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Jagd auf Luftraumdaten eröffnet

Behörden wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), die Deutsche Flugsicherung (DFS) oder AustroControl verfügen ständig Luftraumänderungen. In diesem Jahr sind zahlreiche Anpassungen der angespannten militärischen Situation geschuldet. Die dazu gehörenden Luftraumdaten werden jedoch weder von allen Landes-Behörden noch von allen Instrumenten-Herstellern rechtzeitig bis zur Einführung der neuen kontrollierten Lufträume zur Verfügung gestellt. Was bei gedrucktem Kartenmaterial einigermassen funktioniert, klappt im digitalen Bereich schlecht bis gar nicht.

Ein funktionierendes System erfordert Verbindlichkeit: Wenn eine Behörde über neue Lufträume verfügt, ist es ihre Pflicht, sicherzustellen, dass Industrie, Geräte-Hersteller oder Verbände die passenden Daten in zuverlässigen, kontrollierten und auf die im Markt gängigen Geräte passenden Formaten verfügbar sind. Dies muss zu einem klaren Stichtag, etwa am 1. März erfolgen – analog zur Bereitstellung der gedruckten Papierkarten. Andernfalls dürfen eigentlich keine Luftraum-Anpassungen in Kraft gesetzt werden – weil m.E. die Voraussetzungen dafür fehlen.

Die jährlich wiederkehrende Jagd nach Luftraum-Daten stellt sich für manche Piloten und im Verein dafür verantwortliche Unterhalts-Personen seit Jahren wie folgt dar:

  • Kartenkauf: Erwerb gedruckter Karten, um im Cockpit eine übersichtliche Vorbereitung zu gewährleisten. Die dabei auftretenden Lieferverzögerungen zeigen das Problem im Grunde genommen am deutlichsten auf.
  • Datensuche: Aufwendige Recherche nach offiziellen, inoffiziellen und teilweise «streng geheimen» Quellen für digitale Luftraumdaten. Die Situation variiert je nach Land: In der Schweiz liefert etwa der Segelflugverband Daten, in Österreich die AustroControl, in Deutschland ebenfalls die Verbände und in Frankreich Plattformen wie planeur.net, welche teilweise durch verdankenswerte, private Einzel-Initiativen die Daten überhaupt rechtzeitig bereitstellen.
  • Datenaufbereitung: Programmierung eines KI-Agenten oder bei vorhandenen Fachkenntnissen manuelle Konvertierung, um die gefundenen Daten in das spezifische Format des jeweiligen Endgeräts im Cockpit umzuschreiben. Dies erfordert oft mehrere aufwendige Versuche von Daten-Uploads direkt auf dem Flugplatz/am Flugzeug und im Grunde genommen auch spezifische Software-Kenntnisse.

Die Suche nach aktuellen, gültigen und korrekt formatierten Luftraumdaten erweist sich in der Praxis als aufwendig und mit oft unbefriedigendem Resultat. Intensive Recherchen bei offiziellen und inoffiziellen Quellen führen regelmässig ins Leere. Folgende Beispiele illustrieren die Problematik:

  • Italien (ENAV): Die italienische Flugsicherung ENAV macht aus Luftraumdaten ein gut gehütetes Geheimnis. Weder offiziell noch über private Anbieter sind verlässliche Datensätze im benötigten OpenAir-Format frei und vor allem rechtzeitig zugänglich. Bei der Verhängung von Strafen für Luftraumverletzungen agieren die Behörden hingegen schnell und richtig grosszügig.
  • Frankreich (SIA): Die französische SIA bietet zwar einen tollen Service, stellt diesen jedoch exklusiv in französischer Sprache und auf einer leider etwas unübersichtlichen Webseite zur Verfügung. Die Daten werden oft zu spät publiziert. Inoffizielle Quellen wie planeur.net dienen als Ersatz , bieten aber keine behördliche Garantie auf Richtigkeit.
  • Gerätehersteller: Auch Hersteller von Navigationsgeräten (z.B. LX Navigation) stellen die Daten nach meiner Erfahrung nicht rechtzeitig zum Saisonstart in den benötigten Formaten bereit, obwohl dies ihre primäre Stamm-Kundschaft betrifft.

Luftraumverletzungen nicht erstaunlich

Es erstaunt nicht, dass es unverändert zu viele Luftraumverletzungen gibt, wenn Piloten ausserstande sind, die digitalen Grundlagen dafür zeitgerecht zu beschaffen. Es wirkt, als diskutiere man noch über die Länge des Urmeters, während die Mess-Toleranzen in der Luftfahrt als Grundlage für die Bussenverteilung längst in Millimetern festgelegt werden.

