Wellenflüge über den Pyrenäen

Die französischen Piloten Gil Souviron und Henri Castanet haben mit einer Stemme S12 verschiedene Wellenflüge über den Pyrenäen absolviert, darunter an zwei aufeineranderfolgenden Tagen 1.508 und 1.602 km.

Die Flüge entstanden nach langer Vorbereitung und intensiver Wetteranalyse. Voraussetzung war das Zusammentreffen günstiger Leewellen und eines passenden Wettermodells. Während der jeweils rund dreizehn Stunden langen Flüge teilten sich die beiden Piloten die Aufgaben: Einer flog das Flugzeug, der andere analysierte Wetter, Navigation und Flugzeugkonfiguration. Das Nebeneinander-Cockpit der S12 erleichterte diese Aufgabenteilung.

Der Eigenstart-Motor des Motorsegelflugzeugs ermöglichte es, unabhängig zu starten und das Flugzeug gezielt in die sich entwickelnden Aufwindgebiete zu positionieren. Sobald der Motor abgestellt war, wurde der Flug nach den Grundsätzen des reinen Segelfliegens weitergeführt.

Stemme nutzt die Berichte der beiden Piloten, um auf das Konzept des Motorseglers hinzuweisen: Der Motor diene nicht dazu, den Flug zu absolvieren, sondern schaffe die Freiheit, anspruchsvolle Projekte weit ab vom Heimatflugplatz realistisch umzusetzen.


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