Schlagwort-Archiv: Schulflugzeug

Pipistrel-Muster erhalten kanadische Zulassung

Transport Canada hat die Musterzulassungen für die Flugzeugtypen Pipistrel Velis Electro, Explorer und Velis Club validiert. Damit können diese Modelle in Kanada registriert und betrieben werden, was insbesondere für Flugschulen von Bedeutung ist.

Die kanadische Luftfahrtbehörde Transport Canada hat die von der EASA erteilten Musterzulassungen für drei Flugzeugmodelle des Herstellers Pipistrel, der zu Textron gehört, für gültig erklärt. Die Validierung betrifft die Modelle Velis Electro, Explorer und Velis Club in ihren aktuell produzierten Versionen.

Velis Electro

Die Pipistrel Velis Electro ist ein zweisitziges, rein elektrisch angetriebenes Flugzeug, das für die Pilotenausbildung konzipiert wurde. Die Lärmemission wird vom Hersteller mit 60 Dezibel angegeben. Das Modell erhielt bereits 2020 die Musterzulassung durch die EASA, gefolgt von der britischen CAA im Jahr 2022 und einer Lufttüchtigkeitsbefreiung der FAA in der Kategorie LSA im Jahr 2024. Der Elektromotor der Velis Electro war das erste elektrische Triebwerk, das 2024 eine Validierung der Musterzulassung in Kanada erhielt. Ein Exemplar wird bereits seit 2022 durch das Waterloo Institute for Sustainable Aeronautics (WISA) in Zusammenarbeit mit dem Waterloo Wellington Flight Centre (WWFC) für Forschungszwecke eingesetzt.

Explorer

Beim Pipistrel Explorer (Virus SW 121A) handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Virus SW 121. Das Flugzeug ist für den Betrieb unter VFR-Bedingungen bei Tag und Nacht sowie für beabsichtigtes Trudeln zugelassen und wird mit einer für den IFR-Betrieb vorbereiteten Avionik ausgeliefert. Die EASA-Musterzulassung für den Explorer wurde 2021 erteilt, basierend auf der ursprünglichen Zertifizierung des Virus SW 121 aus dem Jahr 2016.

Das Jahr fäng gut an für den LSV Grambeker Heide e.V.

Um 4:30 Uhr am 3. Januar 2025 war unsere Abholmannschaft abfahrbereit Richtung Süden. Heute kann unsere neue ASK 21b endlich aus Poppenhausen abgeholt werden. Das Flugzeug wird neben unserer weiteren ASK 21 das Rückgrat unserer Segelflug-Schulung bilden.

Seit Ostern 2024 mussten wir uns nur mit einer ASK 21 behelfen, da unsere zweite Maschine einem Brand zum Opfer fiel. Da zeigte sich, wie wichtig eine solide Grund-Ausstattung im Schulungs-Bereich ist. Mit der neuen ASK 21 B und ihrem modernen Cockpit inkl. Haubenblitzer starten wir ab März in die Saison 2025.

Nach dem turbulenten und schmerzhaften Jahr 2024, in dem wir durch eine vermutete Brandstiftung zwei Flugzeuge verloren und erheblichen Schaden an unserer Halle erlitten haben, schauen wir jetzt zuversichtlich ins neue Jahr mit einem modernen Flugzeugpark, der von Ausbildung bis Hochleistung alle Bedarfe abdeckt. Quelle: ‚grambekerheide.de‚.

Für ASK 13-Restaurierung ausgezeichnet

Die Segelflug-Gruppe im „Bremer Verein für Luftfahrt“ (BVL), die ihr Domizil am Flugplatz Osterholz-Scharmbeck hat, ist ausgezeichnet worden. Wie der Presse-Verantwortliche Jürgen Grobbin mitteilt, haben die Sportler den Wanderpreis „Kavalier der Lüfte“ erhalten. Damit wurde erstmals keine Einzelperson, sondern eine Luft-Sportgruppe für ihre Verdienste ausgezeichnet. Die Vergabe fand in Hude statt. Die Fluglehrerinnen Carolin Delius und Marie Rasper sowie Mathias Rasper nahmen den Preis entgegen. Die Preisträger hatten eigenständig die komplette Restaurierung eines Schulungssegelflugzeugs vom Typ ASK 13 bewerkstelligt. Eigentlich sei der Lebenszyklus für dieses Flugzeug abgelaufen und eine Grundüberholung für den Verein zu teuer gewesen, erläutert Jürgen Grobbin. Vor allem die Bespannung des Rumpfes und der Tragflächen hätten den größten Teil der Kosten ausgemacht. Doch all das konnte die Vereinsmitglieder offensichtlich nicht stoppen.

