Schlagwort-Archive: Flugplatz

Verhinderbare Annäherung

Kurzdarstellung
Im Luftraum G kam es zu einer Annäherung zwischen einem Motorflugzeug und einem Hubschrauber. Beide Luftfahrzeuge flogen nach Sichtflugregeln. Der geringste ermittelte Abstand betrug ca. 100 m horizontal und 100 ft vertikal. Laut den vorliegenden Radardaten kreuzte der Rettungshubschrauber den Flugweg der AT01 etwa 100 m hinter dieser von rechts nach links in einem Winkel von etwa 100°. Er befand sich dabei etwa 100 ft unterhalb der AT01. Beide Flugzeuge setzten ihre Flüge anschließend planmäßig fort.

Beurteilung, Pilot 1
Eine Nutzung des Fluginformationsdienstes vor dem Wechsel auf die Platzfrequenz hätte zur Konfliktvermeidung beitragen können. Es
wäre möglich gewesen, rechtzeitig radarbasierte Verkehrsinformationen und eventuell eine Ausweichempfehlung zu erhalten. Die Kollisionsgefahr wurde zu spät erkannt.

Pilot 2: Ein Mithören der Platzfrequenz hätte die Besatzung möglicherweise dabei unterstützen können, das andere Luftfahrzeug eher zu erkennen. Auch der Fluginformationsdienst wurde nicht genutzt, was ebenfalls nicht vorgeschrieben war. Die Nutzung des Fluginformationsdienstes hätte dazu führen können, dass die Besatzung rechtzeitig über die sich anbahnende Kollisionsgefahr informiert wird und entsprechend reagieren kann, möglicherweise sogar eine Ausweichempfehlung erhält. Da sich die EC 135 P2 der AT01 von rechts annäherte, war ihr Pilot nicht ausweichpflichtig. Die Kollisionsgefahr wurde zu spät erkannt.

Schlussfolgerungen
Die Schwere Störung ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

  • Alle beteiligten Personen erkannten die sich anbahnende Kollisionsgefahr zu spät, um die gefährliche Annäherung aktiv verhindern zu können.
  • Das Prinzip „See and avoid“ hat nicht funktioniert.

Beitragender Faktor

  • Keine der beteiligten Besatzungen stand kurz vor oder zum Zeitpunkt der Annäherung mit dem Fluginformationsdienst in Kontakt. Es konnten keine radarbasierten Verkehrsinformationen erteilt werden. Quelle und vollständiger Untersuchungsbericht: ‘BFU’.

Schweizer Meisterschaft in Schänis

Vom 25. Juni bis 2. Juli organisiert der Flugplatz Schänis am Fusse der Alpen die diesjährige Schweizer Meisterschaft im Segelflug. Nachmeldungen sind hier möglich bis 31. Mai 2022.

Absturz in den Bodensee

Am Donnerstag, 28. April 2022, ist ein Kleinflugzeug bei Staad in den Bodensee gestürzt. Der Pilot, ein 72-jähriger Schweizer, dürfte allein unterwegs gewesen sein. Er ist beim Unfall verstorben. Bei der verunfallten Maschine handelt es sich um ein Kleinflugzeug, welches nach dem Start beim Flughafen Altenrhein bei Staad in den See gestürzt ist.

Am 18. Februar 2021 ereignete sich ebenfalls bei bei Staad kurz vor der Landung bei Nebel ein Unfall mit Absturz einer zweimotorigen Maschine in den Bodensee. Damals konnte der Pilot sich aus der Maschine retten.

Faszination Segelfliegen in Friedrichshafen

Die Welt aus der Vogelperspektive zu betrachten ist ein großes Abenteuer. Und das lautlose Dahingleiten in einem Segelflugzeug gehört sicherlich zu den schönsten Arten des Fliegens – besonders in einer so interessanten Region wie in Friedrichshafen am Bodensee. Warum nicht Teil einer großen Luftsportgemeinschaft werden und mit dem Segelfliegen beginnen? Ab sofort beginnt wieder die Segelflugschulung beim Luftsportclub Friedrichshafen e.V. Bereits ab einem Alter von 14 Jahren kann geflogen werden. Aber auch ältere Flugschüler haben am Flugplatz ihren Spaß. Momentan reicht die Altersspanne der Schüler in Friedrichshafen von 15 bis 50 Jahren. Dazu ist Segelfliegen im Verein finanziell sehr erschwinglich. Quelle: ‘Schwäbische‘.

Segelflug-Regionalmeisterschaft in Amlikon

Vom 28. April bis 1. Mai 2022 findet auf dem Flugplatz Amlikon eine Regionalmeisterschaft im Segelflug statt. Die Segelfluggruppe Cumulus, welche den Anlass organisiert, kann 30 Piloten aus der ganzen Schweiz willkommen heissen. Die Teilnehmer werden Aufgaben erhalten, die sie in möglichst kurzer Zeit abfliegen müssen. Bei guten Wetterbedingungen können dies Strecken von mehreren hundert Kilometern sein. Während des Anlasses ist auf dem Flugplatz Amlikon eine Festbeiz in Betrieb. Dank Live-Tracking können die Flüge auf einer Leinwand mitverfolgt werden. Die Startzeit ist abhängig vom Wetter und wird zwischen 11 und 16 Uhr liegen. Bild: ‘SG Cumulus‘.

Fortbildung in Lachen-Speyerdorf

Ab Gründonnerstag trafen sich Nachwuchs-Streckenflieger aus dem Südwesten Deutschlands auf dem Flugplatz in Lachen-Speyerdorf. Nachdem das Oster-Warm-Up-Training zwei Jahre wegen Corona-Einschränkungen hatte abgesagt werden müssen, veranstaltete die Luftsportjugend Rheinland-Pfalz wieder eine Streckensegelflug-Förderung am Landesleistungszentrum Segelflug in Neustadt.

Eingeladen waren junge Talente aus der Region, informierte Bernd Schwehm, Pressereferent des FSV Neustadt. Voraussetzungen seien nach luftsportlichen Regeln ein Alter unter 27 Jahren und eine abgeschlossene Segelflug-Ausbildung. Angemeldet haben sich elf Junioren und zwei junge Frauen. Vom Flugsportverein Neustadt waren Erva Satun, Axel Hofmann und Joachim Kaltenborn dabei. Die weiteste Anreise hatten zwei sächsische Jungpiloten: Sie starteten für den Aero-Club Zwickau, „der für seine hervorragende Streckenflug-Nachwuchsarbeit bekannt ist“, informierte Schwehm.

Wettbewerbsmäßiges Segelfliegen
Geleitet wurde das Oster-Warm-Up von Steffen Rogoll aus Idar-Oberstein. Er ist Leistungspilot, Verbandstrainer und im Vorstand der Luftsportjugend Rheinland-Pfalz. Mit ihm standen fünf Streckenflug-Trainer parat, um die Talente an die großräumige Strecken-Segelfliegerei und das wettbewerbsmäßige Segelfliegen heranzuführen. Für einige Teilnehmer stand die konkrete Wettbewerbsvorbereitung ihres Saisonplanes im Fokus.

Der Flugsportverein Neustadt stellte neben den Lehrsälen auch das Clubheim mitsamt Küche und die sanitären Einrichtungen zur Verfügung. Piloten und Betreuer übernachteten auf dem Campingplatz. Zwei Streckenflug-Trainer sowie die Schlepppiloten, die die Teilnehmer nach dem Einsetzen der Thermik-Aufwinde in die Luft schleppen werden, stellte der Neustadter Verein.

Vor dem Frühstück
Der Trainingstag begann vor dem Frühstück, wenn die Segelflugzeuge aus ihren Transporthängern geholt und aufgebaut wurden. „Nachdem sich die Trainer über die Tagesaufgaben abgesprochen haben, erfolgte ein detailliertes Briefing zur Wetterlage und den taktischen Aufgaben mit den Nachwuchs-Piloten“, erklärte Schwehm den weiteren Verlauf. Danach flögen die Talente in Kleingruppen. Schwehm: „Ein Trainer kümmerte sich um zwei bis drei Trainees.“

Meist flogen die Piloten in einsitzigen Segelflugzeugen, aber auch die Leistungsdoppelsitzer kamen zum Einsatz, um die ersten Schritte im Wettbewerbssegelflug zu üben. Die Kleingruppen hätten mehrere Stunden am Tag in der Luft geübt und nach der Landung die erzielten Leistungen besprochen, informierte Schwehm. Hilfreich seien dabei Analyse-Tools auf dem PC und im Internet, die die Aufzeichnungen der GPS-Datenlogger auswerteten und zeigten, wer wann wo und wie geflogen sei.

FSV wieder in Zweiter Bundesliga
Für die erfahrenen FSV-Streckenflieger begann auch die neue Bundesliga-Saison: Im Flugjahr 2021 hatte die Mannschaft um Trainer Frank Schwerdtfeger nach dem Aufstieg 2020 den Klassenverbleib gefeiert. Damit startete Neustadt auch 2022 in der Zweiten Segelflug-Bundesliga. Schwehm: „Die Liga-Wertung besteht aus 19 Wochenenden; gewertet werden die drei schnellsten Überlandflüge der Mannschaft.“ Bis zum Saisonfinale Ende Juli wollen die Neustadter Segelflug-Sprinter als Minimalziel wieder den Klassenverbleib sichern. Quelle: ‘Rheinpfalz‘.

Hauptfahrwerk fährt nicht aus

Der ehemalige Kampfjetpilot Oliver Becker hat den Piloten einer defekten Zivilmaschine auf den Flugplatz beim Stadtteil Zell begleitet. Die geglückte Notlandung im Februar macht die Bundeswehr nun öffentlich. Es war ein sonniger Samstagnachmittag, als auf einer Funkfrequenz der Hilferuf eines zivilen Kleinflugzeugs zu hören war. Der Pilot hatte Fahrwerksprobleme. Zu diesem Zeitpunkt war der Luftsportverein JG74 auf dem Neuburger Flugplatz. Oliver Becker, ehemaliger Phantom-Pilot und als aktiver Reservist beim Taktischen Luftwaffengeschwader 74, bereitete sich gerade in seiner Zivilmaschine auf den Anflug auf Neuburg vor, als er den Funkspruch hörte. “Ich entschloss mich zu helfen, da bei mir noch genügend Treibstoff im Tank war, und machte mich auf den Weg, um mir aus nächster Nähe ein Bild von dem Fahrwerksproblem zu machen”, sagt er und betont: “Ich habe an der Stimme wahrgenommen, dass der Pilot Hilfe braucht. “

Hauptfahrwerk fährt nicht aus
Die defekte Maschine sollte an diesem Tag von Genderkingen nach Dingolfing überführt werden. Dadurch, dass das Fahrwerk nicht mehr vollständig ausfuhr, war eine normale Landung jedoch nicht mehr möglich. Als Becker bei dem Flugzeug in Notlage eingetroffen war, versuchten die Piloten erst, das Problem gemeinsam zu lösen. Bei der äußeren Sichtinspektion stellten sie fest, dass nur eines der Hauptfahrwerke sowie das Bugfahrwerk partiell ausgefahren wurden. Mehrere Versuche schlugen fehl.