Die zeitgerechte und formatgerechte Bereitstellung dieser Daten ist eine zentrale Aufgabe für BAZL, DFS, AustroControl, ENAV und SIA. AustroControl zeigt, dass dies machbar ist. Eine Lösung, welche Behörden und Industrie in die Pflicht nimmt, ist überfällig.

Nur abonnierte Dienste liefern

Selbstverständlich benutze ich ein Kniebrett-Tablet mit einer abonnierten Moving- und Navigations-App, derzeit SkyDemon. Diese ist aufgrund seines Software-Modells ständig aktuell, weil die Daten zentral verwaltet und aktuell gehalten werden.

Und inzwischen sind sogar die zeitlichen Limitationen oder flugzeugspezifischen Einschränkungen direkt beim Clicken auf den Luftraum ersichtlich (z.B. LFR 30 B und C am Mont Blanc (Bild oben) , was in früheren Jahren nicht der Fall war und in der Luft (wo man besser fliegen sollte, statt ein mehrseitiges, womöglich fremdsprachiges Dokument analysieren zu müssen), für Konfusion sorgte, weil die Einschränkungen nicht erwähnt waren.

Wenn es Bezahl-Abos schaffen, die Luftraumdaten aktuell zu halten, warum sind dann die Segelflug-Instrumenten-Anbieter und ein Teil der Behörden dazu nicht in der Lage? Und ja, eigentlich will ich mein Segelflugzeug-Cockpit nicht mit einem zusätzlichen Tablett überladen, sondern stets gut nach draußen sehen können.

Was für Sie trotzdem jetzt schon verfügbar ist: Eine Übersicht der aktuell verfügbaren Luftraumdaten für die meisten europäischen Länder ist aufgrund meiner jährlich wiederkehrenden, schlechten Erfahrungen inzwischen – so komplett es geht – hier auf flieger.news aufgeschaltet.

Fliegen Sie schon oder wischen Sie noch?

Das moderne Segelflug-Cockpit gleicht zunehmend einer Hightech-Kommandozentrale. Doch die Fülle an Informationen und die Bedienung der Geräte bergen eine massive Gefahr: die Ablenkung. Wir analysieren, wie aus nützlichen Helfern schnell gefährliche Zeitfresser werden und wie Piloten die Kontrolle behalten.

Autor Ernst Willi

Ständig das Smartphone im Gesicht
Erinnern Sie sich an die ursprüngliche Idee des elektrischen Variometers? Es wurde anno dazumal erfunden, damit wir die Augen aus dem Cockpit nehmen, uns auf die Aussenwelt konzentrieren und die Thermik nach Gehör finden und zentrieren können, statt permanent und gebannt auf eine Nadel zu starren. Heute, Jahrzehnte später, scheint sich das Blatt zu wenden, die Erfahrungen aus der Vergangenheit werden «in den Wind geschlagen». Eine wachsende Zahl von Bildschirmen, Smartphones und Tablets bewirbt sich um die Aufmerksamkeit der Pilot/-innen. Das heute alltägliche Strassenbild, geprägt von Menschen, die mit gesenktem Kopf auf ihre Smartphones starren, während Sie z.B. tollkühn und ohne nach links oder rechts zu schauen, eine stark befahrene Strasse überqueren, wiederholt sich jetzt überflüssigerweise auch noch im Cockpit.

Bildquelle: Holger Weitzel in seiner ASH 31 im Anflug auf Rothenburg / Schleicher Flugzeugbau

Vier Dimensionen auf einem Blatt Papier

Die Notwendigkeit präziser, digitaler Informationen ist unbestritten. Immer kompliziertere Lufträume können auf Papierkarten kaum noch vernünftig in den zur Verfügung stehenden zwei Dimensionen dargestellt werden, die dritte Dimension muss man sich vorstellen können und die Zeitachse (wenn ein Luftraum während bestimmter Fristen genutzt werden kann oder eben gesperrt ist) fehlt auf dem Papier ganz oder ist auf der Kartenrückseite so kompliziert formuliert, dass man selbst am Schreibtisch mehrere Minuten suchen und interpretieren muss, was gemeint ist. Ich weiss ja nicht, wie es Ihnen damit geht, aber mein Hirn ist beim Fliegen stark von dieser für Fussgänger «unnatürlichen Situation» gefordert, mir fehlt die Kapazität, dabei auch noch komplizierte Inhalte zu bewerten und zu verstehen.

