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Spektakuläre Segelflieger-Höhenflüge

Dank starker Westwinde über den Taunushängen flogen Segelpiloten des Luftsportclubs Bad Homburg bis 2800 Meter hoch. Vor Kurzem gelangen einigen Segelflugpiloten des Luftsportclub Bad Homburg e.V. (LSC) spektakuläre Höhenflüge bis auf 2800 Meter hinauf. Was sonst nur im Hochgebirge möglich ist, ereignete sich an diesem Tag bei starkem Westwind über den Taunushängen: Stichwort: Wellen-Bildung! Sogenannte Leewellen sind ein Resonanzphänomen: Im Lee, also rückseitig eines angeblasenen Gebirgszuges, können sich bei entsprechend starken Windströmungen Wellen bilden, die sich in immer größere Höhen aufschaukeln. In solch „laminarer“, also gleich mäßig fließender und nach oben steigender Luft, trifft der Segelflieger ein hohes, konstantes Steigen an. Ganz anders als in der sommerlichen Thermik, wo unter Wolken kreisend Aufwindzonen ausgenutzt werden. Durch die hohen Windgeschwindigkeiten von 80 Kilometern pro Stunde und mehr, können die relativ langsam fliegenden Segelflugzeuge scheinbar auf der Stelle stehen, sie bewegen sich über Grund nicht mehr. „Das ist dann ein Gefühl wie auf dem Hochsitz und man kann ich aller Ruhe die Landschaft studierten und genießen“, beschrieb Pressereferent Horst-Walter Schwager dieses Erlebnis. Insgesamt acht solche Wellenflüge wurden am Samstag, 12. Oktober, ab Mittag in einer Aufwindwelle über Neu-Anspach erflogen. Besonders herausragend waren dabei der Flug von Dirk Beerbohm auf der vereinseigenen ASG-29 bis auf 2800 Meter Höhe. „Dafür stand ich natürlich per Funk mit der Frankfurter Flugsicherung im Kontakt und habe mir eine Höhenfreigabe geholt“, berichtete der glückliche Pilot. Denn eigentlich darf man beim LSC wegen des nahen Frankfurter Flughafens nicht höher als 1350 Meter über Grund fliegen – das ist der „Deckel“, wie die Piloten sagen. Voraussetzung für Freigaben darüber ist ein im Flugzeug eingebauter Transponder, sodass die Fluglotsen einen Segelflugzeug genau wie ein Verkehrsflugzeug auf ihrem Kontrollschirm sehen können. Quelle: ‚Usinger-Anzeiger‚.

Saisonstart in Südfrankreich naht.

Es sind nur noch wenige Wochen bis zum Saisonstart in die erste, kräftige Frühjahrs-Thermik – zum Beispiel in Sisteron in Südfrankreich. Das Video des Schweizers Hanspeter Wetli zeigt Thermik- und Wellenflüge des Frühlings 2018. Sehenswert und fein vertont.