Schlagwort-Archiv: Feuerwehr

Große Übung am Flugplatz Niederöblarn

Gemeinsam mit den Feuerwehren Öblarn und Stein/Enns führte die Feuerwehr Niederöblarn im Herbst 2024 am Flugplatz Niederöblarn die seitens der Behörden vorgeschriebene Flugplatz-Rettungsübung durch.

Diese Übung wird alle zwei Jahre, wenn in dieser Zeit kein Flugunfall passiert, abgehalten. Dabei wurden verschiedene Szenarien wie ein Verkehrsunfall Luftfahrzeug sowie ein Brand eines Tankwagens bis hin zur Personenrettung aus Luftfahrzeugen beübt.

Die Feuerwehren wurden bei der theoretischen Schulung sowie der Besichtigung der Luftfahrzeuge seitens des Stützpunktleiters Christophorus 14 / 99 Captain Gerhard Brunner sowie der Flugbetriebsleitung Alpenflug-Zentrum Grimming – Niederöblarn und der Feuerwehr Niederöblarn über Gefahren bei Luftfahrzeugen informiert. Auch die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften und der Flugbetriebsleitung wurde beübt. Quelle: ‚fireworld.at‚.

Löschflugzeug unterstützt Harzer Feuerwehren wieder

Der Landkreis Harz hat auch für die neue Waldbrandsaison ein Löschflugzeug gechartert, das die Feuerwehr unterstützen soll. Seit Donnerstag sei das Flugzeug nach der Winterpause im polnischen Heimat-Hangar wieder offiziell im Harzkreis im Dienst, teilte der Landkreis am Freitag in Halberstadt mit. Im Vorjahr habe das Löschflugzeug sechs Einsätze im Landkreis Harz in Niedersachsen und beim Großbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsgelände im brandenburgischen Teltow geflogen. Rund 2300 Liter Wasser fasst der Flieger.

Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse sieht in dem Löschflugzeug eine wirkungsvolle Ergänzung der Bodenkräfte. Nur in der Zusammenarbeit der Feuerwehrkräfte am Boden mit dem Löschflugzeug sei eine schnelle und effektive Brandbekämpfung zu leisten. Quelle: ‚Die Zeit / dpa‚.

Segelflugplatz Aue wird Löschflugzeug-Einsatz-Basis

Ab sofort können Löschflugzeuge vom Segelflugplatz Aue in der Nähe der Ortschaft Hattorf im Landkreis Göttingen zu Einsätzen, zum Beispiel bei Waldbränden im Harz, starten. Dort gibt es jetzt eine Zweit-Einsatzbasis für zwei am Flughafen Braunschweig stationierte Löschflugzeuge.

Notwendige Infrastruktur für Löschflugzeuge
Eine offiziell „Secondary Base“ genannte Basis gibt es bereits am Flugplatz Leer-Papenburg. Auf dem Gelände des Luftsportvereins Aue steht für die Einsätze die notwendige Infrastruktur und qualifiziertes Personal bereit, um die beiden unter argentinischer Flagge fliegenden Löschflugzeuge vom Typ AT-802 mit Löschwasser durch die örtlichen Feuerwehren befüllen zu können. Im Ernstfall werden dazu die Ortsfeuerwehren Hattorf (Samtgemeinde Hattorf), Wollershausen und Lütgenhausen (Samtgemeinde Gieboldehausen) alarmiert. Durch die Zusatz-Basis müssen die zwei Löschflugzeuge bei einer Anforderung zu einem Wald- oder Vegetationsbrand in der Region Südniedersachsen künftig nicht mehr zu ihrem Hauptstandort am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg zurückfliegen, sondern können in direkter Nähe wieder mit Wasser befüllt werden. Vorteil: Die Umlaufzeit verkürzt sich enorm, der Löscherfolg ist deshalb größer.

Training mit den Löschflugzeugen für den Ernstfall
Die Piloten Lorenzo Greco und Enrique Ahrtz flogen die beiden Maschinen aus Braunschweig nach Hattorf und probten dort den Befüllvorgang zusammen mit den Einsatzkräften der drei Freiwilligen Feuerwehren. Der eigentliche Vorgang geht dabei ziemlich schnell über die Bühne: Der Befüllvorgang dauert nur rund drei bis fünf Minuten. Dann ist jedes Flugzeug mit bis zu 3000 Litern Wasser betankt und kann direkt wieder in Richtung Einsatzort starten. Das Befüllen findet bei laufendem Motor der Flugzeuge statt.

