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Weltmeister-Flugzeug zählt jetzt zur Vereinsflotte

Grund zum Feiern bei der Fliegergruppe Wolf Hirth: Im Rahmen einer kleinen Feierstunde haben die Segelflieger auf der Hahnweide ihr neuestes Sportgerät in Empfang genommen. Mit dem Wettbewerbskennzeichen K1 – alle Wolf-Hirth-Flugzeuge tragen das K für Kirchheim – wird ab sofort ein Hochleistungs-Einsitzer vom Typ Ventus 3 in die Luft gehen. Das bei Schempp-Hirth in Kirchheim gebaute Flugzeug bildet ab sofort die Speerspitze der aus insgesamt sieben Segelflugzeugen bestehenden Vereinsflotte, wenn es darum geht, weite Strecken mit größtmöglicher Durchschnittsgeschwindigkeit zurückzulegen. Dass der Ventus 3 mehr als konkurrenzfähig ist, bewies Schempp-Hirth-Geschäftsführer Tilo Holighaus bereits im Sommer dieses Jahres, als er damit die Weltmeisterschaft im Segelflug-Grand-Prix gewann. „Es freut mich, dass wir jetzt ein weltmeisterliches Flugzeug unser Eigen nennen dürfen“, sagt der Erste Vorsitzende der Fliegergruppe, Gunter Sill. Die Anschaffung des Einsitzers sei eine Folge konsequenter Flottenpolitik im Verein, die darauf ausgerichtet sei, den zahlreichen sportlich ambitionierten Piloten stets konkurrenzfähiges Gerät zur Verfügung zu stellen. Allerdings, so Sill, sei der Ventus trotz seiner Leistungsfähigkeit und des stolzen Preises kein „Flugzeug für den Vorstand“. Jeder Pilot mit genug Erfahrung könne mit dem neuen Ventus Spaß haben. „Leistungssport und Breitensport haben bei uns gleichermaßen ihren Platz“, erklärt der Vorsitzende. Quelle: ‚Teckbote‚.

Aus Tilo Holighaus‘ Weltmeister-Tagebuch

„Jetzt nicht die Nerven verlieren!“ – Tilo Holighaus hat den FAI Sailplane World Grand Prix deutlich für sich entscheiden können. Welche Gedanken ihm am letzten Wertungstag in La Cerdanya (Spanien) durch den Kopf gingen und wie er am finalen Wettkampftag ein wahres Wechselbad der Gefühle erlebt hat, schildert der Weltmeister hier: Wir stehen heute vor einer Aufgabe, die zunächst nach Südosten an den fast 3.000 Meter hohen Cambre d’Aze geht. Man muss also gleich nach dem Abflug nach rechts weg und unbedingt Höhe machen. Vor dem Abflug nutzte ich die Zeit und schaute mir das mal an – und finde stlich des Skigebiets Molina gar nichts – ja sogar heftiges Fallen über dem Höhenzug. Schnell wieder zurück an den Hausberg, der „untenraus“ zwar gut geht, mich aber nicht ganz auf die erforderliche Abflughöhe bringt. Schon bin ich etwas aufgeregt, da nur noch wenige Minuten zum Countdown der Linienöffnung bleiben und auch der nächste Hang nichts bringt. Zum Glück schaffe ich dann am Ausklinkpunkt gerade noch rechtzeitig die Höhe. Mist – einen Teil meiner Nerven habe ich nun schon vor dem Abflug liegen gelassen… Ob der Rest reicht, um den WM-Titel in trockene Tücher zu fliegen, sehen Sie im spannenden Originalbericht des DAeC.

Tilo Holighaus gewinnt Grand-Prix-Finale

Im spanischen La Cerdanya gewinnt der Kirchheimer Segelflugzeugbauer-Chef Tilo Holighaus im neuen Ventus 3 und 49 Punkten vor Sebastian Kawa in einer JS3 von Jonkers mit 35 Punkten und Louis Bouderlique, ebenfalls in einer JS3 mit 28 Punkten den Sailplane Grand Prix Final und wird damit Weltmeister. Alle Resultate finden Sie auf ‚www.sgp.aero‚.