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1.3 Mio. für Elektroflug-Projekte

Ach, wäre man nur Bruce Willis… Der US-Schauspieler ist nicht nur cool, er rast in dem Film „Das fünfte Element“ auch mit seinem Flugtaxi durch den Himmel einer Großstadt. Zwar mit Strafzettel für zu schnelles Fliegen – aber ohne Stau. Science Fiction? Nicht ganz. Die Wirtschaftsministerin Baden-Württembergs sieht in Flugtaxis einen „zentralen Baustein“ für die Mobilität der Zukunft. „Unser Land ist dabei Vorreiter“, sagte Nicole Hoffmeister-Kraut am Montag bei der Bekanntgabe einer Förderung für das elektrische Fliegen. Davon profitieren soll etwa das Bruchsaler Unternehmen Volocopter, das 2023 die ersten Luft-Taxirouten in einer Stadt ermöglichen will.

Zwar ist die aktuelle Landes-Unterstützung mit 1,3 Mio. € überschaubar. An den beiden Test-Orten in Lahr und Mengen-Hohentengen soll sich aber auch „nicht der Himmel mit lauter Drohnen verdunkeln“ und glänzende „Gebäude mit Glasfassaden“ entstehen, stellte Walter Fichter klar, Direktor am Institut für Flugmechanik und Flugregelung der Universität Stuttgart. Es geht um den Aufbau von Bodeninfrastruktur wie Antennen, die Luftraumintegration und – ganz wichtig – das Betriebsverfahren. Denn mit der Erlaubnis, sich in die Luft zu erheben, tun sich Institutionen weltweit schwer.

Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA hat im vergangenen Jahr zwar ein erstes Regelwerk für die Zulassung von Flugtaxis mit Piloten erlassen und arbeitet an einem einheitlichen Standard mit. Zulassungen gibt es aber noch keine, regulatorische Schwierigkeiten dagegen viele.

Dies schmälert aber die weltweite Begeisterung für elektrisches Fliegen nicht. Das Branchenmagazin „Electric VOTL News“ schätzte die Zahl von Projekten für elektrische Senkrechtstarter vor einiger Zeit auf 200. Mit an Bord sind viele große Unternehmen: Daimler, Porsche, Boeing, Airbus, Audi, Toyota. Wie sich die Pandemie allerdings auf die Entwicklung und Forschung der E-Himmelsstürmer auswirkt, muss abgewartet werden. Vom gebeutelten Hersteller Boeing etwa ist derzeit zu diesem Thema nichts zu hören.

Ideen gibt es viele. Der Haudegen auf dem Gebiet autonom fahrender Autos Sebastian Thrun hat sich mittlerweile ebenfalls in die Luft erhoben und ist Präsident des E-Flieger-Herstellers Kitty Hawk, der unter anderem von Google-Mitbegründer Larry Page finanziert wird. Deren Modell ähnelt einem konventionellen Flugzeug. Sechs Motoren sitzen an der Rückseite der sechs Meter langen Tragfläche, zwei weitere sind am Bug angebracht. Der Senkrechtstarter soll 50 Kilometer in etwa 15 Minuten zurücklegen und weitaus weniger Energie brauchen als ein Auto – und leiser sein.

Lilium will dagegen mit fast doppelt so großer Spannweite fünf Passagiere befördern und mit Reichweite und Geschwindigkeit punkten. Das Münchner Flugtaxi-Startup plant seinen Serien-Start 2025. Allerdings zweifeln manche Luftfahrtexperten die Reichweiten und Geschwindigkeiten als unrealistisch an; Lilium-Gründer Daniel Wiegand lässt die Kritik nicht gelten.

Das Problem des elektrischen Fliegens: Batteriestrom hat eine geringe Energiedichte. Batterien sind schwer und bleiben es auch den ganzen Flug über, während bei Kerosin-Antrieb die Tanks leichter werden. Eine Lösung könnten der Hybrid-Antrieb sein, beim Triebwerkhersteller Rolls-Royce etwa produziert eine Gasturbine über einen Generator Energie. Die Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt wollen in vier Jahren ein Flugzeug entwickeln, das 70 Passagiere mit Wasserstoff 2000 Kilometer weit bringen kann.

Das Bruchsaler Unternehmen Volocopter backt kleinere Brötchen. An Bord des E-Fliegers mit seinen 18 Rotoren ist nur ein Fluggast und der Pilot, der später bei autonomen Flügen einem weiteren Passagier Platz machen soll. Irgendwann könnten es fünf oder sechs Plätze geben. Volocopter flog schon oft, unter anderem über Singapur. Das nun geförderte Testfeld in Lahr bietet sich für die Erprobung urbanen Fliegens an, während der Standort in Mengen-Hohentengen sich zum Testen autonomen Fliegens eignet. Zu Bruce Willis Flugtaxi ist es aber noch ein weiter Weg. Quelle: Heidenheimer Zeitung. Autor: Thomas Veitinger.