Wasserblase fasst 50.000 Liter
Am Boden wird das Löschwasser in einer 50.000 Liter fassenden Wasserblase zwischengespeichert, die zuvor aus dem Fluss Oder befüllt wird, der direkt am Flugplatz entlang fließt. Von der Wasserblase wird das Löschwasser mithilfe einer Pumpe mit maximal vier bar Druck in die Flugzeuge gepumpt. Drei Feuerwehrkräfte sind dafür notwendig: Der Koordinator steht an der Tragfläche des Flugzeugs und kommuniziert per Handzeichen mit dem Piloten. Der Befüller bringt den B-Feuerwehrschlauch am Flugzeug an, und der Maschinist sitzt am Verteiler und gibt das Wasser frei.

„Durch kürzere Umlaufzeiten zwischen dem Abwurf von Löschwasser und der erneuten Befüllung steigern wir die Einsatz-Effizienz der Löschflugzeugstaffel in einer stark Waldbrand gefährdeten Region Niedersachsens“, macht Mirko Temmler, Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK), deutlich. Die beiden Flugzeuge mussten in dieser Saison glücklicherweise bislang nicht in Niedersachsen und Deutschland eingesetzt werden.

Anforderung für Löschflugzeuge aus Griechenland
Eine Anforderung kam jedoch aus Griechenland, wo die beiden Maschinen bei den großen Waldbränden im August für elf Tage unterstützten. Der Vertrag für das Leasing der beiden Löschflugzeuge endet am 31. Oktober. Dann fliegen sie zurück nach Argentinien. Ob sie im nächsten Jahr wieder in Niedersachsen stationiert werden, entscheidet die EU vermutlich im November. Die Kosten für das Jahr 2023 belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro. Davon übernahm die Europäische Union 1,5 Millionen Euro, den Rest übernahmen das Land Niedersachsen und der Bund. Quelle: ‚HNA‚.

Erste Saison für Löschflugzeug im Harz beendet

Für das Löschflugzeug im Harz ist die erste Saison am Donnerstag zu Ende gegangen. Das Flugzeug ist insgesamt sechs Einsätze geflogen – unter anderem auch in Brandenburg. Der Harz ist der erste Landkreis in Deutschland, der sich ein eigenes Löschflugzeug angeschafft hat. Anlass war ein Großbrand am Brocken im vergangenen Jahr. In diesem Jahr hat es im Harz und in ganz Sachsen-Anhalt deutlich weniger Waldbrände gegeben als 2022.

Der Landkreis Harz hat die Saison für das Löschflugzeug am Donnerstagabend auf dem Flugplatz Ballenstedt beendet. Wie das Landratsamt mitteilte, geht damit das erste Jahr für die Maschine zu Ende. Sie kam in den vergangenen Monaten bei sechs Wald- und Flächenbränden zum Einsatz, sowohl im Kreisgebiet als auch außerhalb der Landesgrenze in Brandenburg. Der Löschflieger ist nach Angaben des Kreises von Anfang April bis Ende September einsatzbereit gewesen. Das entspricht dem Großteil der Waldbrandsaison, die von Anfang März bis Ende September gilt.

Harz: Erster Landkreis mit eigenem Löschflugzeug
Der Harz war der erste Landkreis in Deutschland, der ein Löschflugzeug angeschafft und stationiert hat. Anlass dafür war dem Kreis zufolge ein Großbrand, der Anfang September 2022 am Brocken ausgebrochen war. Für den Löschflieger hat der Kreis ein polnisches Unternehmen beauftragt, das einen Piloten und einen Techniker abstellt. Der Vertrag ist zunächst bis September kommenden Jahres befristet. Den Angaben nach belaufen sich die Kosten für Bereitschaft und Flugzeug auf insgesamt rund 300.000 Euro pro Jahr. Das Löschflugzeug vom Typ „Dromader PZL M18 B“ steht seit April am Flugplatz Ballenstedt. Es kann pro Flug bis zu 2.200 Liter Wasser über Bränden abwerfen. Quelle: ‚MDR‚.

Keine Löschflugzeuge in Leipzig/Halle

Zu teuer, zu groß, zu wenig Platz: Eigentlich war der Flughafen Leipzig/Halle als Basis für Löschflugzeuge vorgesehen. Doch aus verschiedenen Gründen wird aus diesem Vorhaben nichts mehr. Als mögliche Alternative ist der Flughafen Dresden genannt worden.

