Die Segelfluggruppe Birrfeld organisiert vom 30. April bis zum 3. Mai 2026 die diesjährige regionale Segelflugmeisterschaft.
Der Wettbewerb wird in zwei Klassen ausgetragen: einer gemischten 15-Meter-Klasse und einer offenen gemischtenKlasse. Die Einteilung der Segelflugzeuge in die jeweilige Klasse erfolgt anhand ihres Indexes. Flugzeuge mit einem Index bis einschließlich 111.5 starten in der 15-Meter-Klasse.
Die Veranstalter heissen Piloten aus der Schweiz sowie aus den Nachbarländern willkommen und freuen sich auf zahlreiche Anmeldungen.
Vom 14. bis 17. Mai 2026 wird Courtelary erneut zum Treffpunkt der Westschweizer und Jurapiloten: Die Regionalmeisterschaft (RM) Romand-Jura steht auf dem Programm. Der traditionsreiche Wettbewerb verspricht anspruchsvolle Aufgaben im Jura und attraktive Wettbewerbstage am bekannten Segelflugstandort LSZJ Courtelary.
Die Anmeldungen sind ab sofort offen. Für die definitive Teilnahme ist eine Anmeldegebühr von CHF 100.– zu entrichten, für Teilnehmende unter 25 Jahren CHF 50.–. Voraussetzung für die endgültige Zulassung ist der Zahlungseingang sowie die Genehmigung durch das Organisationskomitee.
Organisation mit Tradition und Kompetenz
Die RM Romand-Jura wird primär von der Segelfluggruppe Biel (SG Biel) in enger Zusammenarbeit mit der Groupe de vol à voile de Courtelary organisiert, die den Flugplatz Courtelary betreibt. Der Platz gilt seit Jahren als Kompetenzzentrum für den Segelflug im Jura und ist regelmässig Austragungsort regionaler und überregionaler Wettbewerbe.
Kontakt und Anmeldung
Interessierte Pilotinnen und Piloten finden das Anmeldeformular zur RM Romand-Jura 2026 in Courtelary online. Kontakt: Bernard Meylan, championnat(at)gvvc.ch. Das Organisationskomitee freut sich darauf, die Teilnehmenden im Mai 2026 in Courtelary begrüssen zu dürfen.
Die RM Dittingen im Spätsommer ist eine seltene, aber umso attraktivere Gelegenheit, den Jura besser kennenzulernen – und das in bester Gesellschaft. Die Dittinger organisieren ihre Anlässe mit viel Eigeninitiative, entsprechend gross sind die Abstände zwischen den Wettbewerben. Bereits 2022 war die AFG – Akademische Fluggruppe Zürich zu Gast, musste sich damals jedoch den Lokalmatadoren geschlagen geben: Pfeffermühle und Podest blieben im Baselbiet. 2025 folgt der nächste Anlauf – diesmal mit zwei AFG-Teams:
Team AI mit AI Ephraim Friedli und PIC Emmanuel Heer sowie Team AT mit AI Pascal Schiller und PIC Raphael Zimmermann. Die Mission ist klar: Angriff auf die Pfeffermühle. Ob gegen die eingesessenen Flieger-Familien (Durrer, Misun & Co.) eine Chance besteht, wird sich zeigen.
Mittwoch, 13. August – Anreise
Am späteren Nachmittag treffen wir uns im Birrfeld, rüsten die Flugzeuge und fahren nach Dittingen. Ziel: bereits am Vorabend aufstellen und verpflocken, um am ersten Renntag Zeit zu sparen. Ein Wespennest in Box 6 sorgt gleich für den ersten Aufreger – Raphi wird beim Öffnen der Tür in den Hals gestochen, glücklicherweise ohne Folgen. Dass die Wespen uns diese Woche noch begleiten würden, ahnen wir da noch nicht.
Das Aufstellen auf dem stark geneigten Gelände verlangt ungewohnte Kraftakte. Dittingen ist eben speziell: Start talwärts, Landung bergwärts – unabhängig vom Wind. Bremsklötze werden unsere ständigen Begleiter. Nach dem ersten Schweissbad folgt das verdiente Bier in der Beiz. Die Dittinger sind bereits im Vorstartmodus – langweilig wird diese Woche sicher nicht.
Übernachtet wird geteilt: Pascal und Emmanuel pendeln nach Hause, Ephraim und Raphi beziehen Quartier im Hotel Central in Laufen. Morgen geht’s los.
Donnerstag, 14. August – Erster Renntag
Ein vorsichtiger Auftakt: AAT im Westjura, 90 Minuten Taskzeit. Die Thermik setzt spät ein, die Bedingungen bleiben verhalten.
Ein grosser, grosser Cumuli, tief über dem Jura – wo ist der Schlauch?
