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SUST-Bericht: Flugzeug ohne Pilot rollt in Hangar

Ein Kleinflugzeug ist auf dem Flugplatz Kägiswil OW nach dem Starten in ein Hangar geprallt. Der Pilot hatte die ungesicherte Maschine von aussen angeworfen und schaffte es nicht mehr an Bord. Die Beschreibung im Schlussbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungstelle (Sust) liest sich wie das Drehbuch einer Filmkomödie. Beim Vorfall vom 6. März 2019 wurde niemand verletzt, das Piper-Kleinflugzeug und das Hangar wurden aber beschädigt. Wie die Sust in ihrem Bericht schreibt, den sie am Freitag veröffentlichte, schob der 66-jährige Pilot den Flieger nach dem Betanken auf den Grasabstellplatz. Weil das Flugzeug über keinen elektrischen Starter verfügt und keine weitere Person zugegen war, entschied sich der Mann, den Motor alleine anzuwerfen. Auch eine Parkbremse ist bei der Maschine nicht vorhanden, sie muss gemäss den betrieblichen Vorgaben entweder mittels einer Seilsicherung oder durch den Gebrauch von Radschuhen auf beiden Seiten gesichert werden. Weil der Mann aber dachte, das Flugzeug würde auf dem Grasboden nicht wegfahren, verzichtete er auf die Radschuhe. Als der Motor startete, realisierte er, dass zu viel Leistung gesetzt war. Er wollte den Gashebel zurück in den Leerlauf ziehen, rutschte aber auf dem Gras aus und konnte das rollende Flugzeug nicht mehr erreichen. Dieses fuhr in Richtung Hangar und berührte diesen mit dem linken Flügel. In der Folge drehte sich das Flugzeug um den linken Flügel zum Hangar hin, so dass der Propeller mit der Holzwand des Hangars kollidierte. Dann stoppte der Motor. Am Hangar entstand ein Loch von rund einem Quadratmeter. Quelle: ‚bluewin.ch‚. Aufnahme: ‚Alpöhi‚.

Von Kägiswil nach Königsberg

Die Fluggruppe Sarnen-Kägiswil (FGSK) nimmt dieses Wochenende am 100-Jahr-Jubiläum des Flughafens Devau in Kaliningrad teil – und reist dazu auf dem Luftweg an. Von Kägiswil aus sind die Piloten in die russische Exklave zwischen Polen und Litauen geflogen. Die drei Maschinen sind die einzigen Flugzeuge aus der Schweiz, die auf dem 1919 eröffneten Flughafen erwartet werden. Devau war der erste deutsche zivile und einer der ersten Verkehrsflughäfen der Welt. 1922 startete dort das erste Passagierflugzeug, das Deutschland und Russland verband. Die Maschine deckte die Strecke Moskau-Riga-Kaliningrad ab. Zu jener Zeit hiess die Stadt jedoch noch Königsberg. Das Gebiet stand bis 1945 unter preussischer Herrschaft. Sechs Stunden beträgt die reine Flugzeit ab Kägiswil in die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Kaliningrad. Die sechs Piloten der FGSK legten die Strecke in zwei Tagen zurück. Mit dabei ist Vorstandsmitglied Dennis Rybaczyk. «Unsere Flugzeuge schaffen das nicht am Stück. Wir müssen unterwegs Sprit tanken. Und natürlich will jeder Pilot einmal fliegen», führt er aus. Die Gruppe startete Mittwoch und gelangte am ersten Tag bis nach Dresden. Am Donnerstag ging es dann über Danzig in Polen ins seit 1992 zur russischen Föderation gehörende Kaliningrad. Die Hauptstadt liegt an einer Bucht, die durch eine Halbinsel von der Ostsee abgegrenzt wird. Quelle: ‚Luzerner Zeitung‚.