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Schupfart: Mehr Solarstrom

Am Flugplatz LSZI nimmt die nachhaltige Energieproduktion weiter Fahrt auf. Das Photovoltaikteam der SG Basel Fricktal hat in rund einer Woche intensiver Fronarbeit den Kopfbau vollständig mit Solarmodulen bestückt.

Installiert wurden insgesamt 72 Photovoltaikmodule mit je 435 Watt Leistung, was einer Gesamtleistung von 31,3 kWp entspricht. Ergänzend kamen weitere 39 Module mit insgesamt 16,965 kWp hinzu. Damit leistet die Anlage einen spürbaren Beitrag zur Eigenstromproduktion am Flugplatz.

Dem sichtbaren Ergebnis ging eine umfangreiche Vorbereitungsphase voraus: Materialdisposition, Verlegung von Kabeln und Rohren, Stringleitungen, Befestigungs-Systeme sowie die Reinigung der Module verlangten dem Team einiges ab. Auch die Rahmenbedingungen forderten ihren Tribut – gutes Schuhwerk, warme Kleidung, Handschuhe, Ausdauer, Flexibilität und Geduld waren ebenso gefragt wie technisches Know-how.

Der Einsatz hat sich gelohnt: Mit diesem Engagement konnte das Projekt planmäßig abgeschlossen werden. Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für ihren vorbildlichen Einsatz zugunsten einer nachhaltigeren Infrastruktur am Flugplatz.

Solarpanels statt Flugpiste in Zweisimmen?

Windräder, Solaranlagen, Wasserkraftwerke – erneuerbare Energien sind derzeit in aller Munde. So auch am Infoabend «Erneuerbare Energie», zu welchem die GLP Obersimmental-Saanenland gemeinsam mit dem Fachausschuss Energie Zweisimmen eingeladen hatte. Derzeit spriessen die Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien nur so aus dem Boden. So ist beispielsweise auf der Alp Morgeten eine alpine Solaranlage in der Planung. Diese soll am trockenen, wenig fruchtbaren Südhang installiert werden und drei- bis viereinhalbmal mal mehr Energie liefern, als dies mit einer gleichen Anlage im Talboden möglich wäre.

Strom statt Flugzeuge?
Für die Region Zweisimmen hat alt Gemeindepräsiedent Ernst Hodel zahlreiche Visionen, eine davon ist auf dem Flugplatz Zweisimmen angedacht. Hier könnte eine grossflächige Solaranlage die Landebahn ersetzen. «Die Lage der Anlage biete ein grosses Potenzial», erklärt Hodel. Die Nähe zum Stromnetz sorgt dafür, dass die Anlage relativ kostengünstig gebaut und betrieben werden kann. Der Landgewinn unterhalb der Anlage könnte zusätzlich für die Landwirtschaft genutzt werden – sei es als Weideland für Kühe oder Schafe oder auch für den Obst-, Beeren- oder Kräuteranbau. Ein ähnliches Projekt wurde jüngst für den Flughafen Bern-Belp bekannt gemacht. Quelle: ‚Jungfrau Zeitung‚.

Grösste Freiflächen-Solaranlage soll 2026 ans Netz

Ein Solarpark auf dem Flughafen Bern soll Strom für 15’000 Haushalte produzieren. Erste Umweltschutzverbände beurteilen das Projekt positiv. Die Initianten von «BelpmoosSolar» haben Grosses vor. Sie planen die «grösste Freiflächen-Solaranlage der Schweiz». Nicht etwa in den Walliser oder Bündner Bergen, sondern im Mitelland. Dafür soll ein Drittel des Berner Flughafenareals mit Solarpanels ausgestattet werden, die dann fleissig Strom produzieren. Auf der geplanten Fläche von rund 25 Hektaren – das entspricht in etwa 35 Fussballfeldern – sind es bis zu 35 Gigawattstunden Strom pro Jahr.

Die Initianten betonen die Vorteile des Projekts: beispielsweise die Nähe zu den Bevölkerungszentren und dass für den Netzanschluss keine oberirdischen Leitungen nötig seien. Auch die Natur profitiere, ist Urs Ryf überzeugt: «Es entstehen neue Lebensräume, Schafe könnten zwischen den Panels weiden.» Bern ist nicht der erste Flughafen, der sein Areal für die Gewinnung von Sonnenstrom nutzen will. So verfügt beispielsweise der Wiener Flughafen bereits über eine Freiflächenanlage mit ähnlichen Dimensionen.

Bereits 2026 ans Netz
Nachdem die Machbarkeit für «BelpmoosSolar» erstellt worden ist, beginnt nun die Projektierungs- und Bewilligungsphase. «Wir gehen davon aus, dass die Baubewilligung Ende 2025 vorliegt», sagt Margarita Aleksieva. Für den Bau des Solarparks rechnen die Verantwortlichen mit bis zu neun Monaten. «Wir wollen das Projekt so schnell wie möglich ans Netz bringen, unser Ziel ist 2026.»

Segelflug in Bern vor dem Ende?
Zwischen den Zeilen und mit Blick auf die Projektskizze wird aber deutlich, dass damit das Ende des Segelflugbetriebes in Bern eingeläutet ist. Der Solarpark wird nämlich auf der jetzigen Graspiste realisiert. In der Mitteilung heisst es lediglich, dass damit die motorisierte Aviatik nicht eingeschränkt werde. Der Aero-Club der Schweiz AeCS ist erstaunt darüber, dass der Flughafen Bern den grössten Solarpark der Schweiz auf Kosten der Leichtaviatik in Bern Belp realisieren will. Mit diesem Projekt wird ausgerechnet der umweltfreundliche Segelflug in Bern vor ein Aus gestellt. Erstaunt ist man beim AeCS auch darüber, dass man von Seiten der Flughafen Bern AG nie vorgängig über dieses Projekt informiert wurde. Für AeCS-Präsident Matthias Jauslin ist es unverständlich, dass eine solche Grossanlage ausgerechnet auf einem Flughafen erstellt werden muss. So gebe es im Mittelland genügend Flächen auf Dächern und an Fassaden, die man nutzen könne, bevor man den Nutzern Luftfahrtinfrastruktur derartige Flächen entzieht, betont der Aargauer FDP-Nationalrat, der auch in der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) des Nationalrats tätig ist. Zudem seien für die Winterstromproduktion wenn schon Freiflächen im alpinen Raum und an brachen Hanglagen zu berücksichtigen. Dem Aero-Club der Schweiz sind Umweltanliegen von hoher Bedeutung. So hat der AeCS auch das 2021 an der Urne abgelehnte neue CO2-Gesetz unterstützt und setzt sich für den Einsatz von Elektroflugzeugen oder die Anwendung synthetischer Treibstoffe für Motorflugzeuge ein. Zudem unterstützt der AeCS auch Bestreben der Flugplätze, den ökologischen Fussabdruck mit Solaranlagen auf Hangars oder Freiflächen zu reduzieren. Ein Projekt dieser Grössenordnung auf einem Flugplatz wird aber vom AeCS strikt abgelehnt, da hier die aviatische Infrastruktur zu stark tangiert wird. Quellen: ‚SRF‚ und ‚Aeroclub Schweiz‚.