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Segelfliegen lernen am Feuerstein

Die Fränkische Fliegerschule Feuerstein e.V. bietet in den Pfingstferien vom 22. Mai bis 4. Juni einen Segelflug-Lehrgang für Anfänger an: In 14 Tagen werden Fußgänger zu Solo-Piloten ausgebildet.

Lautlos durch die Lüfte schweben, das Spiel mit dem Aufwind und die traumhafte Landschaft der Fränkischen Schweiz von oben erleben: All das bietet der Anfängerlehrgang der Fliegerschule am Flugplatz Burg Feuerstein zwischen Forchheim und Bamberg. Erfahrene Fluglehrer vermitteln im Schulungs-Doppelsitzer die praktischen Grundlagen des Fliegens. Die Gruppe von maximal fünf Teilnehmern bekommt neben kleinen theoretischen Einheiten eine gründliche Einweisung zum Verhalten auf dem Flugplatz.

Schon mit 14 Jahren kann man die Ausbildung beginnen, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Die einzige Voraussetzung ist ein medizinisches Tauglichkeitszeugnis, das bei Lehrgangsbeginn vorliegen muss. Kontaktdaten von Fliegerärzten erhalten Sie im Büro der Fliegerschule. Im Gesamtpreis von 2.090 EUR sind 40 Flugzeug-Schlepps sowie Segler- und Lehrergebühren enthalten. 40 Starts reichen für einen durchschnittlich begabten Flugschüler aus, um reif für den ersten Alleinflug zu werden. Darüber hinaus notwendige Starts werden nach der aktuellen Preisliste berechnet.

Der Lehrgang endet mit der sogenannten A‑Prüfung, also den ersten drei Alleinflügen der neuen Piloten. Sollte das Wetter die nötige Anzahl an Starts nicht erlauben, werden die Flüge zu einem späteren Zeitpunkt individuell nachgeholt. Danach kann es dann weitergehen mit der Ausbildung bis zum Segelflugschein. Der Kurs findet unter strengen Hygienebedingungen statt und natürlich nur, wenn die aktuellen Corona-Vorschriften es erlauben. Abstandsregeln sind auf dem weitläufigen Gelände leicht einzuhalten, im Flugzeug herrscht Maskenpflicht. InteressentInnen melden sich bei Fragen und für die Anmeldung im Büro der Fränkischen Fliegerschule unter 09194 797575 oder info@edqe.de. Der nächste Lehrgang startet in den Sommerferien ab 23. August. Quelle: ‚Wiesentbote.de‚.

Mit einem Ultraleichtflugzeug hoch hinaus

Noch ist der Flugbetrieb auf dem Krefelder Egelsberg gemäß den Corona-Regeln für den Luftsport nur eingeschränkt möglich. Dabei stehen die Mitglieder des Vereins für Segelflug Krefeld in den Startlöchern. Die Wartung der Flugzeuge ist abgeschlossen und auch alle anderen Geräte sind überprüft, sodass die Saison losgehen kann, sobald es die Pandemielage ermöglicht.

Für Max Zeuner ging es in den vergangenen Tagen aber dennoch hoch hinaus. Eingeschränkt und mit besonderen Hygieneauflagen ist nämlich ein minimaler Flugbetrieb dennoch möglich. Der 18-jährige Nachwuchspilot konnte somit seinen ersten Ausbildungserfolg in der noch jungen Flugsaison verbuchen. Nachdem er seine Segelflugausbildung in den Jahren zuvor bereits erfolgreich abgeschlossen hatte, folgt jetzt die Ausbildung im Ultraleichtflugzeug. Dabei handelt es sich um ein besonders leichtes, zweisitziges Sportflugzeug mit einem 80PS-Motor. Die moderne Konstruktion unterscheidet sich kaum von einem „normalen“ Sportflugzeug und kann ähnliche Flugleistungen aufweisen. Mit diesem sogenannten Luftsportgerät konnte Max Zeuner jetzt unter der Aufsicht von UL-Ausbildungsleiter Ralf Froese seine ersten drei Alleinflüge erfolgreich absolvieren. Bei idealen Wetterbedingungen flog der Nachwuchspilot drei „einwandfreie Platzrunden um den Flugplatz Egelsberg und krönte jeden Flug mit einer wunderschön sanften Landung“, lobte Froese im Anschluss.

