Verhandlungen bei der ICAO gelungen ist, den Standard des Annex 14 zum Rettungs- und Feuerlöschdienst an Flugplätzen abzuändern. Der neue Standard sieht ab dem 3. November nun vor, dass nur noch der gewerbliche Luftverkehr (Commercial Air Transport) ein besonderes Schutzniveau benötigt. Die ganze Bandbreite der Allgemeinen Luftfahrt kann dagegen künftig an Flugplätzen fliegen, auch wenn dort niemand einen Bereitschaftsdienst für den Rettungs- und Feuerlöschdienst gewährleistet.

Bekanntermaßen war dies zuvor von der ICAO für alle Arten von Flügen vorgesehen, was wiederum aus Sicht der deutschen Behörden das Hauptargument gegen eine Einführung des Fliegens ohne Flugleiter war. Da die internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO keine Gesetze macht, sondern nur Vorgaben, stellt sich jetzt die Frage, ob der neue Standard einfach wie vorgegeben umgesetzt wird. Oder ob er von den hiesigen Behörden, wie es im Englischen neuerdings so schön heißt, »gold-plated«, also »vergoldet« wird. Raten Sie mal …

Genau, ganz einfach wird es leider mal wieder nicht. Denn die Zuständigkeiten sind verteilt: Gemäß der Basic Regulation (EU-Verordnung 2018/1139) ist die EASA zuständig für Flugplätze, allerdings nicht für diejenigen, »die nicht zur öffentlichen Nutzung bestimmt sind, oder solche, die nicht für den gewerblichen Luftverkehr genutzt werden, oder solche, die nicht über befestigte Instrumentenlandebahnen von mehr als 800 Meter Länge verfügen …« Kleinere Flugplätze unterliegen auch weiterhin der Regelung und der rechtlichen Kontrolle der Mitgliedstaaten.

Mit Zufriedenheit haben wir festgestellt, dass Deutschland frühzeitig angefangen hat, die neuen Vorgaben umzusetzen. Bund und Länder stehen hier im Austausch, und die Verbände werden seit einigen Monaten angehört. Es gibt ein durchaus positives zu bewertendes Konzeptpapier, worin im Wesentlichen nach Verkehrslandeplätzen und Sonderlandeplätzen unterschieden wird. Etwas überraschend ist, dass zudem das Gewicht der Luftfahrzeuge ebenso berücksichtigt wird wie die Frage, wie oft Flugplätze mit größeren Luftfahrzeugen angeflogen werden. Beides hat schließlich keinen erkennbaren Zusammenhang mit der Frage nach einer kommerziellen Nutzung des Flugplatzes, die aus ICAO-Sicht eigentlich das Kriterium für das Vorhalten des Rettungsdienstes ist. Und während die ICAO ganz einfach eben genau dieses eine Kriterium anführt, hat nun auch die EASA nachgezogen. In einem im September veröffentlichten Notice of Proposed Amendment (Hinweis auf eine vorgeschlagene Gesetzesänderung) gibt es nun Abstufungen bei der Umsetzung. Die EASA will nun die nichtgewerbliche Luftfahrt nochmals getrennt behandeln, je nachdem, ob gemäß Teil NCO oder NCC geflogen wird. Wohlgemerkt: In beiden Fällen steht das NC für »non-commercial«, sodass aus ICAO-Sicht alles eindeutig wäre. Den Part SPO hat die EASA offenbar noch gar nicht berücksichtigt.

Wir können feststellen, dass diese Aktivitäten der Behörden alle sehr positiv und gut gemeint sind. Wir werden durch die neuen Vorschriften endlich weitere Freiheiten bei der Nutzung von Flugplätzen erhalten. Allerdings sind die Aktivitäten auf europäischer und nationaler Ebene mal wieder nicht abgestimmt. Und sie verschärfen – ebenfalls zum wiederholten Mal – den eigentlich simplen Rahmen der ICAO Vorgabe erheblich. Genau das ist mit »Vergoldung« von Vorschriften gemeint. So kann die Folge sein, dass es an unseren Flugplätzen zwar grundsätzlich besser und freier zugehen wird, vor allem für die typischen Nutzer in ihren privat betriebenen Flugzeugen bis 5,7 Tonnen MTOM. Die Behörden sollten aber auch darauf achten, dass es angesichts der vielen anderen Betriebsformen der Allgemeinen Luftfahrt – von der Flugschule über den Fallschirmsprungbetrieb bis zum Werksverkehr – noch nachvollziehbar bleibt, wer an welchem Flugplatz zu welchen Zeiten was machen darf. Denn eigentlich könnte es ganz einfach sein… Quelle: ‚Michael Erb / AOPA Germany‚.

