Bei herrlichem Herbstwetter trafen sich am Samstag 18 Pilotinnen und Piloten zur diesjährigen Ziellandekonkurrenz des SC Cumulus. Dank dem weiter optimierten Messverfahren verlief der Wettkampf reibungslos und fair.
Den Sieg holte sich Pepe Schäuble mit einer herausragenden Leistung: sensationelle 6 Punkte aus zwei Flügen – eine Klasse für sich. Auf den Ehrenplätzen folgten Vorjahressieger Michi Brönnimann und Markus Grossglauser. Das Schlusslicht bildete Sandro Fankhauser, der sich dafür über die Rote Bommelmütze freuen durfte.
Der 13. Platz – traditionell verbunden mit der Ehre, diesen Bericht zu schreiben – ging an Michi Baumeler. Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer für diesen gelungenen Anlass. Die Revanche folgt nächstes Jahr! Bilder:Dario Hässig
Die Zeiten, in denen die (Schweizer) Segelfluggruppe Cumulus in grosser Zahl am Klippeneck antrat und Podestplätze sammelte, sind vorbei. Trotzdem zog es in diesem Jahr wieder eine kleine Delegation auf die Schwäbische Alb: Pascal in der 18-Meter-Klasse mit seiner ASG 29E, Michael und ich in der Offenen Klasse mit dem Nimbus 4DM.
Das Schweizer Camp
Anreise und erste Tage Am Schweizer Nationalfeiertag reisten wir entspannt an, bauten unser Camp mit Pavillon, Festbank und Schweizer Fahne auf und liessen uns von den Winterthurer und Oltener Kollegen Gesellschaft leisten. Beim Eröffnungsbriefing zeigte sich die internationale Strahlkraft des Wettbewerbs: 74 Piloten aus fünf Nationen waren am Start.
Das Wetter machte uns jedoch lange einen Strich durch die Rechnung. Am Samstag lag der Platz im Nebel, am Sonntag liessen wir den Nimbus zwar aufrüsten, doch nach einem Schauer wurden die Flüge neutralisiert. Wenigstens hatten wir das Grid-Prozedere geübt – und beim Raclette am Abend die deutschen Kollegen erfreut. Montag und Dienstag fielen ebenfalls dem Wetter zum Opfer, sodass wir Ausflüge in die Tuttlinger Wasserwelt und nach Rottweil unternahmen.
Gute Stimmung beim Racletteplausch
Endlich fliegbar Am Mittwoch wurde es ernst: Nach viereinhalb Tagen Warten hob endlich die komplette Flotte ab – dank zehn Schleppmaschinen innert einer Stunde. Die Bedingungen waren anspruchsvoll, mit tiefer Basis und zäher Blauthermik. Wir kämpften uns mit 78 km/h Schnitt ins Ziel, Pascal musste kurz vor dem Platz den Motor bemühen. Am Ende bedeutete das für uns Rang zwei, für Pascal Platz acht.
Am Donnerstag wurden anspruchsvolle 290 Kilometer ausgeschrieben. Ein Tiefflugmanöver bei Reiselfingen kostete uns viel Zeit, trotzdem reichte es erneut für Rang zwei. Pascal schaffte Rang drei. Am Freitag passte dann alles: Mit 120 km/h flogen Michi und ich zum ersten Tagessieg, während Pascal diesmal auf Risiko setzte, das nicht belohnt wurde.
Materialschlacht mit 74 Flugzeuge
Grosses Finale Der Samstag brachte perfekte Bedingungen: Basishöhen bis 3000 Meter, schöne Cumuli und eine spannende Aufgabe über 330 Kilometer. Nach langem Warten ging es am frühen Nachmittag doch noch los. Ein grosser Pulk schob sich über die Alb, die Wolken standen ideal. Mit einem 127er Schnitt erflogen wir einen würdigen Abschluss, Pascal sicherte sich mit 122 km/h nochmals einen Podestplatz.
So endete eine abwechslungsreiche Woche auf dem Klippeneck: mit Wetterkapriolen, spannenden Flügen, geselligen Abenden und einem starken Schlussspurt für unsere kleine Schweizer Delegation.
Anfang Juli lud die Segelfluggruppe Cumulus zum alljährlichen Bodenseefreundschaftsfliegen (BFF) ein, welches immer an einem anderen Flugplatz in der Nähe des Bodensees stattfindet.
Der Plan war:
Freitagabend: Eintreffen der Teilnehmer
Samstag: Eröffnung und erster Wertungstag
Sonntag: zweiter Wertungstag und Abschluss
Dies konnte auch so durchgeführt werden. Am Freitag trafen die ersten Teilnehmer aus Deutschland und der Schweiz in Amlikon ein, Österreicher waren leider keine mit dabei. Genaustens wurde das Wetter studiert, über mögliche Tasks nach Süden oder Norden philosophiert und das eine oder andere Getränk konsumiert.
