Die Segelflug-Bundesliga sorgt in der aktuellen Saison für Irritationen bei den teilnehmenden Vereinen. Nachdem der LSV Rinteln in der zweiten Runde auf Platz 18 landete, wurde bekannt, dass die ehemalige Plattform Online-Contest (OLC) ihren Betrieb überraschend bis Ende 2026 fortsetzt. Dies führt zu einer zweigleisigen Liga-Struktur.

Der OLC teilte mit, dass durch eine unerwartete Spende alle Funktionen der Plattform bis zum Ende der Saison 2026 gesichert seien. Auch die OLC-Liga-Wertungen für die Nordhalbkugel, die von Anfang Mai bis Ende August laufen, wurden wieder aktiviert. Lediglich der Helpdesk werde aufgrund von Personalmangel eingestellt. An der langfristigen Planung, die Segelflugszene gGmbH aufzulösen, halte man jedoch fest.
Diese kurzfristige Ankündigung führte bei Vereinen wie dem LSV Rinteln zu Problemen. Da die Information spät eintraf, verpassten einige Piloten die Frist, ihre Flüge bis 10 Uhr am Folgetag beim OLC hochzuladen, und gingen leer aus. Zuvor hatten viele Vereine ihre Flüge bereits auf anderen Plattformen eingereicht.
Die parallele Existenz zweier Wertungssysteme dämpft die Motivation der Piloten spürbar. Der LSV Rinteln erwägt nun, ab der kommenden Runde zweigleisig zu fahren, da auch andere Vereine ihre Flüge auf beiden Plattformen melden. Das ständige Hin und Her wird von den Beteiligten zunehmend kritisch gesehen.
Es lohnt es sich ausserdem, den Insider-Kommentar von Heiko Hertrich, der sich jahrelang für den OLC eingesetzt hat, zu kennen. Lesen Sie dazu seinen Kommentar ganz unten an diesem Artikel hier. (Red.).
Entdecke mehr von
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

