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Maschinen überall am Boden

Der Flugverkehr ist im ganzen Land extrem eingeschränkt. Die Betriebspflicht am Flugplatz Hessental ist ausgesetzt. Vereinzelte Flüge sind erlaubt. Hessental. Um die Mittagszeit landet Bernhard Stooß in Hessental. Möglicherweise ist dies die einzige Landung an diesem Tag. Quelle: ‚fnweb.de‚.

Flugverkehr: unabsehbare Folgen wegen Coronavirus

Die rasante Ausbreitung des neuen Coronavirus hat für Europas Fluggesellschaften unabsehbare Folgen. Mehrere Airline-Chefs berichteten bei einem Branchentreffen am Dienstag in Brüssel von einem starken Rückgang der Buchungszahlen. «Es ist klar, dass wir noch nicht die vollen Auswirkungen von Covid-19 erkennen können», sagte Air-France-KLM-Vorstand Benjamin Smith, der auch dem Verband Airlines for Europe (A4E) vorsitzt. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte, «die Situation ist sehr dynamisch». Derzeit blieben wegen der Viruskrise rechnerisch 23 von 200 Langstreckenmaschinen am Boden. «Die Aussichten hängen sehr von der Entwicklung in Europa in den nächsten Tagen ab», sagte Spohr der Deutschen Presse-Agentur. Erst in zwei Wochen werde man genaueres sagen können. Derzeit rechnet der Konzern damit, sein Angebot auf Kurz- und Mittelstrecken in den nächsten Wochen um 25 Prozent zu reduzieren. In Italien sei es mehr als ein Drittel. Lufthansa hat bereits ein Sparprogramm wegen des Coronavirus angekündigt. Ryanair-Chef Michael O’Leary erwartet nach eigenen Worten eine sehr schwache Nachfrage «in den nächsten zwei, drei Wochen». Wenn sich die Infektionswelle dann nicht verstärke, würden die Menschen irgendwann genug von den Warnungen haben: Im Juni und Juli «wird das Paniklevel sinken», lautete O’Learys Prognose. Der Noch-Chef der International Airlines Group mit British Airways und Iberia, Willie Walsh, sprach von einem «erheblichen Nachfrage-Rückgang in Asien». Es sei «zu früh, um zu sagen, wohin dies führen wird». Quelle: ‚Badische Neueste Nachrichten‚.

Schwächeres Flugverkehrs-Wachstum

Der Luftverkehr in Europa verzeichnete 2019 zunächst ein solides Wachstum, bevor im Hochsommer eine Verlangsamung eintrat und im letzten Quartal der Verkehr zurückging. Mit durchschnittlich 3’575 Flügen pro Tag übertraf skyguide den bisherigen Rekorddurchschnitt von 2018 (3’558 Flüge). Der Spitzentag war der 28. Juni mit 4’522 Flügen. Skyguide kontrollierte 2019 etwas mehr als 1,3 Millionen Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR), was einem neuen Rekord entspricht. Der Luftverkehr nahm im vergangenen Jahr in der Schweiz jedoch nur moderat zu und lag deutlich unter den Prognosen. Die Gesamtbewegungen im von skyguide bewirtschafteten und überwachten Luftraum über der Schweiz und in den delegierten Gebieten stiegen um 0,5%. Die Schweizer Landesflughäfen Genf und Zürich verzeichneten 0,8% weniger Landungen und Starts als im Vorjahr. Die durch die Flugsicherung verursachten Verspätungen blieben auch 2019 gering. Auch die Leistungsvorgaben der Schweizer Luftwaffe konnte skyguide 2019 vollumfänglich erfüllen und damit die erfolgreiche zivil-militärische Integration weiter stärken. Quelle: ‚Skyguide‚.

Fluglotsen am Limit

Fliegen boomt, mit Folgen für die Infrastruktur. Besonders die Fluglotsen arbeiten häufig an der Belastungsgrenze. Und das sorgt für Schuldzuweisungen. Insgesamt rund 2.000 Fluglotsen in Deutschland sorgen für einen reibungslosen Flugverkehr. Ein stressiger Job. Andreas Schick macht ihn schon 17 Jahre. Bis zu elf Maschinen hat er in Langen gleichzeitig im Blick: „Es ist anspruchsvoll, weil man sehr belastungsresistent sein muss. Weil man bei Verkehrsspitzen unter Druck arbeitet und natürlich im Hintergrund weiß, dass Fehler zu Katastrophen führen können.“ Ausgerechnet in diesem sensiblen Bereich arbeiten zu wenig Leute. Derzeit fehlen laut DFS bundesweit rund 250 Fluglotsen. Für Andreas Schick und seine Kollegen bedeutet das mehr Arbeit: „Ich arbeite sehr häufig an der Belastungsgrenze, weil die Verkehrszahlen über einen höheren Zeitraum ausgereizt werden.“ Zu wenig Personal für zu viele Flieger. Ein grundsätzliches Problem: Auch bei den Sicherheitskontrollen und in der Boden- und Gepäckabfertigung fehlt Personal in Deutschland. Und so kommt es immer wieder zu überfüllten Flughäfen, Verspätungen und Flugausfällen. Für die Fluggäste nervig, für die Flugbranche ein Desaster. 80 gestrichene Flüge pro Tag – noch nie gab es so große Probleme wie im Chaosjahr 2018. Und auch in diesem Jahr läuft das System trotz aller Versprechungen von Politik und Luftverkehrswirtschaft im roten Bereich. Bis Oktober, so das Fluggastrechteportal EUclaim, sind fast 18.000 Flüge ausgefallen. Das System stoße an seine Grenzen, sagt der Mobilitätsforscher Prof. Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin. Er spricht von „Notoperationen“, die stattgefunden hätten. Sobald „auch nur ein bisschen was passiert, ist sozusagen das Chaos da“, sagt er. Dass vor allem die Fluglotsen dafür verantwortlich gemacht werden, will Matthias Maas so nicht stehen lassen. Der Chef der Fluglotsengewerkschaft sieht vielmehr eine falsche Personalplanung bei der DFS als Problem: „Das ist der Sparzwang. Sie wollen am Ende ihre Bilanz gut dastehen haben. Man hatte sich einen Fünf-Jahresplan gesetzt – der ging leider nicht auf! Der war also total falsch kalkuliert. Ist für mich ein ganz klarer Managementfehler!“ Quelle: ‚ZDF‚.