Schlagwort-Archive: Flugboot

Mögliche Rückkehr einer Legende

Sie gilt als herausragendes Beispiel der deutschen Ingenieurkunst, ein Gigant der Lüfte, Luftfahrtgeschichte – die imposante Do X, von der nur drei Flugzeuge jemals gebaut wurden und keines mehr heute besteht, schlummert als Kulturgut der Innovationskraft in unserer Vergangenheit. Es ist Zeit sie zu wecken und mit ihr den Pioniergeist deutscher Ingenieurleistung. Der Anfang ist gemacht, das erste Bauteil – Spant 44 – ist bereits gebaut und zeigt eindrücklich, dass ein Nachbau der Do X möglich ist.

Die Do X Nachbau Vision
In enger Zusammenarbeit mit den Dualen Hochschulen Baden-Württembergs und tatkräftiger Unterstützung leidenschaftlicher Enthusiasten wurde bereits die Vorkonstruktion des massiven Flugschiffes fertiggestellt und mit der detaillierten Rekonstruktion von Bauteilen begonnen. Nun gilt es den nächsten Schritt, den Aufbau der Do X, zu gehen.

Ein kompletter Nachbau der Do X in originalgetreuer und begehbarer Form soll bis zum 100. Jahrestag des Erstfluges, am 12. Juli 2029 verfügbar sein. Der Wiederaufbau soll in Teilphasen unter Verwendung von historischen Fertigungsmethoden der Luftfahrt in einer gläsernen Werft nach dem Beispiel von Campus Galli, der Rekonstruktion einer Klosterstadt in Meßkirch oder dem Burgbauprojekt Guédelon in Frankreich erfolgen. Das heißt, die Besucher können die Entstehung der Maschine von den Anfängen der Profilerstellung (als Filmeinspielung, weil die Vorfertigung der Profile in einer externen Firma erfolgt) bis zur Integration verfolgen. Quelle: ‚DO-X Altenrhein‚.

Catalina to be resurrected as new transport turboprop

Catalina Aircraft, holder of the Type Certificates for the 28-5ACF Catalina, today announced the rebirth of the iconic and legendary Catalina as the Catalina II Amphibious Turboprop. A production re-start program has been formalized for the Next Generation Amphibious Aircraft (NGAA) Catalina II twin turboprop amphibious flying boat, and the company is preparing to take pre-orders as part of the turboprop production re-start program.

Based on the design fundamentals of the Federal Aviation Administration (FAA) & Transport Canada (TC) Large, Transport Category certificated 28-5ACF Catalina amphibious flying boat, Catalina Aircraft is offering two new production variants, an NGAA Civilian Variant and an NGAA Special Use Variant, both of which represent the quintessential standard in airborne amphibious operations for the private, commercial, government and military sectors.

„Interest in the rebirth of this legendary amphibian has been extraordinary. The capabilities this modernized iconic platform offers, being capable of performing so many unique missions, and in a variety of market segments, speaks to the heritage of the Catalina product line. The NGAA Catalina II is a modern amphibian with advanced engines and avionics and will offer capabilities no other amphibian can provide today.“ said Lawrence Reece, President of Catalina Aircraft. “We are looking forward to moving this program forward rapidly.”

The NGAA Catalina II targets two major aircraft client groups, the civilian/commercial operator and the Government / Military customer. The NGAA Catalina II will be the largest, fastest, longest range, highest payload, and most capable amphibious aircraft available worldwide with Western Certifications. Capable of operating from runways, grass, dirt, lakes, rivers, bays, and open water. Utilizing green energy power initiatives, the NGAA Catalina II provides civilian, commercial, government and military operators with a significant capabilities expansion over many current platforms employed in amphibious operations today. The NGAA Catalina II provides unmatched precision, speed and flexibility from land to air to sea.

The NGAA Catalina II Civilian Variant is a new production 32,000-pound Maximum Take-Off Weight (MTOW) unpressurized, twin-turboprop, sea state 2 capable, amphibious flying boat designed to accommodate up to 34 passengers or 12,000 pounds of cargo operating in the private and commercial market segments.

The NGAA Catalina II Special Use Variant is a new production 40,000-pound Maximum Take-Off Weight (MTOW) unpressurized, twin-turboprop, sea state 3 capable, amphibious flying boat geared to support government and military type Concepts of Operations.

Both the Civilian and Special Use Variants are constructed using modern corrosion-resistant materials, assembly practices and supportability initiatives to ensure the Material Availability and Operational Availability (Ao) remain at the highest rates possible. Many existing and proven in-service systems are employed to minimize logistics footprint growth and provide for commonality of components between the NGAA Catalina II and existing/emerging in-service aerial platforms. With an almost limitless multi-CONOPs potential from a single platform, the NGAA Catalina II offers a single asset solution capable of replacing several existing platform types, thus reducing overall Acquisition, Operational and Sustainment costs. Pricing has not been announced yet, while deliveries are anticipated to begin in 2029. For new production twin turboprop NGAA Catalina II inquiries please contact Catalina Aircraft at businessdevelopment(a)catalinaaircrafttrust.com.