Am Flughafen Leipzig/Halle werden nun doch keine Löschflugzeuge stationiert. Wie Florian Haferkorn von der Deutschen Luft Brand Bekämpfung (DLBB) MDR SACHSEN-ANHALT am Donnerstag sagte, hat sich das Unternehmen von seinen Plänen verabschiedet, große Löschflugzeuge vom Typ Canadair zu betreiben. Haferkorn zufolge ist die Anschaffung der Maschinen aus finanziellen Gründen und wegen der mangelnden Verfügbarkeit derzeit nicht möglich. Es gebe bislang keine Förderer, die das Projekt im großen Stil finanziell unterstützten. Außerdem verfüge der Flughafen Leipzig/Halle nicht über ausreichende Hangarkapazitäten. Ein Sprecher des Flughafens Leipzig/Halle wollte die Ankündigung der DLBB bislang nicht kommentieren.

Das waren die Pläne der DLBB
Das Unternehmen wollte bis Ende des Jahres ein erstes Löschflugzeug vom Typ Canadair CL-415 zu Ausbildungszwecken für die eigenen Besatzungen anmieten. Bis 2026 sollten bis zu vier Maschinen dieses Typs betrieben und deutschland- sowie europaweit für Löscheinsätze bereitstehen. Die DLBB wäre damit der erste Betreiber dieser großen Löschflugzeuge in Deutschland und der erste private Betreiber des Typs in Europa gewesen. DLBB-Geschäftsführer Florian Haferkorn teilte MDR SACHSEN-ANHALT mit, man plane nun den Einsatz kleinerer Löschflugzeuge. Diese könnten möglicherweise am Flughafen Dresden in Sachsen stationiert werden. Das Harzer Löschflugzeug, das es bisher schon in Sachsen-Anhalt gibt, ist am Flughafen Ballenstedt stationiert.

Gespräche mit Förderern und juristischer Streit
Ein früherer Mitstreiter der DLBB hat inzwischen Zweifel an den Plänen des Unternehmens. Er erklärte im Gespräch mit MDR SACHSEN-ANHALT, dass die Pläne der DLBB utopisch seien. Es gebe keine Förderer. Außerdem äußerte er grundsätzliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Unternehmens. Dazu sagte DLBB-Geschäftsführer Haferkorn, derzeit liefen Gespräche mit potentiellen Förderern und Behörden. Außerdem gehe man inzwischen juristisch gegen die Äußerungen des früheren Mitstreiters vor. Die Polizei in Düsseldorf bestätigte MDR SACHSEN-ANHALT, dass gegen den Mann wegen des Anfangsverdachts der Erpressung und der üblen Nachrede ermittelt wird. Die DLBB hat ihren Unternehmenssitz in Düsseldorf. Quelle: ‚MDR, Mitteldeutscher Rundfunk‚.

Grundsätze des Bundes zum Feuerlösch- und Rettungswesen auf Flugplätzen

Zeit für Umsetzung bis 21.4.2024

  1. Die Vorgaben der Gemeinsamen Grundsätze des Bundes und der Länder über das Feuerlösch- und Rettungswesen auf Flugplätzen vom 20. April 2023 finden auf bestandskräftige Flugplatzgenehmigungen nach § 6 LuftVG Anwendung und gelten für Verkehrs- und Sonderlandeplätze (§ 49 LuftVZO) sowie Segelfluggelände (§ 54 Abs. 2 LuftVZO), die nicht in den Anwendungsbereich der VO (EU) 139/2014 fallen. Voraussetzung ist ein Auflagenvorbehalt gemäß § 36 Absatz 2 Nr. 5 des Hessischen Verwaltungsverfahrensgesetzes (HVwVfG) oder ein Verweis auf die jeweils geltenden Vorgaben für das Feuerlösch- und Rettungswesen in der Flugplatzgenehmigung.
  2. Sollte aus den Vorgaben der Gemeinsamen Grundsätze des Bundes und der Länder über das Feuerlösch- und Rettungswesen auf Flugplätzen Handlungsbedarf für einen Flugplatz entstehen, so wird auf die Umsetzungsfrist von zwölf Monaten in Nummer 7 der Gemeinsamen Grundsätze des Bundes und der Länder über das Feuerlösch- und Rettungswesen auf Flugplätzen verwiesen.
  3. Die Allgemeinverfügung wird in den Nachrichten für Luftfahrer und auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Kassel öffentlich bekanntgegeben.