Eine andere Lösung musste her. Und da blieb nur noch eine Möglichkeit, um das Flugzeug auf den Boden zu bekommen: eine Landung mit eingefahrenem Fahrwerk, eine sogenannte Bauchlandung. Doch diese kann bei einem ungünstigen Winkel durch Auf- oder Abwind oder eine ungeschickte Bewegung am Steuer gravierende Folgen haben. Die Gefahr einer Bruchlandung ist groß, Rettungskräfte unbedingt erforderlich, um im Fall der Fälle eine schnelle Erstversorgung sicherzustellen. “Diese Rettungskette hätte der Pilot an seinem Heimatflughafen Dingolfing so nicht vorgefunden”, so Becker. Aufgrund der vorangeschrittenen Zeit bis zum Sonnenuntergang und der Tatsache, dass Neuburg für solche Notverfahren ausgestattet ist, entschieden die Piloten, dort zu landen. “Außerdem ist das Team des Luftsportvereins sehr eng mit dem Geschwader verknüpft, da viele Soldaten im Verein fliegen”, erklärt der Oberstleutnant der Reserve. Die notwendigen Rettungskräfte waren daher rasch alarmiert. Tower und Flugplatzfeuerwehr sind in Neuburg ohnehin rund um die Uhr in Bereitschaft. Zudem gibt es für Kleinflugzeuge eine Graspiste, die sich gut für Bauchlandungen eignet.

“Ich informierte zuerst unseren Flugleiter, da dieser ein ehemaliger Fluglotse ist und sich noch gut mit der Rettungskette auskennt. Zu unserem Glück war unser Flugsicherheitsmeister Michael Haase auch am Platz”, erinnert sich Becker. An einen ruhigen Samstagnachmittag war jetzt auch für Stabsfeldwebel Haase nicht mehr zu denken. Er koordinierte parallel die weiteren Verfahren. Sofort machte er sich auf dem Weg in sein Büro, schnappte sich Funkgerät und VW-Bus. Mit Blaulicht brachte er sich zusammen mit der Feuerwehr auf die für Rettungskräfte vorgesehene Warteposition des Flugplatzes, um im Notfall schnellstmöglich eingreifen zu können. “Wir sind vorbereitet und warten auf euch. ” Mit diesem Anruf informierte Haase seinen Kameraden in der Luft. Jetzt hieß es warten.

Mit der Sicherheit, dass am Boden alles für die Landung vorbereitet war, konnte der Pilot nun mit der Landephase beginnen. “Das Wichtigste war, ihm Sicherheit zu vermitteln, wie wir den weiteren Ablauf gemeinsam durchführen würden”, so Becker. Es galt vor allem, ruhig und besonnen zu agieren. “Zusammen haben wir mehrere Anflüge am Platz gemacht. So konnte sich der Pilot mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut machen und sich einprägen, wo er mit der Maschine zwischen Runway und Taxiway auf der Graspiste landen konnte. “

Maschine bleibt nahezu unbeschädigt
Per Funk wurde der Flugleiter informiert, dass der Moment der finalen Landung gekommen war. In einer “Chase-Formation”, in der das zweite Flugzeug etwas höher mit Abstand zu dem Notfallflugzeug fliegt, steuerten beide Maschinen auf die Landebahn des Flugplatzes zu. “Man hat in diesem Moment eine Stecknadel fallen hören können”, erinnerte sich Haase. Sofort nach dem geglückten Aufsetzen machten sich die Rettungskräfte auf dem Weg zum Piloten, um die Erstversorgung sicherzustellen. Glücklicherweise blieb er unverletzt, die Maschine war nahezu unbeschädigt. Keine Schmier- oder Kraftstoffe traten aus, es war kein Flurschaden zu verzeichnen – eine perfekt geglückte Notlandung.

Nachdem der erste Schock überwunden war, hoben die Feuerwehrkräfte das Flugzeug hoch und das Fahrwerk wurde manuell aus dem Fahrwerksschacht gezogen. Das defekte Bauteil wurde bereits getauscht und die Untersuchungen abgeschlossen. Die Koordination zwischen Militär und Vereinsmitgliedern verhinderten größere Schäden. “Wichtig ist, dass man jederzeit professionelle Hilfe an einem Bundeswehrstandort bekommt, falls man sich in einer Notlage befindet”, so Becker. Quelle: ‘Donaukurier‘.

Zum Niedergang des Flugplatzes Offenburg

Leserbrief von Rolf Leonhardt in der Badischen Zeitung zum Artikel “Offenburg gibt für neue Gewerbeflächen evtl. Flugplatz auf“. “Die Stadt Offenburg hat im Jahre 1996 dem Offenburger Verkehrslandeplatz durch einen Gemeinderatsbeschluss den Todesstoß versetzt. Zusammen mit den Städten Freiburg, Offenburg und Lahr wollte man in Lahr einen Flughafen à la Baden-Airpark aus dem Boden stampfen. Deshalb verwundert mich es sehr, dass Stadträtin Loretta Bös (SPD) vom Haupt- und Bauausschuss in der Presse behauptet, aus eigenen Erfahrungen wisse sie, der Flugplatz sei verlottert.

Die Frage stellt sich, aus welchen Gründen am Flugplatz nichts mehr los ist. Was hat die Stadt aus dem Gelände gemacht? Ein Verkehrslandeplatz hat natürlich seine Kosten. Fluglotsen, Feuerwehr, Pflege der Landebahn, Tankstelle, tägliche Öffnungszeiten und so weiter. Betreiber des Flugplatzes war im Auftrag der Stadt die TBO. Stück für Stück reduzierte man die Aktivitäten seitens der Stadt, gliederte den Flugplatz aus den Vertragsverhältnisse der TBO aus und übergab den Landeplatz, nun als Sonderlandeplatz durch einen Pachtvertrag der Offenburger Fliegergruppe zur Eigennutzung. Auflage: kein anderer Flieger durfte ohne Genehmigung der Stadt Offenburg anfliegen. Ausnahme waren Hubschrauber der Polizeidirektion Offenburg und des Militärs.

Von damals 20’000 Starts und Landungen im Jahr blieb natürlich nicht viel übrig, um einen Flugplatz kostengünstig zu betreiben. Als erstes wanderte die Flugwerft Heimerl ohne Zukunftsaussichten nach Bremgarten ab. Dann wurde das sehr beliebte Flugplatz-Restaurant geschlossen, die international bekannte Lackier-Werft Konprecht hatte keinen Nachfolger gefunden, da der Pachtvertrag nicht verlängert wurde, Burda hat den Flugverkehr eingestellt, die Hallen der Baufirma Fischer wurden an die Stadt zurückgegeben, Flugschule Hezel und Isemann mussten 1997 wie die am Flugplatz stationierten Flugzeuge ohne Wenn und Aber nach Lahr.

Dann wurde der Knast gebaut, dies gab wieder Einschränkungen für den Flugbetrieb. Und nun benutzt man das Vorfeld des Flugplatzes für Unterkünfte für Flüchtlinge, die Burdahalle für Gerätschaften der Feuerwehr. Und deshalb, Frau Loretta Bös, nur deshalb, finden am beliebten Flugfeld keine Aktivitäten mehr statt, auch durch Ihren Anteil der Gemeinderatsbeschlüsse, die allerdings schon Jahre zurückliegen und bei Ihnen in irgendeiner Schublade verstaubt sind. Andere Städte oder Orte wie Bremgarten, Neuhausen ob Eck und so weiter haben ihren Gewerbepark mit den flugaffinen Firmen gefördert, in Offenburg hat man die Pachtverträge dieser Firmen mit hochqualifizierten Arbeitern gekündigt. Dies alles sollte der Gemeinderat in der nächsten Sitzung berücksichtigen”. Quelle: ‘Leserbrief von Rolf Leonhardt in der Badischen Zeitung‘:

Kreis Wesel trennt sich vom Flugplatz “Schwarze Heide”

Nach jahrzehntelangen Debatten verkauft der Kreis Wesel seine 20 Prozent am Zuschussgeschäft Flugplatz Schwarze Heide. Das sind die Bedingungen. Eine jahrzehntelange Diskussion hat jetzt ein Ende gefunden: Der Kreis Wesel wird seine 20 Prozent am Flugplatz Schwarze Heide in Hünxe verkaufen. Das hat der Kreistag mehrheitlich in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen. Der Plan: Der Kreis Wesel bietet seine Anteile der Gemeinde Hünxe an, die somit die Möglichkeit hat, so viel davon zu kaufen wie sie will und kann. Was dann übrig bleibt, geht an private Investoren, eventuell auch an Bottrop. Hintergrund dieser Lösung ist, dass Hünxe und Bottrop eine Sperrminorität der Anteile halten wollen, sie können somit weiterhin Einfluss auf die Entwicklung am Flugplatz Schwarze Heide nehmen. Und im Zweifel unerwünschte Ziele unterbinden.

Schermbeck soll einen Platz im Lärmbeirat bekommen
Zudem wird der Kreis Wesel seinen Platz im Lärmbeirat des Flugplatzes künftig der Gemeinde Schermbeck überlassen. Die hat zwar keine Anteile am Flugplatz, leidet aber vor allem im Bereich Gahlen unter dem Fluglärm – vor allem die Kunstflugübungen zerren an den Nerven der Anwohner dort sowie in Hünxe und Kirchhellen. Der Entscheidung vorausgegangen waren zahlreiche Gespräche und juristische Fachgutachten: Der Kreis Wesel will für die wirtschaftlichen Risiken des Flugbetriebes nicht in die Verantwortung genommen werden. Die nun gefundene Lösung sei mit allen Beteiligten besprochen worden, auch mit den Privatinvestoren. Die Verwaltung erhielt den Auftrag, diese Lösung nun schriftlich vorzubereiten. Bevor es zum Geschäft kommt, muss die Gemeinde Hünxe über ihre gewünschten Anteile beraten und beschließen. Aktuell halten noch die Kommunen Hünxe, Dinslaken, Voerde, Bottrop sowie der Kreis Wesel 85 Prozent der Anteile an der Fluggesellschaft – die übrigen 15 Prozent halten private Investoren. Dinslaken will sich von seinen Anteilen trennen, auch die Stadt Voerde will diesen Weg gehen. Quelle: ‘NRZ‘.