Claude Dornier – Pionier der Luftfahrt

Claude Dornier ist ein Name von Weltruf. Achtundsechzig Flugzeugtypen wurden im Hause Dornier entwickelt, viele davon nach revolutionärem Konzept und ihrer Zeit weit voraus. Angetrieben vom „Drange, etwas in der Luft zu betreiben“ – schreibt der Deutsch-Franzose Luftfahrtgeschichte. Erinnerungen des Luftfahrtpioniers, seltene Archivbilder und Animationen bilden die Grundlage dieser dokumentarischen Spurensuche. In Interviews mit Expertinnen und Experten sowie Mitgliedern der Familie Dornier, die bis heute in München und auf den Philippinen Wasserflugzeuge nach den Konstruktionsideen Claude Dorniers bauen, geht diese SWR Dokumentation der Frage nach, was die treibende Kraft des legendären Flugzeugbauers war. Claude Dornier, der selbst nicht fliegen konnte, wirkte von den Anfängen der Luftfahrt bis zur Landung auf dem Mond. Für die einen ist er ein besessener Konstrukteur und Visionär – ein Querdenker. Für die anderen ein geschickter Unternehmer, der einen Konzern mit bis zu 23.000 Beschäftigten führte. Schicksalhaft machen ihm politische Entwicklungen immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg, aber auch im Kalten Krieg erfüllt Dornier die Wünsche der Militärs nach neuen Flugzeugen, die – kaum sind sie fertiggestellt – nicht mehr gebraucht werden.

Eigentlich will Claude Dornier Architekt werden, als er sich 1903 zum Studium an der technischen Universität München entschließt. Sein erster Entwurf für eine Flugmaschine fällt bei seinem Professor durch – „weil mein Apparat nicht fliegen konnte“. Statt eines Propellers hatte er sich einen Antrieb ähnlich dem eines Raddampfers ausgedacht. Sein erstes, erfolgreiches Ingenieurswerk ist schließlich eine Vorrichtung für den Transport von Särgen ins Krematorium. Dornier träumt von einer Anstellung bei Luftschiffbau Zeppelin, die er 1910 auch tatsächlich bekommt. Für den Grafen, von Skeptikern auch der „Narr vom Bodensee“ genannt, entwickelt er zu Beginn des Ersten Weltkrieges ein Wasserflugzeug, dass eine 1.000 Kilogramm Bombe über London abwerfen soll.

Zwar wird einen Tag vor dem geplanten Erstflug Dorniers erstes Flugzeug von einem Sturm zerstört, aber er hat das Thema gefunden, das sein Leben bestimmen soll: Flugboote, fliegende Schiffe, die im Wasser starten und landen und Ozeane überqueren können. Mit dem Wasserflugzeug Dornier WAL, das auch der Polarforscher Roald Amundsen bei seiner Nordpolexpedition einsetzt, gelingt Dornier in den 1920er Jahren der internationale Durchbruch.

Die zwölfmotorige DO X, das damals größte Flugzeug der Welt, schafft den Sprung über den Atlantik. Am 27. August 1931 landet die luxuriös ausgestattete DO X im Hafen von New York und wird von jubelnden Massen empfangen. Bis heute ist die deutsche Luftfahrt- und Technikgeschichte ohne den Namen Dornier undenkbar. Quelle: ‚Prisma.de‚.

Mit der „Dixie Clipper“ über den Atlantik

Vor 80 Jahren startete die legendäre US-Airline Pan Am den ersten Linienflugbetrieb über den Atlantik. Die gigantischen „Clipper“-Flugboote versprachen enormen Luxus, reiche Kunden rissen sich um Tickets. Es war eine Weltpremiere, die das transatlantische Reisen revolutionieren sollte: Die US-Fluggesellschaft Pan American Airways (Pan Am) nahm den ersten Linienbetrieb für Passagierflüge über den Atlantik auf. Ab jetzt konnte jeder mit dem nötigen Geld für die teuren Tickets von Amerika nach Europa fliegen. Von New York führte die Route über die Azoren und Lissabon nach Marseille. „Ein großer Tag, nicht nur für Pan Am, sondern für die kommerzielle Luftfahrt insgesamt“, beschreibt die Pan Am Historical Foundation den ersten transatlantischen Linienflug. Laut der Stiftung, die sich um das geschichtliche Erbe der 1927 gegründeten und 1991 in die Insolvenz geratenen US-Airline kümmert, gingen 22 zahlende Kunden in Long Island an Bord der „Dixie Clipper“ genannten Boeing 314. Das viermotorige Langstrecken-Flugboot, das auf dem Wasser startete und landete, galt damals als Inbegriff von Luxus und Fortschritt. Manche Passagiere hatten sich die Tickets Jahre im Voraus gesichert. Quelle: ‚Welt.de‚.