II. Begründung:
Die Gemeinsamen Grundsätze des Bundes und der Länder über das Feuerlösch- und Rettungswesen auf Flugplätzen sind am 21.04.2023 in Kraft getreten. Zur Wahrung eines einheitlichen Sicherheitsniveaus sind die bestehenden Flugplatzgenehmigungen an die Gemeinsamen Grundsätze des Bundes und der Länder über das Feuerlösch- und Rettungswesen auf Flugplätzen und somit an die aktuellen Vorgaben der ICAO anzupassen. Bei bestandskräftigen Flugplatzgenehmigungen ist dies durch Allgemeinverfügung möglich, wenn ein Auflagenvorbehalt gemäß § 36 Absatz 2 Nr. 5 HVwVfG oder ein Verweis auf die jeweils geltenden Vorgaben für das Feuerlösch- und Rettungswesen in der Flugplatzgenehmigung enthalten ist. Quelle: ‚DAeC / Regierungspräsidien Darmstadt & Kassel‚.

„Es kommt vor, dass man eine halbe Sekunde gar nichts sieht“

Auf der griechischen Insel Euböa ist bei einem Löscheinsatz ein Flugzeug abgestürzt, die Piloten kamen dabei ums Leben. Wie gefährlich ist so ein Einsatz? Und wie könnte es zu dem Unglück gekommen sein? Pilot und Fluglehrer Michael Goldhahn im Interview. Sie wollten Leben retten – und kamen dabei ums Leben. Auf der griechischen Insel Euböa ist bei einem Löscheinsatz ein Flugzeug abgestürzt. Die beiden Piloten (34 und 27 Jahre alte) starben bei dem Unglück. Nach ersten Erkenntnissen der griechischen Behörden stürzte das Löschflugzeug in den Bergen von Karystos an der Südküste der Insel in eine Schlucht. An dem Löscheinsatz sind seit Sonntag Hunderte Feuerwehrleute und mindestens drei weitere Flugzeuge beteiligt.

Der Unfall löste im Land Trauer und Bestürzung aus: Das Verteidigungsministerium rief eine dreitägige Trauerzeit aus, der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis sagte eine für Mittwoch geplante Reise in die Republik Zypern ab.

Wie konnte es zu dem Unglück kommen? Und wie gefährlich sind solche Rettungseinsätze?
Einer, der es wissen muss, ist Michael Goldhahn. Der Pilot und Fluglehrer leitet die Deutsche Löschflugzeug Rettungsstaffel (DLFR) und koordiniert seit Frühjahr dieses Jahres zusammen mit der polnischen Firma MZL Übungen und Einsätze mit Löschflugzeugen im Landkreis Harz, aber auch in Brandenburg. Für diese Flugeinsätze wiederum sind Berufspiloten im Einsatz, die im Gefahrenfall direkt in die Luft steigen und Waldbrände mit gezielten Wasserabwürfen eindämmen sollen, noch bevor sie sich großflächig ausbreiten können. Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gibt Goldhahn im Interview einen Einblick in die riskante Arbeit der Einsatzkräfte.

Herr Goldhahn, bei Löscharbeiten auf der griechischen Insel Euböa ist ein Löschflugzeug abgestürzt, die beiden Piloten kamen ums Leben. Können Sie sich erklären, wie dieser Unfall passieren konnte?
Das ist zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation. Auf dem veröffentlichten Video sieht es so aus, als habe das Flugzeug einen Baum berührt, auch sieht man mutmaßlich ein Bauteil wegfliegen. Kurz vor dem Absturz fliegt das Flugzeug zudem eine extreme Kurve. Das kann ein Anzeichen dafür sein, dass es zu einem Strömungsabriss gekommen ist, nachdem das Wasser abgeworfen und der Baum berührt wurde. Wenn die Strömung auf einer Seite der Fläche abreißt, macht ein Flugzeug eine solche Bewegung. Ob das wirklich so geschehen ist, lässt sich aus der Ferne aber nur schwer analysieren. Es wird vor Ort eine Flugunfalluntersuchung geben, um die genaue Unfallursache zu klären. Quelle: ‚RND‚.

Waldbrände melden!