Erfolge auch bei der Funksprechausbildung
Die Leistungen des noch jungen Piloten sind aber nicht der einzige Grund für Freude beim Verein. Schließlich gibt es auch im Bereich der Funksprechausbildung Erfolge zu verbuchen, wie Pressesprecher Thomas Wiehle mitteilt. Die Ausbildung ist nötig, um sich in der Luft als gleichberechtigter Luftverkehrsteilnehmer gut mit den Fluglotsen verständigen zu können und zu dürfen. In Kooperation mit dem VfS Krefeld und dem Aeroclub Krefeld konnten gleich sieben Nachwuchspiloten die Sprechfunkprüfung BZF I (in deutsch und englisch) vor der Bundesnetzagentur ablegen: Christiann Breuer, Niklas Gassner und Max Zeuner aus Krefeld sowie Julius Kellings, Janina und Nico Stimming sowie Thomas Wiehle. Alle sieben hatten sich seit Dezember intensiv auf die Prüfung vorbereitet und waren unter anderem vom Krefelder Sprechfunklehrer Nikolas Kehr instruiert worden. Jetzt hofft der Verein, dass die Piloten das Erlernte schon bald im Flugbetrieb einsetzen und lautlos ihre Kreise am Himmel ziehen dürfen. Quelle: ‚Westdeutsche Zeitung‚.

Hoffen auf Genehmigung für Elektrostarts

Die Luftsportvereinigung Greiling hat beantragt, dass auf dem örtlichen Flugplatz Elektrostarts dauerhaft genehmigt sind. Der Gemeinderat will vorher aber noch zwei Fragen klären. Vertagt hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Entscheidung über den Antrag der Luftsportvereinigung (LSV) Greiling, Elektrostarts künftig generell zu genehmigen. Bislang wurde die gemeindliche Erlaubnis jeweils für ein Jahr erteilt. Allerdings machte Bürgermeister Anton Margreiter klar, dass es nur noch an Kleinigkeiten hakt: „Insgesamt können wir mit dem praktizierten Elektroflug ganz gut leben. Deshalb bin ich überzeugt, dass, wenn die restlichen Fragen geklärt werden, wir in der nächsten Sitzung auf einen guten Weg kommen.“

Bislang konnten auch die Flieger mit der gegebenen Situation ganz gut leben, doch nun macht ihnen der geplante Bau der Tölzer Nordumgehung einen Strich durch die Rechnung. Da die neue Trasse einen Teil der Landebahn abschneiden wird, verliert der Flugplatz seine Betriebserlaubnis. Um die erneute luftrechtliche Genehmigung zu erlangen, hofft der LSV auf eine Beschleunigung des Verfahrens, wenn künftig das dauerhafte gemeindliche Placet für die Durchführung von Flugbetrieb mit Elektrostarts vorliegt.

„Prinzipiell soll sich ja nichts ändern“, warb der Rathauschef für den Antrag. So soll der Flugbetrieb auch künftig nur für Fluggeräte mit Elektroantrieb zugelassen werden. Zudem gelte weiterhin, dass sich maximal fünf Fluggeräte gleichzeitig in der Luft befinden dürfen. Außen vor bleiben die Ausnahme-Genehmigungen für Motorflug, die bislang an zwei Wochenenden jährlich für Veranstaltungen mit Fallschirm-Springern erteilt worden waren.

„Da brechen wir uns keinen Zacken aus der Krone, wenn wir die dauerhafte Genehmigung erteilen“, befand Zweiter Bürgermeister Christoph Kitterle. Allerdings wollte das Gremium wissen, inwieweit sich eine dauerhafte Flugbetriebs-Erlaubnis auf das neue Genehmigungs-Verfahren auswirken würde: „Wäre das lediglich eine Verzögerung von ein paar Wochen oder würde das Luftamt Süd dann keine Genehmigung erteilen?“

Verhältnis zwischen Fliegern und Gemeinde ist mittlerweile sehr gut
Des Weiteren störten sich einige Gemeinderatsmitglieder daran, dass aus dem Antrag nicht deutlich genug hervorgehe, inwieweit das auch den Betrieb der Modellflug-Gruppe des Vereins mit einschließt und ob Letztere eventuell noch mit den sehr lauten Benzin-Motoren fliegen.