Studierende präsentieren Löschflugzeug-Konzept

2022 sorgen zu geringe Niederschläge und zu große Trockenheit über ausgedehnte Zeiträume für stark erhöhte Waldbrandgefahr in Deutschland und Europa. Ein Team aus sechs Studierenden der Universität Stuttgart nahm sich des Themas an: Mit ihrem Entwurf für ein neuartiges hybrides Löschflugzeug gewannen die Master-Studierenden des Studiengangs Luft- und Raumfahrttechnik die diesjährige Design Challenge des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Im März schrieb die DLR den Wettbewerb – dieser richtet sich bundesweit an Studierende technischer Universitäten – mit der Fragestellung aus: Wie könnte im Jahr 2030 eine luftgestützte Brandbekämpfung aussehen? Bis zur Abgabe des schriftlichen Berichts Mitte Juli nahm sich das Team um Johannes Ritter Zeit, sich eingehend damit zu beschäftigen: „Ich bin zwar nicht bei der Feuerwehr, aber mit dem THW ebenfalls im Ehrenamt engagiert. Von daher passte das thematisch ganz gut“, gibt er gegenüber feuerwehrmagazin.de an.

Die bisher für die Brandbekämpfung aus der Luft verwendeten Fahrzeuge haben ihre Vor- und Nachteile. Löschflugzeuge werden an Flughäfen oder Seen betankt und transportieren das Löschwasser über weite Strecken an den Brandort. Sie sind schnell, können weite Strecken zurücklegen. Dafür haben sie den Nachteil, dass viel Platz zum Starten und Landen sowie zur Wasseraufnahme benötigt wird. Hubschrauber dagegen besitzen mit ihren waagerecht liegenden Rotorblättern den Vorteil, dass sie zum Betanken senkrecht über der Wasseraufnahmestelle schweben können. Auch das Ablassen des Löschwassers kann präziser über dem Brandherd gesteuert werden. Sie sind aber langsamer.

In seinem Konzept zeigt das Team um Ritter, Benjamin Knoblauch, Günay Can, Hannes Kahlo, Nicolas Mandry und Prishit Modi – alle Master-Studierende und im Alter Anfang bis Mitte 20 – auf, wie sie die Geschwindigkeit der Flugzeuge mit der Flexibilität von Hubschraubern verbinden wollen. Herausgekommen ist – bisher erst einmal im Modellstadium – „Inferno“ (steht für INtelligent FirE RespoNse Operation): ein Flugzeug, das zwei Flugzeugpropeller für den Vorwärtsflug mit acht Propellern für den Senkrechtflug vereint. Bewerkstelligen soll dies der Einsatz von leichten Faserverbundwerkstoffen sowie ein hybrid-elektrischer Antriebsstrang. Dieser setze sich aus Elektromotoren, einer Batterie und einer Gasturbine zusammen. So würde der Kraftstoffverbrauch deutlich reduziert. Eine Betankung aus der Luft ist möglich, so steht mehr Zeit zur Brandbekämpfung zur Verfügung.

Operieren soll das neuartige Flugzeug im Verbund von vier bis sechs baugleichen Fabrikaten, die mit verschiedenen Nutzlastmodulen ausgestattet werden können: Mittels des Löschwassermoduls werden die Flammen bekämpft, während ein bis zwei weitere Flugzeuge mit dem passenden Modul für Passagiere und Frachten dafür sorgen, dass Personen evakuiert werden können. Die Stuttgarter konnten sich mit „Inferno“ Anfang August bei der offiziellen Veranstaltung der DLR Design Challenge in Hamburg gegen fünf weitere Teams durchsetzen: In ihrer Begründung lobte die Jury unter anderem die „geschickte Kombination von Technologien“.

„Bereits nächste Woche stellen wir unseren Entwurf auch der internationalen Forschergemeinde vor, und zwar auf der ICAS (steht für Congress of the International Council of the Aeronautical Science, Anmerkung FM-Redaktion) -Konferenz. Im Zuge des Ende September stattfindenden Deutsche Luft und Raumfahrtkongress (DLRK) präsentieren wir es auch noch in Dresden. Mal sehen, wie es danach weitergeht. Wir hätten jedenfalls nichts dagegen, wenn sich ein Unternehmen bei uns melden würde, das bei der Verwirklichung von ‚Inferno‘ mit uns zusammenarbeiten möchte“, sagt Ritter. Quelle: ‚Feuerwehrmagazin.de‚. Fotoquelle: ‚Uni Stuttgart, IFB, Team Inferno‚.