Gibt Offenburg für Gewerbeflächen Flugplatz auf?

In Offenburg sind freie Gewerbeflächen rar. Nun prüft die Stadt, ob auf dem Flugplatzareal ausgewiesen werden können. Zu einer möglichen Abwägung vertritt OB Steffens eine klare Haltung. Offenburg braucht mehr freie Gewerbeflächen: Für diese Position von Oberbürgermeister Steffens gab es im Haupt- und Bauausschuss des Gemeinderates keine Gegenstimme. Gesetzt wird vorrangig auf weitere Reserveflächen beim Gewerbepark Raum Offenburg (GRO). Intensiv geprüft werden soll auch das Flugplatzareal. Weitere besonders geeignete Flächen sieht man in Elgersweier (“Im Krummen Acker”) und in Rammersweier in der Erweiterung des Gewerbegebiets.

Sperrig der Titel, üppig der Inhalt: Gewerbeflächenpotenzialanalyse. Sabine Maier-Hochbaum vom Fachbereich Stadtplanung und Baurecht formuliert darin den Satz: “Die Bereitstellung baureifer Flächen für Betriebe, die an Erweiterung, Verlagerung oder Neuansiedlung interessiert sind, ist eines der wichtigsten Instrumente der kommunalen Wirtschaftsförderung.” OB Steffens unterstrich dies in der Montag-Sitzung: Man müsse allen Unternehmern dankbar sein, die Mut haben zu investieren. Erst die wirtschaftliche Stärke der Stadt “gibt uns die Möglichkeit, auch soziale Stadt zu sein”. Stadtplaner Leon Feuerlein erinnerte daran, dass die Verwaltung bereits 2018, angeregt durch die Freien Wähler, die baureifen und verfügbaren Gewerbeflächen umfassend dargestellt habe, auch Reserven, die im Flächennutzungsplan ausgewiesen sind. Ergebnis war, so Maier-Hochbaum, “dass sowohl die Stadt als auch der Zweckverband Gewerbepark Raum Offenburg ansiedlungsinteressierten Unternehmen nur noch sehr eingeschränkt sofort baureife Gewerbeflächen anbieten können.”

Ein Super-Gau wie mit “Kirsch” darf sich nicht wiederholen
Das erinnerte Grüne-Chef Ingo Eisenbeiß an den “Super-Gau mit Kirsch“: Weil der alteingesessenen Firma auf Gemarkung Offenburg keine geeignete Expansionsfläche angeboten werde konnte, sei sie nach Willstätt weitergezogen. Bei allem Entgegenkommen gegenüber ansiedlungswilligen Unternehmen: Ökologisch dürfe dabei nichts aus dem Gleichgewicht geraten. Das neue Gewerbegebiet bei Kappel-Grafenhausen, fügte Stefan Konprecht (Freie Wähler) hinzu, lege besonderen Wert auf Nachhaltigkeit: Die Verwaltung möge prüfen, ob es “übertragbar” wäre. Die Verwaltung präsentiert in der Analyse 17 gewerbliche “Potentialgebiete”: vier, die bereits im Flächennutzungsplan ausgewiesen sind, sowie 13 neue Flächen, verteilt fast über die ganze Stadt. Gleichzeitig empfiehlt sie dem Gemeinderat, vorerst einen Teil davon, das “Szenario 2”, weiterzuverfolgen, die moderate Ergänzung der im Flächennutzungsplan aufgeführten Areale. Mittelfristig sollen primär das Gewerbegebiet Rammersweier erweitert sowie das Gebiet “Im Krummen Acker” in Elgersweier und weitere Teilflächen im GRO angepackt werden. Langfristig – in 15 bis 20 Jahren – sollen weitere GRO-Flächen angegangen werden, auch auf Gemarkung Hohberg.

Die Verwaltung braucht Entscheidungen
Nicht eben geringe Hürden sind aus dem Weg zu räumen: So ist die Zukunft des Flugplatzes nicht geklärt, auch nicht die Trassenführung des Autobahn-Südzubringers. Die Verwaltung will beim Regierungspräsidium ausloten, welche der Varianten wohl ausscheiden wird – was der Stadtverwaltung Gelegenheit gäbe, die Gewerbeplanung voranzutreiben. Steffens stellte klar: Man wolle nicht die Behörde beeinflussen: “Es geht ausschließlich um eine frühzeitige Information.” Vielleicht schrien ja auch schon Varianten danach, “herausgenommen zu werden”. Der OB machte auch deutlich: Bei einer Abwägung – Flugplatz versus gewerbliche Nutzung – spräche er sich für die Erweiterung des dortigen Gewerbegebietes aus. Ähnlich Elisabeth Abele (CDU) und Loretta Bös: Bereits bei einem Besuch 2019 habe auch eine Bekannte den Eindruck gehabt, dort sei “alles verlottert”. Könnte die Fliegergruppe, so die SPD-Rätin, sich nicht jener in Kehl anschließen? Kleinere Flächen, das wurde auch in der Sitzung deutlich, gebe es bald auch im Umfeld des früheren Schlachthofs, in Waltersweier, wo der Technologiepark (TPO) frei wird, und auf dem Gelände des früheren Baumarktes an der Schutterwälder Straße, vis-à-vis des Kreuzschlags. Manch andere potenzielle Gewerbefläche ist aber laut Verwaltung nicht einfach zu bekommen, weil in privater Hand. Quelle: ‘Badische Zeitung‘.

Über der Hahnweide geht es wieder hoch her

Die Fliegergruppe Wolf Hirth ist in die Segelflug-Saison 2022 gestartet. Bei Sonnenschein und Frühlingstemperaturen genossen die Piloten unlängst die ersten Flüge in der Umgebung der Hahnweide und auf der Schwäbischen Alb. Auch wenn bereits die ersten Streckenflüge über einige Hundert Kilometer in den Logbüchern stehen, liegt der Fokus gerade zu Saisonbeginn vor allem darauf, wieder fit zu werden und den eigenen Trainingsstand, der bei vielen Piloten in der Nebensaison etwas leidet, kritisch zu überprüfen. So gab es zahlreiche Checkflüge der Piloten mit den vereinseigenen Fluglehrern, um mögliche Defizite zu erkennen und abzustellen.

Auch der reguläre Ausbildungsbetrieb begann am vergangenen Wochenende. Ob Platzrunde oder ausgedehnter Flug in der angesichts des diesigen Wetters mit wenigen Wolken eher schwer zu findenden Thermik – gerade die Piloten in spe starteten mit viel Motivation in die Saison. Quelle: ‘Teckbote‘.

Wer bekommt die Biersteuer des Flugplatz-Kiosk?

Der Flugplatz verbindet Renningen und Malmsheim seit langer Zeit. Denn auch wenn er gemeinhin als Flugplatz Malmsheim bezeichnet wird, verliefen die Gemarkungsgrenzen beider Orte immer mitten hindurch. Was viele nicht wissen: Mittlerweile liegt er sogar ausschließlich auf Renninger Gemarkung. Als Schnallenäcker II und III geplant wurden, hat die Stadt die Gemarkungsgrenzen verschoben, sodass die beiden Baugebiete gänzlich zu Malms­heim gehören und im Ausgleich unter anderem der Flugplatz zu Renningen.

Bald wird das aber ohnehin nicht mehr von Bedeutung sein. Die Firma Bosch hat das große Gelände um den Flugplatz und nördlich davon vor Jahren gekauft und dort ihren Bildungscampus errichtet. Sobald die Bundeswehr, die den Flugplatz als Übungs- und Absprunggelände nutzt, einen neuen Standort gefunden hat, wird Bosch den Flugplatz irgendwann überbauen. Nach aktuellen Erkenntnissen könnte das schon 2023 der Fall sein, dass der neue Standort im Zollernalbkreis von der Wehr genutzt werden kann.

Viele Bauern mussten ihr Land abgeben
Mit dem Flugplatz wird ein bedeutender Teil der Malmsheimer ebenso wie der Renninger Geschichte verschwinden. Der ehemalige Renninger Stadtarchivar Mathias Graner hat diese Geschichte vor wenigen Jahren in einem eigenen Buch zusammengefasst. Es ist im Rathaus erhältlich oder kann im Stadtarchiv eingesehen werden.

Angelegt wurde der Flugplatz Mitte der 1930er Jahre auf 80 Hektar Fläche. Viele Bauern mussten damals ihr Land abgeben. Eine besondere Anekdote weiß Mathias Graner aus dieser Anfangszeit zu erzählen: Bereits während der Bauphase wurde auf dem Platz eine Art Kiosk mit Bierausschank für die zahlreichen Bauarbeiter betrieben. „Und der Renninger und der Malms­heimer Gemeinderat waren sich uneins darüber, an welche Gemeinde die Biersteuer zu entrichten sei“, erzählt Graner schmunzelnd. Ein anschauliches Beispiel dafür, dass die Geschichte beider Orte durchaus von einer gewissen „Rivalität“ geprägt gewesen sei – gleichzeitig aber auch beide mit denselben Problemen konfrontiert waren wie dem Landverlust durch den Flugplatzbau.

Startpunkt für viele Lufteinsätze im Zweiten Weltkrieg
Von 1936 an wurde der Malmsheimer Einsatzhafen gebaut, doch schon 1938 brauchte das Militär mehr Fläche. Während des Zweiten Weltkriegs starteten von dem großen Flughafen aus viele Lufteinsätze. Getarnt war er als Gutshof, auf dem auch tatsächlich Landwirtschaft betrieben wurde. Etliche hier stationierte Soldaten ließen sich nach dem Krieg am Rankbach nieder.

Nach dem Krieg wurde das Gelände unter anderem als Durchgangslager für Heimatvertriebene und Flüchtlinge genutzt, später als Zwischenstation für deutsche Kriegsheimkehrer und als Militärstützpunkt für die US-Amerikaner, bis die Baracken abgerissen wurden. Nach der Gründung der Bundeswehr 1955 übernahm diese das Gelände, bis heute wird es als Übungs- und Absprunggelände genutzt. Und nicht nur das: Selbst Vereine dürfen das Gelände nutzen. Unter anderem sind dort die Sportflieger Malmsheim ansässig, die dort regelmäßig ihr beliebtes Drachenfest veranstalten. Pläne der Bundeswehr, den Flugplatz umfangreich auszubauen, scheiterten seinerzeit an Bürgerprotesten. Quelle: ‘Leonberger Kreiszeitung‘.