Diese beiden Kernfragen sollen nun noch abgeklärt werden. „Da wollen wir uns einfach nur rückversichern, ob es von unserer Zustimmung abhängt, ob die neue Flugplatz-Betriebserlaubnis nur verzögert oder verhindert wird“, erklärte Margreiter. Insgesamt betonte er, dass das Verhältnis mit den Fliegern mittlerweile „außerordentlich gut ist. Ganz anders als früher, als vieles noch sehr kontrovers diskutiert wurde.“ Quelle: ‚Merkur.de‚.

Altenrhein: Fast alle Hunter verkauft

Bereits im vergangenen November wurden die beiden Hunter Mk.58 HB-RVU (ex J-4086) und HB-RVQ (ex J-4064) verkauft. Inzwischen wurde bekannt, dass auch der doppelsitzige Hunter MK.68 mit der Immatrikulation HB-RVP verkauft wird. Der zweite Doppelsitzer mit der Tiger-Bemalung verbleibt in der Schweiz. Gründe für die Verkäufe sind ausbleibende Einnahmen, die Kosten und der Mangel an zertifizierten Mechanikern für die Wartung. Dies teilt der Verein Fliegermuseum Altenrhein mit.

Das Fliegermuseum Altenrhein FMA, nicht zu verwechseln mit dem FFA-Museum, konzentriert sich seit seiner Gründung darauf, das «beste fliegende Flugzeugmuseum der Schweiz» zu sein. Doch auch das FMA ist den aktuellen Veränderungen ausgesetzt. Neben dem unentgeltlichen Einsatz von Vorstand und Helfern sind auch finanzielle Mittel zum Betrieb der Flugzeuge nötig. Der Pandemie-bedingte Ausfall des Flugbetriebes und der Wegfall der Sponsoren im vergangenen Jahr haben zu einem markanten Rückgang der Einnahmen geführt.

Flugzeuge sollen nach Möglichkeit weiterhin fliegen
Mit dem Verkauf der einsitzigen sowie einem der doppelsitzigen Hawker Hunter sollen die Kosten unter Kontrolle gehalten werden. Der Vorstand des Vereins Fliegermuseum Altenrhein äussert sich in einem Newsletter zum Verkauf: «Es war uns bewusst, dass der Verkauf solch spezieller Flugzeuge eine Herausforderung ist. Und doch: es ist uns gelungen, neue Eigentümer zu finden, die ganz im Sinne des FMA, diese Flugzeuge nach Möglichkeit, im Flugbetrieb einsetzen. Das erfüllt uns mit grosser Genugtuung. Mit den gewonnenen Mitteln sichern wir die Zukunft, erhalten die Möglichkeit Ausfälle zu kompensieren und dringende Hangar-Reparaturen anzugehen», schreibt der Vorstand.

Problem Wartung
Mit der HFM (Historic Flight Maintenance GmbH) habe das Fliegermuseum Altenrhein einen zertifizierten Wartungsbetrieb für seine Flugzeuge aufgebaut, der in Bezug auf die historischen und militärischen Luftfahrzeuge über viel Know-how verfüge, hält der Verein Fliegermuseum Altenrhein im Newsletter fest. Indes: «Neue Gesetzesbestimmungen verlangen einmal mehr einen besonders grossen Effort von uns. Leider mussten wir mit Wehmut feststellen, dass der für die Wartung von historischen Militärjets benötigte Mechaniker-Nachwuchs in der Schweiz nicht mehr zu finden ist. Eine der Folgen scheint, dass wir künftig die Hunter nicht mehr selbst warten können. Wir arbeiten laufend an Lösungen.»

