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Peinlicher Fehler des Bundes in Dübendorf

Ein gravierender Fehler des Bundes beschädigt in Sachen Flugplatz Dübendorf das Vertrauen der Bevölkerung in den Prozess. Fünf Jahre, nachdem er den Betrieb nach einer Ausschreibung an eine Firma übergeben hat, stellt sich heraus, dass er dies in einem entscheidenden Punkt unter falschen Annahmen getan hat. Die Überflugrechte, die für die Luftwaffe galten, gelten für ein privates Unternehmen nicht. Ein fundamentaler Punkt wurde vor der Ausschreibung nicht geklärt oder falsch beurteilt. Der Fehler ist folgenschwer. Er wirft das Vorhaben, die Business-Jets nach Dübendorf auszulagern, um Jahre zurück. Zwar lässt sich das Problem der Überflugrechte technisch lösen, indem der Bund der Betreiberfirma eine Konzession erteilt. Rechtliche Einspruchsmöglichkeiten dagegen gibt es nicht, soweit dies heute abschätzbar ist. Es ist aber absehbar, dass dies bei der betroffenen Bevölkerung als Bevormundung aufgefasst werden wird. Damit ist das eigentliche Problem benannt, das sich aus der rechtlichen Fehleinschätzung ergibt: Es führt zu einem Vertrauensverlust. Die Bevölkerung in den Anrainergemeinden wehren sich seit Jahren gegen den Business-Flugplatz. 2017 stimmte sie an der Urne dagegen und für ein Alternativkonzept, das die Gemeindeexekutiven ausgearbeitet hatten. Die Abstimmung wurde von manchen als Farce kritisiert, weil damals wie heute klar war, dass einzig der Bund am Flugplatz Dübendorf das Sagen hat. Das Gefühl der Bevormundung dürfte sich jedoch verstärken, sollte dieser sich dazu entscheiden, den Weg der Konzession zu beschreiten. Einen Vertrauensverlust hinterlässt der jetzige Marschhalt nicht nur bei den Feinden, sondern auch bei den Freunden des Dübendorfer Flugplatzprojekts. Uvek-Vorsteherin Simonetta Sommaruga gilt nicht als Fan der Aviatik. In den Augen jener, die sie kritisch sehen, hat sich dieses Bild verstärkt. Das Uvek hinterlässt tatsächlich nicht den Eindruck, das Dübendorfer Flugplatzprojekt mit unbedingtem Willen voranzutreiben. Davon zeugt beispielsweise, dass beim weiteren Vorgehen auf die Zusammenarbeit mit dem Kanton verwiesen wird und vieles im Ungefähren bleibt – obwohl der Bund in der Fliegerei fast alle Gestaltungsmittel in der Hand hat und vorwärtsmachen könnte. Quelle: ‚NZZ, Neue Zürcher Zeitung‘.

Neue Ausgangslage beim Flugplatz Dübendorf

Im Zusammenhang mit der Umnutzung des Militärflugplatzes Dübendorf in ein ziviles Flugfeld sind wichtige Fragen aufgetaucht, die bei der Planung des Projekts 2013 nicht berücksichtigt worden sind. Zum einen haben Abklärungen ergeben, dass der vorgesehene Flugbetrieb in Dübendorf aus Sicherheitsgründen grösseren Koordinationsbedarf mit dem Flughafen Zürich auslöst als ursprünglich angenommen worden ist. Zum anderen hat sich gezeigt, dass Grundstücke derart tief überflogen würden, dass die Eigentumsrechte der Grundeigentümer entgegen den bisherigen Planungen allenfalls beschränkt werden müssten. Die Flugplatz Dübendorf AG, die vom Bund 2014 den Zuschlag für den Betrieb erhalten hatte, verfügt jedoch nicht über die dazu nötige Befugnis zur Enteignung. Dafür wäre eine Konzession erforderlich. Das UVEK hat den Kanton Zürich über diese Entwicklungen und die neue Ausgangslage informiert. Zu den sicherheitstechnischen Aspekten wird das UVEK zudem eine Studie in Auftrag geben. Der Bund wird das weitere Vorgehen in Rücksprache mit dem Kanton Zürich klären, um tragfähige Lösungen für die Zukunft der zivilen Luftfahrt in Dübendorf zu entwickeln. Der Aufbau des Innovationsparks ist von den neuen Entwicklungen nicht betroffen.

Erhöhter Trainingsbetrieb in Dübendorf

Die Ausbildungs- und Trainingswoche der Lufttransportstaffel 3 findet während der Kalenderwoche 35 auf dem Flugplatz Dübendorf ZH statt. Im Rahmen einer Trainingswoche ist mit erhöhtem militärischem Flugbetrieb auf dem Flugplatz Dübendorf zu rechnen. Die Einsätze finden von Montag, 26. August, bis Freitag, 30. August 2019, während der ordentlichen Flugbetriebszeiten statt. Trainingsort ist, unter anderen, der Luftraum über dem Flugplatz Dübendorf. Ergänzend findet am Sonntag, 01.09.2019, tagsüber der Ausflug ziviler Kleinflugzeuge statt. Quelle: ‚nau.ch

Dübendorf für WEF gewappnet?

Die Störaktionen mit Drohnen an Flughäfen in England haben auch Auswirkungen auf die Risiko-Beurteilung des Flugplatzes Dübendorf. Eventuell kommen während des WEF-Flugbetriebs moderne Drohnenabwehr-Systeme zum Einsatz. Ein Fluggerät, das unerlaubt in einen gesperrten Luftraum eindringt, kann von einer Drohnenabwehr-Anlage abgefangen werden. Neuste Systeme, wie etwa des deutschen Herstellers Aaronia, sind in der Lage, Drohnen über deren Signale, die sie an den Piloten sendet, präzis zu Orten. Je nach Beurteilung der Bedrohung kann der Störsender des Systems eingesetzt werden. Dieser bewirkt, dass die Steuersignale des Piloten nicht mehr bei der Drohne ankommen, was zum Absturz oder zu einer automatischen Landung führt. Mehr im Bericht der Aargauer Zeitung.