EU will Löschflugzeug-Flotte bis 2029 verdoppeln

Die Europäische Union plant, bis 2029 die gemeinsamen Kapazitäten der EU-Mitgliedstaaten für die Brandbekämpfung aus der Luft zu verdoppeln. „Wir wollen diese Flotte bis 2029 verdoppeln“, wobei zwei zusätzliche Löschflugzeuge in Frankreich, zwei in Italien, zwei in Griechenland, zwei in Spanien und zwei in Portugal stationiert werden sollen, erklärte EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton am Dienstag (17. August). In ganz Europa haben Dürren im Frühling und Sommer dieses Jahres für eine besonders hohe Zahl an Waldbränden gesorgt, auch in Deutschland waren und sind besonders Brandenburg und Sachsen betroffen.

In einem Interview mit France Info erklärte Breton, dass Kroatien, Frankreich, Griechenland, Italien, Spanien und Schweden derzeit über ein Kontingent von 12 Löschflugzeugen und einem Hubschrauber verfügen, die in Notfällen von anderen Ländern eingesetzt werden können. Zu diesem Zweck wird das 2001 eingerichtete Europäische Katastrophenschutzverfahren (RescEU-Mechanismus) aktiviert. Die Aussagen des französischen Kommissars erfolgen vor dem Hintergrund, dass in Frankreich die Frage der zur Brandbekämpfung verfügbaren Mittel angesichts der zahlreichen Brände in diesem Sommer heiß diskutiert wird.

Frankreich verfügt normalerweise über eine aus zwölf Löschflugzeugen bestehende Flotte, in dieser Saison musste jedoch Verstärkung aus anderen europäischen Ländern anrücken, sowohl in Form von Flugzeugen als auch von Einsatzkräften. Dutzende von Feuerwehrleuten sind derzeit in den Waldbränden im Département Gironde (Südwesten des Landes) im Einsatz. Auch Deutschland verfügt nicht über Löschflugzeuge in öffentlicher Hand. Stattdessen bitten Länder und Kommunen, die mit Waldbränden konfrontiert sind, wenn nötig um Amtshilfe der Bundespolizei oder Bundeswehr, damit diese Hubschrauber mit Wasserbehältern zur Verfügung stellen. Grüne und FDP hatten angesichts der schwerwiegenden Brände in Teilen Deutschlands deshalb zuletzt die Anschaffung öffentlicher Löschflugzeuge gefordert. Quelle: ‚Euractiv.de‚.

Löschflugzeug-Piloten gegen Renten-Reform

Rund 300 Piloten und Mechaniker der zivilen Sicherheit machen gegen die Rentenreform mobil. Sie versammelten sich vor der Präfektur des Departements Gard, um ihre Wut über die Rentenreform zu zeigen. Sie befürchten eine Abschaffung ihres Sondersystems, was zu einer Geringschätzung ihres Berufs führen würde. Die meisten von ihnen sind ehemalige Soldaten. 300 Personen, meist Piloten und Mechaniker. Streiks und soziale Forderungen liegen eigentlich nicht in ihrer DNA. Dennoch haben sie zum zweiten Mal seit Beginn der Bewegung gegen die Rentenreform ihren Stützpunkt verlassen, um ihr Rentensystem zu verteidigen. Sie wollen ihre Besorgnis über die von der Regierung angestrebte Abschaffung ihres Sondersystems zum Ausdruck bringen.

Was wären die Folgen?
Wenn ihnen diese Sonderregelung gestrichen würde, hätten die Flugbegleiter nicht die gleichen Garantien wie bei ihrer derzeitigen Regelung. Das fliegende Personal würde einen Abschlag von 40% auf ihre künftigen Renten hinnehmen müssen, die Begleitung des Personals und der Familien der im Dienst verstorbenen Piloten würde verloren gehen und es wäre notwendig, bis zum Alter von 67 Jahren Wasserbomber mit den damit verbundenen Risiken zu fliegen, um in den Genuss der vollen Rente zu kommen.

Eine Delegation wurde am frühen Montagnachmittag vom Präfekten des Departements Gard in der Präfektur empfangen. Er versprach, die Angelegenheit an den Innenminister weiterzuleiten. Die Piloten der zivilen Sicherheit gaben an, dass sie, wenn sie nicht gehört würden, eine Streikankündigung für die Ferien-/Feuer-Saison einreichen würden. Die letzte Streikankündigung der Piloten stammt aus dem Jahr 2012. Damals ging es darum, die Flotte zu erhalten, die bei der Bekämpfung von Waldbränden die Speerspitze bildet. Quelle: ‚France3‚.