«Tiger-Hunter» bleibt in Altenrhein
Schwierige Zeiten erfordern Massnahmen, betont der Vorstand. «Wir haben alles unternommen, um unser Fliegermuseum FMA als fliegendes Museum in eine weiter erfolgreiche Zukunft zu führen.» So verbleibt der doppelsitzige, als «Tiger-Hunter» bekannte Hunter MK.68 mit der Immatrikulation HB-RVV, weiterhin im FMA und soll trotz verschärften Rahmenbedingungen für die historische Fliegerei vorläufig flugfähig erhalten werden. Paul Ruppeiner, Gründungsmitglied des FMA und Chefpilot des Swiss Hunter Teams hofft, dass dies gelingt und in diesem Jahr einige Veranstaltungen durchgeführt werden können. Denn der Hawker Hunter hatte seinen Erstflug 1951 und feiert heuer das 70-Jahre-Jubiläum. Quelle: ‚Cockpit, Schweizer Luft- und Raumfahrt-Magazin‚.

Sparsamer Flieger als Antwort auf die Klimakrise

Die Luftfahrt steckt in der Krise. Nicht erst, weil seit Corona kaum noch geflogen wird. Denn schon seit Jahren wächst das Umweltbewusstsein der Menschen und Fliegen ist die mit Abstand klimaschädlichste Form der Fortbewegung. Am Flughafen Leipzig/Halle soll nun ein Flugzeug gebaut werden, das die Entwicklung hin zu einer emissionsfreien Luftfahrt beschleunigen soll. Eigentlich wäre an den Flughäfen jetzt kurz vor Weihnachten viel los. Die einen hätten die Feiertage gern im warmen Süden verbracht, andere wären lieber zurück in die Heimat gekommen, um die Festtage bei ihren Lieben zu verbringen. Doch statt Trubel und Hektik herrscht in den meisten Abflughallen verschlafene Ruhe. Denn wegen der anhaltenden Corona-Pandemie bleiben aktuell rund 90 Prozent aller Flüge am Boden. Mitten in dieser mit Abstand wohl größten Krise in der Geschichte der Luftfahrt stellte Anfang der Woche ein noch junger Flugzeugbauer – die Deutsche Aircraft – ein noch in der Entwicklung steckendes neues Regionalflugzeug vor, dass am Flughafen Leipzig/Halle gebaut werden soll. Die Pläne für den Bau eines Flugzeugs am Airport waren zwar schon länger bekannt, doch mitten in der Corona-Krise hat kaum jemand damit gerechnet, dass das ambitionierte Projekt weiter realisiert wird.

Auslieferung ab 2025
Bereits 2025 sollen nun die ersten Maschinen vom Typ D328eco aus der Produktion auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle an Kunden ausgeliefert werden. Die Kabine des neuen Kurzstreckenfliegers soll bis zu 43 Passagiere Platz bieten. Auch die Leistungsdaten des Fliegers stechen hervor: 600 km/h Reisegeschwindigkeit, 2.000 Kilometer Reichweite, über 9.000 Meter Flughöhe und nur 1.000 Meter Startstrecke. Zusammen mit einem speziell entwickelten Propeller und modernen Triebwerken soll das Flugzeug nicht nur vergleichsweise leise, sondern auch sparsam sein.

Sparsamer als die Lufthansa-Flotte
Wie das Luftfahrtportal „aerotelegraph“ berichtet, rechnet der Flugzeugbauer Deutsche Aircraft mit einem Kerosinverbrauch von 2,6 Liter pro Passagier und 100 Kilometer. Zum Vergleich: Die Kurzstreckenflugzeuge der Lufthansa-Flotte benötigen durchschnittlich fast 6 Liter Kerosin, also mehr als doppelt so viel Treibstoff. Außerdem soll die Maschine problemlos mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden können, die auf Basis von Pflanzenölen oder aus Algen hergestellt werden. Das erklärte Ziel des Flugzeugbauers Deutsche Aircraft ist es, mit dem neuen Flugzeug die ökologische Entwicklung in der Luftfahrt zu beschleunigen. Deutsche Aircraft Chef Dave Jackson ist von den Qualitäten seiner neuen Maschine auch voll und ganz überzeugt. Er meint: „Die D328eco ist die einzige Plattform, die in der Lage ist, den grünen Wandel der Branche voranzutreiben.“