Sie nahmen an einer Verlosung teil, die eine Luftfahrt-Fachzeitschrift zusammen mit der Leipziger Herstellerfirma des Bespann-Gewebes ausgelobt hatten. Und die Teilnehmer hatten Glück: Sie konnten eine komplette Bespannung gewinnen. Obendrein gab es einen Kursus zur Selbstbespannung in Leipzig. Nach aufwendigen Vorarbeiten wurde das Fluggerät per Anhänger nach Leipzig überführt. Das Segelflugzeug war zuvor komplett von den Bespannungen befreit und gründlich gereinigt worden. In Leipzig wurden dann Rumpf und Tragflächen unter Aufsicht bespannt. Weitere „langwierige Arbeiten“ seien nach der Heimkehr am Flugplatz Osterholz-Scharmbeck erfolgt. Abschließend wurde das Segelflugzeug bei der vorgeschriebenen behördlichen Abnahmeprüfung vorgeführt. Nach der bestandenen Prüfung sei das Flugzeug wieder für Schulungsflüge in der Luft, teilt Grobbin abschließend mit. Quelle: ‚Weser-Kurier‚.

3 DA42-VI Schulflieger für SWISS & Edelweiss

Die European Flight Academy, die Flugschule der Lufthansa Group, erneuert und erweitert ihre Flotte von Schulungsflugzeugen in der Schweiz. Am 5. Februar erfolgte die Überführung von drei neuen Trainingsfliegern vom Typ DA42-VI für die Grundausbildung von SWISS und Edelweiss Pilot:innen sowie der Schweizer Luftwaffe. Auf dem Weg vom Flugzeugwerk Diamond Aircraft in Wien Neustadt zum finalen Ausbildungsstandort Grenchen machten die zweimotorigen Flugzeuge einen Zwischenstopp in Zürich.

Die ersten drei DA42-VI-Maschinen ersetzen bisherige Schulungsflugzeuge älteren Typs, eine weitere im Sommer geplante Auslieferung dieses hochmodernen, zweimotorigen Trainingsflugzeuges erhöht dann die Kapazitäten auf 100 Flugschüler:innen, welche pro Jahr am Schweizer Standort Grenchen ausgebildet werden können.

Schlüsselübergabe und Überflug
Am 5. Februar wurden die drei neuen Schulungsflugzeuge mit dem Logo von SWISS, Edelweiss und der Schweizer Luftwaffe auf der Heckflosse von dem auf modernste Kolbenflugzeuge spezialisierten Flugzeugwerk Diamond Aircraft in Wiener Neustadt (Österreich) in die Schweiz überführt. Vorangegangen war eine kleine Übergabezeremonie im Hangar des Flugzeugwerks, bei der die Verantwortlichen von Diamond Aircraft offiziell die Schlüssel der drei Flugzeuge an die neuen Besitzer übergaben. Quelle: ‚Swiss‚.

Schleicher liefert 1000. ASK-21

Die meisten Flugschüler, die in den vergangenen 40 Jahren irgendwo auf der Welt das Segelfliegen erlernten, haben dies in einer „ASK 21“ der Poppenhausener Firma Schleicher getan. Jetzt ist das 1000. Exemplar fertiggestellt worden. Konstrukteur Rudolf Kaiser hatte 1979 bei dem Erstflug der „ASK 21“ wohl nicht vermutet, dass 1000 Exemplare in Poppenhausen gebaut werden und die „ASK 21“ im Jahr 2022 immer noch das Segelschulflugzeug schlechthin ist. „43 Jahre später konnten wir etwas erreichen, von dem wir bei der Entwicklung eines neuen Flugzeugtyps nur im entferntesten Träumen können“, erklärt einer der beiden Geschäftsführer Ulrich Kremer.

