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Elektroflieger erreicht Norderney

Mit einem Tag Verspätung ist am Mittwochnachmittag der erste Elektroflug von den Alpen zur Nordsee auf der Insel Norderney gelandet. Am Morgen hatte das E-Flugzeug seinen ersten Zwischenstopp in Niedersachsen eingelegt: Auf dem Flugplatz in Diepholz wurde es zwei Stunden lang für die nächste Etappe nach Westerstede (Landkreis Ammerland) mit Solarstrom aufgeladen. In Westerstede wurde erneut aufgeladen – und am Nachmittag war dann mit der Landung auf Norderney das Ziel erreicht.

Die Maschine vom Typ „Velis Electro“ war wegen schlechten Wetters statt am Sonntag erst am Montag im schweizerischen Schänis im Kanton St. Gallen zu der 700 Kilometer langen Pionierreise gestartet. Auf Norderney soll der Flieger nun zwei Tage zu bestaunen sein, wie NDR 1 Niedersachsen berichtete. Auch einige Rundflüge sind geplant, unter anderem zur Insel Baltrum.

Die Flugpioniere streben mit ihrem Flug mehrere Weltrekorde für Elektroflugzeuge an: unter anderem die größte Flughöhe, die schnellste Geschwindigkeit und die längste mit Strom geflogene Strecke. Die angepeilten Rekorde seien ihm aber nicht so wichtig, sagte Tobias Pape, Mit-Initiator des Rekordflugs und Norderneyer Bierbrauer. Hauptsache, die Pionierarbeit gehe weiter, so Pape: „Wir hätten nichts dagegen, wenn die Rekorde schon bald gebrochen werden.“ Er hatte über das Internet den Schweizer Fluglehrer Marco Buholzer kennengelernt, der den ersten in Europa zugelassenen Elektro-Leichtflieger besitzt. Pape lud den Fluglehrer auf die Insel ein, wo dann die Idee vom ersten Elektro-Flug von den Alpen an die Nordsee entstand.

Etwa alle 100 Kilometer musste der Zweisitzer zwischenlanden, um Strom zu tanken. Zwei Bodenteams kümmerten sich um die Logistik und transportierten unter anderem die mobilen Ladestationen von Flugplatz zu Flugplatz. Experten sehen Elektroflieger in Zukunft als ideale Kurzstrecken-Alternative für den Verkehr zu den Ostfriesischen Inseln. Quelle: ‚NDR‚.

elfin 20e von RS.aero – 25% leichtere Rumpfschale

Die Prototyprumpfschale erreicht das Gewichtsziel von mehr als 25% Gewichtsreduktion – verglichen mit Nasslaminatverfahren und vorherigen Bauweisen. In Zahlen: Eine Seite in der gewählten Prepregbauweise, inkl. Sandwich und schalenseitig integrierten Stringern wiegt für ein Flugzeug mit mehr als 280 km/h VNE nur noch 25 kg! Die Bauteile werden mehrere Stunden in mehreren Schritten bis auf 130° C erhitzt. Das ist deutlich höher als bei der bisherigen Fertigungstechnik des Nasslaminats (ca. 80 °C). Aber es wird nicht nur bei deutlich höheren Temperaturen getempert, sondern auch besonders schnell aufgeheizt. Um die geforderten knapp 2 °C pro Minute zu erreichen ist ein Ofen notwendig, der mehr Leistung hat als das Antriebssystem der elfin. Erfahren Sie mehr im Newsletter von RS.aero.

Leverkusener Luftsportler haben E-Flugzeuge im Blick

Elektroantriebe haben längst Einzug in die Luftfahrt gehalten. Auch beim örtlichen Luftsportclub (LSC) Bayer Leverkusen gibt es schon seit einer Weile Denkübungen, wie man auf die neue Technologie umrüsten kann. Derzeit gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie zielen zum einen auf Veränderungen im Clubheim ab, etwa von Ölheizung auf Wärmepumpe umzustellen. Zum anderen könnte die bislang motorgetriebene Seilwinde, mit der Segelflugzeuge auf Höhe gebracht werden, durch elektrischen Antrieb ersetzt werden. Darüber hinaus ist die Rede von der Anschaffung elektrischer Flugzeuge. „Es ist definitiv zu früh, dazu etwas sagen zu können“, betont Motorflugreferent Robert Brück zurückhaltend. „Erst müssen wir sehen, welche Chancen wir überhaupt haben, um Luftsport umweltfreundlich betreiben zu können. Dann müssen wir prüfen, ob sich der Verein das leisten kann. Erst dann können wir über eine etwaige Realisierung nachdenken.“ Eben weil sich der Verein seiner Verantwortung bewusst sei, wolle man das Thema Elektromobilität aber keinesfalls vernachlässigen. Eigens dazu wurde ein Experte mit einem Faktenscheck beauftragt. Er soll vor allem herausfinden, was möglich ist. Quelle: ‚rp-online.de‚.