Neue Werfthalle geplant

Mit dem Flugplatz in Winzeln beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Die Aufstellung des Bebauungsplans “Flugplatz Winzeln” stand im Gremium zur Debatte. Der Luftsportverein (LSV) Winzeln will eine neue Werft-/Montagehalle auf dem Flugplatzgelände errichten. Die planungsrechtlichen Bedingungen seien mit dem Kreisbauamt erörtert worden, gab die Verwaltung bekannt. Da es für das Flugplatzgelände keinen Bebauungsplan gebe, müsse ein solcher aufgestellt werden. Martin Weisser vom Rottweiler Ingenieurbüro informierte den Gemeinderat zu diesem Thema. Der Flächennutzungsplan weise dort ein Sondergebiet aus. Der dortige Campingplatz sei allerdings nicht in der Sondernutzungsfläche enthalten. Der Gemeinderat stimmte für den Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans “Flugplatz Winzeln”.

Regionalplan 20 Jahre alt
Ebenfalls votierte der Rat für die Gesamtfortschreibung des Regionalplans Schwarzwald-Baar-Heuberg. Michael Lübke von der Stadt Oberndorf, deren Verwaltungsgemeinschaft Fluorn-Winzeln angehört, informierte zu diesem Tagesordnungspunkt. Der bisherige Regionalplan sei bereits 20 Jahre alt und müsse aktualisiert werden. Dabei soll unter anderem die Ausbauachse Oberndorf-Dornhan-Freudenstadt weiterentwickelt werden. Oberndorf habe zudem den Antrag zur Aufnahme Oberndorf-Schramberg als Regionale Entwicklungsachse gestellt.

Dies sei auch für Fluorn-Winzeln, das als “ländlicher Raum” geführt wird, sehr wichtig, ergänzte Bürgermeister Tjaden und einigte sich mit dem Gremium, dies auch im Beschlussvorschlag zu verankern. Für Fluorn-Winzeln sei etwa der Ausbau von Gewerbe und Wohnen vorgesehen. Angesichts der relativ niedrigen Bevölkerungsdichte im Vergleich zu Oberndorf müsse hier – angesichts vieler Einfamilienhäuser – ein Umdenken geschehen, so dass in Wohngebieten künftig auch Mehrfamilienhäuser ermöglicht werden, gab Tjaden zu bedenken. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die Gesamtfortschreibung und den Antrag zur Aufnahme der Achse Oberndorf-Schramberg aus.

Suchlauf über geeignete Flächen
Ein weiteres Thema war die “punktuelle Änderung des gemeinsamen Flächennutzungsplanes im Bereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes ›Agri-Solarpark Epfendorf‹ ”. Konkret plane die Firma “Next2Sun” eine besondere Form von Freiflächen-Photovoltaikanlagen mit senkrecht und in Reihen stehenden Modulen. Dem Vorschlag der Stadt Oberndorf, über die Verwaltungsgemeinschaft einen Suchlauf über geeignete Flächen aufzugreifen, wurde bei einer Gegenstimme zugestimmt. Quelle: ‘Schwarzwälder Bote‘.

Süddeutsche Segelflugmeisterschaft in Winzeln

Im Zeitraum vom 11. bis zum 18. Juni findet am Flugplatz Winzeln die Süddeutsche Segelflugmeisterschaft der 18-Meter-Klasse statt. Der Luftsportverein Schwarzwald erwartet in diesem Zeitraum rund 45 Piloten mit ihren Segelflugzeugen aus ganz Deutschland und der Schweiz. An den Wertungstagen werden Wettbewerbsflüge über dem Schwarzwald, der Schwäbischen Alb und den angrenzenden Regionen zur Tagesordnung gehören. Die Süddeutsche Segelflugmeisterschaft der 18-Meter-Klasse ist ein Qualifikationswettbewerb zur Deutschen Segelflugmeisterschaft 2023. Der LSV Schwarzwald ist als Ausrichter vom DAeC (Deutscher Aeroclub) beauftragt, diesen Wettbewerb durchzuführen. Bei dem Wettbewerb handelt es sich um einen Streckenflugwettbewerb. Die Piloten erhalten täglich eine Aufgabe, für deren Erfüllung eine bestimmte Strecke abzufliegen ist. Der Pilot, der die Strecke in der kürzesten Zeit zurücklegt, gewinnt die Tagesaufgabe.

Spannende Luftrennen
In dieser Klasse finden sich Segelflugzeuge mit einer Spannweite von 18 Metern. Sie zeichnen sich durch eine gute Kombination von Gleitleistung, Geschwindigkeit und Wendigkeit aus. So sind Gleitzahlen von bis zu 50 keine Seltenheit. Dies bedeutet, dass das entsprechende Flugzeug aus einer Höhe von 1000 Metern bis zu 50 Kilometer weit gleiten kann. Dabei sind Höchstgeschwindigkeiten von 280 Stundenkilometer möglich. Die noch nicht allzu große Spannweite gestattet auch enges Kreisen in der Thermik. Das verspricht spannende Luftrennen. 2014 fand zum letzten Mal dieser Wettbewerb am Flugplatz Schramberg-Winzeln statt. Damals beteiligten sich 30 Piloten am Fliegen um den Süddeutschen Meister in drei verschiedenen Klassen (Clubklasse, 15-Meter-Klasse und 20-Meter-Mixed-Klasse).

Offene Vereinsmeisterschaft
Für 2022 liegen bereits Anmeldungen aus ganz Deutschland und der Schweiz vor. Vom LSV Schwarzwald selbst sind sechs Mitglieder für den Qualifikations-Wettbewerb registriert. Neben dem Qualifikations-Wettbewerb wird parallel die “Winzeln Open” als offene Vereinsmeisterschaft ausgetragen. Hier liegen bereits acht Anmeldungen vor. Die Besucher können viele Segelflugstarts beobachten. Außerdem wird es den Tag über, während die Piloten irgendwo in Süddeutschland ihre Aufgabe erfüllen, die Möglichkeit geben, sich die Segelfliegerei, den Wettbewerb und die Aufgaben von erfahrenen Piloten erklären zu lassen. Auf einem Bildschirm können die Flugzeuge live beobachtet werden. Quelle: ‘Schwarzwälder Bote’. Bild: ‘LSV Schwarzwald‘.

Zaun um Senne-Flugplatz steht

Er war umstritten und ein Politikum in Bad Lippspringe – doch das hat die britische Militärverwaltung nicht davon abgehalten, ihn zügig umzusetzen. Der Zaun rund um das Flugplatzgelände nahe der Bundesstraße 1 ist praktisch fertiggestellt. Die Briten hatten sich über Vandalismus beklagt und beschlossen daher, über eine Strecke von knapp 2,8 Kilometer einen grünen Stabmattenzaun ziehen, der 2,30 Meter hoch werden sollte. Wie mittlerweile bestätigt ist, soll der Flugplatz künftig auch wieder genutzt werden, zumindest im Rahmen von Militärübungen in der Senne. Laut Army-Sprecher Mike Whitehurst könnte er als Start- und Landeplatz für Hubschrauber dienen. Keineswegs sei aber ein Ausbau des Flugfeldes geplant. Weil es sich um eine Grasbahn handele, sei diese für Jets sowieso nicht geeignet. Eventuell könne das Gelände auch für den Aufbau eines Feldlazaretts im Rahmen eines Manövers genutzt werden. Quelle: ‘NW.de‘.

Zusammenstoß über Flugplatz

Über dem Flugplatz bei Wesel (Hünxe) in Nord-Rhein-Westfalen sind am Abend des 10. März zwei Kunstflieger in der Luft zusammengestoßen. Beide Piloten haben überlebt. Einer der beiden Piloten stammt aus Mainz, bestätigt die Kreispolizei in Wesel. Er konnte sich mit dem Fallschirm retten. Dabei verletzte sich der 35-jährige leicht. Der andere Pilot konnte noch sicher landen. Das Flugzeug des Mainzer Piloten fand die Polizei wenige später auf einem Spargelfeld in der Nähe des Flugplatzes. Es sind allerdings nur noch Trümmer.

Ermittlungen durch BFU
Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen hat noch am gleichen Abend die Ermittlungen übernommen. Bislang ist noch unklar, wie es zu dem Zusammenstoß kam. Quelle: ‘Hit Radio FFH‘.

In die Erfolgszone geflogen

Der Flughafen in Schönhagen findet als »kleiner Bruder« des BER seine Nischen. Während der neue Großflughafen BER eine Negativschlagzeile nach der anderen produziert, sind kleine Flugplätze rund um Berlin klar im Vorteil – und nicht selten sogar Corona-Gewinner. Der Umstand, dass die Fußballer des FC Bayern München nicht den BER nutzten, sondern den Flugplatz Schönhagen, um nach einem Spiel gegen Hertha BSC Berlin sicher und ohne Zeitverzug heimzukehren, lenkte kürzlich die Aufmerksamkeit auf dieses Thema.

Die Mannschaft sei hier schon mehrfach gestartet – und nicht nur sie, sagt Flugplatzchef Klaus-Jürgen Schwahn. »Die halbe Bundesliga« habe das schon getan, seit Beginn der Corona-Pandemie laufe das Geschäft. Während der große Linienverkehr um bis zu 75 Prozent zurückging (laut Statistischem Bundesamt von 124,4 Millionen Passagieren im Jahr 2019 auf 31,3 Millionen 2020), wuchs die Zahl der Flüge in Schönhagen um immerhin vier Prozent. Rund 44 000 Starts und Landungen seien im vergangenen Jahr abgefertigt worden, sechs Prozent davon waren Auslandsflüge. »Die Airports waren geschlossen, aber es wurden nach wie vor Flugleistungen abgefordert. Das haben wir übernommen«, berichtet Schwahn.

Sein Unternehmen ist Mitglied einer Interessengemeinschaft von 75 Regional-Fflugplätzen in Deutschland. »In Metropolennähe können die meisten auf eine solche Bilanz verweisen. Und für die Flughäfen in den entfernten Regionen war der Rückgang längst nicht so stark wie der beim Linienflug«, sagt der Chef des Airports Schönhagen.

