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Segelflug-Ausbildung auf Hawaii

Die Soar Hawaii Foundation hat ein Bildungsprogramm gestartet, das Jugendliche und Interessierte an den Flugsport heranführen soll. Im Mittelpunkt stehen Stipendienflüge, Schnupperflüge, öffentliche Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit rund um die Fliegerei.

Hawaii bietet dafür ungewöhnlich gute Voraussetzungen: mehr als 300 fliegbare Tage pro Jahr, zuverlässige Hangaufwinde und eine spektakuläre Landschaft mit Vulkanen. Für die Umsetzung des Programms setzt die Foundation auf eine Stemme S10 VT – einen zweisitzigen Reisemotorsegler des deutschen Herstellers Stemme GmbH aus Strausberg.

Das Muster verbindet Hochleistungssegelflug mit Reichweite, Sicherheit und operativer Flexibilität, was es nach Einschätzung der Foundation für Ausbildungs- und Öffentlichkeits-Missionen in abgelegenen Regionen besonders geeignet macht. Das Flugzeug soll auch für Luft-zu-Luft-Aufnahmen eingesetzt werden.

Stemme unterstützt das Projekt und sieht darin ein Beispiel für einen zentralen Aspekt der Luftfahrtkultur: die Weitergabe von Wissen und Begeisterung an die nächste Generation von Piloten.

Neue Stemme-Produktionshalle in Pasewalk

Die Stemme GmbH eröffnet eine neue Produktionshalle in Pasewalk. Das Unternehmen wurde 1984 gegründet und feiert heuer sein 40jähriges Bestehen. Die Eröffnung des Standortes Pasewalk ist ein Meilenstein in der Entwicklung der Firma. Die Stemme GmbH beschäftigt an zwei Standorten in Strausberg und in Pasewalk 115 Mitarbeiter. Die neue Produktionshalle in Pasewalk wird bei der Endmontage der Produktionslinien für die wichtigsten Modelle von Stemme, den S12 und den ASP15, eine zentrale Rolle spielen.

Stemme, eine fliegende Metamorphose

Ein Flugzeug der Firma Stemme ist die Symbiose aus Motor- und Hochleistungs-Segelflugzeug. Mit rund einer halben Million Euro ist das Flugzeug nicht gerade günstig – dafür bietet es unschlagbare Vorteile. Es dauert nur rund 20 Sekunden, schon hat sich das Motorflugzeug in ein Hochleistungs-Segelflugzeug verwandelt. Und das mitten im Flug. Wenige Handgriffe leiten die Metamorphose ein: Im Heck des Rumpfes schaltet sich dann der Vierzylindermotor von Rotax ab. In der Flugzeugnase klappt der faltbare Propeller zusammen und verschwindet in der Verschalung. Jetzt gilt es nur noch den blauen Hebel zu ziehen und die Flugzeugnase nahtlos an den Rumpf heranzuschieben – fertig.

Wüsste man es nicht besser, würde wohl niemand vermuten, dass dieses Segelflugzeug ein Motorflugzeug ist. Und genau das war die Idee des Erfinders und Namensgebers Reiner Stemme, der 1984 im Berliner Stadtteil Wedding die Firma Stemme GmbH & Co. KG gründete: Er wollte die Eigenschaften eines leistungsstarken Motorantriebs mit erstklassigen Segelflugeigenschaften verbinden. Als Ingenieur und leidenschaftlicher Segelflieger erdachte er ein Flugzeug, das sich unabhängig von Schleppfahrzeugen, Winden und den dazugehörigen Besatzungen fliegen lässt. Zudem sollte es Langstrecken-Segelflüge auf höchstem Niveau ermöglichen.

Und das geht mit keinem Segler besser als mit der Stemme. Das jüngste Modell, die S12, hat ein Abfluggewicht von 900 Kilogramm. Die Flügelspannweite beträgt 25 Meter. Damit man den Riesen auch in einem Hangar parkieren kann, lassen sich die Tragflächen mit wenigen Handgriffen ein- und ausklappen. Und zwar von einer Person. Quelle / vollständiger Bericht: ‚NZZ, Neue Zürcher Zeitung‚.