Online-Informationen wie Moving-Map-Daten und Kollisions-Warnungen mit anderen Flugzeugen in der Nähe, Wetter-Entwicklungen oder thermische Aktivitäten sind objektiv eine grosse Hilfe beim Pilotieren eines Flugzeuges. Tools wie WeGlide CoPilot liefern alle zwei Sekunden aktualisierte Live-Aufwinde, alle fünf Minuten frische Satelliten-Bilder und eine zwei-minütlich neu berechnete Thermik-Basishöhen-Karte. Doch die sichere und schnelle Bedienung dieser unterschiedlichen Systeme braucht Übung, und die Benutzeroberflächen sind oft hakelig oder netter ausgedrückt «nicht immer ausgereift». Die Disziplin «User Interface Design» hat es nicht überall in die Soft- und Hardware-Manufakturen geschafft. Die Verlockung, sich in den unzähligen Funktionen zu verlieren, ist daher gross – und potenziell gefährlich.

Das schlimme Resultat des Versuches, im Einsitzer freihändig einen geländenahen Flug mit dem Smartphone zu filmen.

Filmen bis in den Tod

Ein besonders tragischer Fall aus dem Jahr 2016 zeigt die Konsequenzen solcher Ablenkung in ihrer schlimmsten Ausprägung. Ein erfahrener Segelflugpilot stürzte an der Lenk im Simmental in den Berner Alpen tödlich ab. Er war an jenem Tag unterwegs, um seine tausendste Flugstunde zu fliegen – am Abend war ein kleines Fest geplant. Der Schlussbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) kam zu einem erschütternden Ergebnis: Der Pilot war durch das Filmen mit seinem Smartphone so abgelenkt, dass er die kritisch geringe Geschwindigkeit von nur 80 km/h in unmittelbarer Geländenähe und die drohende Kollision mit dem Gipfel des «Mittaghore» nicht realisierte. Das Mobiltelefon wurde nach dem Unfall weitgehend unbeschädigt aufgefunden. Er filmte seinen eigenen Absturz.

Gefahren-Situation:Kritische Annäherung an Gelände bei zu geringer Geschwindigkeit (80 km/h). Keine Reaktion des Piloten auf die drohende Bodenberührung.
Ursache:Vollständige Ablenkung des Piloten durch das Filmen mit dem Smartphone. Die visuelle und mentale Kapazität war durch die nicht-fliegerische Tätigkeit gebunden.
Lösung:Absolute Priorisierung der Flugführung. In kritischen Flugphasen (Start, Landung, Geländenähe, Thermikkreisen) haben Kameras und Smartphones beim PIC im Cockpit nichts zu suchen. Aufnahmen nur in sicherer Höhe, bei stabilen Bedingungen und idealerweise durch einen zweiten Piloten oder mit fest installierten, automatisierten Kamerasystemen.
Fazit:Keine Aufnahme ist es wert, sein Leben oder das der Passagiere zu riskieren. Die primäre Aufgabe des Piloten ist die sichere Flugführung. Jede andere Tätigkeit ist sekundär und muss bei der geringsten Zunahme der Arbeitsbelastung sofort unterbrochen werden.

Digitale Überlastung im Einsitzer

Die Verlockung ist gross: Das Smartphone mit Apps wie WeGlide CoPilot liefert Live-Daten zu Thermik-Hotspots und Satellitenbilder, das Hauptinstrument warnt vor Luftraumverletzungen, die Moving-Map navigiert bei einwandfreier GPS-Verbindung sicher zur nächsten Wegmarke. Was im Doppelsitzer mit einem Copiloten, der die Systeme bedient, ein Vorteil sein kann, wird im Einsitzer schnell zur Überlastung. Der Pilot muss seine Aufmerksamkeit zwischen der Beobachtung des Luftraums, der Steuerung des Flugzeugs und der Bedienung mehrerer, teils komplizierter Geräte aufteilen.

Software-Probleme in der Luft lösen ist keine Option.

Ein Beispiel aus dem Motorflug illustriert dies eindrücklich: Während eines Checkfluges, den ich auf dem Logenplatz auf der Rückbank miterleben durfte, geriet die gesamte Situation aus den Fugen, weil der Pilot lange Zeit versuchte, auf seinem modernen Tablet Anflugkarten als PDF zu laden, die sich nicht öffnen liessen (weil sein PDF-Reader nicht aktualisiert war und sich die Software ohne Internetverbindung während des Fluges nicht davon abbringen liess, sich updaten zu wollen). Die Navigation, Kommunikation und das eigentliche Fliegen wurden von Flugzeugführer komplett vernachlässigt, bis der Fluglehrer eingreifen musste und dem Piloten den unmissverständlichen Befehl gab, jetzt das Tablett einfach auf dem Rücksitz zu legen und nur noch zu fliegen. Das Debriefing fiel etwas ungemütlich aus, der Checkflug scheiterte krachend und musste (ohne Tablett) wiederholt werden. Seither führe ich selber auf allen Flügen immer als Backup eine «Papier-Version» der Flugvorbereitung mit, welche ich in der Kniebrett-Ablage nach dem immergleichen System griffbereit ablege, damit ich es auch mit verbundenen Augen finde.

