Am 7. März 2026 fand im Clubheim der Segelfluggruppe Bensheim ein Treffen zum Thema Wellen- und Hangflug statt. Die Organisatoren Peter Franke (SFZ Ludwigshafen-Dannstadt) und Andreas Maurer (DJK Landau) luden Segelflieger aus dem Südwesten zu verschiedenen Vorträgen ein.
Hangflug und Luftraum
Reimar Möller, Controller am Verkehrslandeplatz Mannheim (EDFM), beleuchtete den Hangflug aus Sicht der Flugsicherung. Er erklärte die Konflikte zwischen Segelflug-Zeugen am Hang und Motorflugzeugen im IFR-Anflug. Möller betonte die Bedeutung von ICAO-Karten, auf denen IFR-Sektoren und Endanflughöhen verzeichnet sind. Zudem riet er dringend zur Nutzung von Transpondern und zur aktiven Kommunikation über Funk, da Kollisionswarngeräte (ACAS/TCAS) keine FLARM-Signale auswerten.
Ausweichen am Hang
Andreas Weskamp (SFG-Bensheim) behandelte die Hangflugregeln der Segelflug-Ordnung (SPO). Er wies darauf hin, dass bei hohem Verkehrsaufkommen am Hang Ausweichregeln essentiell sind. Da die SPO-Regeln für steile Hänge konzipiert wurden, bedürfen sie am Bergsträßer Hang oft einer örtlichen Anpassung. Weskamp empfahl funktionierende FLARM-Geräte und Haubenblitzer, während Parallel- und Pulkflug vermieden werden sollten.
Wellenflüge und Außenlandungen
Klaus Leitner und Peter Franke teilten Erfahrungen und Fotos von Wellenflügen, einschließlich der Rheinüberquerung bei Westwelle. Ein Schwerpunkt lag auf den Vorbereitungen und der Wetteranalyse. Zudem wurde ein Fallbericht über eine winterliche Außenlandung nach Triebwerksausfall besprochen. Die Piloten landeten sicher auf einem Feld, was eine Diskussion über die Risiken von Wellenflügen bei zunehmender Feuchtigkeit anregte.
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