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Aus der Traum vom Ein-Euro-Flugplatz

Die Verkaufsanzeige für den Penzinger Fliegerhorst im Internet sorgt für Wirbel. Mittlerweile ist sie wieder aus dem Internet verschwunden. Wie die Bundesbehörde ihr Vorgehen erklärt. Zu schön, um wahr zu sein: Das 270 Hektar große Penzinger Flugplatzgelände wurde seit dem Wochenende von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) auf einem großen Immobilienportal in Internet angeboten (das LT berichtete exklusiv). Als Preis war ein Euro genannt. Am Montagnachmittag war der Traum schon wieder vorbei: Das Online-Inserat wurde zurückgezogen. Dass das Verkaufsangebot auf diese Weise publik wurde, sorgte im Landkreis auch für gewisse Irritationen, wie die für Bayern und Baden-Württemberg zuständige Verkaufsleiterin bei der Bima, Monika Maucher, einräumt. Denn eigentlich laufen ja bereits Gespräche zwischen den staatlichen Immobilienvermarktern und der Gemeinde Penzing und der Stadt Landsberg. Die beiden Kommunen, auf deren Gebiet der ehemalige Flugplatz liegt, haben ein Erstzugriffsrecht auf die frei werdende Militärliegenschaft. Und in fast allen Fällen machen Kommunen auch von diesem Recht Gebrauch. Was sollte also das Verkaufsexposé im Internet bezwecken? „Die Absicht ist ganz einfach“, sagt Maucher dazu, „wir stehen vor der Expo Real 2019, da hat die Bima einen Stand. Und da ging es darum, dass man ein Angebot an Immobilien macht.“ Die Veröffentlichung sei – mit Verweis auf das Erstzugriffsrecht der Kommunen und dem Hinweis, dass der besagte Euro nur ein Platzhalter sei – als Hinweis an Investoren zu sehen, dass in Penzing etwas entstehen könne. Zusätzliche Aufmerksamkeit bei Investoren, meint dagegen der Penzinger Bürgermeister Johannes Erhard, brauche der bisherige Flugplatz eigentlich nicht: „Das Thema ist so präsent und wir werden so oft angefragt, dass wir das Gelände schon zwei- oder dreimal hätten verkaufen können.“ Mehr Informationen im Originalbericht der ‚Augsburger Allgemeinen‘.

Bundeswehr nutzt Fliegerhorst Diepholz „dauerhaft“

Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig ist von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer schriftlich darüber informiert worden, dass die Liegenschaft „Flugplatz Diepholz“ neu bewertet worden ist. „Der ‚Flugplatz Diepholz‘ wird für die Zwecke der Bundeswehr dauerhaft benötigt. Eine Teilrückgabe an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ist daher nicht mehr vorgesehen. Nach derzeitiger Planung ist der ‚Flugplatz Diepholz‘ zur Aufnahme von Kräften der Organisationsbereiche Luftwaffe und Zentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr vorgesehen. Darüber hinaus werden auch mögliche Bedarfe weiterer Organisationsbereiche geprüft.“ Der Flugplatz Diepholz ist nun einer von elf Standorten in Deutschland, die entgegen ursprünglicher Planungen nicht ganz oder teilweise geschlossen werden. Quelle: ‚Kreiszeitung.de‚.

Autoteststrecke auf ehemaligem Flugplatz

BMW will sein Fahrsicherheitszentrum am Fliegerhorst Fürstenfeldbruck auf FFH-Flächen erweitern. Dagegen regt sich Widerstand. Pläne liegen trotz einer Vereinbarung mit den Anrainerkommunen noch nicht vor. Der Juni ist vergangen, und was nicht auf dem Tisch liegt, ist ein vollständiges Plankonzept von BMW für die Erweiterung ihres Fahrsicherheitszentrums auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck. Das aber hätten Fürstenfeldbruck und Maisach als Anliegerkommunen und Vertragspartner von BMW erwartet. Weil es keine konkrete Planung gibt, wird unter anderem vom Bund Naturschutz Kritik laut, dass sich eine Erweiterung des Fahrsicherheitszentrums in ein geschütztes Fauna-Flora-Habitat-Gebiet negativ auswirken würde. Dass die Folgen massiv sein könnten, scheint nicht unbegründet zu sein. Mehr Informationen im Originalbericht der ‚Süddeutschen‚.

Kaufbeuren: entscheidendes Jahr

Der traditionelle Neujahrsempfang von Bundeswehr und Stadt machte eines deutlich: Die militärische Führung am Fliegerhorst und das Kaufbeurer Stadtoberhaupt ziehen an einem Strang. Während Oberst Dirk Niedermeier in seiner Ansprache die „qualitativ hochwertige Ausbildung“ der Abteilung Süd des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe betonte, sprach Oberbürgermeister Stefan Bosse von der „Operation Standortsicherheit“ bei der es mittels „Politik der kleinen Schritte“ gelte, „die über Jahrzehnte gewachsene Fachkompetenz in einem entsprechenden Umfeld“ zu erhalten. Beide Redner äußerten die Hoffnung auf eine Entscheidung in diesem Jahr. Mehr im Bericht des ‚Kreisboten‘.