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Vater und Sohn meistern Prüfungsflug

Autor: Thomas Schöll

Wenn Familien am Wochenende ihrem gemeinsamen Hobby nachgehen, kommt es nur selten zu solchen Momenten wie jüngst am Flugplatz Bamberg-Breitenau: Vater und Sohn absolvierten am selben Tag ihre Prüfungsflüge zur Segelfluglizenz. Laut Prüfer Matthias Reich, seit über 30 Jahren im Einsatz, war dies ein Novum – auch in der Historie des Aero-Clubs Bamberg findet sich kein vergleichbarer Fall.

Der 16-jährige Oliver Schmitt ist auf dem Bamberger Flugplatz gewissermassen groß geworden. Sein Vater begann dort ebenfalls früh mit der Fliegerei, arbeitet heute als Kapitän auf Airbus A350 und A380 und ist dem Platz bis heute eng verbunden. Seine alte Segelfluglizenz war jedoch verfallen. Als Oliver mit 13 Jahren in die Ausbildung startete, wuchs in ihm der Wunsch, selbst ebenfalls wieder zurück in den Segelflug zu finden.

So nahm der Langstreckenpilot erneut im Cockpit der ASK 21 Platz und ließ sich von den Segelfluglehrern des Clubs Schritt für Schritt in die Welt des motorlosen Fliegens zurückführen. Oliver wiederum sammelte früh wertvolle Erfahrung und ging bereits mit 14 Jahren erstmals solo über Bamberg auf Thermiksuche. Kurz nach seinem 16. Geburtstag konnte er seine Ausbildung nun erfolgreich abschließen.

 Da sich der für Oliver angesetzte Prüfungstermin nach Ansicht eines aufmerksamen Mitarbeiters des zuständigen Luftamtes auch für Vater Thomas anbot, wurde auch er zum Checkflug angemeldet Das Ergebnis: Zwei bestandene Prüfungen, ein besonderer Tag – und ab sofort die Möglichkeit für Vater und Sohn, gemeinsam in den Segelflugzeugen des Aero-Clubs Bamberg unterwegs zu sein.

Robin alone in the Sky

Kürzlich absolvierte Segelflugschüler Robin erfolgreich seine ersten drei Alleinflüge – nur knapp drei Monate nach Beginn seiner Ausbildung und nach rund 55 Starts.

Nach gründlicher Überprüfung seiner Flugreife gaben die Fluglehrer Wolfgang und Justin nach jeweils einem Checkflug das erlösende „Go“ für den ersten Solo. In den kommenden Wochen wird Robin weitere Alleinflüge auf der doppelsitzigen ASK 21 absolvieren, bevor die Umschulung auf den einsitzigen Astir folgt. Die Flugsportgruppe ELZ wünscht Robin allzeit gute Landungen und viele unvergessliche Stunden im Himmel.

75 Jahre Innsbrucker Segelflieger-Vereinigung

Am 16. Mai 2025 feierte die Innsbrucker Segelfliegervereinigung ihr 75-jähriges Bestehen – ein stolzes Jubiläum, das auf der vereinseigenen Piazza gebührend begangen wurde. Trotz kühlen und wechselhaften Wetters herrschte ausgelassene Stimmung unter Mitgliedern, Freunden und Gästen.

Ein besonderes Highlight war der Film von Arnold Zorec, der mit historischen Aufnahmen aus Fliegerlagern und Ziellandewettbewerben für nostalgische Momente sorgte. Begleitet wurde der Abend von lebhaften Gesprächen, Anekdoten über legendäre Landungen – und natürlich von Speis und Trank in bester Vereinsmanier.

Schulungserfolge und erste Streckenflüge

Auch fliegerisch zeigt sich der Verein 2025 in bester Verfassung: Die Segelflugausbildung läuft auf Hochtouren. Mit Michael Wörndle absolvierte am 24. Mai bereits der vierte Flugschüler in dieser Saison seinen ersten Alleinflug. Nur wenige Tage später schloss Marvin Steyrer seine Ausbildung ab – inklusive eines 5-Stunden-Flugs als Teil seines Silber-C-Abzeichens. Als nächstes steht der 50-km-Streckenflug an.

Marvin Steyrer stolz nach erfolgreich absolvierter Prüfung.

Ebenfalls bemerkenswert: Jungpilot Sam White (Absolvent 2024) legte am 30. Mai erfolgreich seinen 50-km-Flug nach Kufstein zurück und bereitet sich nun auf den Umstieg auf die moderne Vereinsflotte mit ASK-21 und LS4 vor.

