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Hoffnung auf Voll-Freigabe

Mit Ende der Winterpause nimmt der Flugplatz Reutte-Höfen (LOIR) im Außerfern den Betrieb wieder auf – jedoch weiter unter Einschränkungen. Auch zum Saisonstart Ende Februar sind Starts und Landungen nur in Richtung Lechtal zulässig. Eine vollständige Rückkehr zum uneingeschränkten Flugbetrieb steht noch aus, die Verantwortlichen zeigen sich vorsichtig optimistisch.

Hintergrund: Einschränkungen seit 2022

Die aktuelle Situation ist das Ergebnis einer Entwicklung, die bereits im Jahr 2022 begann. Nach zwei schweren Flugunfällen – darunter ein Absturz auf ein Hausdach sowie ein tödlicher Segelflugunfall im darauffolgenden Jahr – wurde der Flugbetrieb am Flugplatz Höfen deutlich reglementiert. Laut Behörden waren die Ereignisse zwar auf Pilotenfehler zurückzuführen, dennoch rückte die infrastrukturelle Situation des Flugplatzes stärker in den Fokus.

Ausschlaggebend für die behördlichen Maßnahmen war letztlich die Hindernis-Situation im Umfeld des Flugplatzes. Aufgrund des umliegenden Bewuchses entsprach der Betrieb nicht mehr vollumfänglich den Anforderungen der Zivilflugplatz-Verordnung. In der Folge wurde der Betrieb auf eine Einbahnregelung beschränkt: Landungen und Starts sind seither ausschließlich aus beziehungsweise in Richtung Lechtal möglich – unabhängig von der Windrichtung.

Sicherheitsaspekte im Fokus

Diese Regelung bringt operationelle Herausforderungen mit sich. Die erzwungene Betriebsrichtung kann insbesondere bei ungünstigen Windverhältnissen sicherheitsrelevant sein. Entsprechend hoch ist der Druck auf alle Beteiligten, eine tragfähige und sichere Lösung zu finden.

Im Rahmen eines behördlich beauftragten luftfahrttechnischen Gutachtens wurde die Frage untersucht, unter welchen Voraussetzungen ein eingeschränkter Betrieb trotz der bestehenden Hindernissituation vertretbar ist. Grundlage hierfür ist ein von der Haltergemeinschaft vorgelegtes Betriebskonzept, das eine schrittweise Wiederaufnahme vorsieht.

Zwei-Phasen-Modell und laufendes Verfahren

Gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft Reutte wurde ein zweistufiges Vorgehen definiert. In einer ersten Phase erfolgt die derzeitige, vorübergehend eingeschränkte Nutzung. Diese ist unter anderem durch entsprechende NOTAMs geregelt und erfordert von Pilotinnen und Piloten eine besonders sorgfältige Flugvorbereitung.

Parallel dazu laufen die Verfahren zur Wiederherstellung eines uneingeschränkten Betriebs. Trotz bereits durchgeführter Vermessungen sowie naturschutzrechtlicher Genehmigungen für notwendige Rodungsmaßnahmen im Herbst 2023 ist eine automatische Freigabe bislang ausgeblieben. Stattdessen wurde ein umfassendes luftfahrtrechtliches Verfahren eingeleitet.

Die zuständige Behörde prüft derzeit intensiv die eingereichten Vorschläge für An- und Abflugverfahren. Im Zentrum stehen dabei insbesondere die flugbetriebliche Umsetzbarkeit sowie die Einhaltung aller Sicherheitsanforderungen.

Verein setzt auf baldige Entscheidung

Für den Flugsportverein Reutte-Höfen ist die anhaltende Einschränkung nicht nur operativ, sondern auch wirtschaftlich belastend. Entsprechend groß ist die Hoffnung auf eine zeitnahe Entscheidung der Behörden.

Die Verantwortlichen gehen derzeit davon aus, dass im Laufe des Frühjahrs eine Lösung gefunden werden könnte. Ziel bleibt die vollständige Wiederherstellung eines flexiblen Flugbetriebs, bei dem Starts und Landungen wieder entsprechend der jeweiligen Windverhältnisse durchgeführt werden können.