Der Deutsche Aero Club schließt sich der Initiative des LV Rheinland-Pfalz an, die Piloten und Pilotinnen dazu aufzurufen, aktiv bei der Früherkennung von Waldbränden mitzuwirken. Ernst Eymann, Präsident des Luftsportverbands Rheinland-Pfalz, meint: „Wir als Luftsportler und Teil der Allgemeinen Luftfahrt haben den Anspruch, auch im Rahmen der Ausübung des Luftsports diesen für die Allgemeinheit sinnvoll zu nutzen. Dazu gehört seit vielen Jahren auch die Aufforderung an alle Luftsportler, im Rahmen von Schul-, Trainings-, Überland- und Übungsflügen ein besonderes Augenmerk auf die Waldflächen zu haben. Diese Aktion ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz und zum Abwenden von wirtschaftlichem Schaden, der jedes Jahr durch Wald- und Flächenbrände entsteht.“ Die Bundeskommission Motorflug empfiehlt den Piloten, eine Meldung an FIS oder den nächstgelegenen Flugplatz abzusetzen. Quelle: ‚DAeC‚. Bild: Ernst Eymann.

Leipzig/Halle könnte Basis für Löschflugzeuge werden

Das gemeinnützige Unternehmen DLBB will künftig bis zu vier Löschflugzeuge in der Region stationieren, um Waldbrände zu bekämpfen. Der Flughafen Leipzig/Halle ist dafür in der engeren Auswahl. Von dort aus sind die gefährdeten Regionen schnell zu erreichen, auch in Sachsen-Anhalt. Die Entscheidung soll im Mai fallen. Der Landesfeuerwehrverband würde die zusätzlichen Flieger in der Region begrüßen.

  • Am Flughafen Leipzig/Halle könnten Löschflugzeuge stationiert werden, die die umliegenden Waldbrandregionen schnell erreichen sollen. Die Entscheidung dazu soll im Mai fallen.
  • Bis 2026 plant die zuständige Deutsche Luft Brand Bekämpfung gGmbH (DLBB) vier Löschflugzeuge.
  • Der Landesfeuerwehrverband Sachsen-Anhalt würde es begrüßen, wenn weitere Löschflugzeuge in der Region stationiert wären.

Am Flughafen Leipzig/Halle könnten künftig Löschflugzeuge stationiert werden. Der Deutschen Luft Brand Bekämpfung gGmbH (DLBB) zufolge ist der Flughafen bereits in der engeren Auswahl. DLBB-Geschäftsführer Kersten Tessmann sagte MDR SACHSEN-ANHALT, neben Leipzig/Halle sei nur noch der Flughafen Braunschweig in Niedersachsen im Gespräch. Für beide Flughäfen spreche, dass sie über eine Flughafenfeuerwehr, Anflugsysteme und eine Abstellhalle für Wartungsarbeiten verfügten. „Hier bieten sowohl Braunschweig als auch Leipzig/Halle gute Möglichkeiten“, sagte Tessmann.

Löschflugzeuge sollen Waldbrandregionen schnell erreichen
Grundsätzlich wolle die DLBB die Maschinen im Dreieck Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen stationieren. Das sei wichtig, um die von Waldbränden gefährdeten Regionen im Harz und in Brandenburg jederzeit schnell zu erreichen. „Aber auch die Entfernung in südlichere Waldbrandregionen ist noch hinnehmbar“, erklärte Tessmann die Ortsauswahl. Man habe zuvor bereits in Berlin und Brandenburg nach Flughäfen Ausschau gehalten, sei aber nicht fündig geworden. „Die Flugplätze dort waren zwar schön ruhig, aber es fehlten die Hallen und die gesamte Infrastruktur, zum Beispiel die Flughafenfeuerwehr.“

Entscheidung im Mai
Die Flughäfen Leipzig/Halle und Braunschweig verfügen nach Tessmanns Einschätzung über die Infrastruktur, die für den Einsatz von Löschflugzeugen notwendig ist. Eine finale Entscheidung über den Standort für die geplante Löschflugzeugbasis soll Mitte Mai getroffen werden. Bis dahin wolle die DLBB weitere Gespräche mit beiden Flughafenverwaltungen führen, sagte der Geschäftsführer. Dabei gehe es vor allem um die Kosten für das Abstellen der Maschinen. Auch ein Sprecher des Flughafens Leipzig/Halle bestätigte MDR SACHSEN-ANHALT entsprechende Gespräche, ohne aber Details zu nennen.

Bis 2026 sollen vier Löschflugzeuge bereitstehen
Die Deutsche Luft Brand Bekämpfung ist eine gemeinnützige GmbH, die vor wenigen Monaten zum Teil von Piloten gegründet wurde. Eine Zulassung für den Betrieb von Luftfahrzeugen ist beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) bereits beantragt. Das Unternehmen will Ende des Jahres ein erstes Löschflugzeug vom Typ Canadair CL-415 anmieten, um die eigene Besatzung auszubilden. Quelle: ‚MDR‚.