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Risiko Windkraftanlagen in Flugplatznähe eindämmen

Nordrhein-Westfalen möchte den Ausbau der Windkraftenergie in Zukunft stärker reglementieren. Während ein wünschenswerter Mindestabstand von Windkraftanlagen von 1,5 Kilometern zu reinen Wohngebieten im neuen Landesentwicklungsplan festgehalten wurde, fehlt eine solche Richtlinie für Anlagen in Flugplatznähe allerdings völlig. Deshalb befürchtet der Deutsche Aero Club (DAeC), Spitzenverband des Luftsports und der Allgemeinen Luftfahrt, dass das Gefahrenpotenzial für Piloten weiter anwächst. Allgemeine Luftfahrt und Luftsport sind der größte Luftraumnutzer bundesweit mit vier Millionen Flugbewegungen pro Jahr. „Kleine Flugplätze des Luftsports werden zunehmend regelrecht umzingelt und können auf Grund begrenzter finanzieller Mittel die rechtliche Sicherung nicht wahrnehmen. Diese Entwicklung beeinträchtigt zunehmend die Flugsicherheit in Deutschland. Leider weicht die Bundesregierung bis heute einer sachgerechten Diskussion der offenen Fragen aus“, so die AG Windkraftanlagen weiter. DAeC-Präsident Stefan Klett verspricht: „Der Landesverband NRW setzt sich seit Langem vehement für die Einführung von Mindestabständen in Flugplatznähe ein. Und genau diese Diskussion werden wir auf Bundesebene weiterführen.“ Eine Prüfung der Anpassung der Regelwerke und eine Terminierung eines Arbeitstreffens im BMVI wurden deshalb bereits durch die AG Windkraftanlagen vorgeschlagen. Quelle: ‚DAeC‘. Foto: NDR / Oliver Gressieker.

Kein Anspruch auf Genehmigung für Windkraftanlage

Selbst in Vorranggebieten für Windenergie haben Unternehmen nicht automatisch einen Anspruch auf den Betrieb einer Windkraftanlage, wenn dem Vorhaben andere Rechtsgüter entgegenstehen. Das macht eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Lüneburg deutlich. Das Gericht hat jetzt die Klage der Energie 3000 Energie- und Umweltgesellschaft zurückgewiesen, mit der das Unternehmen die Genehmigung für den Betrieb einer Windkraftanlage in der Nähe des Flugplatzes Holtorfsloh erzwingen wollte. Mehr Informationen im Originalbericht der Kreiszeitung.