Luftfahrt sucht Wege aus der Klimakrise
Der grüne Wandel ist auch dringend erforderlich. Denn in den letzten Jahren ist immer häufiger von „Flugscham“ die Rede – also dem schlechten Gewissen Flugreisender. Denn in der allgegenwärtigen Klimadiskussion ist auch das Umweltweltbewusst der Fluggäste in den vergangenen Jahren gewachsen. Vor allem auf Kurz- und Regionalverbindungen war das schon vor der Corona-Krise zum Teil deutlich zu spüren. Ein Trend von dem zuletzt vor allem Bahn- und Fernbusunternehmen profitierten. Immerhin ist die Zivilluftfahrt je nach Berechnung für rund zwei bis fünf Prozent des weltweit vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das scheint zwar nicht so viel. Aber die auf den Reiseflughöhen ausgestoßenen Abgase sind wesentlich klimaschädlicher als am Boden. Oft unterschätzt werden vor allem die Kondensstreifen. Sie können beim Fliegen in großen Höhen entstehen und verhindern das Abstrahlen von Licht und Wärme von der Erde ins Weltall. Sie halten praktisch die Wärme wie eine Glocke in der Atmosphäre und verstärken somit die Klimawirkung des Luftverkehrs. Deshalb versucht die Luftfahrt schon seit längerem Wege zu finden, das Fliegen effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Vergangenes Jahr traf sich die Branche daher mit der Bundesregierung am Flughafen Leipzig/Halle zur ersten nationalen Luftfahrtkonferenz. Mit dabei war Bundeskanzlerin Angela Merkel, die für nachhaltige Innovationen in der Branche warb. Eine dieser Innovationen könnte die D328eco sein.

Starthilfe vom Bund für neuen Flieger
Die Bundesregierung scheint von dem neuen Flugzeug überzeugt zu sein. Denn das Projekt erhält einen stattlichen Förderkredit von rund 125 Millionen Euro. Der Luftfahrtkoordinator der Bundesregierung, Thomas Jarzombek, erhofft sich davon aber auch eine Stärkung des Luftfahrtstandorts Deutschland. MDR SACHSEN-ANHALT sagte er: „Mit der Entwicklung der D328eco werden Kernkompetenzen im Flugzeugbau in Deutschland wieder erlangt, die wir vor Jahren mit den Insolvenzen von Fokker und Dornier verloren haben.“ Dornier hat einst den Vorgänger der nun vorgestellten D328eco entwickelt und produziert. Es war das bislang letzte Verkehrsflugzeug, das vollständig in Deutschland entwickelt und gebaut wurde. Zwar sind noch heute etwa die Hälfte aller gebauten Maschinen im Einsatz, aber Deutsche Aircraft rechnet in den kommenden Jahren mit einer großen Nachfrage für die Neuauflage des Kurzstrecken-Flugzeugs. Vor allem, weil die D328eco aufgrund ihrer Größe bislang ohne nennenswerte Konkurrenz fliegen würde.

