Der Lac de Vassivière, ein fast 10 Quadratkilometer großer Stausee im französischen Limousin (Massif Central), diente kürzlich als Kulisse für ein außergewöhnliches Luftfahrt-Ereignis. Die Association Française d’Hydraviation (AFH) hielt dort vom 8. bis 10. Mai 2026 ihre jährliche Generalversammlung ab. Dafür wurde eine temporäre Wasserflugbasis (Hydrosurface) eingerichtet.




Die Wasserfliegerei ist in Frankreich streng reglementiert. Es gibt lediglich zwei permanente Wasserflugbasen (Biscarrosse und Étang de Berre) sowie einige wenige Hydrosurfaces. Für das Treffen am Lac de Vassivière, der sich über die Départements Creuse und Haute-Vienne erstreckt, war eine doppelte behördliche Genehmigung der Präfekturen erforderlich.
Insgesamt acht Wasserflugzeuge nutzten die Gelegenheit, auf dem von dichten Wäldern umgebenen See zu landen. Unter den Teilnehmern befanden sich drei Piper PA-18 auf Schwimmern sowie fünf Ultraleichtflugzeuge (ULM), darunter Modelle wie Savannah, Flywhale, Seamax und ein historischer MD03 Transat. Einige Teilnehmer reisten sogar aus der Schweiz und Spanien an.
Der Lac de Vassivière, einer der größten künstlichen Seen Frankreichs, wurde 1950 durch den Bau eines Staudamms an der Maulde geschaffen. Er dient der Stromerzeugung, der Trinkwasserversorgung und dem Tourismus. Für den Fall von Waldbränden sind auf dem See zudem zwei Zonen für Löschflugzeuge reserviert.
Die Veranstaltung bot rund 30 Piloten die Möglichkeit, in einer Umgebung zu fliegen, die viele an kanadische Landschaften erinnerte. Die Logistik vor Ort umfasste ein Sicherungsboot (Zodiac) und die Bereitstellung von Treibstoff (100LL und Superbenzin), da die Versorgung auf dem Wasser vorab organisiert werden musste.
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