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Mit dem Motorflieger von Altdorf nach Marokko

Es ist nicht der erste Versuch von Wendelin Hug und Holger Obergföll. Die beiden passionierten Piloten haben schon in den vergangenen Jahren vergleichbare Flugreisen unternommen. Dabei waren sie schon bis nach Istanbul oder Spanien geflogen. Ihr Flugzeug ist eine moderne zweisitzige Maschine vom Typ Diamond Katana DV20. Mit sparsamen 16 Litern kommen sie etwa 200 Kilometer in einer Stunde voran. Voraussetzung für einen erfolgreichen Flug ist eine gute Wetterlage, die den Piloten die Navigation nach Sichtflugregeln erlaubt. So manche Wetterlage hat den beiden schon einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Das exakte Einhalten des geplanten Kurses ist gerade auf den langen Flügen mit über drei Stunden in der Luft ein wichtiger Punkt“, erzählt Holger Obergföll, der auch Fluglehrer der Fliegergruppe ist, „sonst kommt die ganze Treibstoffberechnung durcheinander.“ Wenn sich Windverhältnisse ändern oder es beim Tanken zu Verzögerungen kommt, muss man sich bewusst für andere Optionen entscheiden. Eine gute Flugvorbereitung ist auch zur Erledigung der Zollformalitäten erforderlich. Schließlich fliegt das Duo beim Überqueren der Meerenge von Gibraltar außerhalb der Europäischen Union. Dafür wird bereits in Lissabon beim Stopp die Freigabe für den Weiterflug nach Tanger in Marokko eingeholt. Dort geht es dann ins märchenhaft Fès im Landesinneren. Von dort aus wollen die Piloten einige Tagesreisen mit dem Flugzeug unternehmen und berühmte Städte wie Casablanca anfliegen oder das Atlasgebirge erkunden. Die Rückreise muss dann ebenfalls wieder genau geplant und den Wetterbedingungen angepasst werden. Die Route verläuft eher durch den Süden Spaniens an der Mittelmeerküste entlang. Quelle: ‚Badische Zeitung‚.

Von Kägiswil nach Königsberg

Die Fluggruppe Sarnen-Kägiswil (FGSK) nimmt dieses Wochenende am 100-Jahr-Jubiläum des Flughafens Devau in Kaliningrad teil – und reist dazu auf dem Luftweg an. Von Kägiswil aus sind die Piloten in die russische Exklave zwischen Polen und Litauen geflogen. Die drei Maschinen sind die einzigen Flugzeuge aus der Schweiz, die auf dem 1919 eröffneten Flughafen erwartet werden. Devau war der erste deutsche zivile und einer der ersten Verkehrsflughäfen der Welt. 1922 startete dort das erste Passagierflugzeug, das Deutschland und Russland verband. Die Maschine deckte die Strecke Moskau-Riga-Kaliningrad ab. Zu jener Zeit hiess die Stadt jedoch noch Königsberg. Das Gebiet stand bis 1945 unter preussischer Herrschaft. Sechs Stunden beträgt die reine Flugzeit ab Kägiswil in die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Kaliningrad. Die sechs Piloten der FGSK legten die Strecke in zwei Tagen zurück. Mit dabei ist Vorstandsmitglied Dennis Rybaczyk. «Unsere Flugzeuge schaffen das nicht am Stück. Wir müssen unterwegs Sprit tanken. Und natürlich will jeder Pilot einmal fliegen», führt er aus. Die Gruppe startete Mittwoch und gelangte am ersten Tag bis nach Dresden. Am Donnerstag ging es dann über Danzig in Polen ins seit 1992 zur russischen Föderation gehörende Kaliningrad. Die Hauptstadt liegt an einer Bucht, die durch eine Halbinsel von der Ostsee abgegrenzt wird. Quelle: ‚Luzerner Zeitung‚.