Lilium-Prototyp verbrannt

Lilium hat eines seiner zwei Flugtaxi-Prototypen verloren. Bei einem Brand am Donnerstagnachmittag sei der erste Prototyp, den das deutsche Startup hergestellt hatte, in einer Werkshalle in Brand geraten, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Dabei sei er stark beschädigt worden. Der Flieger sei turnusgemäß gewartet worden, als unvermittelt darin ein Feuer ausbrach. Die Werkfeuerwehr des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen, auf dem das Lilium-Werk steht, habe den Brand gelöscht, heißt es in dem Bericht, es sei niemand verletzt worden. Zur Brandursache und welche Bauteile beschädigt wurden, sei nicht bekannt geworden. Das zweite, weiterentwickelte Modell sei nicht beschädigt worden, mit ihm solle die Testreihe fortgesetzt werden, sobald die Brandursache geklärt sei. Das Flugzeug mit 36 elektrischen Jetmotoren in den Tragflächen soll mit 300 km/h eine Stunde lang fliegen können. Die Reichweite des Lilium beziffern die Macher auf 300 km. Quelle: ‚heise.de/newsticker‚.

eFlieger für alle

Der ehemalige Google-Manager Sebastian Thrun will Lufttaxis entwickeln, mit denen jeder bald zur Arbeit fliegen kann, anstatt zu fahren. Vor zehn Jahren wurde der schwäbische Professor von Google mit dem Roboterauto-Projekt des Unternehmens beauftragt. Er leitet heute die Firma Kitty Hawk und entwickelt elektrische Flugtaxis. Laut Thrun werden die fliegenden Lufttaxis in den nächsten 10 bis 15 Jahren ihren Betrieb aufnehmen können. Sein Unternehmen arbeitet daran, die Flugtaxis sicher zu machen und die Fertigung in den Griff zu bekommen. „Wir sind überhaupt noch nicht auf der Sicherheitsstufe, auf der wir sein müssen”, bestätigt der Erfinder auf einer Veranstaltung von Burda Media. Die Flugtaxis müssen den rigorosen Anforderungen der Luftfahrtbehörden entsprechen. Dafür wird das neueste Modell, die Heaviside, mit acht Motoren ausgerüstet. Selbst wenn ein Motor komplett ausfällt, stellt das kein Problem für den Flugverkehr dar. Die Lufttaxis werden außerdem mit Fallschirmen ausgerüstet, die in Höhen ab 30 Meter eingesetzt werden können. Die Flugtaxis sollen von Anfang als autonome Fahrzeuge entwickelt werden, weil dies in der Luft leichter umzusetzen ist als auf der Straße. Kitty Hawk will von Anfang an den Flugtaxi-Betrieb selber ausüben, weil es laut Thrun keinen gibt, der den Service für das Unternehmen übernehmen könnte. Laut Thrun haben die autonomen Flugtaxis einen wichtigen Vorteil: Sie entlasten den Verkehr auf dem Boden und können die gewünschte Strecke schneller zurücklegen. Die Technologie hat aber auch Nachteile. Sollten die Temperaturen unter die Frostgrenze fallen, können die Flugtaxis wegen möglicher Eisbildung nicht mehr fliegen. Aus diesem Grund sollen die autonomen Taxis laut dem Professor auch nicht in Wolken oder im Nebel fliegen. Im Moment arbeitet das Unternehmen noch an dem Preis der Flugtaxis. Sie können aktuell noch bis zu 2 Millionen USD kosten, mit einer Produktion in größerem Maßstab sollen die Preise jedoch fallen. Quelle: ‚focus.de‚. Video (Kitty Hawk-Firmen-Website).

