Präzision, Spannung und ein heißer Wettbewerbstag am Flugsportzentrum Spitzerberg
Mit der Rudi Wenighofer Gedächtnis-Rallye fand am 20. Juni 2026 am Spitzerberg ein bedeutender Bewerb des österreichischen Präzisionsflugs statt. Die von Edmund Schlapschy mit großem Einsatz organisierte Veranstaltung wurde als Österreichische Staatsmeisterschaft in der Allgemeinen Klasse sowie als Österreichische Meisterschaft in der Standardklasse ausgetragen und zugleich als Niederösterreichische und Steirische Landesmeisterschaft gewertet.
Herzliche Gratulation dem österreichischen Staatsmeister 2026 Walter Dworschak; Cornelia Marsch belegte Rang zwei und Wolfgang Schneckenreither erreichte den dritten Platz.
Am Freitag, den 17. April 2026, findet um 16:00 Uhr am Flugplatz Wiener Neustadt Ost (LOAU) ein Einführungslehrgang für Motorflug-Wettbewerbe statt. Die Veranstaltung bietet einen Überblick über allgemeine Motorflugbewerbe sowie das Air Navigation Race (ANR).
Der kostenlose Theoriekurs dauert etwa ein bis eineinhalb Stunden. Teilnehmer erhalten Einblicke in die Regeln und erarbeiten gemeinsam eine Trainingsroute. Kartenmaterial wird zur Verfügung gestellt. Für die Vorbereitung werden ein Kursdreieck, verschiedenfarbige Stifte und ein Marker empfohlen. Ein Flugzeug ist für diesen Teil nicht erforderlich.
Am darauffolgenden Samstag, den 18. April 2026, besteht die Möglichkeit, die geplante Route in der Praxis abzufliegen. Walter Dworschak, Landessektionsleiter Motorflug im ÖAeC/LV NÖ, steht für Fragen, Hilfestellungen und die Auswertung zur Verfügung. Auf Wunsch begleitet er Teilnehmer auch im Cockpit. Für den Flug wird eine gut ablesbare Uhr mit Sekundenanzeige benötigt, Logger können ausgeliehen werden.
Die Veranstaltung richtet sich gleichermaßen an Pilotinnen und Piloten. Da die Teilnehmerzahl aufgrund der Raumgröße begrenzt ist, wird um Anmeldung bei Walter Dworschak per E-Mail (walter_dworschak@hotmail.com) oder WhatsApp (+43 676 6702332) gebeten. Weitere Informationen zum Rahmenprogramm in LOAU sind unter www.fsv2000.at abrufbar.
Der Luftsportverband Schleswig-Holstein e.V. und die Sportfluggruppe Husum e.V. veranstalten vom 15. bis 17. Mai 2026 die „Rallye zwischen den Meeren“. Der Navigationsflug-Wettbewerb findet am Flugplatz Husum-Schwesing (EDXJ) statt und gilt als offene Landesmeisterschaft Schleswig-Holstein.
Zugelassen sind Motorflugzeuge, Motorsegler und Ultraleichtflugzeuge der Klassen E, M und K. Flugzeuge der Klassen M und K müssen doppelsitzig sein. Das Teilnehmerfeld ist auf maximal 30 Mannschaften begrenzt. Geflogen wird in zwei Kategorien: einer Wettbewerbsklasse und einer Einsteigerklasse mit reduzierten Aufgaben.
Der Wettbewerb umfasst einen Streckenflug mit Start und Ziel in Husum- Schwesing sowie eine Ziellandung. Ziel der Veranstaltung ist die fliegerische Weiterbildung und die Erhöhung der Flugsicherheit.
Das Programm beginnt am Freitag, den 15. Mai, mit der Anreise und einer Abend-Veranstaltung. Am Samstag finden nach dem Briefing um 09:30 Uhr der Wettbewerb und abends die Siegerehrung statt. Die Abreise erfolgt am Sonntag. Das Nenngeld beträgt 140 Euro pro Besatzung (zwei Personen). Anmeldeschluss ist der 3. Mai 2026. Hier finden Sie weitere Informationen und das Nennformular des Luftsportverbandes Schleswig-Holstein.
Ein Jahrhundertflug wird neu belebt: Im September 2025 startet die 41. Ausgabe der Rallye Toulouse-Saint-Louis du Sénégal. Die Veranstaltung, organisiert von Air Aventures, verspricht mehr als nur ein fliegerisches Abenteuer – sie ist eine Hommage an die Geburtsstunde der Langstreckenluftfahrt und feiert das 100-jährige Jubiläum der legendären Postflugroute von Casablanca nach Dakar.