Bis dahin gilt: Der Flugbetrieb in Reutte-Höfen bleibt möglich – jedoch unter klar definierten Einschränkungen und mit besonderem Augenmerk auf eine sorgfältige fliegerische Planung.

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Reutte-Höfen: Lösung in Sicht

Seit zwei Jahren herrscht am Flugplatz Höfen (Bezirk Reutte) eingeschränkter Flugbetrieb. Nach einem tödlichen Unfall im August 2023 war der Platz für kurze Zeit komplett gesperrt worden. Nach Neuvermessungen und mehreren Gutachten zeichnet sich nun eine Lösung ab.

Nach einer Totalsperre direkt nach dem Unglück einigten sich die Flugplatzbetreiber mit den Behörden auf einen vorerst eingeschränkten Flugbetrieb. Starts und Landungen durften seitdem nur in Richtung Lechtal erfolgen. Diese Regelung galt bereits, nachdem vor zwei Jahren ein Flugzeug auf ein Hausdach gestürzt war. Dieser eingeschränkte Flugbetrieb soll aber spätestens kommenden März der Geschichte angehören, so hofft man zumindest in Höfen.

Flugplatz-Umgestaltung liegt bei der BH
Aus einer Neuvermessung habe sich ergeben, dass rund um den Flugplatz einige Bäume zu hoch seien. Diese müssten laut Haltergemeinschaft, die den Flugplatz betreibt, gestutzt werden. Das wollte man bereits vergangenen November tun. Allerdings bremste in dieser Sache offenbar die zuständige Bezirkshauptmannschaft Reutte. „Die Behörde ist jetzt soweit, dass sie kompetente Sachverständige zugezogen hat. Wir erarbeiten mit diesen ein Konzept, wie wir die Hindernissituation bereinigen können“, so Wolfgang Falch, der Obmann des Flugsportvereins Reutte-Höfen.

„Der BH Reutte liegt ein entsprechender Antrag seitens des Betreibers des Flugplatzes zur Umgestaltung der Abflugsituation vor, der momentan in Begutachtung durch Sachverständige aus verschiedenen Fachbereichen ist“, hieß es auf ORF-Nachfrage in der zuständigen Bezirkshauptmannschaft. Interview wollte man zum jetzigen Zeitpunkt keines geben.

Anflugfläche soll gedreht werden
Aber nicht nur zu hohe Bäume sollen gestutzt werden, auch der An- und Abflugwinkel soll geändert werden. „Das ist ein ganz offiziell mögliches Verfahren, dass man die An- und Abflugfläche leicht dreht. Das wäre auch unser Wunsch, weil zugleich damit Bäume kaum tangiert würden“, so Falch. Auch für diese Änderung werde ein Konzept erarbeitet.

Realistisch gesehen, werde man die aktuelle Flugsaison im eingeschränkten Flugbetrieb beenden müssen. Die Flugplatzbetreiber hoffen, dass über kommenden Winter eine neue Vereinbarung zur Bereinigung der Situation zustande kommt. „Und wir dann ab kommender Saison – also ab 1. März – in eine ganz normale Flugsaison starten können“, so Falch.

Massiver finanzieller Schaden für Flugplatzbetreiber
Nach wie vor hätte man beim Flugplatz Reutte-Höfen aber mit den finanziellen Nachwehen zu kämpfen. Vor allem die Totalsperre vor einem Jahr spüre man massiv. „Der Schaden geht in die Zehntausende. Wir haben kaum Einnahmen aus Landegebühren. Es wird auch praktisch nicht mehr getankt“, so der Obmann des Flugsportvereins Reutte-Höfen. Aber nicht nur der Flugplatz direkt sei betroffen, „auch die Gastro und die Hotellerie in der Umgebung hat darunter gelitten.“

Die Totalsperre vor einem Jahr können man in Höfen allerdings noch immer nur schwer nachvollziehen. „Weil der Flugplatz nicht Schuld ist an diesen drei Unfällen. Wir haben inzwischen amtliche Feststellungen der drei Unfallursachen der letzten zwei Jahre. Alle stellen ganz klar fest, dass der Flugplatz nichts damit zu tun hat“, so Falch im ORF-Interview. Abschlussberichte hätten festgestellt, dass es aufgrund Pilotenversagen zu den Unfällen gekommen sei. Quelle: ‚ORF Tirol‚.