Im Winter sind die Berge höher

Schneebedeckte Berge haben eine faszinierende und anziehende Wirkung. An einem Tag wie heute, gibt es für Piloten nichts Schöneres als einen Flug über die weisse Alpenlandschaft. Doch sollten wir uns vor all der weissen Schönheit nicht blenden lassen. Ein Flug übers Hochgebirge und insbesondere über Kreten hat seine Tücken und birgt etliche Risiken, im Winter wie im Sommer.

Vor rund einer Woche haben wir einen kurze Blitzumfrage zu diesem Thema gemacht. Vielen Dank für eure Teilnahme. Unter den rund 90 Teilnehmenden hat die grosse Mehrheit (81%) richtig getippt. Für alle anderen hier eine kleine “Eselsbrücke”. «Im Winter sind die Berge höher».

Was heisst das? Kalte Luft ist dichter als warme Luft. Bezogen auf die Druckflächen verändern sich deren Höhe also mit der Temperatur. Der Höhenmesser im Flugzeug ist jedoch nicht in der Lage, auf die Temperatur zu reagieren, weshalb Differenzen zwischen der angezeigten und der wirklichen Flughöhe entstehen.

Für unser Praxisbeispiel heisst das: Gemäss Standardatmosphäre wäre die Temperatur auf 8‘600 ft ca. -2°C (15 – 17 [8,6 x 2°]). Pro 5°C Abweichung zur Standardatmosphäre ändert sich die Höhe um 2%. In unserem Beispiel ergibt dies ein Abweichung um 8% (Diff. zw. -22° und -2°). Demnach überfliegen wir den Julierpass tatsächlich nur auf 7‘912 ft, was eine Höhe über Grund von 419 ft ergibt. Wichtig: fliegt Pässe und Kreten mit genügend Sicherheitsabstand von 1’000 ft AGL (300 m) zum Boden an. Quelle: ‚BAZL‚; Bild: ‚St. Moritz.com‚.

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