Die von Bernard Chabbert einst als „Jakobsweg der Flieger“ bezeichnete Rallye hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1983 zu einem festen Termin für Piloten der Allgemeinen Luftfahrt entwickelt, die den Geist der Aéropostale lebendig halten wollen. Die Jubiläums-Ausgabe 2025, die vom 20. September bis zum 4. Oktober stattfindet, steht unter der Schirmherrschaft von Pierre-Elzéar Latécoère, dem Urenkel des visionären Gründers Pierre-Georges Latécoère.
Historische Dimensionen einer modernen Rallye
Die diesjährige Rallye ist von besonderer historischer Bedeutung. Sie erinnert an den 1. Juni 1925, als die Piloten Emile Lécrivain und Edmond Lassalle die 2.760 Kilometer lange Strecke von Casablanca nach Dakar offiziell eröffneten. Dieser Meilenstein war das Ergebnis von 18 Monaten harter Arbeit und Erkundung und ein entscheidender Schritt in Latécoères kühnem Plan, Europa per Luftpost mit Südamerika zu verbinden. Namen wie Jean Mermoz, Antoine de Saint-Exupéry und Henri Guillaumet sind untrennbar mit dieser Ära des Mutes und der Entschlossenheit verbunden.
„Ich habe alle meine Berechnungen noch einmal überprüft, unsere Idee ist undurchführbar. Uns bleibt nur eines zu tun: sie zu verwirklichen.“ – Pierre-Georges Latécoère (1918).
Um dieser Geschichte gerecht zu werden, wird der Luftfahrt-Historiker Jean-Claude Nivet die Teilnehmer täglich mit auf eine Zeitreise nehmen. In seinen Konferenzen wird er, basierend auf seltenen Dokumenten und Zeitzeugen-Berichten, die ersten Monate der Casa-Dakar-Linie beleuchten und auch Aspekte ansprechen, die von der offiziellen Geschichts-Schreibung oft vernachlässigt wurden.
Die Route: Von Toulouse in den afrikanischen Himmel
Die Route der RTSL 2025 folgt getreu den Spuren der Pioniere. Von der Wiege der europäischen Luftfahrt in Toulouse aus führt die Strecke die Teilnehmer über Spanien und Marokko tief in den afrikanischen Kontinent.
Zeitplan:
Etappe
Datum
Highlights
Toulouse
20.09.
Start der Rallye
Alicante
20.-21.09.
Etappe über die Pyrenäen
Tanger
21.-22.09.
Ankunft in Afrika
Essaouira
22.-23.09.
Flug entlang der Atlantikküste
Tarfaya/Cap Juby
23.-24.09.
Mythische Etappe, einstiger Stützpunkt von Saint-Exupéry
Dakhla
24.-25.09.
Tor zur Sahara
weitere Etappen
bis 02.10.
Durchquerung von Mauretaniens und Senegal
Minorque
03.-04.10.
Ankunft und Abschluss der Rallye
Ein besonderer Fokus liegt auf der Etappe nach Tarfaya (ehemals Cap Juby), einem Ort, der durch Antoine de Saint-Exupérys Aufenthalt und sein Werk „Der kleine Prinz“ unsterblich wurde. Die Rallye endet nach 15 Tagen auf der Baleareninsel Menorca, von wo aus die Teilnehmer die individuelle Heimreise antreten.
Abenteuer mit Philosophie
Die von Air Aventures organisierte Rallye ist mehr als eine technische Herausforderung. Sie ist ein menschliches Abenteuer, das die Werte von Kameradschaft, Mut und Entdeckergeist in den Vordergrund stellt. Die Teilnehmer folgen nicht nur einer Route, sie erleben Geschichte und werden Teil einer Gemeinschaft, die die Erinnerung an eine der größten Leistungen der Luftfahrtgeschichte ehrt. Die Rallye Toulouse-Saint-Louis ist somit eine moderne Odyssee, die die Vergangenheit feiert und gleichzeitig neue Kapitel in der Geschichte der privaten Luftfahrt schreibt.
Die Deutsche Meisterschaft Rallyeflug, der 60. Hessensternflug und die 2. Offene Deutsche Meisterschaft Air Navigation Race wurden vom 13. bis 16. Juni in Breitscheid ausgetragen. Die drei Wettbewerbe liefen parallel und in Koordination. Jeweils vormittags fanden die Wertungsflüge zum Rallyeflug und nachmittags jene zum Air Navigational Race statt.