Wenn man das „Tablet-Kniebrett“ über seine Halterung und ein Klett-Gummiband am Oberschenkel fixieren kann, stört das Tablet die Sicht nicht, hat meistens einen guten GPS-Empfang und ist auch keine Behinderung in der Flugzeug-Bedienung.
Gefahren-Situation:Kontrollverlust durch kognitive Überlastung bei der gleichzeitigen Bedienung mehrerer Geräte (Moving-Map, Smartphone-App, Live-Wetter, Kommunikation).
Ursache:Versuch, zu viele Informationen gleichzeitig zu verarbeiten und mehrere, nicht perfekt integrierte Systeme parallel zu bedienen. Die Aufmerksamkeit ist im Cockpit gebunden, statt nach aussen gerichtet zu sein.
Lösung:Konsequente Flugvorbereitung am Boden: Alle Systeme (Lufträume, Wegpunkte, Anfluginformationen) vorbereiten, Karten laden, Lufträume aktualisieren. Grosszügige, gut ablesbare Displays statt kleiner „Mäusekinos„. In der Luft: Nur die für die aktuelle Flugphase relevanten Informationen anzeigen und die Geräte-Bedienung auf das absolute Minimum reduzieren. «Papier-Backup» der Flugvorbereitungs-Unterlagen griffbereit mitführen.
Fazit:Die beste digitale Unterstützung ist nutzlos, wenn ihre Bedienung von der Hauptaufgabe, dem Fliegen, ablenkt. Eine perfekte Vorbereitung am Boden ist der Schlüssel zur Reduzierung der Arbeitsbelastung in der Luft.

Backup-Dilemma

Was passiert, wenn die Stromversorgung ausfällt oder eine Software abstürzt? Die Abhängigkeit von der digitalen Technik führt dazu, dass grundlegende (Radio-) Navigations-Fähigkeiten verloren gehen. Wer sich blind auf seine Moving-Map verlässt, verliert schnell die Fähigkeit, sich anhand von markanten Geländepunkten auf einer Papierkarte zu orientieren oder etwa eine Kreuzpeilung mit zwei VOR’s durchführen zu können. Das Argument, dass das Entfalten einer grossen Papierkarte im engen Cockpit früher ebenfalls zu Chaos führte, ist zwar richtig, ändert aber nichts an der Notwendigkeit eines redundanten Systems. Wegen einer Papierkarte stürzt man meistens nicht gleich ab, schon gar nicht, wenn sie vor dem Flug richtig gefaltet worden ist.

Ein weiteres Beispiel verdeutlicht die Gefahr: Wir fliegen mit einem Touring Motor Glider (TMG) über einem uns unbekannten Gelände im Ausland durch eine kontrollierte Flugverkehrszone (Luftraum C). Die Freigabe haben wir bestätigt und fliegen wie angewiesen. Überraschend meldet sich nach einigen Minuten der Controller und fragt angesichts der engen Lufträume nach unserer Position, obwohl er uns dank Transponder auf seinem Radar haben müsste. Ein genauer Blick auf das GPS-basierte Moving-Map-System zeigt noch immer dieselbe Position an wie vor einigen Minuten. Das Gerät ist ‚eingefroren‘. Ziemlich sicher sind wir inzwischen ganz woanders. Die Orientierung über der grossen, fremden Stadt unter uns ist schwierig, alles sieht sich ähnlich und wir wissen nicht sicher, wo wir sind. Die Konversation mit dem Tower klärt die Lage schliesslich. Das GPS war während ca. 10 Minuten ausser Betrieb, ein Neustart erweckt das Gerät endlich wieder zum Leben.