Sam White happy nach seiner Landung am Flugplatz Kufstein-Langkampfen

Fazit: Ein Jubiläumsjahr mit viel Rückenwind – in der Luft wie am Boden. Die Innsbrucker Segelfliegervereinigung blickt stolz zurück und motiviert nach vorne.

LSV Burgdorf schult nun mit ASK 21

Die neue ASK 21 ist in ihrem neuen Zuhause, dem Flugplatz „Großes Moor“ beim LSV Burgdorf angekommen. Dort wird der Doppelsitzer also pünktlich zum Saisonbeginn besonders in der Schulung große Unterstützung leisten können. Der Kauf des Schulungsflugzeuges gelang nur durch verschiedene Aspekte der Finanzierung, wie großzügige Zuschüsse bzw. Förderungen, private Spenden sowie den Verkauf eines anderen Flugzeuges einer ehemaligen Vereinssparte von Mitgliedern der BEB, dem SC Schwarz Gold. Zu Ehren des SC Schwarz Gold trägt die ASK 21 daher nun auch den Namen bzw. das Rufkennzeichen „BE(B)“.

Schleicher liefert 1000. ASK-21

Die meisten Flugschüler, die in den vergangenen 40 Jahren irgendwo auf der Welt das Segelfliegen erlernten, haben dies in einer „ASK 21“ der Poppenhausener Firma Schleicher getan. Jetzt ist das 1000. Exemplar fertiggestellt worden. Konstrukteur Rudolf Kaiser hatte 1979 bei dem Erstflug der „ASK 21“ wohl nicht vermutet, dass 1000 Exemplare in Poppenhausen gebaut werden und die „ASK 21“ im Jahr 2022 immer noch das Segelschulflugzeug schlechthin ist. „43 Jahre später konnten wir etwas erreichen, von dem wir bei der Entwicklung eines neuen Flugzeugtyps nur im entferntesten Träumen können“, erklärt einer der beiden Geschäftsführer Ulrich Kremer.

1000.Exemplar des Segelflugzeugs „ASK 21“ gebaut
„Bis heute ist die ‚ASK 21‘ ein wichtiger Bestandteil der Segelflug- und Segel-Kunstflug-Ausbildung weltweit.“ Der Segler made in Poppenhausen wird auf allen Kontinenten geflogen. „Wir sind glücklich, dass die Werknummer 211.000 in der Nähe verbleibt und an den Rhönflug Poppenhausen ausgeliefert wird.“ Ihr neues Zuhause wird die Wasserkuppe sein. Zuvor erst hat der Verein Rhönflug Hünfeld eine „ASK 21“ in Betrieb genommen. „Das Flugzeug ist für die Grundausbildung ideal, weil es flugstabil ist und Fehler verzeiht“, erklärt Fluglehrer Harald Jörges die Besonderheiten des Verkaufshits. Die Fliegerschule Wasserkuppe, die Jörges mehr als 20 Jahre geleitet hat, besitzt allein fünf Exemplare für die Ausbildung. „Es ist für uns eine besondere Anerkennung, dass sich die ‚ASK 21‘, trotz der Schnelllebigkeit vieler Modellvarianten so lange behaupten konnte und auch weiterhin eine Konstante in unserer Produktpalette darstellt“, sagt Kremer. In den 43 Jahren ist die grundsätzliche Konstruktion gleich geblieben. Allerdings sei in den vergangenen Jahren der Segler aufgehübscht und komfortabler geworden.

Segelflieger aus Poppenhausen: Schleicher baut jährlich zehn „ASK 21“
Aktuell werden immer noch jedes Jahr zehn Exemplare gebaut, und die Auftraggeber müssen rund zwei Jahre warten, bis sie den Segler in Empfang nehmen dürfen. „Denn Segelflugzeuge sind wertstabil“, verrät Kremer. Wer vor einigen Jahre eine „ASK 21“ erworben hat, hat bis heute kein Geld verloren. Die „ASK 21“ kostet heute in der Basisausführung rund 125.000 Euro. Ulrich Kremer geht davon aus, dass auch in den kommenden Jahren noch viele „ASK 21“ in Poppenhausen gebaut werden und Flugbegeisterte mit diesem Modell das Fliegen erlernen werden.

Die Firma Alexander Schleicher mit Sitz in Poppenhausen gehört zu den Weltmarkt-Führern im Segelflugzeugbau. Die knapp 120 Mitarbeiter fertigen jedes Jahr rund 60 Segelflugzeuge. Die Modellpalette reicht vom Schulflugzeug, über Modelle für Fortgeschrittene bis hin zu Hochleistungsseglern. In der 95-jährigen Firmengeschichte sind rund 10.000 Segelflugzeuge in Poppenhausen gefertigt worden. Quelle: ‚Fuldaer Zeitung‚.