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Airbus und Hynaero bringen neues Amphibien-Löschflugzeug

Airbus steigt in die Herstellung von amphibischen Löschflugzeugen ein und geht eine Partnerschaft mit HYNAERO für das Turboprop-Löschflugzeug Fregate-F100 ein. Damit füllt Airbus eine Lücke in seinem Angebot an Flugzeugen zur Brandbekämpfung.

Eine kurze Einführung in Fregate-F100:

  • 10 Tonnen Wasser“
  • Einsatzzeit von 2,5 Stunden am Brandort, bis zu 400 km von seinem Standort entfernt.
  • „Mehrzweckflugzeug
  • 250 Knoten Reisegeschwindigkeit
  • Fly-by-wire-Steuerung
  • Head-up-Display (HUD)
  • Digitaler Zwilling mit vorausschauender Wartung

Obwohl die Fregate-F100 erst in digitaler Form existiert, wird Airbus in den meisten Bereichen des Fregate-F100-Programms Unterstützung leisten. Man hofft darauf, die Fregate-F100 bis 2031 in Dienst stellen zu können. Sie soll als Amphibien-Flugzeug konstruiert werden, um auch bei landgestützten Einsätzen mehr Kapazität und häufigere Löscheinsätze zu ermöglichen.

Die Mitglieder des vierköpfigen Hynaero-Teams verfügen über jahrzehntelange Erfahrung. David Pincet, Präsident des Unternehmens, verfügt über Erfahrungen beim französischen Militär und beim französischen Innenministerium und war außerdem Leiter der französischen Luftstreitkräfte zur Bekämpfung von Waldbränden, welche mit den bekannten Canadairs arbeiten. Airbus verfügt durch Modifikationen der Transportflugzeuge C295 und A400M über Fähigkeiten zur Brandbekämpfung aus der Luft.

Flugtaxis: Airbus stoppt Entwicklung

Der Hubschrauber-Hersteller Airbus Helicopters stoppt die Entwicklung seines Flugtaxis in Donauwörth. Das hat das Unternehmen dem BR bestätigt. Ein Grund dafür sind wohl zu schwache Batterien.

Airbus Helicopters will seine Pläne für ein Flugtaxi will vorerst auf Eis legen. Zum Jahresende soll die Entwicklung des elektrisch betriebenen und autonom fliegenden Fluggeräts „vorerst pausiert“ werden – so heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme von Airbus. Wie lang diese „Pause“ dauern soll, teilte das Unternehmen nicht mit. Von einem generellen Aus für das Projekt „CityAirbus“ ist nicht die Rede.

Batterien nicht genug leistungsfähig?
Im Rahmen der laufenden Bewertung der Unternehmensstrategie habe man beschlossen, den Start eines UAM-Programms zu verschieben, heißt es von Airbus. UAM steht für „Urban Air Mobility“. Damit ist in der Regel das elektrische, autonome Fliegen gemeint. Umgangssprachlich werden die Fluggeräte oft als Flugtaxis bezeichnet. Aus Unternehmenskreisen hat der BR erfahren, dass der Projekt-Stopp vor allem an der nach wie vor zu schwachen Leistung von Batterien liegt. Die Technik habe sich nicht so weiterentwickelt, wie erwartet. Man benötige eine bestimmte Leistung, um die Mission zu erfüllen, 100 Kilometer mit vier Passagieren zu fliegen. Da brauche es noch Fortschritte, so Bruno Even, der Hauptgeschäftsführer von Airbus Helicopters in einem Pressegespräch. „Wir sehen nicht, dass diese technologische Reife in der nahen Zukunft erreicht wird.“

Dreistelligen Millionenbetrag investiert
Airbus hatte gegenüber dem BR immer wieder von einem „signifikanten dreistelligen Millionenbetrag“ gesprochen, der in die Entwicklung des elektrischen Fliegens investiert werde. Erst vor knapp einem Jahr ist auf dem Werksgelände in Donauwörth für knapp zehn Millionen Euro eine neue Halle extra für die Entwicklung des „CityAirbus NextGen“ eingeweiht worden. Airbus relativiert in seiner Stellungnahme aber auch die hohen Kosten für das elektrische Fliegen: Die Entwicklungen hätten zu einem besseren Verständnis von Technologien geführt, die auch für andere Airbus-Produkte relevant seien, heißt es in der Mitteilung.

