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Flugzeug stürzt in Acker

Bei einem Flugzeugabsturz in Villingen-Schwenningen ist der 66-jährige Pilot leicht verletzt worden. Die einmotorige Maschine hatte sich nahe eines Wohngebiets nach einer versuchten Notlandung in einem Acker überschlagen. Mit einem Großaufgebot eilten die Rettungskräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei am Donnerstag gegen 15 Uhr zu einem gemeldeten Flugzeugabsturz in Villingen-Schwenningen. Nach bisherigen Angaben der Polizei hatte der Pilot im Zentralbereich der Doppelstadt eine Notlandung unternommen und war dabei verunglückt. Das leichte, einmotorige Mehrzweckflugzeug vom Typ Dornier Do 27 war auf einem Acker zwischen der Sonnhalde und in der Nähe des Wohngebiets Schilterhäusle in einen Acker gekracht und hat sich dann überschlagen.

Doch wie kam es dazu? José Nadile, der den Absturz ebenfalls miterlebt hat, berichtet im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten, dass das Flugzeug zunächst sehr niedrig geflogen sei. „Ich habe zuerst gedacht, der besprüht das Feld“, berichtet er. Plötzlich sei das Flugzeug dann aber „schlagartig runter“ und überschlug sich anschließend. Offenbar, so vermutet Nadile, habe der Mann in letzter Minute den Hochspannungsleitungen ausweichen wollen, die quer über den Acker verlaufen. Die Maschine, welche offenbar unterwegs war zum Flugplatz nach Schwenningen, blieb nach dem Crash auf den Tragflächen liegen.

Gegenüber den Augenzeugen gab der 66-Jährige an, er habe nicht mehr beschleunigen können. Demnach war der Notlandung offenbar ein technischer Defekt des Flugzeugs vorausgegangen. Der Pilot verletzte sich nach ersten Angaben der Polizei nur leicht, stieg laut den Zeugen selbstständig mit einer Kopfplatzwunde aus der Maschine. Er wurde anschließend von einem Notarzt versorgt und zur weiteren Untersuchung in das nahegelegene Schwarzwald-Baar-Klinikum gebracht.

An der Unglücksstelle nahm die Polizei unverzüglich die Ermittlungen zum Unfallhergang und der Ursache auf. Ein Polizeihubschrauber überflog zunächst die Absturzstelle, fertigte von oben Aufnahmen an. Anschließend landete die Crew, um das Wrack unter die Lupe zu nehmen. Auch mehrere Streifen der bodengebundenen Polizei waren vor Ort, um Zeugen zu befragen. Die weiteren Ermittlungen werden voraussichtlich von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung übernommen. Auch die Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen und starken Kräften vor Ort, um sich um den Brandschutz zu kümmern. Quelle: ‚Schwarzwälder-Bote‚.

Zweites Leben für den Dornier Seastar

In der Tradition legendärer Dornier-Wasserflugzeuge steht ein kleineres Flugboot, das am 28. März auf dem süddeutschen Flughafen Oberpfaffenhofen nahe München seinen Erstflug hatte: der Seastar des deutsch-chinesischen Herstellers Dornier Seawings GmbH. Das Amphibienflugzeug kann sowohl auf Wasser als auch auf Land starten oder landen und bis zu zwölf Passagiere befördern. Die Zweimotorige soll nach der erneuten Zertifizierung in Serie gebaut werden.

Der Seastar hat allerdings bereits eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Das von Claudius Dornier, dem ältesten Sohn des Luftfahrtpioniers Claude Dornier, Anfang der 1980er Jahre noch bei den damaligen Dornier-Werken konzipierte Flugboot Seastar wurde ab 1985 in der dafür eigens neu gegründeten Firma Claudius Dornier Seastar GmbH weiterentwickelt, um die Luftfahrtzulassung zu erhalten und die Maschine dann in Serie zu produzieren. Die Firma Dornier Composite Aircraft von Claudius Dorniers Sohn Conrado übernahm später die Rechte am Design und an der Fertigung des Seastar. Der damals erhoffte Serienbau kam allerdings nie zustande, obwohl die Maschine eine europäische und eine amerikanische Luftfahrtzulassung erhielt. Einer der damals drei gebauten Prototypen ist bis heute voll einsatzfähig und fliegt. Ein weiterer ist erhalten, aber nicht flugtauglich. Diese Flugzeuge des Typs Seastar CD2 dienten als Grundlage für den jetzt bei Dornier Seawings völlig neu gebauten Prototyp Seastar New Generation. Mehr Informationen finden Sie im vollständigen Bericht der ‚NZZ, Neuen Zürcher Zeitung‚.

10 Jahre Dornier-Museum

Am 24. Juli 2009 öffnete das Dornier-Museum erstmals seine Pforten. Mit rund 100 000 Besuchern pro Jahr ist das Museum mittlerweile eines der bekanntesten und erfolgreichsten privat getragenen Museen in Deutschland, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Das Museum lädt am 7. April zum Tag der offenen Tür ein. Dann ist auch die Lufthansa-Maschine „Landshut“ zu besichtigen. Die Boeing 737 wurde 1977 von Terroristen entfürt. Ein Shuttle-Bus fährt Interessierte zum Hangar, in dem sie fachgerecht eingelagert ist und auf ihre Restaurierung wartet. Quelle: ‚Schwäbische, Friedrichshafen‘.