Am Samstag, 16. Juni, kommt der 60. Hessensternflug hinzu. Drei so hochkarätige Motorflug-Veranstaltungen locken ein großes Teilnehmerfeld auf den Flugplatz Breitscheid. Damit wird die Tendenz der Rekordbeteiligungen an Navigations-Wettbewerben fortgeführt. Dies und die hohe Zahl an Wettbewerbseinsteigern zeigt, welch hohe Bedeutung der Leistungsvergleich auch im Motorflug hat. Quelle: ‚DAeC‚.
Mit einer Rekordbeteiligung von 30 Crews, darunter erstmals einer mit elektrisch betriebenem Luftfahrzeug, und einer großartigen Organisation war die Traditionsveranstaltung im Norden ein rundum gelungener Motorflug-Wettbewerb.
Die Wettbewerbsstrecke führte vom Flugplatz Schleswig-Kropp entgegen dem Uhrzeigersinn über Geest- und Marschlandschaften wieder zurück zum Ausgangspunkt. Auf den 100 Nautischen Meilen waren 13 Checkpunkte sekundengenau zu überfliegen und 18 Streckenbilder zu finden.
Die Crews starteten in drei Wertungsklassen. Sieger der fünf Teams umfassenden Einsteigerklasse wurden Dennis und Andrea Schröder. In der Landeswertung Schleswig-Holstein siegten Rolf und Rouven Oberlöer vor zwölf weiteren Teams mit einem beachtlichen Vorsprung: Sie erhielten 153 Punkte und setzen sich damit deutlich vor den Zweitplatzierten Luis Bertram und Christian Wittich (934 Punkte) ab. Sehr viel knapper fiel das Ergebnis in der 25 Crews starken Wettbewerbsklasse aus. Hier siegten Robert Deppe und Carla Moses mit nur fünf Punkten Abstand vor Arnold und Kilian Grubek.
Zum ersten Mal in der 45-jährigen Geschichte der Rallye zwischen den Meeren nahm mit dem von Uwe Nortmann geflogenen Elektra Trainer ein rein elektrisch betriebenes Luftfahrzeug teil.
Michael Frank-Stever, der bei der Rallye als Schiedsrichter fungierte, freut sich über die rundum gelungene Veranstaltung: „Der Aeroclub Kropp hatte alles perfekt organisiert, wir hatten Glück mit dem Wetter und die Teilnehmer waren durchweg zufrieden.“ Quelle: ‚DAeC, Michael Frank-Stever, Geschäftsführer des LSV Schleswig-Holstein‚,
Das 1983 gegründete „Toulouse-Saint Louis“ feiert dieses Jahr das 40jährige Jubiläum, auch wenn es seine 39. Ausgabe sein wird, da es aufgrund der Covid-19-Krise zwei Jahre in Folge abgesagt wurde. Am Samstagmorgen, 30. September, starten 26 Besatzungen – darunter zwei Besatzungen aus Estland – vom Flugplatz Toulouse-Lasbordes nach Senegal. Sie folgen dabei der Route, die Pierre-Georges Latécoère zu Beginn des 20. Jahrhunderts festgelegt hat. Auf derselben Route waren u.a. legendäre Piloten wie Antoine de Saint-Exupéry, Jean Mermoz und Henri Guillaumet unterwegs. Auf der Strecke, die in 20 Etappen durch Spanien, Marokko, Mauretanien und Senegal abgeflogen wird, werden die Piloten in den historischen Städten der Linie Halt machen. Quelle: ‚DayFR‚.
Ein buntes Teilnehmerfeld bevölkert den Himmel über dem französischen Macon zur 23. FAI Weltmeisterschaft im Rallyefliegen (WRFC). 12 Nationen haben insgesamt 45 Sportler entsandt. Mit dabei sind Teams aus Australien, China, der Tschechischen Republik, Frankreich, Deutschland, Italien, Litauen, Polen, Portugal, Südafrika, Slovakei und Spanien. Zusammenhalt wird unter den Sportlern großgeschrieben, da Portugal und Italien ein Teammitglied fehlten, wurde kurzerhand eine Crew gebildet, die unter FAI-Flagge fliegt. Im deutschen Team ist die Stimmung hervorragend, alle sind hochmotiviert. Herrschte beim Einzug der Nationen auf den Marktplatz von Macon noch gelöste Stimmung, wurde der Tenor zunehmend offizieller und spätestens heute hat sich in den Flugzeugen eine konzentrierte Enge eingestellt.
Der Fortschritt des Wettbewerbes und vor allem die Position der einzelnen Crews während der Bewältigung der Aufgaben ist im Live-Track zu beobachten. So können Freunde und Verwandte zuhause an den Geräten mitfiebern. Quelle: ‚DAeC‚.