Lufttaxi-Start-up in Erklärungsnot

Experten zweifeln an den Versprechen des deutschen Lufttaxi-Herstellers Lilium. Die Firma sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Doch die Kritiker legen jetzt nach. Was für ein Traum. Endlich hat auch Deutschland einen Innovator vom Schlage eines Elon Musk. Sein Name: Daniel Wiegand, ein smarter Jungingenieur voller Ehrgeiz und Vision, eine Hoffnung für die Nation. Gemeinsam mit drei weiteren Absolventen der TU München hat Wiegand dafür 2015 die Lilium GmbH gegründet, die seitdem den „Lilium Jet“ entwickelt. Bis 2025 soll das Wunderding fertig sein. Mithilfe von 36 kleinen Elektromotoren soll der Fünfsitzer Menschen bis zu 300 Kilometer weit transportieren können – mit einer Reisegeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde. Doch womöglich könnte der Traum jäh enden: Es mehren sich Zweifel, ob Lilium – ein Vorzeigeprojekt, gefeiert und bestaunt von Ministern und Kanzlerin Angela Merkel, gefördert durch die Europäische Raumfahrtagentur Esa – auf seriöse Weise arbeitet. Die These steht im Raum, dass der Ehrgeiz der Gründer nicht mit den Gesetzen der Physik vereinbar ist. Lesen Sie den vollständigen Artikel im ‚Spiegel‘.

Magdeburg Cochstedt: Land & DLR investieren Millionen

Im vergangenen Sommer übernahm das Deutsche Luft- und Raumfahrzentrum (DLR) mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt den insolventen Flughafen Magdeburg Cochstedt. Dort entsteht ein nationales Erprobungszentrum für unbemannte Flugsysteme. Das DLR möchte Medienberichten zufolge spätestens im Mai 2021 den regulären Flugbetrieb am Standort wieder aufnehmen. Alleine bis zum kommenden Jahr wollen die Partner sechs Millionen Euro investieren, unter anderem in moderne Systeme für Kommunikation, Flugvermessung und Überwachung. Schon in den kommenden Tagen startet eine Versuchsreihe, die die Steuerung von Drohnen und Luftraumtaxis über Städten erprobt. Nach der Wiederaufnahme des Flugbetriebs im Jahr 2021 sollen weitere vier Millionen Euro in die Ausstattung des Standorts investiert werden. Quelle: ‚DAeC‚.

Vortrag: „Die Zukunft der Luftfahrt“

Morell Westermann ist Gleitschirmpilot, Segelflieger, Modellflieger und Drohnenpilot. Beruflich, als Ingenieur und Zukunftsforscher, fokussiert er auf die Entwicklung der Luftfahrt. Morell Westermann wird am 17. Januar 2020 in der Linth Arena in Näfels einen inspirierenden Vortrag zur Zukunft der Luftfahrt halten. Türöffnung 18.30 Uhr Beginn 19.00 Uhr im Panoramasaal der Linth Arena in Näfels. Kosten: Fr. 10.-. Anmeldung.

  • Klimaneutrale Luftfahrt — Wo stehen wir heute, wann fliegen wir elektrisch?
  • Völlig neue Flugkonzepte — wie futuristisch werden die Flugzeuge aussehen?
  • Was bedeutet das für uns? (Fluglärm, Sicherheit)
  • Wann ist das Fliegen mit der Drohne billiger als das eigene Auto?
  • Welche Chancen ergeben sich daraus für die Schweiz? Für jede(n) einzelne(n) von uns?
  • Was bedeutet das, wenn ich für 100 CHF in 1 Stunde von St. Gallen nach Genf oder Frankfurt fliegen kann?
  • Wie verändert sich das, was wir heute «Pendeln zur Arbeit» oder den «Wochenendausflug» nennen?

Ubercopter verbindet Straße mit Luftraum

Es klingt wie Science-Fiction: Taxis, die nicht fahren, sondern fliegen, hoch über den verstopften Straßen der Stadt. Aber in New York soll etwas in dieser Art schon bald Wirklichkeit werden. Ab Juli will das Unternehmen Uber über seine App nicht mehr nur Fahrten in Autos vermitteln, sondern auch Flüge in Hubschraubern. Zu Beginn werde eine der geschäftigsten Strecken der Metropole bedient, wie Uber-Manager Eric Allison bei einer Veranstaltung in Washington sagte. „Alles funktioniert im Grunde so wie heute bei den Autos“, erklärte Allison, Chef der Firmensparte Uber Elevate, die für die Entwicklung fliegender Taxis zuständig ist. „Man bucht mit dem Smartphone einen Hubschrauber und kann kurz darauf einsteigen.“ Eine Autofahrt von Manhattan zum Flughafen JFK dauert rund eine Stunde, zu Stoßzeiten manchmal doppelt so lange. Mit der Bahn braucht man 50 bis 75 Minuten. Der sogenannte Uber Copter soll die Strecke – Luftlinie: rund 20 Kilometer – in acht Minuten schaffen. Das Angebot steht aber nicht allen Uber-Kunden offen, sondern nur denjenigen, die im Treueprogramm den Status Platinum oder Diamond erreicht haben. Quelle: ‚Die Welt‚.