Notverfahren sind wie Liegestütze

Es ist noch nicht all zu lange her, da hatte ich meine erste Flugstunde hinter mir und ich wusste – das ist es, das will ich! Gesagt getan, Vertrag unterschrieben und schon konnte die Flugausbildung losgehen. Am Anfang war es natürlich ein riesiger Berg voller Aufgaben, der sich da vor mir auftürmte. Aber von Flugstunde zu Flugstunde lichtete sich die ganze Angelegenheit. Die Platzrunden wurden immer eckiger, die Landungen immer weicher und selbst die Navigation funktionierte auch ohne GPS zusehends besser. Am Ende machten sogar die Notfallübungen – Gas raus, Landefeld suchen, Anfliegen – Spaß. Schließlich hatten wir es oft genug geübt!

Bald darauf war der Schein in der Tasche und die „Erdbeere“ und ich sind unzertrennlich geworden. Die Flüge wurden immer länger und auch das „große Wasser“ habe ich schon meinem Früchtchen gezeigt. Irgendwann stieß ich auf „EasyMemoryItem“ und ganz leise im Hinterkopf fing das schlechte Gewissen an zu pochen. Wie war das noch mit den Notverfahren? Welche gab es überhaupt? Vergaservereisung, und damit Leistungsverlust, war ja mittlerweile bekannt, aber wie waren nochmal die Handgriffe bei einem Kabelbrand? Oder was war in welcher Reihenfolge zu tun, wenn man doch mal notwassern musste?

Lange habe ich diese Fragen vor mir hergeschoben, doch das Pochen im Hinterkopf wurde immer lauter und irgendwann siegte einfach die Vernunft! „EasyMemoryItem“ hat versprochen, 30 Minuten Training im Monat würden reichen, um dauerhaft fit zu bleiben. Wenn, ja wenn man (Frau) nur den Anfang mal überstanden hätte. Tino Janke, der Kopf hinter „EasyMemoryItem“ hatte es mir mit Liegestützen erklärt. Wenn der innere Schweinehund erst einmal überwunden ist, man sich endlich zum Sport überwunden und angefangen hat, ist es gar nicht mehr so schwer. Bis 50 Liegestütze am Stück klappen, dauert es zwar ein bisschen, dafür muss man danach nur regelmäßig ein paar Trainings abspulen und behält die Muckis auf dem Stand.

Gesagt, getan, zwischenzeitlich hatte auch meine „Erdbeere“ Einzug in die App und somit auf mein iPhone gefunden, und das Training konnte beginnen – immer und überall. Damit gab es auch keine Ausreden mehr! Und richtig, es macht keinen Spaß, es nervt, ich muss mich überwinden, immer und immer wieder die blöden „Memory Items“ zu trainieren. Nur langsam klettert mein „Level of Fitness“ nach oben. Aber es pocht immer noch, also weiter. Nach einer guten Stunde intensiven Trainings schien der Knoten geplatzt, die Fehler wurden weniger, die Geschwindigkeit schneller und das Pochen ließ nach. Am Ende, als das „Level of Fitness“ zum ersten Mal von gelb auf grün sprang, fühlte sich wie die ersten 50 vollbrachten Liegestütze an. Yeeeeaaaah, jetzt wollte ich auch noch die 100% rocken. Easy! Die „Notification-Funktion“ habe ich mir zwischenzeitlich auf Mittwochabend 18:00 Uhr gesetzt. Mal wird mir nur eine kleine Zwei-Minuten-Übung vorgeschlagen, dann wieder, ca. alle vier Wochen, müssen dann aber doch alle „Memory Items“ beantwortet werden. Warum es am Anfang so viel Überwindung gekostet hat, weiß ich heute nicht mehr. Es gibt auf jeden Fall ein deutlich besseres Gefühl zu wissen, dass man (Frau) kann, wenn man (Frau) muss. Und es ist definitiv keine Zeitverschwendung, sich auf den Fall vorzubereiten, der hoffentlich / wahrscheinlich niemals eintreten wird – fast so, wie die „großen Jungs“ es alle sechs Monate im Simulator tun! Quelle: ‘Linda Kotzur / Easy Memory Item‘.

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