Schlagwort-Archive: Landsberg

Zweimal um die Erde

Mit der Aktion ging die diesjährige Flugsaison zu Ende. Und die Landsberger Segelflieger ziehen eine positive Bilanz: Annähernd 2.000 Starts standen dieses Jahr zu Buche. Vom Flugplatz Geratshof aus brechen die weißen Flieger zu weiten Flügen auf. Besonders verlockend: Die Nähe zu den Alpen macht die Region zur idealen Spielwiese für Erlebnisflüge. Bei knapp 900 Kilometern Flugdistanz lag dieses Jahr der Vereinsrekord – erflogen an einem Tag im Juni. Der sportliche Anspruch wird auch dadurch untermauert, dass viele Vereinspiloten ihre Flüge elektronisch dokumentieren: „Zwar werden nur gut ein Zehntel aller Flüge auf diese Weise erfasst“, erklärt Sepp Holzapfel, der Vorsitzende des Segelflugvereins. „Aber alleine diese 260 Flüge addieren sich zu 85.000 geflogenen Kilometern in diesem Jahr – das entspricht mehr als zwei Erdumrundungen. Deutschlandweit liegen wir damit auf Platz 20 von über 900 Vereinen. Ein schöner Beleg, dass wir unser Ziel, viel und weit zu fliegen, mit Leben füllen.“ Klar, dass für solch weite Flüge Sitzfleisch nötig ist: Acht Stunden Flugzeit und mehr sind keine Seltenheit. Ob anspruchsvoller Sport oder einfach erlebnisreiches Hobby: Was alle jenseits der Rekorde eint, ist der Spaß daran, die Welt von oben zu betrachten und elegant und leise dahinzugleiten – klimafreundlich noch dazu.

Schein in zwei Jahren
Diesem Reiz erlagen auch in diesem Jahr wieder einige „Neuzugänge“ – ohnehin ist die Nachwuchsförderung eine wesentliche Säule der Vereins­arbeit. „Jährlich startet rund ein halbes Dutzend Jungpilotinnen und -piloten mit der Ausbildung. Die jungen Mitglieder stellen einen erheblichen Teil unseres rund 80-köpfigen Vereins“, stellt Holzapfel fest. Der Weg ist oft der gleiche: So mancher Zaungast wird neugierig und hebt zu einem Schnupperflug ab – und dieses Erlebnis lässt viele nicht mehr los. Etwa zwei Jahre dauert der Weg bis zum Flugschein. Der Landsberger Verein bietet Camps während der Ferienzeiten an, bei denen täglich geflogen werden kann – ein ziemlicher Turbo für alle, die schnelle Fortschritte erzielen wollen, und die ideale Gelegenheit für Einsteiger, um ihrem Traum vom Flugschein näherzukommen.

Im März oder April – je nach Wetter – startet die nächste Saison. Ein ungestörter Winter­schlaf wird es für die Vereinsflotte aber nicht, denn die nächsten Monate werden die Flugzeuge einer umfassenden Wellness-Behandlung unterzogen. Holzapfel: „Jedes Flugzeug muss jährlich sehr genau gecheckt werden – eine Art Flugzeug-TÜV. Die Wintermonate nutzen wir, um unsere Flotte gründlich zu warten und zu pflegen.“ Damit die eleganten Gleiter auch im nächsten Jahr aufbrechen zu erlebnisreichen Flügen mit unvergesslichen Aussichten. Quelle: ‘Merkur‘.

Aus der Traum vom Ein-Euro-Flugplatz

Die Verkaufsanzeige für den Penzinger Fliegerhorst im Internet sorgt für Wirbel. Mittlerweile ist sie wieder aus dem Internet verschwunden. Wie die Bundesbehörde ihr Vorgehen erklärt. Zu schön, um wahr zu sein: Das 270 Hektar große Penzinger Flugplatzgelände wurde seit dem Wochenende von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) auf einem großen Immobilienportal in Internet angeboten (das LT berichtete exklusiv). Als Preis war ein Euro genannt. Am Montagnachmittag war der Traum schon wieder vorbei: Das Online-Inserat wurde zurückgezogen. Dass das Verkaufsangebot auf diese Weise publik wurde, sorgte im Landkreis auch für gewisse Irritationen, wie die für Bayern und Baden-Württemberg zuständige Verkaufsleiterin bei der Bima, Monika Maucher, einräumt. Denn eigentlich laufen ja bereits Gespräche zwischen den staatlichen Immobilienvermarktern und der Gemeinde Penzing und der Stadt Landsberg. Die beiden Kommunen, auf deren Gebiet der ehemalige Flugplatz liegt, haben ein Erstzugriffsrecht auf die frei werdende Militärliegenschaft. Und in fast allen Fällen machen Kommunen auch von diesem Recht Gebrauch. Was sollte also das Verkaufsexposé im Internet bezwecken? „Die Absicht ist ganz einfach“, sagt Maucher dazu, „wir stehen vor der Expo Real 2019, da hat die Bima einen Stand. Und da ging es darum, dass man ein Angebot an Immobilien macht.“ Die Veröffentlichung sei – mit Verweis auf das Erstzugriffsrecht der Kommunen und dem Hinweis, dass der besagte Euro nur ein Platzhalter sei – als Hinweis an Investoren zu sehen, dass in Penzing etwas entstehen könne. Zusätzliche Aufmerksamkeit bei Investoren, meint dagegen der Penzinger Bürgermeister Johannes Erhard, brauche der bisherige Flugplatz eigentlich nicht: „Das Thema ist so präsent und wir werden so oft angefragt, dass wir das Gelände schon zwei- oder dreimal hätten verkaufen können.“ Mehr Informationen im Originalbericht der ‘Augsburger Allgemeinen’.

Penzing wird verkauft: Was passiert mit der Flugsportgruppe?

104 Mitglieder des Vereins bangen um ihre Segelschule. Noch haben sie aber Hoffnung, dass es auch im Jahr 2019 weiter gehen kann. Derzeit ist das Gelände noch im Besitz der Bundeswehr. Zum 1. Januar wird es allerdings an eine Behörde abgegeben, die das Gelände möglichst gewinnbringend verkaufen soll. Mehr Informationen im Originalbericht des Kreisboten.