Die Zukunft: Elektrisches Fliegen und Wasserstoff-Antrieb
Luftfahrtkoordinator Jarzombek sieht aber noch eine weitere Marktlücke, in die die D328eco stoßen wird: Denn das neue Flugzeug soll mittelfristig auch ein Technologieträger für alternative Flugzeugantriebe sein. Bislang geht die Bundesregierung davon aus, dass man irgendwann in den kommenden zehn bis 20 Jahren auch hybridelektrisch fliegen kann. Dafür ist die D328eco Jarzombek zufolge genau das richtige Flugzeug: „Wir können hier von der Flugzeuggröße her tatsächlich am ehesten einsteigen, um hybridelektrisch zu fliegen. Denn bevor man am Ende die heute eingesetzten großen Passagiermaschinen elektrifiziert oder mit Wasserstoff betreibt, ist sicherlich noch ein weiterer Weg zu gehen.“ Deutsche Aircraft Konkurrent Airbus scheint da zuversichtlicher. Bis 2035 will der europäische Branchen-Primus ein Passagierflugzeug auf den Markt bringen, das mit Wasserstoff betrieben werden kann. Die Idee, mit Wasserstoff statt Kerosin zu fliegen, ist nicht neu. Schon in den 1980er-Jahren bauten Wissenschaftler in der Sowjetunion ein Passagierflugzeug zum Wasserstoffflieger um. Durchgesetzt hat sich der Antrieb bislang aber nicht. Das liegt auch daran, dass Wasserstoff viermal mehr Volumen als gängiger Treibstoff benötigt. Und Platz ist an Bord von Flugzeugen bekanntlich ein knappes Gut. Branchenbeobachter gehen zudem davon aus, dass für einen Durchbruch der Wasserstoff-Technologie auch die nötige Infrastruktur von der Produktion über die Lagerung bis hin zur Betankung geschaffen werden muss. Elektrische und hybridelektrische Flugzeuge könnten daher eine wichtige Rolle als Brückentechnologie spielen – die zum Teil sogar schon einsatzbereit ist. Denn bereits vor einem Jahr gelang bei Vancouver der erste Flug einer zum Elektroflugzeug umgebauten kleinen Verkehrsmaschine.

Corona-Krise: Unklare Marktsituation für neue Flugzeuge
Ob auch die D328eco diese ökologische Entwicklung in der Luftfahrt nachhaltig beeinflussen kann, wird letzten Endes aber vor allem davon abhängen wie, gut sich die Neuauflage des Dornier-Regionalfliegers in den nächsten Jahren verkaufen wird. Denn auch wenn der Flugverkehr nach der Corona-Krise in den nächsten Monaten wieder zunehmen wird, dürfte es noch Jahre dauern, bis das Vorkrisen-Niveau wieder erreicht ist. Dass die von der Corona-Krise ohnehin bereits finanziell stark belasteten Fluggesellschaften dann gleich in moderne und damit teure Flugzeuge investieren, darf bezweifelt werden. Ob und wenn ja wie viele Vorbestellungen es für das Flugzeug aus Mitteldeutschland bereits gibt, ist unklar. Eine entsprechende Anfrage von MDR SACHSEN-ANHALT bei Deutsche Aircraft blieb bislang unbeantwortet. Quelle: Thomas Tasler im ‚MDR Sachsen-Anhalt‚.

Flugzeug musste in Wals notlanden

Kurz nach dem Start fiel der Öldruck ab. Der Pilot, der mit einem Flugschüler nach Bayern wollte, entschied sich für eine Notlandung in einem umgepflügten Feld. „Das hätte auch anders ausgehen können“, sagte der Pilot eines Leichtflugzeugs nach einer eher holprigen Notlandung in Wals-Siezenheim. Der Flieger setzte in einem umgepflügten Feld auf. Nachdem es deutlich abgebremst hatte, fiel das Gerät „in Zeitlupe“ um und blieb auf dem Dach liegen. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten sich der Pilot und sein Flugschüler – beide blieben unverletzt – bereits aus dem Wrack befreit. Die Männer wollten nach Eggenfelden (Bayern) nordwestlich von Braunau fliegen. Wenige Minuten nach dem Start sei der Öldruck abgefallen. Der Motor kam zum Stillstand. „Die einzige Entscheidung war: Wo gehen wir runter?“ Die Flughöhe bezifferte der Mann zu diesem Zeitpunkt mit rund 2800 Fuß (850 Meter). „Der Flughafen hat noch angeboten zurückzufliegen. Aber das war nicht mehr möglich.“