Charter gelten als schneller und sicherer
Der Linienverkehr ist nicht immer die beste Lösung, wenn es gilt, für relativ wenige Passagiere spezielle Ziele anzusteuern. In einem solchen Fall ist eine Chartermaschine laut Schwahn der schnellere und unter Umständen sogar günstigere Weg. Charterflüge würden daher auch von Prominenten mit besonderen Sicherheitsanforderungen genutzt. Denn entsprechende Konzepte könnten viel einfacher umgesetzt werden als auf einem großen und viel genutzten Linienflughafen. Sogar nach China sei man von Schönhagen aus schon aufgebrochen – natürlich mit mehreren Zwischenlandungen. Denn der Flugverkehr von hier aus hat einen maximalen Radius von 3500 Kilometern. »Nach Nordafrika kommen wir nonstop, über den Atlantik schaffen wir es aber nicht«, sagt Schwahn.

Mit öffentlicher Förderung zum Erfolg
Den regionalen Landeplätzen erging es lange Zeit ähnlich wie vielen Gewerbegebieten: Sie dümpelten vor sich hin, bis »der Knoten geplatzt« war. Doch schon vor 15 Jahren bescheinigte das Wirtschaftsministerium Schönhagen eine »gute Entwicklung«, so wie auch dem Flugplatz in Strausberg. Zum Konzept in Schönhagen gehören neben Geschäftsreisen, Werk- und Charterverkehr auch die Ausbildung von Piloten und der Luftsport. Die 1220 Meter lange Start- und Landebahn wurde auf 1500 Meter verlängert. Inzwischen haben sich 47 Firmen angesiedelt, 190 Flugzeuge sind daneben untergebracht. »Im Moment habe ich keine Baufläche mehr frei«, bedauert Schwahn. Inzwischen ist der Antrag gestellt, weitere 50 000 Quadratmeter als Baufeld ausweisen zu können. Die alte Querlandebahn wird dafür stillgelegt. Der Geschäftsführer will auf diese Weise »genügend Potenzial« für die Entwicklung in den kommenden zehn Jahren schaffen.

Auch inhaltlich begibt sich der Standort gleichsam in neue Sphären. Unter der Überschrift »nachhaltiges Fliegen« ist eine Reihe von Forschungskooperationen entstanden, unter anderem mit der Technischen Hochschule Wildau und der Freien Universität Berlin. Letztere hat zwecks Klimabeobachtung ein Flugzeug in Schönhagen stationiert. Erforscht wird auch das Fliegen mit gespeicherter Elektroenergie, mit synthetischen oder CO2-freien Kraftstoffen. »Das geht auch die Luftfahrt etwas an«, meint Schwahn. Schönhagen liegt zwar einige Kilometer weiter von der Berliner Stadtgrenze entfernt als der BER und verfügt auch nicht über einen S-Bahn-Anschluss. Von einer Konkurrenz zum Linienflugbetrieb am BER könne da bei allem Aufwind keine Rede sein, sagt der Geschäftsführer. Geflogen wird hier gleichwohl schon lange. Es begann Ende der 1920er Jahre mit dem Segelflug, in der Nazizeit entstand eine militärische Flugschule. In der DDR nutzte die Gesellschaft für Sport und Technik (GST) den Flugplatz, der nach 1990 für Charterflüge und Sportfliegerei ausgebaut wurde. Quelle: ‘ND-aktuell.de‘.

Bei böigen Verhältnissen zu langsam angeflogen

Über der Piste hob der Pilot etwas die Nase des Flugzeuges an, um bei unverminderter Leistung die Geschwindigkeit und die Sinkrate zu verringern. Erst als sich die HB-YKC noch in geringer Höhe von 1.5 bis 2 m über der Piste befand, leitete der Pilot den Abflachvorgang (flare) ein. In einer Höhe von rund 1 m über der Piste, verlor der Schulterdecker abrupt an Höhe und schlug mit dem Hauptfahrwerk auf den Boden auf. Nach dem Aufprall hob das Flugzeug wieder wenig von der Piste ab. Beim darauffolgenden Bodenkontakt nahm der Pilot einen heftigen Schlag auf das Bugfahrwerk wahr. Unmittelbar danach stellte er fest, dass der Propeller ebenfalls Kontakt mit der Piste hatte, aber noch drehte. Anschliessend senkte sich die Flugzeugnase in einer langsamen Nickbewegung, bis das Flugzeug schliesslich mit dem Bugfahrwerkbein auf der Piste aufsetzte und auf diesem nach rund 30 m entlang der Pistenachse rutschte, bevor es zum Stillstand kam. Der Pilot blieb unverletzt.

Nach einem stabilen, auf der verlängerten Pistenachse ausgerichteten Endanflug mit den vollständig ausgefahrenen Landeklappen (15°) überflog der Pilot die Pistenschwelle in geringer Höhe mit einer Anfluggeschwindigkeit von 55 MPH, die er in der Folge allmählich reduzierte. Gegenüber der zugehörigen Höchstgeschwindigkeit bei ausgefahrenen Landeklappen (Maximum Flap Extended Speed – VFE) von 60 MPH verblieben dem Piloten während des Endanfluges somit nur eine geringe Marge von maximal 5 MPH. Zudem bieten ausgefahrene Landeklappen einen erhöhten Widerstand und damit einhergehenden eine grössere Angriffsfläche bei Turbulenzen. Mit nur teilweise ausgefahrenen Klappen wird zum einen diese Einflussgrösse verringert, zum anderen besteht nicht die Gefahr, die VFE zu überschreiten. Die Wahl der Klappenstellung war daher in dieser Situation nicht zweckmässig. Es ist denkbar, dass die HB-YKC im Windschatten der nördlich der Piste verlaufenden Baumreihe aufgrund eines plötzlichen Auftriebsverlusts infolge einer vertikalen Windscherung rasch an Höhe verlor und auf die Piste prallte. Bei einer geringen Landemasse von nur rund 450 kg führt eine Leistungsreduktion oder einer Störung durch eine Windböe zu einem schnelleren Abbau der Geschwindigkeit als bei einem Flugzeug grösserer Masse. Daher sei an dieser Stelle daran erinnert, dass die in der Aviatik verbreitete Regel, wonach die Anfluggeschwindigkeit das 1.3-Fache der Überziehgeschwindigkeit in Landekonfiguration (VS0) beträgt, für Flugzeuge vergleichsweise geringer Masse nur beschränkt anwendbar ist. Die vom Pilot gewählte Anfluggeschwindigkeit war bei den vorherrschenden Windbedingungen daher zu gering. Quelle / vollständiger Untersuchungsbericht: ‘SUST‘.

Altenrhein: Flüge in Sperrzeiten

Anwohnende des St.Galler Flugplatzes Altenrhein werfen den Beitreibern vor, systematisch über Mittag und am Abend Flugzeuge starten und landen zu lassen. Dabei ist das eigentlich verboten. Es wäre nicht das erste Mal, dass der Flugplatz gebüsst wird. Der einzige St.Galler Flugplatz steht in der Kritik. In den letzten sechs Monaten sollen die Betreiber die Mittags- und Nachtruhe systematisch gebrochen haben. Die Zahlen und Fakten stützen den Vorwurf.

Jeden Tag ein Flugzeug ausserhalb der erlaubten Zeiten
Insgesamt 139 Mal startete oder landete ein Flugzeug in den letzten sechs Monaten auf dem Flugplatz Altenrhein ausserhalb der erlaubten Zeiten. Alleine im August 2021 waren es 39 Starts und Landungen. Das zeigt eine Aufzeichnung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (Bazl), die FM1Today vorliegt. Eigentlich dürfte der Flugplatz laut dem eigenen Betriebsreglement, welches mit dem Bazl und den umliegenden Kantonen bestimmt wurde, zwischen 12 und 13.30 Uhr nicht starten oder landen. Ausserdem gilt eine Nachtruhe.

Ausnahmen sind erlaubt, aber nur in geringer Anzahl
Der Flugplatz darf Sonderbewilligungen für diese Sperrzeiten erlauben. Dies sollte gemäss Betriebsreglement aber nur in Ausnahmefällen passieren. «Bei 139 Bewilligungen in den letzten sechs Monaten, kann man nicht mehr von Ausnahmen sprechen», sagt die Anwohnerin Cécile Metzler. Sie wirft dem Flugplatz Altenrhein vor, die Betreiber würden systematisch die Regelung ausnutzen und Sperrzeiten missachten.

Vergehen wäre schon das zweite Mal
Bereits im Jahr 2019 büsste das Bazl den Flugplatz Altenrhein wegen drei illegalen Landungen mitten in der Nacht. Die Betreiber mussten damals rund 800 Franken bezahlen. Sollte der aktuelle Vorwurf zutreffen und der Flugplatz hat mutwillig die Regelung systematisch ausgenutzt, dürfte die Busse laut Bazl bis zu zehntausend Franken höher ausfallen.

«Auf den ersten Blick sieht es nach viel aus»
«Ich kann verstehen, dass 139 Flüge in den letzten sechs Monaten auf den ersten Blick nach viel aussieht», sagt der CEO des Flugplatz Altenrhein Thomas Krutzler. Er dementiert den Vorwurf eines systematischen Regelbruches scharf. «Die Ausnahmen hatten jeweils ganz verschiedene Gründe.» An die Anwohnenden richtet der CEO ein Appell: «Wir tun hier nichts Verbotenes und jeglicher Vorwurf diesbezüglich ist schlicht falsch. Aber wir sind jederzeit bereit für einen Dialog.»

Mittagsruhe soll fallen
Während sich Anwohnende über die gestörte Mittagsruhe ärgern, gibt es Bestrebungen vonseiten der Politik, diese gleich ganz abzuschaffen. dass auf dem Flugplatz Altenrhein die Mittagsruhe grundsätzlich fallen könnte. Die Mitte-EVP-Fraktion hat einen Vorstoss zum Ausbau des Flugbetriebs eingereicht und sich mit einer Interpellation nach den Perspektiven für den Flugplatz erkundet. Die Regierung wird darin um eine Stellungnahme gebeten, ob sie sich in Bern für die Ausweitung der Betriebszeiten auf die Mittagszeit und Feiertage einsetzen würde.

«Für die Wirtschaftlichkeit der Region St.Gallen und Rheintal ist der Flugplatz sehr wichtig», sagt der Flugplatz Altenrhein CEO Thomas Krutzler. Sollte die Mittagsruhe fallen wäre der Flugplatz deutlich konkurrenzfähiger auf dem internationalen Markt. Krutzler betont aber: «Wir haben überhaupt keine Ausbaupläne.»