Samstagmorgens ging es ans Montieren der Flugzeuge, es war klar, dass man fliegen konnte. Um 10 Uhr wurde der Wettbewerb eröffnet und die Aufgaben bekannt gegeben. Für die Grossen gab es eine Aufgabe auf die Schwäbische Alb und südlich der Donau wieder zurück nach Amlikon. Die Kleinen hatten einen ähnlichen Start, sollten aber danach über den Bodensee noch ins Toggenburg. Die Aufgaben wurden klar nach dem Gusto des Tasksetters gestaltet, welcher am Abend vorher schon androhte, eine Klasse nach Süden unter die Lufträume ins höhere Gelände zu schicken und die andere nicht nur auf der Alb fliegen zu lassen. Das Wetter liess zu, dass an der Winde, im Flugzeugschlepp und im Eigenstart gestartet wurde. Gleich auf den ersten Anlauf blieben alle oben und sogar der Schleppilot konnte kurz darauf ebenfalls an der Winde starten und die Aufgabe mitfliegen. Das Wetter hielt sich an die Prognosekarten, welche der Tasksetter morgens studiert hatte und bescherte den meisten einen coolen Racingtask. Am Schluss waren alle Flugzeuge wieder in Amlikon zu finden und es gab keine Aussenlandungen zu beklagen.
Am Sonntag verschlechterten sich die Verhältnisse. Falls das prognostizierte kurze Wetterfenster eintreffen sollte, dann wäre es nur für eine Klasse nutzbar. Somit liess der Konkurrenzleiter nur die Kleinen aufbauen und zum Start bereit machen. Richtung Bischofszell, dann nach Frauenfeld und zum Schluss über Bürglen nach Amlikon, dies war der Plan. Bei starkem Wind und durch hohe Wolken gedämpfte Thermik, konnte die geplante Aufgabe wurde von allen begonnen werden. Durch die schwierigen Bedingungen und das langsame Vorwärtskommen gegen den Wind, war schlussendlich das Wetterfenster aber zu klein, sodass keiner die Aufgabe abschliessen konnte. Da die Tasklinien jeweils am Flugplatz vorbeiführten, landeten ebenfalls alle wieder in Amlikon.
Vom 8. bis 12. Juli 2024 verwandelte sich der Himmel über Amlikon TG in ein Paradies für junge Segelflieger. Das Jugendsportcamp «learn to fly» bot den Teilnehmern eine Woche voller Abenteuer, neuer Freundschaften und unvergesslicher Flugerfahrungen. Dieser Rückblick lässt die Highlights und besonderen Momente des Camps noch einmal Revue passieren. Die Woche begann sonnig und motivierend, mit den ersten Schleppstarts, bei denen jeder Teilnehmer 1-2 Flüge absolvierte. Schon am ersten Tag konnten die Jugendlichen das Steuern eines Segelfliegers erleben, was für grosse Begeisterung sorgte. Die Unterkunft in Mobile Homes sowie die Nutzung des Pools nach anstrengenden Flugtagen trugen zur guten Stimmung bei.
Ein besonderes Highlight war das Abendfliegen am Dienstag, bei dem die Jugendlichen während des Sonnenuntergangs flogen und die Schönheit des Himmels geniessen konnten. Die Tage waren geprägt von intensiven Flugstunden und lehrreichen Theorieeinheiten. Einige Herausforderungen wie ein Seilriss wurden gemeistert, und es wurde auf Windenbetrieb umgestellt, was für zusätzliche Erfahrungen sorgte.
Mittwoch stand ganz im Zeichen der Gemeinschaft und Bildung. Nach einem ruhigen Flugtag besuchten die Teilnehmer die Rega, wo sie spannende Einblicke in die Arbeit der Rettungsflugwacht erhielten. Der Besuch beim Flugplatz Dübendorf und der Vortrag eines Militärpiloten über Sphair rundeten den Tag ab.
Der Donnerstag brachte neben vielen Flugstunden auch aufregende Momente wie Loopings, die die Fluglehrer mit den Teilnehmern durchführten. Der Tag endete mit einem Sturm, der das geplante Abendfliegen verhinderte, aber die Gemeinschaft stärkte, als alle zusammen die Flugzeuge in den Hangar brachten.
Der letzte Tag, Freitag, war geprägt von einem reibungslosen Ablauf und erneut vielen Flugstunden, die durch ein gutes Wetter ermöglicht wurden. Die Woche wurde mit einer Fotopräsentation und einem Rückblick auf die vielen unvergesslichen Erlebnisse abgeschlossen.
Insgesamt war das Jugendsportcamp «learn to fly» ein grosser Erfolg, das den Teilnehmern nicht nur fliegerische Fähigkeiten vermittelte, sondern auch die Werte der Selbstständigkeit und Zusammenarbeit nahebrachte. Die Jugendlichen kehrten mit vielen neuen Erfahrungen und tollen Erinnerungen nach Hause zurück, bereit für neue Flugabenteuer. Quelle: ‚Wyfelder.ch‚.
Vom 23. bis 27. August fand in Amlikon die Schweizermeisterschaft im Segelkunstflug statt. Nach sechs geflogenen Programmen in den Kategorien Sportsman und Advanced wurden die neuen Schweizermeister auserkoren.