Schlagwort-Archiv: Lizenzen

Digitalisierung Lizenzantrags- und Prüfungswesen

Das Projekt dLIS ist in der Schweiz erfolgreich gestartet und im operativen Einsatz. Seit Dezember 2024 ist das Modul «Drohnen» produktiv, seit November 2025 auch das Modul für Flugpersonal. Damit treibt das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL die Digitalisierung des Lizenzantrags- und Prüfungswesens konsequent voran. dLIS wird laufend weiterentwickelt und vereinfacht die Antrags- und Prüfungsprozesse für verschiedene Anspruchsgruppen, darunter beispielsweise Drohnenbetreibende, Pilotinnen und Piloten oder Flugschulen.

Start mit dem Modul «Drohnen»
Im Dezember 2024 ging das erste dLIS Modul «Drohnen» live. Dieses richtet sich an Drohnenbetreibende (private und Firmen) sowie Drohnenpilotinnen und -piloten und ersetzt die bisherige Plattform UAS.gate. Die Schnittstelle zur Lern- und Prüfungsplattform dExam ermöglicht sowohl die Online-Prüfungen als auch die Theorieprüfungen vor Ort und das Online-Training.

-> Modul Drohnen (UAS)

Modul «Flugpersonal» für Pilotinnen, Piloten und Flugschulen
Seit November 2025 steht dLIS auch Pilotinnen, Piloten und Flugschulen zur Verfügung. Flugschulen können sich registrieren und ihre Kandidatinnen und Kandidaten für Theorieprüfungen empfehlen. Diese melden sich direkt in dLIS an, buchen ihren Prüfungstermin selbstständig und bezahlen online. Im Dezember 2025 konnte auf diese Weise die erste Theorieprüfung erfolgreich durchgeführt werden.

-> Modul Flugpersonal (FCL)

Einfacher. Schneller. Digital.
Das Ziel von dLIS ist eine nachhaltige Vereinfachung der Lizenzanträge und Prüfungsprozesse. Von der Registrierung über die Prüfungsanmeldung bis zur Antragseinreichung werden alle Schritte digital unterstützt und über klar definierte Workflows gesteuert. Das reduziert den administrativen Aufwand und schafft Transparenz für alle Beteiligten.

Schrittweise Erweiterung ab 2026
Ab 2026 wird dLIS kontinuierlich weiterentwickelt. In weiteren Ausbauschritten werden zusätzliche Lizenzanträge und Fachbereiche integriert, um langfristig das gesamte Lizenzantrags- und Prüfungswesen des BAZL digital abzudecken.

Login Erstellen
Piloten mit einer vom BAZL ausgestellter Lizenz können sich bereits

  • ein Login zu dLIS erstellen
  • Der Login-Prozess ist hier beschrieben

Abwärtstrend gestoppt

Die Zahl der aktiven Segelflug-Pilot/-innen in der Schweiz nimmt über die vergangenen fünf Jahre betrachtet wieder zu (grüne Kurve in der Grafik unten). 2022 waren gemäss BAZL 2’323 Lizenzen «in Betrieb», ein Wert, der letztmals im Jahr 2011 erreicht wurde. Der Tiefpunkt wurde im Jahr 2017 mit 1’675 Segelflug-Piloten-Lizenzen erreicht und scheint inzwischen deutlich überwunden. Vom Höhepunkt, der mit 3’347 Pilotenlizenzen im Jahr 1994 erreicht wurde, sind die aktuell positiven Zahlen aber ein gutes Stück entfernt.

Die Motorflug-Lizenzen rutschen und rutschen
Der langjährige Abwärtstrend bei den Motorfluglizenzen, der im Jahre 2021 mit 4’363 Lizenzen am Tiefpunkt der letzten 30 Jahre landete, konnte 2022 mit einem leichten Zuwachs um 60 Lizenzen vorläufig aufgefangen werden (rote Kurve in der Grafik oben). Der Motorflug erreichte 1990 mit 8’179 aktiven Lizenzen einen Höchstwert, von dem man sich seither nahezu jährlich weiter entfernte.

Erfolgsmodell LAPL

Seit seiner Einführung im Jahr 2012 hat dagegen die Zahl der LAPL(A)-Pilotenlizenzen ständig von Null bis auf 538 Pilot/-innen im Jahr 2022 zugenommen, damit hat sich diese Lizenzart in den vergangenen zehn Jahren zum Erfolgsmodell entwickelt. Addiert man die LAPL-Lizenzen zu den PPL-Ausweisen, kann man auch im Motorflug in den vergangenen zehn Jahren von einer Trendwende sprechen.

Wachsendes «care team»

Das Fluglehrer-Personal hat im Segelflug dafür deutlich zugenommen. Seit einem Tiefpunkt im Jahre 2019 mit noch 282 Segelflug-Instruktoren hat sich deren Zahl inzwischen wieder auf 420 erholt. Die Motorflug-Lehrer erreichten 2018 einen Tiefpunkt, aber auch hier sind inzwischen wieder 625 Lizenzierte aktiv.