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Im SBW-Förderdiscus unterwegs

Der nächste Morgen zeigte sich dann mit einem strahlend blauen Himmel und Temperaturen knapp über Null Grad. Leider zeigten die Prognosekarten einen späten Thermikbeginn für den Odenwald, erst um 10 Uhr sollten die ersten Wolken über dem Odenwald stehen, während der Osten bereits eine gute Stunde fliegbar sein wird. Um kurz nach 10 startete ich dann in einen blauen Himmel. Im F-Schlepp bildeten sich dann wie erhofft die ersten kleinen Flusen. Gut 2000 Meter konnten unter diesen Fetzen erreicht werden. Der Spessart lockte mit sehr gut entwickelten Wolken, jedoch war aus der Distanz unklar, ob diese im oder vor dem Frankfurter Luftraum stehen. Mit dem besten Gleiten begann ich dann den langen Gleitflug zu den Wolken. Mit jedem Kilometer, die ich dem Spessart näher kam, war klar, dass es richtig knapp werden würde.

Mit einer positiven Ankunftshöhe auf den Flugplatz Altenbachtal glitt ich in das ansteigende Gelände. In 500 Meter über Grund wurde es turbulent und wenige Sekunden später stand das Vario am Anschlag. Wirklich ein tolles Gefühl, wenn ein Plan funktioniert. Entlang des Frankfurter Luftraumes ging es dann zügig zur Rhön bis zum Thüringer. Dort sollte die Thermikgüte deutlich abnehmen. Tatsächlich zeigte sich der Bereich mit 7/8. Die Sonnenstrahlen, die vereinzelt den Boden erreichten, sorgten aber entgegen der Vorhersagemodelle für gute Steigwerte.

Ab dem Fichtelgebirge ging der Bedeckungsgrad auf 5/8 zurück und die Basis stieg auf 2500 Meter an. Die Schnittgeschwindigkeit ging im Stundenmittel auf 120 kmh hoch. Jede gut aussehende Wolke brachte das erwartete Steigen. So macht Segelfliegen spaß. Etwa 350 Kilometer entfernt vom Startplatz wendete ich um 15 Uhr. Südlich Nürnberg war das Wetter immernoch bombastisch gut. Irgendwo in diesem Bereich kalkulierte ich dann das erste mal, wie man mit den verbleibenden Schenkeln 1000km fliegen könnte. Ab Niederstetten trocknete der Himmel stark ab und die Bärte wurden unzuverlässiger. Mit etwas Glück konnte ich aber auch hier gute Steigwerte finden und kam schnell im Rheintal an. Westlich des Rheins wurde die Sicht deutlich schlechter und die Wolken verschwanden endgültig in einer milchigen Suppe.

Entlang ganz schwach gezeichneter Dunstkappen war der Flugweg bis Kaiserslautern dennoch einigermaßen gut gezeichnet. In dem Moment, bei dem die Dreiecksstrecke auf 900 km umsprang wendete ich mit dem Ziel BASF. Diese lieferte einen guten Bart und die 1000km wurden greifbar. Der Flug in den Odenwald forderte dann höchste Konzentration um dem Tag die letzten Bärte zu entlocken. Mit dem Wissen aus den vergangenen Flügen konnte ich an den Hotspots für die letzten Bärte des Tages die fehlenden Höhenmeter gewinnen um nach gut 10 Stunden Flugzeit bei untergehender Sonne in Weinheim zu landen.

An dieser Stelle bleibt zu erwähnen, dass so ein Flug das Resultat von vielen Menschen ist. Danke an die Mitglieder aus meinem Verein, die die Position des Flugleiters, Schleppers und Rückholers wahrnehmen und damit die Basis für große Flüge bilden. Ohne dieses Engagement sind solche Flüge nämlich undenkbar! Quelle: ‘Matthias Arnold / OLC‘.

Förderflugzeug für junge Piloten

Ein neues Förderprogramm, bei dem es nicht darauf ankommt, wer die schnellste Schnittgeschwindigkeit, die meisten Punkte oder die beste thermische Ausgangssituation hat. Ein Förderprogramm das den Spaß am Streckenflug und die Faszination des „Abenteuers Segelfliegen“ wieder in den Vordergrund rücken soll. Ein Förderprogramm ohne langwierige Bewerbung und ohne komplexe Regeln. Wir dürfen euch vorstellen: Die #SteFlyChallenge 2021.

Der Gewinnerin/ dem Gewinner der #SteflyChallenge 2021, wird im kommenden Jahr das Förderflugzeug des FFS-SH e.V. – der Standard Cirrus „FoxSierra“ – kostenfrei für bis zu vier Wochen durchgängig zur Verfügung gestellt, um damit ihr/ sein eigenes Fliegerabenteuer 2022 verwirklichen zu können. Egal, ob Wandersegelflug, Wettbewerbe oder das Brechen persönlicher Rekorde. Bei der #SteFlyChallenge geht es darum euch bei dem zu unterstützen, was euch am meisten am Segelflug fasziniert, ganz unabhängig von Punkten, Ranglisten oder Leistungsabzeichen. Macht mit und zeigt uns eure Fluggeschichten! So einfach bist du dabei:

  • Teile dein Flugabenteuer auf WeGlide, berichte uns von deinen Flugerlebnissen und sei dabei kreativ. Überzeuge uns und die gesamte Segelflug-Community
  • Schreibe #SteFlyChallenge ins Kommentarfeld und wir wissen, dass du bei unserem Wettbewerb mitmachen möchtest
  • Teilnehmen können alle deutschen Junioren bis 25 Jahre

Die Vergabe: Am Ende der DMST-Saison 2021 sichten wir alle eingegangenen Flüge und wählen unsere und eure Favoriten. Sobald die Finalisten feststehen melden wir uns direkt bei euch, um zu hören, welche Pläne ihr bereits für die kommende Saison geschmiedet habt und wie wir euch mit der „FoxSierra“ dabei unterstützen können. Nachdem wir mit allen Finalistinnen und Finalisten reden konnten, geht es an die Abstimmung. Ein Gremium bestehend aus SteFly, WeGlide und FFS-SH e.V., wählt im Anschluss die Gewinnerin bzw. den Gewinner der #SteFlyChallenge 2021 und gibt sie/ ihn zum ersten November 2021 offiziell über WeGlide bekannt. Quelle: ‘myHeimat.de‘.