Diskussion wegen Mittagsruhe geplant
Verschiedene Interessengruppen treffen sich am 11. März, um darüber zu sprechen, wie es mit dem Flugplatz Altenrhein und der Mittagsruhe weitergeht. An diesem runden Tisch sind aber weder Anwohnende eingeladen, noch Vertreter des Flugplatzes Altenrhein. Quelle: ‘FM1today‘.

Gewerbegebiet-Pläne für Flugplatz Gütersloh gestoppt

Die Pläne für ein interkommunales Gewerbegebiet auf dem ehemaligen Flugplatz der britischen Streitkräfte in Gütersloh liegen vorläufig auf Eis. Das haben die beteiligten Kommunen heute mitgeteilt. Grund: Die britischen Streitkräfte sind interessiert, einen Teil des Geländes wieder zu nutzen. Erst vor Kurzem war dies öffentlich geworden. 1993 waren dort die letzten Militärjets gestartet und gelandet, 2016 übergaben die Briten das riesige Areal an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch wurden Einzelheiten vorgestellt.

Briten haben genaue Vorstellungen
Marcus Skupin, Abteilungsleiter Liegenschaften bei der BImA, erklärt das aktuelle Interesse der Briten: “Sie suchen Liegenschaften in der Nähe der “Nato foward holding base” in Paderborn-Sennelager, auf denen Nutzungen zu Ausbildung und Lagerzwecken möglich sind. Auch Soldaten, die an Ausbildungen teilnehmen, sollen dort untergebracht werden.” Ausgeschlossen sei aber eine erneute fliegerische Nutzung des ehemaligen Flugplatzes. Mit dem aktuellen Ukraine-Konflikt hätten die Pläne nichts zu tun, sagte ein Sprecher der Streitkräfte dem WDR. An dem Presstermin nahmen die Streitkräfte nicht teil.

Gewerbegebiet war fest eingeplant
Die Pläne für ein mögliches sprichwörtliches “Comeback” einer Militärnutzung des weitläufigen Geländes Areals nannten Vertreter der Nachbarkommunen heute eine “Katastrophe”. Denn eigentlich sollte dort ein interkommunales Gewerbegebiet mit vielen Arbeitsplätzen entstehen, an dessen Entwicklung Investoren mehrere Jahre lang gearbeitet hatten. Der Bedarf an solchen Flächen sei im Kreis Gütersloh riesig.

Harsewinkeler Bürgermeisterin: “Auch ökologisch eine Katastrophe”
Besonders verärgert zeigte sich Harsewinkels Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide: Es gehe nicht nur um Gewerbesteuereinnahmen, Arbeitsplätze und Wirtschaftkraft: “Das ist eine Fläche, die schon versiegelt ist. Und wenn wir diese 110 Hektar nicht bekommen, dann müssen wir wonders hingehen, in eine grüne Fläche. Das ist nicht nachhaltig, sondern ökologisch eine Katastrophe!”

Streitkräfte wären juristisch auf der sicheren Seite
Fest steht: Die Britischen Streitkräfte haben das Recht, die Fläche zurückzufordern, solange sie vom Bund noch nicht weiterverkauft wurde. Spielraum gebe es nicht, erläutert BImA-Abteilungsleiter Marcus Skupin: “Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ist verpflichtet, ausländischen Streitkräften diese Liegenschaft zur Verfügung zu stellen, wenn diese Bedarf anmelden. Das sichert das Nato-Truppenstatut und dessen entsprechendes Zusatzabkommen zu.”

Briten nennen keinen Zeitpunkt für Entscheidung
Laut einem Sprecher der britischen Streitkräfte steht aber erst in fünf bis 10 Jahren fest, ob das Grundstück gebraucht wird. Die Militärs sind nach eigenen Angaben noch an anderen Standorten in Deutschland interessiert. Einen Zeitpunkt, zu dem sie sich in der Gütersloher Sache entscheiden wollen, haben die Briten bislang nicht genannt. Quelle: ‘WDR‘.

Schweizer Meisterschaften in Schänis

Vom 25. Juni bis 2. Juli organisiert der Flugplatz Schänis die Landesmeisterschaften im Segelflug. Hier finden Sie die Webseite mit allen nötigen Informationen und für die Anmeldung.

Wieder mehr Mitglieder

An der GV der Segelfluggruppe Lägern von Freitag, 4. März 2022 im Flugplatz-Restaurant in Schänis freuen sich 43 anwesende Mitglieder über einen nach langer Stagnation leicht höheren Mitgliederbestand, über einen neuen Hochleistungs-Doppelsitzer und eine dank «Haubenblitzern» verbesserte Kollisionswarnung.

Trend gedreht

Insgesamt hat die grösste Segelfluggruppe der Schweiz 233 Mitglieder oder drei mehr als im Vorjahr. Davon bezahlen 69 Mitglieder eine sog. «Vollpauschale», die zur Benutzung des modernen Vereins-Flugzeugparks berechtigt. Das sind zwei mehr als im Vorjahr und bedeutet nach einer langen Stagnation eine Trendwende. Vor zehn Jahren hatte der Verein noch 251 Mitglieder. Entsprechend wurde das Angebot an Sitzplätzen zurückgefahren und parallel dazu sanken die Flugbewegungen.

Neuer Duo Discus XLT

Seit vergangener Saison ist ein weiterer Hochleistungs-Doppelsitzer «Duo Discus XLT» auf dem Flugplatz Schänis im Einsatz. Vier dieser beliebten Flugzeuge besitzt die SG Lägern, sie sind das Rückgrat der Flugzeugflotte und werden auch für Gästeflüge eingesetzt. Während der winterlichen Wartungsarbeiten sind alle Flugzeuge mit einem «Haubenblitzer» ausgerüstet worden. Diese werden bei Annäherung an andere Flugzeuge aktiv.

Gezielte Nachwuchs-Förderung

Seit zwei Jahren äufnet der Verein über höhere Mitgliederbeiträge und Spenden einen Fonds zur Nachwuchs-Förderung. Er ist auf CHF 13’000.- angewachsen und wird für Pilot/innen bis 25 Jahre zur Reduktion der Ausbildungs- und Flugkosten und die Teilnahme an Meisterschaften verwendet.

Neu in Schänis: Elektro-Hängegleiter

Nach einer Elektro-Flugschule sind nun auch die seit rund zwei Jahren aktiven Elektro-Hängegleiter in den Flugbetrieb integriert. Beide Organisationen betreiben mit einer umweltfreundlichen Start- und Antriebsart Flugsport. Sie sind am Boden kaum mehr hörbar und freuen sich über regen Zulauf an Interessent/innen.

Kapitale Motorschäden, modernere Schleppflugzeuge

Peter Schmid berichtet über ein turbulentes Jahr der ASSAG, deren Hauptaktionär mit 30% die Segelfluggruppe ist. Sie ist der Rechtsträger für Flugplatz und Schleppbetrieb. Ausfälle der Antriebsturbine für den «Bravo», ein Motorschaden am Motorsegler «Dimona» und am Eigenstarter «ASK-21» schlagen mit einem Verlust von CHF 256’000.- das grösste Loch der Firmengeschichte in die Kasse. Nun werden die «Bravo» und die in die Jahre gekommenen «Robin»-Schleppflugzeuge bestmöglich veräussert und durch leisere und sparsame «Bristell»-Flugzeuge ersetzt.

Flugplatzfest und SM

Am 30. Juli ist ein Flugplatzfest sowie vom 25. Juni bis 2. Juli die Durchführung der Schweizer Meisterschaft geplant. Mit dem Aufruf, sich am Folgetag rege am Arbeitstag, zu beteiligen, werden die Mitglieder von Präsident René Lüscher in den gemütlichen Teil der Versammlung verabschiedet.

Pisten in Gegenrichtung benutzt: Gefährliche Annäherung.

Verlauf
Um 09:20 Uhr befand sich das Flugzeug Pilatus PC-6, bekannt als Pilatus (Turbo) Porter und eingetragen als HB-FKP, im Steigflug unterwegs in die Absetzzone über dem Flugplatz Biel-Kappelen. Zeitgleich bereitete sich der Pilot des vierplätzigen Motorflugzeuges F172N, eingetragen als HB-CNQ, für den Start auf der Piste 23 vor. Die HB-FKP beendete um 09:24 Uhr das Absetzmanöver der Fallschirmspringer über dem Flugplatz auf einer Höhe von knapp 14 000 ft über dem mittleren Meeresspiegel (Above Mean Sea Level – AMSL) und leitete unmittelbar danach in südwestlicher Flugrichtung einen steilen Sinkflug ein (vgl. Abbildung 1). Ungefähr um 09:26 Uhr befand sich die HB-FKP auf einer Höhe von 5000 ft AMSL und rund 3 NM südwestlich des Flugplatzes und drehte in den Queranflug der Piste 05 ein, während der Pilot der HB-CQN den Startlauf auf der Piste 23 begann. In der Zwischenzeit bereitete sich ein weiterer Pilot am Rollhaltepunkt für den Start auf der Piste 23 vor. Die HB-FKP drehte anschliessend links in einen S-förmigen Endanflug auf die Piste 05 und befand sich um 09:27 in entgegengesetzter Richtung zur soeben gestarteten Cessna, die dem auf Sichtanflug-Karte (Visual Approach Chart – VAC) publizierten Abflugverfahren der Piste 23 folgte. Um 09:27:11 Uhr betrug der geringste vertikale Abstand zwischen den beiden Flugzeugen etwa 300 ft, als die HB-FKP im Endanflug die im Steigflug befindliche HB-CQN in einer Höhe von rund 900 ft über Grund überflog.

Feststellungen
Die Blindübermittlungen auf der Funkfrequenz (123.155 MHz) des Flugplatzes Biel-Kappelen (LSZP) werden nicht aufgezeichnet. Die Piloten gaben an, die fliegerischen Absichten und benutzten Pistenrichtungen am Funk bekannt gegeben zu haben. Die mit dem schweren Vorfall einhergehende Gefährdung wurde von den Piloten der beiden involvierten Flugzeuge unterschiedlich wahrgenommen: Der Pilot der HB-FKP gab an, die auf der Piste 23 gestartete Cessna gesehen zu haben und schätzte das Risiko einer Kollision als inexistent ein. Demgegenüber gab der Pilot der HB-CNQ an, eine Kollision nur mit einer raschen und energischen Höhensteuereingabe abgewendet zu haben. Die HB-CNQ hatte einen eingeschalteten Transponder, jedoch keinerlei Kollisions-Warngeräte an Bord. Das Flarm an Bord der HB-FKP war ein Verkehrsinformations- und Kollisionsvermeidungssystem für die allgemeine Luftfahrt, welches das Signal des Mode-S-Transponders der Cessna HB-CNQ nicht empfangen konnte.