Die Bruchlandung rief Dienstagabend den Anrainerschutzverband Salzburg Airport auf den Plan. Obmann Michael Lederer schrieb in einer Aussendung: „Man stelle sich vor, das Sportflugzeug wäre in eines der nur wenige Hundert Meter entfernten Häuser gestürzt. Im letzten Jahr wurden trotz der einmonatigen Flughafensperre mehr als 17.000 private Schulungsflüge in Salzburg geflogen. Nahezu alle davon werden als Platzrunde über Wals-Siezenheim, also über bewohntem Gebiet geflogen. Die Absturzstelle des Sportflugzeugs in Gois ist vom Flughafen ungefähr gleich weit weg wie die Altstadt. Man stelle sich die verheerenden Folgen eines Flugzeugabsturzes (…) in der Salzburger Altstadt vor. Der Anrainerschutzverband fordert ein sofortiges Ende der Sportflugzeuge und der Platzrunden über Wals-Siezenheim und damit die unnötige und verantwortungslose Gefährdung Tausender unschuldiger Menschen in Wals-Siezenheim und Salzburg.“ Quelle: ‚Salzburger Nachrichten‚.

Cloppenburg – neuer Segler für die Jugend

Ein halbes Dutzend Segelflugzeuge hat die 90 Mitglieder starke Sparte im Luftsportverein (LSV) Cloppenburg bislang gehabt, nun ist ein siebtes hinzugekommen: Das Modell ASK 21, das neu um die 100 000 Euro gekostet hat und nun gebraucht für 54 000 Euro von einem befreundeten Verein erworben worden ist, soll vor allem den Nachwuchs-Fliegern der Abteilung zu Gute kommen, wie deren Leiter Christian Harms-Zumbrägel berichtet. Das erste Exemplar gleichen Typs hat der Verein bereits im Jahre 2013 angeschafft. Doch die Nachwuchsabteilung wächst und wächst – inzwischen sind 30 der 90 LSV-Segelflieger unter 25 Jahre alt. Quelle: ‚nwzonline.de‚.

Treffpunkt von Piloten aus ganz Europa

Wenn die Wetterfrösche recht behalten, dann sieht es am kommenden Wochenende sehr gut aus für das Treffen der Ultraleicht-Flieger am Flugplatz in Eggenfelden. Die Großveranstaltung, die immer wieder mehr als 100 Piloten aus ganz Europa in den Landkreis Rottal-Inn lockt, findet heuer am Samstag, 15. und Sonntag, 16. Juni statt. Veranstalter ist wie immer der Drachen- und Gleitschirmfliegerflugclub (DGFC). Dessen Vorsitzender Ludwig Stinglhammer ist schon jetzt begeistert von der positiven Resonanz auf die ersten Bekanntgaben des Termins: „Es zeigt sich immer deutlicher, dass wir hier in Rottal-Inn ein echter Hot-Spot für die Ultraleicht-Fliegerei sind. Dies liege sicher zu einem guten Teil an der guten Arbeit des DGFC, aber auch an den passenden Voraussetzungen für so ein Event. Stinglhammer: „Der Flugplatz in Eggenfelden-Zainach hat in der Fliegerszene einfach einen sehr guten Namen, das Rottal ist ein schöner Ort nicht nur zum Überfliegen, sondern auch zum Landen.“ Quelle: ‚Passauer Neue Presse‚.

Flieger, grüß mir die Bretagne

Als vor fast 40 Jahren die Städtepartnerschaft zwischen Günzburg und Lannion angebahnt wurde, kamen die Vertreter Schwabens ebenfalls über die Luft in die Bretagne – die 1250 Kilometer bis in die Partnerstadt waren so einfach schneller zurückzulegen als über die Autobahn. Den Piloten und Passagieren, die sich jetzt am Donnerstagmorgen in Richtung Bretagne auf den Weg machen, geht es nicht um die Schnelligkeit, sondern um den Genuss: 15 Flugzeuge werden am Günzburger Flugplatz starten. Für Davi Held, die Organisatorin der Reise und Zweite Vorsitzende des Günzburger Luftsportvereins, ist es eine besondere Herzensangelegenheit, auf den Spuren ihres Mentors Rolf Hermann. „Es wäre sein Wunsch gewesen, dass wir diese Tour einmal machen“, sagt Davi Held. Mehr Infos im Bericht der ‚Augsburger Allgemeinen‚.