Weltweit größter Flugzeugbrand-Simulator

Der weltweit größte und zwei Millionen Euro teure Flugzeugbrandsimulator kommt aus Marsberg und wird heute zum letzten Mal getestet. Dann wird er in Richtung Stuttgarter Flughafen abtransportiert. Den Flugzeugbrandsimulator haben die Stahlbaufirma Sturmius Sprenger und Metallbau Siebers aus Marsberg gebaut. Es ist ein ganz normales Wohngebiet in Marsberg. Doch direkt gegenüber mehrerer Einfamilienhäuser steht plötzlich ein 30 Meter langes Flugzeug – und das brennt auch noch! Es ist kein Notfall, sondern eine Stahlbaukonstruktion mit integriertem Flugzeugbrandsimulator.

Marsberger Flugzeugnachbau für Stuttgarter Flughafen
Damit können Feuerwehren am und im Flugzeug den Ernstfall trainieren. Innen sind Sitze, Cockpit, Toiletten und eine Küche nachgebaut – alles wie in einem echten Flugzeug. Sogar die Türen öffnen sich originalgetreu wie in einer Boeing oder einem Airbus. Zwei Jahre Bauzeit stecken in dem „Trainingsgelände“. Jetzt ist das Flugzeug fertig für den Abtransport. Ab Montag wird es in seine Einzelteile zerlegt und mit zehn Lastwagen zum Stuttgarter Flughafen transportiert. Der wird den Flugzeugbrand-Simulator zusammen mit den Flughäfen Hannover und Bremen nutzen.

Optimales Training für Feuerwehren im Simulator
Jochen Schürgers‘ Firma Fire Go aus Heinsberg ist der Auftraggeber dieses Großprojektes. Er kann alle 28 Feuerstellen im Innen- und Außenbereich des Flugzeugs per Fernsteuerung zünden. Bis zu 500 Liter Flüssiggas schießen dann durch die Leitungen. „Für mich gibt’s nichts Schöneres als solche Flammen“, sagt der Experte für Brandsimulation, während metergroße Flammen aus dem Flugzeug schießen. Am Ende sollen es Feuerwehrleute löschen, um für echte Brände optimal vorbereitet zu sein. Quelle: ‚WDR‚.

Löschflugzeuge im Dauereinsatz in Italien

In Süditalien tobten heftige Brände. Besonders betroffen sind die süditalienische Region Kalabrien und die Insel Sizilien. Ein großes Feuer wütete in der Nacht auf Freitag in der Provinz Rieti nördlich von Rom. Die Flammen erreichten einige Häuser. 2 Hubschrauber und ein Canadair-Löschflugzeug des Zivilschutzes waren bei den Löscharbeiten im Einsatz, berichteten Medien.

Ein Großbrand zerstörte Dutzende Hektar mediterraner Wälder an einem der schönsten Küstenabschnitte des Salento in der süditalienischen Adria-Region Apulien. Viele Badegäste, die sich am Donnerstagnachmittag auf den Stränden aufhielten, strömten auf die Straße. Der Verkehr in Richtung Santa Maria di Leuca wurde sowohl auf der Hauptstraße als auch auf der Küstenstraße unterbrochen und auf andere Strecken umgeleitet, um die Löscharbeiten zu ermöglichen, die durch den Wind erschwert wurden. Am kritischsten war die Lage in der Nähe von Santa Cesarea Terme, wo die Gäste eines Resorts von der Hotelleitung vorsorglich evakuiert und in eine andere Unterkunft verlegt wurden.

Weiter hohe Alarmbereitschaft
Angesichts der Rekordtemperaturen der letzten Tage herrscht auf der gesamten Halbinsel nach wie vor höchste Alarmbereitschaft. 3 französische Canadair-Löschflugzeuge sind bei der Brandbekämpfung im Dauereinsatz. Der italienische Ministerpräsident Mario Draghi, der die Situation aufmerksam verfolgt, führte am Donnerstagabend ein Telefon mit dem Bürgermeister der süditalienischen Stadt Reggio Calabria, Giuseppe Falcomata. Die Umgebung der Stadt ist schwer von den Flammen betroffen. „Präsident Draghi rief mich an und sicherte unserer Gemeinde und ganz Kalabrien seine volle Unterstützung zu. Wir haben uns auf Entschädigungen für die von den Bränden betroffenen Gemeinden, einen außerordentlichen Plan zur Sicherung des Gebiets und die Wiederaufforstung der zerstörten Grünflächen geeinigt“, schrieb Falcomata auf Twitter. Der Chef des Zivilschutzes, Fabrizio Curcio, wird am heutigen Freitag in Reggio Calabria erwartet, um die Lage vor Ort zu prüfen.