1000.Exemplar des Segelflugzeugs „ASK 21“ gebaut
„Bis heute ist die ‚ASK 21‘ ein wichtiger Bestandteil der Segelflug- und Segel-Kunstflug-Ausbildung weltweit.“ Der Segler made in Poppenhausen wird auf allen Kontinenten geflogen. „Wir sind glücklich, dass die Werknummer 211.000 in der Nähe verbleibt und an den Rhönflug Poppenhausen ausgeliefert wird.“ Ihr neues Zuhause wird die Wasserkuppe sein. Zuvor erst hat der Verein Rhönflug Hünfeld eine „ASK 21“ in Betrieb genommen. „Das Flugzeug ist für die Grundausbildung ideal, weil es flugstabil ist und Fehler verzeiht“, erklärt Fluglehrer Harald Jörges die Besonderheiten des Verkaufshits. Die Fliegerschule Wasserkuppe, die Jörges mehr als 20 Jahre geleitet hat, besitzt allein fünf Exemplare für die Ausbildung. „Es ist für uns eine besondere Anerkennung, dass sich die ‚ASK 21‘, trotz der Schnelllebigkeit vieler Modellvarianten so lange behaupten konnte und auch weiterhin eine Konstante in unserer Produktpalette darstellt“, sagt Kremer. In den 43 Jahren ist die grundsätzliche Konstruktion gleich geblieben. Allerdings sei in den vergangenen Jahren der Segler aufgehübscht und komfortabler geworden.

Segelflieger aus Poppenhausen: Schleicher baut jährlich zehn „ASK 21“
Aktuell werden immer noch jedes Jahr zehn Exemplare gebaut, und die Auftraggeber müssen rund zwei Jahre warten, bis sie den Segler in Empfang nehmen dürfen. „Denn Segelflugzeuge sind wertstabil“, verrät Kremer. Wer vor einigen Jahre eine „ASK 21“ erworben hat, hat bis heute kein Geld verloren. Die „ASK 21“ kostet heute in der Basisausführung rund 125.000 Euro. Ulrich Kremer geht davon aus, dass auch in den kommenden Jahren noch viele „ASK 21“ in Poppenhausen gebaut werden und Flugbegeisterte mit diesem Modell das Fliegen erlernen werden.

Die Firma Alexander Schleicher mit Sitz in Poppenhausen gehört zu den Weltmarkt-Führern im Segelflugzeugbau. Die knapp 120 Mitarbeiter fertigen jedes Jahr rund 60 Segelflugzeuge. Die Modellpalette reicht vom Schulflugzeug, über Modelle für Fortgeschrittene bis hin zu Hochleistungsseglern. In der 95-jährigen Firmengeschichte sind rund 10.000 Segelflugzeuge in Poppenhausen gefertigt worden. Quelle: ‚Fuldaer Zeitung‚.

Elektra Trainer erhält Ultraleicht-Zulassung

Der Elektra-Trainer, das erste zweisitzige (side-by-side), vollelektrische, Schul- und Schleppflugzeug von Elektra Solar erhielt die angestrebte Zulassung als Ultraleichtflugzeug. Nach der kurzen Vorlaufzeit von 18 Monaten für Entwicklung, Fertigung und Flugerprobung erteilte der DULV als Beauftragter des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) die beantragte Einzelzulassung für den Prototypen des Elektra-Trainers, eine konsequente Weiterentwicklung des einsitziges Flugzeug Elektra One. Etwas verzögert durch die Weihnachtspause traf am 19. Januar 2023 der formale Zulassungsschein zum Geräte-Kennblatt E898-23 1 bei Elektra Solar in Landsberg/Lech ein.

Damit hat die Firma bereits die zweite Einzelzulassung für ein vollelektrisch angetriebenes Luftfahrzeug erhalten – die Fortschreibung einer Erfolgsgeschichte:

  • Bereits 2011 erhob sich die Elektra One, das einsitzige UL-Flugzeug mit Solar unterstütztem Elektro-Antrieb erstmals in die Luft.
  • 4 Jahre später erfolgte damit die erste rein elektrische Alpenüberquerung.
  • 2017 fand der Erstflug der Weiterentwicklung zum zweisitzigen Forschungsflugzeug Elektra-Two Solar (Spannweite 25m, Sitze in Tandem-Anordnung) statt. Es wird heute noch in der Schweiz als Solarstratos zur Höhenforschung eingesetzt.
  • Wiederum 2 Jahre danach erreichte 2019 eine unbemannte Version der Elektra-Two Solar die Flughöhe von 10.000 m.
  • 2021 schließlich erhielt die Elektra One-die deutsche Ultraleicht Einzelzulassung – nun gefolgt von der Zulassung der Weiterentwicklung Elektra-Trainer, der innerhalb der ca. 100 Versuchsflüge mit ca. 75 Flugstunden bereits Zuverlässigkeit und Robustheit demonstriert hat.

