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Frequency Monitoring Code: erweiterter Testbetrieb

Steigende Nachfrage und Kapazitätsengpässe im Fluginformationsdienst (FIS) führen zu längeren Wartezeiten für VFR-Piloten. Als Lösung testet die Deutsche Flugsicherung (DFS) seit März 2025 den Frequency Monitoring Code (FMC) – ein Verfahren, das die Funkfrequenzen entlasten und die Effizienz des FIS verbessern soll.

Ablauf und Ziel des Probebetriebs

1. Erste Phase (20.03.–26.10.2025)

  • Testgebiet: FIS-Sektor 123,525 MHz in der FIR Langen (Südwesten Deutschlands, u. a. Mannheim, Speyer, Saarbrücken, Trier, Köln-Bonn, Marburg, Frankfurt).
  • Verfahren: Piloten können ihre ständige Hörbereitschaft auf der FIS-Frequenz durch Eingabe des Transpondercodes 3701 (Mode C/S) signalisieren, ohne sich aktiv per Funk anmelden zu müssen.
  • Vorteile:
    • FIS-Lotsen erkennen, welche Piloten erreichbar sind, und können diese bei Bedarf gezielt ansprechen (z. B. bei Luftraumverletzungen oder Wetterwarnungen).
    • Reduzierung der Funkbelastung, da weniger Routine-Meldungen nötig sind.
    • Erhöhte Sicherheit durch bessere Erreichbarkeit der Piloten.
  • Rahmenbedingungen:
    • Gültig nur innerhalb der FIS-Betriebszeiten (06:00–22:00 Uhr Ortszeit).
    • Keine Anwendung in militärischen Lufträumen (z. B. Fliegerhorst Nörvenich).
    • Details im AIC 1/25 der DFS veröffentlicht.

2. Ausweitung ab April 2026

  • Erweiterter Probebetrieb: Aufgrund positiver Rückmeldungen aus der ersten Phase wird das FMC-Verfahren ab 16.04.2026 (AIRAC April) ausgeweitet.
  • Neuerungen:
    • Weitere Sektoren und Frequenzen werden einbezogen.
    • Genauere Details zu den erweiterten Testgebieten und Squawk-Codes werden im AIC zum 02.04.2026 veröffentlicht.
  • Hinweis der AOPA: Das FMC-Verfahren ist kein „FIS-light“, sondern eine Ergänzung zum bestehenden FIS-Service. Piloten bleiben weiterhin auf der FIS-Frequenz, erhalten aber eine effizientere Informations-Bereitstellung.

Funktionsweise und Nutzen

  • Prinzip: Der FMC fungiert als „Hörbereitschafts-Code“. Piloten hören passiv die FIS-Frequenz ab und zeigen ihre Erreichbarkeit durch den Transpondercode an.
  • Kommunikation:
    • FIS-Lotsen können Piloten bei Bedarf direkt ansprechen (z. B. bei Luftraum-Verletzungen oder wichtigen Meldungen).
    • Allgemeine Informationen (z. B. Wetterwarnungen) werden weiterhin als Rundsendungen ausgestrahlt.
  • Sicherheitsgewinn:
    • Bessere Erreichbarkeit der Piloten, besonders in stark frequentierten Lufträumen.
    • Entlastung der Funkfrequenzen, was zu kürzeren Wartezeiten führt.

Reaktionen und Empfehlungen

  • DFS und AOPA empfehlen eine häufige Nutzung des FMC, um das Verfahren weiter zu optimieren und die Effizienz des FIS zu steigern.
  • Pilotenfeedback: Die erste Phase wurde positiv bewertet. Viele Piloten nutzten das Verfahren regelmäßig und berichteten von einer spürbaren Entlastung der Funkfrequenzen.

Fazit und Ausblick

Der FMC-Probebetrieb ist ein innovativer Ansatz, um die wachsenden Anforderungen an den Flugfunk im VFR-Bereich zu bewältigen. Durch die Ausweitung ab April 2026 soll das Verfahren weiter verbessert und auf zusätzliche Sektoren übertragen werden. Piloten wird empfohlen, sich mit den Details im AIC 1/25 und den folgenden Veröffentlichungen vertraut zu machen, um von den Vorteilen des FMC zu profitieren. Quelle: AOPA.