Auswirkungen auf Mitarbeiter noch unbekannt
Ob durch den Stopp des Projekts zum Ende des Jahres auch Jobs wegfallen, teilte Airbus nicht mit. In der Vergangenheit hieß es jedoch oft, dass die Ingenieure meist nicht ausschließlich am Flugtaxi arbeiten, sondern auch in anderen Unternehmensbereichen eingesetzt werden. Außerdem läuft das Geschäft mit den klassischen Hubschraubern derzeit sehr gut für Airbus.

Wettlauf um erstes marktreifes Flugtaxi
Die Entwicklung eines ersten marktreifen Flugtaxis ist ein weltweiter Technologie-Wettlauf – in dem Airbus nie ganz vorne mit dabei war. So sah es jedenfalls Luftfahrtexperte Prof. Florian Holzapfel von der TU München in einer früheren Einschätzung gegenüber dem BR. Tatsächlich sind andere Unternehmen mit ihren Prototypen schon zu Testflügen vor der Skyline Manhattans in New York oder über bebautes Gebiet in Asien geflogen. Bei Airbus ist der neue „CityAirbus NextGen“ im vergangenen Jahr auf dem Werksgelände in Donauwörth überhaupt zum ersten Mal abgehoben. Mit vorherigen Flugtaxi-Versionen gab es aber schon längere Testflüge.

Viel Polit-Prominenz bei Airbus-Terminen
Trotzdem gehören die Flugtaxi-Entwicklungen von Airbus hierzulande aber wohl zu den bekanntesten Fluggeräten. Vor allem, weil Airbus viele Entwicklungsschritte groß gefeiert hat: So zum Beispiel den „CityAirbus NextGen“ bevor dieser überhaupt das erste Mal geflogen ist. Zu den Terminen kam oft viel Polit-Prominenz, von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) bis zur Grünen-Vorsitzenden Eva Lettenbauer. Airbus hat für die Flugtaxi-Entwicklung auch Fördergelder vom Bund und vom Freistaat bekommen. Wie viel, das gibt Airbus nicht an. Alle öffentlichen Förderprojekte würden jedoch abgeschlossen. Das daraus gewonnene Know-How käme auch den anderen Airbus-Produkten zugute. Quelle: ‚br.de‚.

Nur noch ein Pilot im Cockpit?

Nur noch ein Pilot im Cockpit? Das schlagen die Flugzeughersteller Airbus und Dassault vor. Die Vereinigung Cockpit und andere Verbände in Europa wehren sich dagegen. Die europäische Luftaufsicht (Easa) prüft, ob große Verkehrsflugzeuge phasenweise von einem Piloten alleine statt wie üblich zwei Kapitänen geflogen werden können. Entsprechende Vorschläge machten die Hersteller Airbus und Dassault, wie der Verband Vereinigung Cockpit mitteilte. Dieser und andere europäische Pilotenverbände wehren sich gegen die Pläne der Flugzeughersteller.

Hauptanliegen der Kritiker sind Sicherheitsbedenken an dem Vorhaben. Das Fundament der Flugsicherheit werde durch die Reduktion um einen Menschen dünner, sagt der Sprecher der Vereinigung Cockpit, Frank Blanken. „Die Zusammenarbeit von zwei Piloten im Cockpit als entscheidender menschlicher Faktor im Umfeld komplexer Technik bildet das Fundament für sichere Flüge.“ Zwei Piloten dienten der gegenseitigen Unterstützung und Absicherung, indem sie sich gegenseitig kontrollierten und komplexe Aufgaben sowie Notfälle gemeinsam bewältigten, sagt Blanken. Die Pilotenverbände haben eine Kampagne mit dem Titel One Means None (Einer heißt keiner) gestartet. Sie richtet sich an alle Beteiligten, einschließlich der Passagiere. Quelle: ‚Die Zeit‚.

ILA Berlin mit Besucherplus

Fünf Tage lang drehte sich am BER, dem Flughafen der Hauptstadtregion, alles um die Zukunft der Luft- und Raumfahrt. Unter dem Motto “Pioneering Aerospace” kam die internationale Industrie, Politik, Streitkräfte und Wissenschaft zusammen. Rund 600 Aussteller aus 31 Nationen präsentierten ein breites Spektrum an High-Tech-Produkten sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Rund 350 Speaker diskutierten auf vier Bühnen die aktuellen Fragen der Luft- und Raumfahrt. Zentrale Themen waren klimaneutrales Fliegen, Sicherheit und Verteidigung sowie der Nutzen der Raumfahrt für die Menschheit. Das Interesse beim Publikum war groß – die Tickets für das Privatpublikum am Wochenende waren schnell ausverkauft. Insgesamt kamen rund 95.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus rund 60 Nationen zur ILA.

