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„Betriebs-Ausflug“ zu den Segelfliegern

Was haben Seile der Segelflieger mit den Seilen einer Isnyer Firma zu tun? Segelflugzeuge können mit Ausnahme von Selbststartern nur im Windenschlepp oder im Flugzeugschlepp in die Luft kommen, aber immer mit speziellen Seilen. Die Firma Edelrid, die es seit mehr als 150 Jahren gibt, stellt spezielle Seile beispielsweise für den Klettersport und die Arbeitssicherheit her.

Die 200 Mitarbeiter freuen sich jedes Jahr auf drei betriebliche Veranstaltungen, die jedoch durch die Corona-Pandemie jäh ausgebremst wurden. Die Freude war also groß, als es nun hieß: Auf zum Fluggelände der Luftsportgruppe Isny! Zu Fuß marschierten etwa 140 Betriebsangehörige zu den Flugzeughallen, bei denen am Vormittag mit vielerlei Spielen und Aufgaben die Zeit nicht lang wurde wie beim Tauziehen – selbstredend mit firmeneigenen Seilen, den „lebenden Flechtmaschinen“, die dem Tanz um einen Maibaum ähnelten, oder dem Rollen in einer Wanne auf Kartonhülsen und Papierfliegerweitwurf, der allerdings weitgehend dem Ostwind zum Opfer fiel.

Die Mitglieder der Luftsportgruppe Isny stellten nach einem ausgiebigen Buffet ihre doppelsitzigen Segelflugzeuge sowie das Ultraleichtflugzeug an den Start, wo es unter den Besuchern auch einige „Ängstliche“ gab, die jedoch angesichts ihrer mitfliegenden Kolleginnen und Kollegen dann doch in die Flugzeuge einstiegen und nach der Landung voll des Lobes und der Begeisterung waren. Manch einer der Mitflieger war überhaupt das erste Mal in seinem Leben in der Luft. Mit den Segelflugzeugen waren nur relativ kurze Flüge möglich, das Ultraleichtflugzeug war jedoch in der näheren Umgebung unterwegs, „ihre“ Firma in Isny konnten aber die meisten Mitfliegenden erfreut aus der Luft identifizieren. Mit Kunstflieger Florian Hofer von der Luftsportgruppe am Steuer ließ sich ein Mutiger gar im Flugzeugschlepp auf etwa 1000 Meter schleppen, um dann nach Looping und Rollen im Rückenflug die Stadt Isny einmal „andersherum“ zu betrachten, das heißt „grün“ war oben und „blau“ unten. Mehr als zufrieden konnte die große Gruppe gegen Abend wieder nach Hause marschieren angesichts der vielen Eindrücke und kreativen Spiele mit Bezug zu ihrer Firma. Der „Betriebs-Ausflug“ hinterließ nicht nur bei den mithelfenden Mitgliedern der Luftsportgruppe, überwiegend Flugschüler und junge Flugscheininhaber, den Eindruck, dass es „fast wie ein Flugtag“ war. Flug-Betrieb und Flugplatz-Fest gehören schließlich zusammen. Quelle: ‘Schwäbische‘.

Isnyer Segelflieger fliegen 60’000 Kilometer

Die Luftsportgruppe Isny meldet ein erfolgreiches 2018: Nach ihren Starts auf dem Segelflugplatz im Rotmoos legten die Segelflieger laut Schriftführer Fritz Lingg knapp 60’000 Kilometer zurück, was eineinhalb Erdumrundungen entspricht. Und das allein mit Sonnenenergie. Der beste Flug auf Vereinsflugzeugen gelang laut Pressebericht Bernd Sauter auf dem „Duo Discus“ am 26. Juli 2018: In neun Stunden Flugzeit legte er eine Strecke von 747 Kilometern zurück. Die längste Einzelstrecke erflogen Christina und Harry Hecht, die ebenfalls am 26. Juli in neun Stunden Flugzeit mit ihrem Doppelsitzer „Arcus“ 772 Kilometer absolvierten. Mehr im Bericht der ‘Schwäbischen’.