Team AT
Der Start gelingt nur mühsam, Höhen sind knapp. Erst ein mutiger Entscheid bei einem Gleitschirm nördlich des Grenchenbergs bringt die Wende: ein kräftiger Schlauch, erstmals über 2’000 m. Das Muster des Tages wird klar – Ablösungen am Hangfuss funktionieren besser als oben. Mit guter Linienwahl zwischen Pieterlen und Neuenburg drücken wir den Speed über 100 km/h. Kurz vor Schluss wird es nochmals eng, doch ein letzter Schlauch an der Läberen reicht für den Heimflug. Landung in Dittingen – und bald ist klar: Tagessieg. Ein starker Auftakt.
Das gefällt uns schon besser, eine Konvergenz am Jura zum ‚Fräsen‘. Da spielt’s auch keine Rolle, wenn die Konkurrenz Mal höher fliegt.
Team AI
Der Tag beginnt hektisch: Eine Flügelmutter fällt beim Sauerstoffeinbau in den Rumpf, die Sitzwanne muss nochmals raus. Gerade noch rechtzeitig startklar.
In der Luft kämpfen wir lange ums Oben Bleiben, finden aber an der ersten Jurakrete Anschluss. Die Aufgabe wird angeflogen, jedoch mit wenig Reserve. Am Ende reicht es nicht – Aussenlandung in Grenchen. Dank schneller Organisation sind wir dennoch bald zurück in Dittingen. Der Blick geht nach vorne: Morgen wird besser.
Freitag, 15. August – Abgestochen …
Die Prognose verspricht bessere Bedingungen, die Aufgaben werden länger – erneut AAT im Westjura.
Team AI – Wespenstich statt Wertung
Der Tag endet, bevor er richtig beginnt: Während der Startverschiebung wird Emmanuel von einer Wespe in die Zunge gestochen – direkt aus dem Sandwich heraus. Die Schwellung macht Fliegen unmöglich. Vier Stunden Beobachtung im Gesundheitszentrum Laufen ersetzen den Renntag. Segelfluggefühl immerhin dank piepsendem Monitor.
Team AT – Durchhalten zahlt sich aus
In der Luft baut sich das Wetter zunächst gut auf, später wird es anspruchsvoll. Schauer, Abschattungen und schwache Aufwinde zwingen zum defensiven Fliegen. Racing wird zum Überlebensmodus. Mit Hangaufwind und einer klugen Linie über Chasseral, Montoz und Weissenstein schaffen wir es zurück nach Dittingen. Nur sechs Flugzeuge beenden den Task – wir liegen auf Rang vier. Halbzeit: Die Pfeffermühle ist noch drin, auch wenn das Leadertrikot vorerst an die Familie Misun geht.
Samstag, 16. August – Wechselwetter
Das Wetter bleibt unbeständig, die Aufgabe anspruchsvoll. Ziel: möglichst fehlerfrei bleiben.
In der Dauerhitze Mal eine Abkühlung, nur wäre uns diese am Boden lieber.
Team AT
Frühes Absaufen droht, ein letzter schwacher Aufwind in der Klus hält uns im Rennen. Nach Startfreigabe fliegen wir mit niedrigen Höhen los. Erst ein Vogel zeigt den rettenden Schlauch – ein Schlüsselmoment. Im Osten dreht das Wetter erneut, die Klus funktioniert nicht mehr, der Passwang wäre riskant. Der Rückzug kostet Höhe, doch bei Balsthal gelingt das Ausgraben. Der Speed leidet, aber wir kommen erneut nach Hause. Rang vier – und das Leadertrikot kehrt knapp zurück.
Team AI
Nach dem Nuller vom Vortag bleibt der Tag schwierig. Früher Abflug, wenig Höhe, schliesslich Aussenlandung in Platznähe. Immerhin logistisch unkompliziert. Der Duo wird gleich wieder aufgebaut – morgen zählt’s.
Sonntag, 17. August – Finale
Gutes Wetter, aber nichts geschenkt. Nordwind macht die Linienwahl knifflig.
Team AT
Abflug auf der ersten Krete, moderate Höhen. Wir gehen mit dem ersten Pulk. Anfangs fehlt der Speed, später helfen Hangaufwinde an der Nordseite. Taktisch lernen wir dazu. Ein möglicher Rechenfehler bei der Reserve sorgt kurz für Nervosität, doch der direkte Kurs über Erschwil geht auf. Der Task wird ohne Kreisen beendet. Früh zurück, aber nicht als Schnellste – die Gesamtwertung bleibt offen.
Team AI
Heute klappt es endlich. Diszipliniert im Pulk, gute Linienwahl, saubere Wende bei Sainte-Croix. Der Rückflug wird zäher, doch ein Blick auf die eingestellte Sicherheitshöhe bringt die Erkenntnis: Es reicht längst. Landung in Dittingen – Aufgabe geschafft.
Entscheidung und Ausklang
Beim Feierabendbier treffen sich beide AFG-Teams, dann die Rangverkündigung. Team AT verliert am letzten Tag etwas Boden – das Polster war dünn.
Das Siegerpodest – umzingelt von Lokalmatadoren konnte sich Team AT hauchdünn durchsetzen.