Starke Präsenz der Bundesregierung 
Bundeskanzler Olaf Scholz eröffnete die ILA Berlin im Rahmen eines Messerundgangs. Die Bundesregierung habe größtes Interesse an einer starken Luft- und Raumfahrt-Branche, so der Bundeskanzler in seiner Eröffnungsrede. „Wir wollen die deutsche und europäische Luftfahrtindustrie weltweit auf einem Spitzenplatz sehen, und zwar in allen drei Dimensionen, die auch hier auf der ILA im Fokus stehen: in der zivilen Luftfahrt, bei der Verteidigung und nicht zuletzt in der Raumfahrt.“ Zudem kündigte Scholz auf der ILA den Erwerb weiterer 20 Eurofighter an. 

ILA zeigt gesamte Bandbreite der Luft- und Raumfahrt  
Von der Drohne über Helikopter bis hin zur großen Passagiermaschine – rund 100 Fluggeräte waren in diesem Jahr auf der ILA zu sehen. Darunter die Emirates A380, die Beluga ST und die A321 XLR – mit einem um 30 Prozent geringeren Treibstoffverbrauch pro Sitzplatz im Vergleich zu Flugzeugen der vorherigen Generation leistet dieses Flugzeug einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zum nachhaltigen Fliegen. Weitere Highlights waren zudem die A310 Air Zero G, die für Parabelflüge eingesetzt wird, sowie die Do 328 – ein fliegender Prüfstand für klimaverträgliche Luftfahrttechnologien. Zudem konnten die Besucher und Besucherinnen die gesamte Bandbreite der militärischen Luftfahrt erleben – vom Loyal Wingman, über die Transportmaschine A400 M bis hin zum Mehrzweckkampfflugzeug F35, das erstmalig auf der ILA im Flying Display zu sehen war. 

Die Vielfalt der ILA zeigte sich auch in den Ergebnissen, die hier verkündet worden sind. So war die Bundesministerin des Innern, Nancy Faeser, vor Ort, um den Vertrag mit Airbus Helicopters über Transporthubschrauber vom Typ H225 Super Puma im Wert von 1,9 Mrd. Euro für die Bundespolizei zu unterzeichnen. Auch stellte der Arbeitskreis klimaneutrale Luftfahrt, in dem führende Stakeholder aus Politik, Wissenschaft und Industrie zusammenkommen, seine Handlungsempfehlungen auf dem Weg zum emissionsfreien Fliegen vor. Und ebenfalls auf der ILA unterzeichneten mehr als 40 Firmen, internationale Organisationen und Wissenschaftszentren die “Zero Debris Charter” zur Abschaffung von Weltraumschrott. Quelle: ‚ILA Berlin‚.

Airbus and AURA AERO partner to decarbonise pilot training

Airbus Flight Academy Europe, a 100% subsidiary of Airbus that supplies training services for the French Armed Forces pilots and civilian cadets, has signed a Memorandum of Understanding (MoU) with AURA AERO, an aircraft manufacturer specialised in fully-electric designs, to jointly approach decarbonisation for pilot training by introducing electric-powered aircraft for commercial and military pilot formation.

Under this agreement, Airbus Flight Academy Europe will collaborate on the initial development of INTEGRAL E, a fully-electric, two-seater trainer aircraft ideally suited for the initial stages of pilot training. While operating from an airfield equipped with superchargers, the INTEGRAL E aircraft can be charged in 20 to 30 minutes, granting the aircraft an hour of flight endurance. “Our target at Airbus Flight Academy is to operate a low-carbon aircraft fleet by 2030,” said Airbus Flight Academy Europe CEO Jean Longobardi. “We are excited to collaborate with AURA AERO in this field and are convinced that, by combining our expertise, we can meet the ambition of decarbonising to the current pilot-training approach. INTEGRAL E could become the first step to a broader partnership.”

Jérémy Caussade, CEO and co-founder of AURA AERO, said: “Our technical and commercial teams are very happy and honoured to have been chosen by Airbus to support the decarbonisation of their training activities. Pilot training will be where we expect early adoption of a zero-emission approach, starting with two-seater aircraft. By partnering with AFAE, we will develop a new type of electrically-powered training to benefit all pilots in the future, whatever the aircraft they are flying.” Airbus aspires to lead the journey towards decarbonised aerospace by pioneering disruptive technologies, including low-emission solutions while delivering and continuously improving our fuel-efficient products. Source: ‚Airbus‚.