Analyse
Die Nutzung entgegengesetzter Pistenrichtungen auf einem unkontrollierten Flugplatz wie Biel-Kappelen erfordert eine gewissenhafte und permanente Luftraum-Überwachung sowie ein präzises Absetzen von Blindübermittlungen am Funk. In manchen Fällen ist auch eine Koordination unter den Piloten erforderlich, um gefährliche Annäherungen zu vermeiden. Inwiefern die Luftraumüberwachung der beiden Piloten im vorliegenden Fall genügend war, kann nicht beurteilt werden. Trotz fehlender Aufzeichnungen legt die Entstehung des vorliegend untersuchten schweren Vorfalls nahe, dass die Koordination unter den beiden Piloten nicht zweckmässig war. Der vorliegende Fall verdeutlicht einmal mehr, dass Kollisionswarngeräte den Piloten in der Luftraumüberwachung unterstützen und somit ein wertvolles Sicherheitsnetz darstellen. Von einer angemessenen Reaktion der beiden Piloten ausgehend, darf geschlossen werden, dass bei einer frühzeitigen Ausgabe durch ein kompatibles Kollisionswarngerät an Bord der beiden Flugzeuge die gefährliche Annäherung hätte vermieden werden können. Verschiedene, nicht für alle Verkehrsteilnehmer bekannte An- bzw. Abflugverfahren, die zeitgleich angewendet werden, erhöhen überdies das Risiko einer gefährlichen Annäherung im gemeinsam genutzten Luftraum.

Schlussfolgerungen
Der schwere Vorfall (Airprox), bei dem es zwischen einem auf Piste 23 startenden Motorflugzeug und einem auf Piste 05 anfliegenden Absetzflugzeug zu einer gefährlichen Annäherung rund 1 NM südwestliches des Flugplatzes kam, ist darauf zurückzuführen, dass die Piloten der beiden Flugzeuge für den Abflug bzw. Anflug entgegengesetzte Pistenrichtungen benutzten. Dabei haben folgende Faktoren zur Entstehung des schweren Vorfalls beigetragen:

  • eine nicht zweckmässige Koordination unter den beiden Piloten;
  • ein fehlendes Kollisionswarngerät an Bord des startenden Flugzeuges;
  • möglicherweise eine mangelnde Luftraumüberwachung

Mit Blick auf diese Ergebnisse kommt die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle zum Schluss, dass bezüglich des vorliegend untersuchten schweren Vorfalls keine weiteren Ergebnisse zu erwarten sind, die für die Verhütung eines solchen Zwischenfalls zweckdienlich wären. Quelle/vollständiger Untersuchungsbericht: ‘SUST‘.

Flugbetriebs und Einsatzleiterkurs

Die Alpenflugschule Niederöblarn GmbH. veranstaltet einen Flugbetriebs und Einsatzleiterkurs. Anmeldung bitte bis 20.März per Mail: flugplatz@sportsarea.at. Mindestteilnehmerzahl für die Durchführung: 10 Personen. Kurskosten: € 120.- (inklusive Mittagsbuffet), bitte vor Ort bezahlen.

Dauer/Ort: 1 Tag, Flugplatz Niederöblarn
Termin: 2. April 2022, Beginn: 09:00 Uhr

Unterrichtsgegenstände:

  • Aufgaben des Flugbetriebs und Einsatzleiters (Austrocontrol)
  • Erste Hilfe Refresher (RK Notfallsanitäter)
  • Brandbekämpfung und praktische Einweisung (FF Niederöblarn)

Neuer KSK-/Bundeswehr-Flugplatz im Zollernalbkreis

Die KSK-Spezialeinheit und US-Kräfte sollen nach langer Suche nun bei Geislingen üben können. Jährlich könnte es bis zu 120 Flugtage geben. Nach einem heftigen Konflikt und längerem Suchlauf ist nun ein neuer Übungsflugplatz für das in Calw stationierte Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr gefunden worden: Die Staatsdomäne Waldhof bei Geislingen im Zollernalbkreis soll so umgebaut werden, dass dort das KSK und womöglich auch US-Kräfte an jeweils bis zu 60 Tagen im Jahr Fallschirmabsprünge und das Abladen von Material üben können. Dies hat das Staatsministerium in Stuttgart am Donnerstag mitgeteilt.

Der neue Standort wird notwendig, weil der bisherige Flugplatz bei Renningen-Malmsheim (Kreis Böblingen) der Robert Bosch GmbH überlassen wird, die dort ihr Forschungs- und Entwicklungszentrum erweitern will. Zunächst hatten der Bund und das Land ein Gebiet bei Haiterbach (Kreis Calw) im Auge. Doch dort gab es Widerstand, viele Grundstückseigentümer waren nicht bereit gewesen, ihr Land zu verkaufen. In Geislingen gehört der Grund dem Land.

In Haiterbach weigerten sich viele Grundstücksbesitzer
Von der Ankündigung des Staatsministeriums ist man in Geislingen aber überrascht worden. Aus der ersten Stellungnahme des Bürgermeisters Oliver Schmid kann man einige Verärgerung heraushören. „Wir hätten uns vom Land Baden-Württemberg im Vorfeld gewünscht, dass es mit uns das offene Gespräch sucht“, sagte er: „Ich möchte deutlich machen, dass wir in Geislingen keine ‚Basta-Politik‘ akzeptieren.“ Florian Stegmann, Staatsminister und Chef der Staatskanzlei, kündigte allerdings bereits an, dass es im März eine virtuelle Informationsveranstaltung geben werde. Dabei ließen sich auch „positive Entwicklungsmöglichkeiten für die Region“ diskutieren.

Die Flugpiste wird nicht asphaltiert, ist aber 1000 Meter lang
Wie genau das Gelände an der Staatsdomäne Waldhof umgebaut werden soll, ist noch nicht bekannt. Würden die gleichen Bedingungen wie für den vorgesehenen Standort Haiterbach gelten, so müsste die Fläche rund 400 mal 1000 Meter groß sein; hinzu käme ringsum ein Sicherheitsbereich. Die Flugpiste selbst werde nicht asphaltiert; es handle sich um eine befestigte und verdichtete Graspiste von 80 Meter Breite und 1000 Meter Länge. Ein Tower sei nicht notwendig. Große Transportmaschinen würden dort nicht landen, allerdings springen die Soldaten aus 400 Meter Höhe auch aus großen Maschinen wie der Transall ab. Der Flugplatz soll ab Ende 2023 interimsmäßig genutzt werden können, so Judith Hufnagel vom Staatsministerium. Die endgültige Lösung werde noch Jahre dauern. Quelle: ‘Stuttgarter-Nachrichten‘. Bild: ‘Schwarzwälder Bote‘.

Ohlstadt wieder „mittendrin“

Noch rund vier Monate, dann kommt die Weltpolitik ein weiteres Mal in den Landkreis. Der G7-Gipfel auf Schloss Elmau steht an, Ende Juni. Und wie bereits 2015 ist auch diesmal die Gemeinde Ohlstadt voll involviert. Die Bundespolizei hat den Flugplatz in Pömetsried erneut als ihr Basislager angemietet. Für Christian Scheuerer ist die Lage klar: „Wir sind mal wieder mittendrin statt nur dabei“, betont Ohlstadts Bürgermeister. Was er damit meint? Den kommenden G7-Gipfel. Zwischen 26. und 28. Juni treibt dieser einmal mehr die Elite der Weltpolitik in den Landkreis. Denn wie bereits 2015 für Barack Obama, Angela Merkel, Francoise Holland und Co., geht es auch für Joe Biden und die weiteren sechs Staatschefs aus Deutschland, Italien, Frankreich, Kanada, Japan und Großbritannien heuer ins Schloss Elmau nach Krün. Und ebenso wie damals ist auch die Gemeinde Ohlstadt in das Großereignis involviert. Die Bundespolizei wird erneut ihr Basislager auf dem Flugplatz in Pömetsried aufschlagen.

Rund 30 Hubschrauber und über 500 Fachleute, egal ob Piloten, Techniker oder Logistiker, waren dort vor sieben Jahren für das Politikertreffen zusammengezogen worden. Der Kleinflughafen erhielt seinerzeit die Infrastruktur eines professionellen Hubschrauber-Betriebs. Mit Zelten und Containern, einem Mini-Tower sowie Tanklastzügen bis hin zu einer Mobilfunkanlage und einer Kantine samt Küche, die im Hangar der Segelflieger untergebracht war. Von der 900 Meter langen Start- und Landebahn in Pömetsried aus starteten die Einsatzkräfte schon Wochen vor dem Gipfel zu Trainings- und Aufklärungsflügen. Zudem diente der Standort während des Gipfels als Ausweichflugplatz für die Politiker. So wurde 2015 etwa Kanadas Premierminister Stephen Harper von Ohlstadt nach München geflogen. Schlechte Witterungsverhältnisse hatten einen Start am Schloss Elmau verhindert.

G7-Gipfel 2022: Alles soll nach dem Vorbild von 2015 geschehen
So oder so ähnlich wird es wohl auch in diesem Jahr laufen. „Bis jetzt haben wir von der Bundespolizei nur die Ansage bekommen, dass alles nach dem Vorbild von 2015 passieren soll“, sagt Bürgermeister Scheuerer. Genauere Pläne gebe es noch nicht. Zahlreiche Videokonferenzen werden in den kommenden Wochen wohl konkretere Erkenntnisse liefern. Mit sichtbaren Maßnahmen, wie etwa dem Aufbau eines Sicherheitszaunes, rechnet Scheuerer aber erst Anfang Juni. „Davor wird man als Außenstehender vermutlich noch nicht viel von der Sache mitbekommen.“

Er selbst steht dem erneuten Stell-dich-ein der Politikgrößen direkt vor der Haustüre zwiegespalten gegenüber. „Einerseits ist es natürlich wieder eine tolle Chance für die Region, sich der Weltöffentlichkeit als guter Gastgeber zu präsentieren“, betont er. Andererseits berge ein solches Großevent auch Risiken. Da wären in erster Linie die zu erwartenden Demonstranten und Proteste. 2015 gab es die freilich auch. Letztlich lief aber alles gewaltfrei und friedlich ab. In Ohlstadt etwa war von Ausschreitungen gar nichts zu spüren. „Da hatten wir großes Glück“, sagt Scheuerer. Ob es diesmal genauso entspannt bleibt, darf aber zumindest bezweifelt werden. Spätestens seit Beginn der Coronakrise hat sich der Ton in der Gesellschaft merklich verschärft, werden grundlegende Konflikte zwischen Teilen der Bevölkerung und der Regierung offenkundig. „Die gesamtpolitische Lage ist deutlich aggressiver als damals“, urteilt der Ohlstädter Rathauschef.

