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Rolls-Royce auf Rekordkurs

Rolls-Royce tritt selbstbewusst auf: Schon vor zwei Jahren hat der Konzern angekündigt, den Geschwindigkeitsrekord für ein Elektroflugzeug brechen zu wollen. Bisher ist das neue Modell des Konzerns noch gar nicht abgehoben, aber ein wichtiger Meilenstein sei nun erreicht, verkündet das Unternehmen. Der Weg zu einer neuen Generation von Elektroflugzeugen scheint frei zu sein. Elektromobilität ist nicht nur auf der Straße ein großer Hoffnungsträger für weitgehend CO2-freie Formen der Fortbewegung. Auch der Luftverkehr trägt unter normalen Reisebedingungen über 2,8 % zum weltweiten Ausstoß an Kohlenstoffdioxid bei. Das setzt die Branche enorm unter Druck. Doch bislang hat das Elektroflugzeug den Durchbruch noch nicht geschafft. Die Europäische Union hat als Klimaziel null Emissionen für das Jahr 2050 ausgerufen. Außerdem sinkt aus Umweltschutzgründen in weiten Teilen der Bevölkerung die Akzeptanz fürs Fliegen, was vor allem Kurzstreckenflüge betrifft. An neuen Antrieben kommen die Flugzeughersteller daher nicht vorbei. Und so ist es kein Wunder, dass Rekorde medienwirksam aufgestellt – und gebrochen werden. Ein schneller, leichter und effizientester Prototyp eines Elektroflugzeugs ist nämlich vor allem eines: Blaupause für eine neue Generation von Flugzeugen.

Jetzt scheint Rolls-Royce nach eigenen Aussagen kurz davor zu stehen, den Geschwindigkeitsrekord für ein Elektroflugzeug zu brechen. Noch kann aber einiges dazwischenkommen. Denn die Maschine mit dem klangvollen Namen „Spirit of Innovation“ ist bislang nicht abgehoben. Einen ersten Test hat sie trotzdem erfolgreich absolviert: Sie ist über die Landebahn gerollt. Für Laien klingt das nach einer unerheblichen Kleinigkeit, aber Flugzeugingenieure wissen, dass diese Aktion die grundsätzliche Funktionsfähigkeit des Antriebsstrangs demonstriert.

Rolls-Royce: Testflug mit Elektroflugzeug steht kurz bevor
Spirit of Innovation ist das Herzstück des sogenannten ACCEL-Projekts, das für „Accelerating the Electrification of Flight“ steht, was übersetzt so viel heißt wie „Beschleunigung der Elektrifizierung der Luftfahrt“. Neben Rolls-Royce ist daran das Unternehmen YASA beteiligt, das Elektromotoren und Steuergeräte entwickelt, sowie das Start-up Electroflight. Das Projekt wird vom Aerospace Technology Institute (ATI) und dem Department for Business, Energy & Industrial Strategy und Innovate UK gefördert. Denn auch Großbritannien will bis 2050 eine emissionsfreie Luftfahrt erreichen und investiert daher Geld in die entsprechenden Forschungsabteilungen. Quelle: ‚ingenieur.de‚.

Rolls-Royce will Elektro-Temporekord knacken

Der britische Hersteller Rolls-Royce plant einen Geschwindigkeitsrekord mit einem Elektroflugzeug. Noch im Frühjahr dieses Jahres will Rolls-Royce einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Elektroflugzeuge aufstellen. Dazu hat der britische Hersteller nun auf dem Flughafen von Gloucestershire das entsprechende Flugzeug vorgestellt. Es ist Teil des Projekts „Accelerating the Electrification of Flight“, verkürzt Accel, und heißt „Spirit of Innovation“. Das Elektroflugzeug soll maximal 300 Meilen pro Stunde fliegen können, also etwa 480 km/h. Der bisherige Temporekord für Flugzeuge mit einem Gewicht von bis zu 1000 kg, den ein Flieger mit Siemens-Elektromotor im Jahr 2017 aufgestellt hat, beträgt knapp 338 km/h. Für Accel kooperiert Rolls-Royce, das im Juni 2019 von Siemens das Geschäft für Elektro- und Hybrid-Antriebe übernommen hat, mit dem Elektromotor-Hersteller Yasa und mit dem Startup Electroflight. Die drei Elektromotoren des Accel haben zusammen eine Leistung von 368 kW. Der Propeller soll sich im Vergleich zu einem konventionellen Flugzeug langsamer drehen, damit der Flug stabiler und ruhiger wird, schreibt Rolls-Royce. Der Akku, dessen 6000 Zellen so gepackt sein sollen, dass sie möglichst wenig Gewicht verursachen, soll für einen Flug von London nach Paris reichen. Die Energieeffizienz soll während des geplanten Rekordflugs 90 Prozent betragen. Ein Formel-1-Auto komme auf 50 Prozent, teilte der Hersteller mit. Quelle: ‚Heise Online‚.