Dann die Überraschung: Gesamtsieg mit einem Punkt Vorsprung. Über die gesamte Wettbewerbsdistanz entspricht das rund einem halben Kilometer. Die Freude ist gross. Sieger aus dem Baselbiet, gefeiert in bester Gesellschaft. Die RM Dittingen lebt von echter Vereinsatmosphäre – und wir spielen bereits mit dem Gedanken an die Titelverteidigung.
Ein grosses Dankeschön an die Organisatoren, das AFG-Team vor Ort und das Mitfiebern im AFG-Chat.
Autoren: Ephraim Friedli, Emmanuel Heer, Pascal Schiller und Raphael Zimmermann in der „Birrfelder Flugpost“.
Anmeldegebühr: 120 CHF und 60 CHF für Personen unter 25 Jahren (wird später eingezogen). Weitere Informationen werden Ihnen nach der Anmeldung zugesandt.
Vier Tage lang bot die Regional-Meisterschaft in Dittingen ein abwechslungsreiches Programm mit spannenden Flügen, herausfordernden Wetterlagen und geselligem Miteinander.
Tag 1 – Heisser Auftakt
Der erste Tag stand ganz im Zeichen der Hitze. Warmluft und fehlende Wolken erschwerten die Thermik, weshalb der Start in den Nachmittag verschoben wurde. Vor dem Abflug sorgte der RM-Pool für Abkühlung. Einige Piloten meisterten die Aufgabe trotz der schwierigen Bedingungen, andere entschieden sich frühzeitig fürs Wasser. Zwei Flugzeuge landeten ausserhalb, beide sicher. Ein gemeinsames Abendessen rundete den Tag in guter Stimmung ab.
Tag 2 – Gewitterstimmung
Am zweiten Tag stellte sich die angekündigte Thermik ein – begleitet von typischen Sommergewittern. Nach einem verzögerten Start waren die Bedingungen zunächst vielversprechend, bis Cumulonimbus über Schwarzwald und Elsass die Thermik im Jura abschwächten. Einige Piloten mussten in Grenchen zwischenlanden. Trotzdem wurde es ein gelungener Flugtag, gekrönt von einem stimmungsvollen Abendessen.
Tag 3 – Kurz, aber anspruchsvoll
Wegen früher Gewitterprognosen wurde die Aufgabe verkürzt und der Start vorgezogen. Sinkende Wolkenbasen machten den Tag zusätzlich spannend. Ein Doppelsitzer musste kurz vor Dittingen aussenlanden, blieb aber unbeschadet. Überraschend entwickelte sich das Wetter besser als erwartet: Zwölf von fünfzehn Teams beendeten die Aufgabe erfolgreich. Der Abend klang gemütlich mit Risotto und Wein aus.
Tag 4 – Warten lohnt sich
Der Schlusstag begann neblig, doch die Sonne setzte sich durch und brachte die Thermik in Gang. Die kürzere B-Task erwies sich als richtige Entscheidung, da die Wolken am Nachmittag rasch auflösten. Alle Flugzeuge kehrten sicher zurück. Die Regional-Meisterschaft endete mit Siegerehrung und Spaghettiplausch bei Sonnenschein.
Das Podium
Spannung bis zum Schluss: Nur wenige Punkte entschieden über die Platzierungen. Dank der grosszügigen Sponsoren erhielten alle Teilnehmenden ein Erinnerungspräsent.
Raphael Zimmermann & Pascal Schneider (Akaflieg) – Arcus T – 1’892 Punkte
Jaroslav & Patrick Misun (SG Dittingen) – Arcus T – 1’891 Punkte
Philipp Durrer (SG Dittingen) – ASH26e – 1’863 Punkte
Fazit
Die Regionalmeisterschaft 2025 in Dittingen zeichnete sich durch packende Wettbewerbe, wechselhaftes Wetter und eine starke Gemeinschaft aus. Die Segelflug-Gruppe Dittingen dankt allen Piloten, Helfern und Sponsoren herzlich für ihren Einsatz – ohne ihre Unterstützung wäre dieser Anlass nicht möglich gewesen.
Dieses Jahr organisiert die West-Schweizer Regionalmeisterschaft die Segelfluggruppe Bex. Sie wird vom 1. bis 4. August 2024 stattfinden. Die Soaringspot-Website zur Anmeldung für den Wettbewerb finden Sie hier. Die Segelfluggruppe ‚Les Martinets‘ aus Bex freut sich auf Pilot/-innen, die in der Region Wallis und Mont Blanc fliegen und Urlaub machen möchten.
Aus Wetter- und Infrastrukturgründen wurde die ursprünglich vom 18.05. bis am 21.05.2023 vorgesehene RM 2023 in Gruyères vom 29. Juni bis am 2,. Juli 2023 verschoben. Plätze sind noch vorhanden. Quelle: ‚Segelfluggruppe Gruyères‚.
Am Wochenende vom 6. & 7. Mai und 13. & 14. Mai haben sich Pilotinnen und Piloten im Streckenflug auf dem Flugplatz Birrfeld gemessen. Erfahre hier mehr über die Erlebnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Quelle: ‚SFVS‚.