G7-Gipfel bringt verstärktes Sicherheitsaufgebot und Hubschrauber-Lärm mit sich
Für die knapp 3300 Einwohner der Gemeinde bedeutet der G7-Gipfel vor allem ein verstärktes Sicherheitsaufgebot innerhalb des Ortes. Auch der Lärm durch die vielen Starts und Landungen der Hubschrauber wird wie bereits 2015 eine Rolle spielen. Dass davon nicht jeder begeistert ist, kann Scheuerer nachvollziehen. „Das sind natürlich massive Einschnitte in den Alltag“, räumt er ein. So mancher Bürger habe sich bereits bei ihm deswegen gemeldet. „Der Tenor ist ein wenig: Brauch’ ma des jetzt auch noch zusätzlich zu Corona.“

Immerhin kann Scheuerer bereits mit einem ersten greifbaren Vorteil aufgrund der erneuten Gastgeber-Rolle aufwarten: Und zwar erhält die Feuerwehr in Ohlstadt schon jetzt ein neues Einsatzfahrzeug. Geplant war die Anschaffung eigentlich erst in fünf Jahren, doch sei die Förderung nun deutlich höher. „Geschenkt bekommen wir es immer noch nicht“, stellt der Bürgermeister klar. „Aber da unsere Feuerwehr auch dieses Mal den Brandschutz am Flugplatz sicherstellen soll, ging jetzt alles ein wenig einfacher.“

Bürgermeister Scheuerer möchte Bürger in Ohlstadt mit ins Boot holen
Bis Joe Biden und Co. das erste Mal Landkreisboden betreten, möchte Scheuerer seine Bürger so gut es geht mit ins Boot holen. Für Ende April, Anfang Mai hat er eine Bürgerversammlung geplant, bei der sämtliche Fragen rund um den G7-Gipfel und Ohlstadts Rolle dabei geklärt werden sollen. Vermutlich wird diese in Hybrid-Form stattfinden. „Wir wollen jedem die Möglichkeit geben, dabei zu sein“, unterstreicht Scheuerer. Denn eines steht für ihn fest: „Je mehr Informationen wir den Menschen geben können, desto höher ist die Akzeptanz.“ Quelle: ‘Merkur‘.

Gottes Segen aus der Luft

Reisen im Namen des Herrn: Seit fast 20 Jahren fliegt Pastor David Shrimpton mit einer kleinen Cessna in die entlegensten Gebiete der australischen Region New South Wales um Seelsorge und Zusammengehörigkeit zu leisten. Der Fotograf Loren Elliott hat ihn begleitet. Vor Pastor David Shrimpton liegt eine trockene, weitläufige Fläche von 225.000 Quadratkilometern. In Broken Hill schiebt der 57 Jahre alte Geistliche seine Cessna 182 aus dem Hangar, um mit seinem Flugzeug in die Region Pooncarie zu fliegen. Weihnachten steht vor der Tür und der „Flying Padre“, wie er von seinen Gemeindemitgliedern genannt wird, ist froh, dieses Jahr vor den Feiertagen wieder Menschen treffen zu können.

2020 hatte die australische Regierung strenge Regeln im Zeichen der Coronapandemie erlassen, weshalb Shrimpton seine Besuche erst mal aussetzen musste. Heute, mit gelockerten Beschränkungen, ist er froh, wieder in der Luft zu sein und Menschen treffen zu können. Es sind Bauern, Schüler, Kirchgänger und Nichtgläubige, alle sind sie auf seiner Agenda. „Einige von ihnen dachten schon, ich wäre im Ruhestand, aber nein, ich bin immer noch da und habe Lust die Menschen live zu sehen.“ Wenn man so wenig Gesellschaft hat wie im australischen Outback, ist es für viele ein Segen mit David zu reden. Und es geht auch darum, gemeinsam Zeit zu verbringen, nicht nur über den Glauben zu reden. Aus zweierlei Gründen kam David Shrimpton zu seiner Berufung. Er war schon immer vom Fliegen fasziniert und seine Frau drängte ihn dazu, Pastor zu werden. So wurde er Pastor und als dieser in eine Kirche neben einem Flugplatz berufen. Dort wurde für Flugstunden geworben. So entstand eine heute schon 20 Jahre andauernde Tradition und aus ihm wurde der „Flying Padre“. Quelle / vollständige Bildergalerie: ‘FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung‘.

Flugzeug vergessen

Ein neuer Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle zeigt, dass es am 18. Juli 2020 in Grenchen SO fast zu einem Zusammenstoss zweier Kleinflugzeuge kam. Die Flugsicherung hat bereits Schritte zur Verbesserung der Sicherheitssituation eingeleitet. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat am Montag einen Bericht veröffentlicht, der eine gefährliche Situation am Flughafen Grenchen im Kanton Solothurn auswertet. Demnach kam es am 18. Juli 2020 zu einem «schweren Zwischenfall», bei dem sich zwei Flugzeuge bis auf 30 Meter näherten. Die Flugverkehrsleitstelle Bern Approach leitete die Flugzeuge während eines Teils des Flugs, bis der Tower Grenchen übernahm. Dort gab es dann einen Schichtwechsel von zwei Flugverkehrsleitern. Zum betreffenden Zeitpunkt befand sich das erste Flugzeug sich im Landeanflug, nachdem es Fallschirmspringer abgesetzt hatte, während das zweite (eine Cessna) am Starten war. Da der Platzverkehrsleiter das anfliegende Flugzeug vergessen hatte, übermittelte er keine Verkehrsinformationen und die beiden Piloten wurden erst sehr spät aufeinander aufmerksam.

Beide Piloten mussten Ausweichmanöver einleiten
Im Falle der Cessna geschah dies auch dank des Kollisionswarngeräts. Beide Maschinen mussten in der Folge ein Ausweichmanöver einleiten – gemäss dem Sust-Bericht entschärften diese die Situation und waren «sicherheitsbewusst». Die Sust bewertet die Durchführung von Anflügen in Gegenrichtung zum übrigen Verkehr als tendenziell schwierig, besonders während gleichzeitigem Segelflug- und Fallschirmabsetzbetrieb, wie es in Grenchen an jenem Tag der Fall war. Demnach könne es zu komplexen Situationen mit geringer Fehlertoleranz kommen, die zu einer Überforderung führen. Die bordeigenen Kollisionswarngeräte stellten gemäss Bericht ein gutes Sicherheitsnetz dar, indem die Piloten der beiden Flugzeuge auf die gefährliche Annäherung aufmerksam gemacht wurden und rechtzeitig ausweichen konnten. Um die Flugsicherheit in Zukunft zu erhöhen, hat die Flugsicherungsgesellschaft Skyguide inzwischen ein standardisiertes Verfahren eingeführt, das die Überwachung des Flugraumes während des Fallschirmsprungbetriebs erleichtern soll. Eine visuelle Erinnerung an den speziellen Flugraum (genannt «Parabox») bei diesem Betrieb soll gerade bei Übergabesituationen zukünftig Unterstützung leisten. Quelle: ‘20Minuten‘.

Durchstart vor Gewitterfront gescheitert

Beim Durchstarten nach einem Landeversuch aufgrund einer herannahenden Gewitterfront, während eines Schulungsflugs, kippte das Flugzeug in geringer Flughöhe ab und schlug auf einer Straße auf. Da ein Geradeausflug aufgrund des in nördlicher Richtung ansteigenden Geländes nicht möglich war, habe er entschieden, eine Notlandung auf ein hindernisfreies Feld links des Flugweges durchzuführen. Unmittelbar nach Einleiten einer leichten Linkskurve habe das Flugzeug schlagartig eine starke Rollbewegung nach links ausgeführt. Das Flugzeug berührte in der Folge annähernd in Messerfluglage mit dem linken Flügel die Pflanzen eines Rapsfeldes, drehte sich um die linke Flügelspitze und schlug in Rückenfluglage und mit der Flugzeugnase voran um ca. 18:27 Uhr auf einer Asphaltstraße auf. Das Flugzeug kam auf dem Rücken, auf einer Hofzufahrt unmittelbar neben einem Lastwagenanhänger zum Stillstand. Die beiden Insassen wurden beim Aufprall schwer verletzt und das Flugzeug wurde schwer beschädigt.

Schlussfolgerungen
Der Flugunfall, beim Versuch nach dem Durchstarten Höhe zu gewinnen, ereignete
sich aufgrund eines Kontrollverlusts in Bodennähe infolge eines Strömungsabrisses. Beitragende Faktoren waren:

  • Die späte Entscheidung zum Durchstarten.
  • Die geringe Flughöhe und Fluggeschwindigkeit beim Einkurven in den Quer-
    abflug.
  • Die turbulente Rückenwindsituation im Querabflug.
  • Das in Flugrichtung ansteigende Gelände.
  • Die hohe Flugmasse nahe dem maximal zulässigen Limit.
  • Die hohe Außentemperatur mit einhergehender hoher Dichtehöhe, Reduktion
    der Leistungsfähigkeit des Triebwerks und des Flugzeugs. Quelle / vollständiger Flugunfall-Untersuchungsbericht: ‘SUST / BFU‘.

Kleinflugzeug in Coburg abgestürzt

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs an einem Flugplatz in Coburg ist am Freitag ein 62-jähriger Mann ums Leben gekommen. Der zweite Insasse, ein 34-jähriger Mann, wurde schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Maschine war ersten Erkenntnissen zufolge beim Landeanflug abgestürzt. Die genaue Ursache war noch unklar. Ein Polizeisprecher vor Ort sagte, es habe sich um eine Flugstunde gehandelt: Der 62-Jährige sei der Fluglehrer, der 34-Jährige der Flugschüler gewesen. Wer das Flugzeug zum Unfallzeitpunkt tatsächlich steuerte, sei noch unklar. Der Rettungsdienst brachte die beiden Männer nach dem Absturz in eine Klinik. Der 62-Jährige sei in der Notaufnahme gestorben, teilte die Polizei mit. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermittelt zu den genauen Hintergründen. Quelle: ‘RND‘. Foto: ‘BR‘.