Mit 2,5 Stunden Flugzeit (zuzüglich gesetzlicher Mindestreserve vom 30 Minuten) bewies der Elektra-Trainer bereits während der Flugerprobung herausragende Fähigkeiten durch den Gewinn der eTrophy 2022 mit einem nonstop-Flug bei widrigem Wetter von Pfullendorf nach Bern. Die dabei nachgewiesenen, exzellenten Flugeigenschaften machen den Elektra-Trainer zu einem idealen Schulflugzeug, zumal die Betriebsstunde „nass“ mit ca. 60€ konkurrenzlos günstig liegt und das bei klimaneutralem Betrieb und einem Geräuschniveau von nur 48 Dezibel beim Start und anschließenden Steigflug. Gemäß der ersten positiven Flugversuchsergebnisse beim Schlepp von Segelflugzeugen ist die Erweiterung der Zulassung eine Frage der Zeit.

Zur Befriedigung der regen Nachfrage hat Elektra Solar die Fertigung einer vergünstigten Vorserie von drei Exemplaren mit festem Zweibeinfahrwerk gestartet und eine erweiterte Musterzulassung beantragt. Der Elektra-Trainer ist auf dem Allgäu-Airport (Memmingen) bei der Flugzeugwerft DoTec stationiert und steht mit dem Versuchspiloten und Fluglehrer Uwe Nortmann für Einweisungen, Vorführungen und Erprobung zur Verfügung. Quelle: ‚Elektra Solar‚.

LSV Hofgeismar hat neues Ausbildungsflugzeug

Mit einem neuen Ausbildungsflugzeug startet der Luftsportverein Hofgeismar in den Winter – nun beginnt die echte Wintersaison der Segelflieger. Segelfliegen verbindet man mit Sonnenschein und Sommer. Doch auch im Winter hat der Sport seinen Reiz. Das haben die Segelflieger des Luftsportvereins Hofgeismar gerade wieder bei ihrem Winterfliegen auf dem Flugplatz auf dem Dingel erlebt. Das hat sich nämlich zum „Magneten für viele befreundete Pilotinnen und Piloten in Deutschland“ entwickelt, berichtet Ulrike Teichmann. Aus Delmenhorst, Schneverdingen, Dahlem, Warburg, Langenselbold, Laucha und Freiburg kamen Gäste auf den Hofgeismarer Segelflugplatz auf dem Dingel. Gemeinsam absolvierten 34 Hofgeismarer und befreundete Pilotinnen und Piloten um den Jahreswechsel 112 Flüge. Dieses Winterfliegen sei in Deutschland nahezu einzigartig, berichtete Teichmann. „Ich hätte nie gedacht, dass wir mit so vielen Leuten auf dem Flugplatz sein werden und so viel fliegen“, sagte Volker Weisheit (Kassel), seit kurzem Mitglied im Luftsportverein Hofgeismar.

Flugschüler sind vom neuen Ausbildungsflugzeug „Duo Discus XL“ begeistert
Dabei freuten sich die Piloten des Luftsportvereins Hofgeismar besonders über ein neues Flugzeug: Nach eineinhalbjähriger Bauzeit steht dem Verein mit dem „Duo Discus XL“ ein neues, doppelsitzigen Ausbildungsflugzeug zur Verfügung. Vorsitzender Christoph Danders hatte den Flieger aus dem Herstellerbetrieb im schwäbischen Kirchheim unter Teck abgeholt. Zahlreiche Starts auf dem neuen Flugzeug fanden als Ausbildungsflüge statt. Der jüngste und der älteste Flugschüler – Mika Fetters (15) und Magnus Gährken (64) – waren mit Begeisterung bei der Sache. Der längste Flug von etwa dreieinhalb Stunden gelang dem Hofgeismarer Piloten Kai Wicke. Der Verein wurde beim Kauf des neuen Segelfliegers mit EUR 45’000.- unterstützt. Quelle: ‚HNA‚.