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In der Welle ins neue Jahr

Zum Jahreswechsel boten sich den Pilotinnen und Piloten des LSV Schwarzwald ideale Gelegenheiten, die Winterpause kurz zu unterbrechen. Am 28. Dezember 2025 sowie am Neujahrstag herrschten am Flugplatz Winzeln-Schramberg ausgezeichnete Bedingungen: klare Sicht, eine schneefreie Piste und ruhige Winterluft ermöglichten Starts mit Motor- und Segelflugzeugen.

Die kalte Winterluft erlaubte eine atemberaubende Sicht auf die Alpen. Foto: Joachim Schwenk / Titelfoto: Sebastian Kammerer

Bereits am Sonntag traf sich eine Gruppe engagierter Vereinsmitglieder, um mehrere Vereinsflugzeuge einsatzbereit zu machen – darunter ein Motorflugzeug, der Motorsegler „Piccolo“ sowie ein Duo Discus XLT. Insgesamt wurden vier Segelflugzeug-Starts und sechs motorisierte Flüge durchgeführt. Neben dem reinen Flugbetrieb stand das Gemeinschaftserlebnis im Mittelpunkt: Formationsflüge sorgten nicht nur für eindrucksvolle Bilder, sondern auch für besondere Momente in der Luft.

Ein meteorologisches Highlight bot die Wolkenlage am Nachmittag. Während sich die Wolkendecke über dem Platz öffnete, blieb sie östlich davon geschlossen – eine seltene Gelegenheit für Segelflüge über den Wolken, verbunden mit eindrucksvollen Ausblicken und einem besonderen Freiheitsgefühl.

Am Neujahrstag setzte starker Wind den Rahmen für ein weiteres fliegerisches Erlebnis: Wellenfliegen. Mehrere Piloten nutzten die Leewellen über dem Schwarzwald, um nach längeren Schlepps ruhiges Steigen zu finden. Zwischen Brandenkopf, St. Georgen und Kandel wurden Höhen von bis zu 3’000 Metern erreicht, bei Flugzeiten von drei bis fast fünf Stunden. Trotz Temperaturen um –10 °C im Cockpit bleibt das Fazit eindeutig: Winterliche Wellenflüge gehören zu den eindrucksvollsten Erlebnissen im Segelflug. Text: Tim Herbst

Keine Langeweile auf dem Flugplatz Winzeln

Mehr als 5’000 Besucher beim Tag der offenen Tür beim Luftsportverein Schwarzwald. „Willst du mich heiraten?“ – „Ja“ war eines der unerwarteten Highlights des Tages der offenen Tür 2023. Am Sonntag kurz nach 16 versammelten sich mehrere historische Feuerwehrfahrzeuge aus der Autosammlung Steim am Anfang der Startbahn 14. Dann ging es los: mit Vollgas wurde das Banner die Startbahn entlang gezogen. Der Heiratsantrag des Veranstaltungssprechers Nico Trick an seine zukünftige Ehefrau Tamara zog alle Blicke auf sich. Das begeisterte „Ja“ folgte ins Mikrofon.

Menschen, die in den Himmel blickten, sahen …
Auch sonst gab es für die Besucher viel zu sehen: Drei North American T-6 zogen ihre Kreise über dem Flugplatz – zum Kunstflog wurde regelmäßig Rauch erzeugt, der die Figuren an den Himmel zeichnete. Die dröhnenden Motoren ließen beim Überflug den Asphalt erzittern.

Deutlich ruhiger konnten die Kunstflugvorführungen mit dem vereinseigenen Segelflugzeug ASK 21 genossen werden: Harmonisch zur eingespielten Musik zogen Dennis Schuster und Michael Zistler ihre Kreise, Loopings, Turns und Rollen. Außerdem im Flug und auf dem Boden zu bewundern waren ein Fieseler Storch, eine De Havilland DH.89 Dragon Rapid aus er Sammlung des Fliegenden Museums Aalen-Elchingen von Karl Friedrich Grimmiger, eine Beech AT-11, eine am Flugplatz stationierte YAK 52 und eine Minimoa, die in Seelenruhe ihre Kreise zog.

Der weltbekannte Kunstflieger Thomas Bader begeisterte mit seiner Show, ebenso wie Volker Single, gleich mehrmals an diesem Wochenende die Zuschauer mit seiner Extra 330 beziehungsweise Extra 300. Außerdem waren noch zahlreiche weitere Flugzeuge zu Besuch und sorgten für einen bewegten Himmel an den beiden Veranstaltungstagen. Mit insgesamt 170 Starts an beiden Tagen kam keine Langeweile auf.

… außer Flugzeugen vieles andere
Für einen bewegten Boden sorgten neben der T-6 auch die Historischen Feuerwehrfahrzeuge, die mehrmals Ihre Bahnen über die Startbahn zogen und dabei nicht an Blaulicht und Sirene sparten. Das Highlight war eine ehemalige Flughafenfeuerwehr, die in weniger als zwei Minuten 12.000 Liter Wasser über den Flugplatz verteilte und unterstützt durch den Wind die Zuschauer abkühlte.

Die Rottweiler Fallschirmspringer waren ebenso zu Gast und zeigten an beiden Tagen ihr Können. Abgesetzt wurden sie in etwa 3000 MeterHöhe von einer Do 27, die vom Vereinsmitglied Christian Döbele gesteuert wurde. Neben großen Flugzeugen und Fallschirmspringern zeigte Jens Gujtman die hohe Kunst des Modellflugs mir seinem F-16-Großmodell. Mit der echten Turbine und einem beachtlichen Schub meinte man fast, ein echter Jet flog vorbei. Der Geruch nach Kerosin erinnerte laut Veranstaltungssprecher Nico Trick an die große weite Welt.

Alle Motoren standen still
An beiden Tagen pünktlich um 14 rief Nico Trick die Zuschauer und Aktiven der Veranstaltung zu einer Schweigeminute für ein vor wenigen Tagen verunglücktes Mitglied auf. Dann hieß es „alle Motoren stehen still und Ruhe“. In einem gesonderten Bereich konnte auch dem Kameraden gedacht werden. Wer sich schon immer für das Fliegen interessierte oder einfach auf den Geschmack kam, selbst fliegen zu lernen, konnte sich am Infostand bei Uli Tenter, Stefan Link, Tim Herbst und Simone Ketterer alles Notwendige erklären lassen und sich selbst an den Steuerknüppel eines Segelflugzeugs setzen. Besonders viele Kinder ließen sich das nicht entgehen. Gerade für die Kinder war auch das JUKS³-Mobil der Stadt Schramberg ein Hohepunkt. Mit diversen Attraktionen konnten sie sich dort austoben. Quelle: ‚NRWZ‘.