Gefahren-Situation:Orientierungsverlust in kontrolliertem Luftraum (CTR) über unbekanntem Gelände (Grossstadt) durch Ausfall des GPS-Systems.
Ursache:Unbemerkter Ausfall (‚Einfrieren‘) des primären Navigationssystems. Vollständiges Vertrauen in ein einziges elektronisches Gerät ohne mentale Mitführung der Position oder Cross-Check mit anderen Mitteln.
Lösung:Regelmässiger Cross-Check der angezeigten Position mit der Aussenwelt (visuelle Landmarken). Mentale ‚Dead Reckoning‘-Position mitführen. Bei Unstimmigkeiten sofort den Fluglotsen informieren. Ein zweites, unabhängiges GPS-Gerät (z.B. Smartphone-App) als Backup (z.B. durch einen Passagier bedient, bereithalten und dessen Nutzung vorgängig üben.
Fazit:Auch zuverlässige Technik kann unbemerkt ausfallen. Aktive und ständige Positions-Überprüfung durch den Piloten ist unerlässlich. Offene Kommunikation mit der Flugsicherung ist bei Unsicherheiten kein Zeichen von Schwäche, sondern von Professionalität.

Bewusst entscheiden, nicht blind konsumieren

Die Digitalisierung im Cockpit hat zwei Seiten. Richtig eingesetzt, erhöht sie die Sicherheit und den fliegerischen Genuss. Falsch verwendet, führt sie zu gefährlicher Ablenkung und trügerischer Sicherheit. Es liegt in der Verantwortung jedes Piloten, eine bewusste Entscheidung zu treffen: Nutze ich die Technik als unterstützendes Werkzeug, oder lasse ich sie mit mir «Schlitten fahren»? Ihre Antwort auf diese Frage entscheidet darüber, ob Sie wirklich fliegen – oder nur noch wischen. Titelbild von NavITer.

How to Avoid Airspace Infringements

Airspace in Europe is often very complex and avoiding airspace infringements is not always easy for even the most experienced of pilots. But the number of airspace infringements has increased significantly over recent years and we all must work to reverse this trend.

An EASA website provides links to entertaining yet informative videos and pilot guides and suggests useful tips that will help to reduce the risk of airspace infringement and mid-air collision. All materials and links are part of a Europe-wide campaign that has been initiated and supported by the Safety Promotion Network of National Aviation Authorities.

Besides the EASA clip, videos on this page offer examples and scenarios from different European countries. They all tell unique and interesting stories – stories that you can watch whenever you find the time. It is recommended that you start with those videos corresponding to the countries where you want to fly or cross.

What Can You Do?
Before Flight: Plan and prepare your flight, use modern flight planning and navigation software, identify controlled or restricted airspace and turn on your transponder. Also, consult the National Aviation Authority (NAA) or Air Navigation Service Provider (ANSP) websites for additional information and contact your Flight Information Service (FIS).

During Flight: Keep good situational awareness, obtain clearance before entering controlled airspace and report if you are lost or enter controlled airspace without clearance. Stay visible by keeping your transponder on and don’t be shy to communicate.

After the Flight: Debrief your flight to learn lessons and share your experiences with others. Last but not least, we encourage you to print and display the leaflet and infographic in your club briefing room to help others. Source: ‚EASA‚.

Navilogic übernimmt iGlide und iPilot

Die App-Suite umfasst mehrere Tools, die Piloten die Navigation und Planung ihrer Flüge erleichtern. Dazu gehören eine hochauflösende Moving Map, Luftraum-Warnungen und vieles mehr. Mit der Übernahme durch NaviLogic können sich Piloten auf noch mehr Funktionen und Möglichkeiten freuen, die ihr Flugerlebnis verbessern werden.

Neuanfang
iGlide erhält nun regelmäßige Updates. Jip van Akker, Segelflieger und Gründer von NaviLogic, ist begeistert von iGlide, welches bereits einen positiven Einfluss auf die Segelfluggemeinschaft habe. Bestehende Kunden können die iGlide-App, die sie erworben haben, weiterhin nutzen. Quelle: ‚Air-Avionics‘ sowie ‚Navilogic‚.

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Richtig Navigieren

Jede Pilotin und jeder Pilot wird wohl von sich behaupten, dass er richtig navigieren kann. Schliesslich ist die Navigation die Grundlage eines jeden Flugs und bislang ist man immer am Ziel angekommen. Ausserdem gibt es da ja noch das GPS. Dieses kann helfen, sollte sich eine Pilotin oder ein Pilot „vernavigiert“ haben. Tatsache ist, dass es allein in den Lufträumen Europas jedes Jahr zu hunderten von Luftraumverletzungen kommt. Piloten fliegen durch genehmigungspflichtige Lufträume und gefährden damit sich selbst und andere Luftverkehrsteilnehmer. Die Gründe sind vielfältig. Oftmals wissen sie aber nicht, wo sie sich navigatorisch gerade befinden. Sonst gäbe es diese Luftraumverletzungen nicht. Quelle / vollständiger Bericht: ‚AOPA Germany‚.