Seit 15. Juni hat die Feuerwehr in Italien 48.656 Einsätze durchgeführt, über 20.000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (28.160). Nach Angaben der nationalen Einsatzzentrale der Feuerwehr muss man, um ähnliche Zahlen zu finden, bis ins Jahr 2017 zurückgehen, wo es bis zum 11. August 50.004 Einsätze gab. Auch die Zahl der Canadair-Einsätze hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt: 879 gegenüber 359. Die Canadair-Maschinen und Hubschrauber der staatlichen Flotte haben allein am Donnerstag 33 Einsätze geleistet, um beim Löschen der Brände zu helfen. Quelle: ‚STOL.it‚.

Die Feuerwehr, die vom Himmel kommt

Wann genau jemand auf die Idee gekommen ist, Flugzeuge mit Wasser zu beladen und dieses auf große Brände wie derzeit jene in Südosteuropa hinabzulassen, darauf geben die Annalen keine eindeutige Antwort. In den 1920er- und 1930er-Jahren etwa wurde in den USA Wasser in verschiedensten Behältern – Fässer, Kanister, Kübel, Ballons – auf Brände hinabgeworfen. Schließlich gelangte man zu der Erkenntnis, dass dies eher die Feuerwehrkräfte am Boden gefährde denn das Feuer selbst lösche. Einige Dekaden später war man schlauer geworden, genauer gesagt Joe Ely, der 1955 als Feuerkontrolloffizier für die US-Forstverwaltung in Kalifornien arbeitete. Zehn Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in den USA einen Überschuss an Militärflugzeugen, besonders vom Doppeldeckermodell Boeing-Stearman Model 75. Ely hatte die Idee, die Flieger zu befüllen – und zwar mit einem Gemisch aus Wasser und Chemikalien, damit dieses nicht schon in der Luft verdampft.

Wasser durch die Falltür
In den Prototyp passten rund 170 Gallonen (knapp 650 Liter), die durch eine Falltür gen Erde geschickt wurden. Beim sogenannten Mendenhall-Feuer am 12. August 1955 kam er zum ersten Mal erfolgreich zum Einsatz. Wenn man so will, war das die Geburtsstunde des Löschflugzeugs, wie wir es heute kennen – und Joe Ely war der Vater. Nach dieser Pioniertat wurde in den USA bei den Löschflugzeugen rasant aufgerüstet. Und auch die Sowjetunion und China statteten in den 1960er-Jahren Flugzeuge entsprechend aus. Mittlerweile wurden die Löschmittelmixturen optimiert, genauso wie die Löschflugzeuge weltweit mehr, größer und schneller wurden bzw. auch Hubschrauber zum Einsatz kommen.

Kurzfristig galt eine Boeing 747-400 der Firma Global Supertanker als größtes Löschflugzeug der Welt. Sie konnte auf einem einzigen Flug bis zu 72.700 Liter Wasser abwerfen. Im Mai wurde sie jedoch verkauft und soll künftig als profanes Frachtflugzeug eingesetzt werden. Deshalb gelten derzeit vier Flugzeuge des Modells McDonnell Douglas DC-10-30 mit 45.000 Litern Volumen als weltweit größte Luftfeuerwehr.

Löschflugzeuge reichen nicht
Bei all diesen imposanten Zahlen muss aber eines klar sein, so Experten: Löschflugzeuge alleine reichen in der ¬Regel nicht aus, um Waldbrände zu löschen. Entscheidend sei ein gutes Feuermanagement am Boden: bestens ausgerüstetes und ausgebildetes Feuerwehrpersonal, präventiver Brandschutz in den Wäldern. Quelle: ‚Der Standard‚.

Gewitter wird Flugzeug zum Verhängnis

Bei Sankt Peter-Ording (SPO) gab es am Freitag, 6. August, eine Gewitterlinie, die über die Halbinsel Eiderstedt zog. Die Freiwillige Feuerwehr wurde laut eigenen Angaben um 16.10 Uhr zum Flugplatz auf der Halbinsel gerufen. Als sie vor Ort eintraf, muss sich ihr eine merkwürdige Szene geboten haben. Ein Flugzeug war von einer Windböe umgeworfen worden, wie es in einer Mitteilung heißt. Die kleine Maschine ist verkehrt herum in einem Zaun gelandet. Quelle: ‚moin.de‚.