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Detmolder Wolfgang-Hirth-Straße wird umbenannt

Die Wolfgang-Hirth-Straße wurde 1959 nach dem Segelflugpionier Kurt Erhard Wolfram Hirth (1900-1959) offenbar falsch benannt. Der 1900 geborene Stuttgarter kürzte seinen Namen zwar auf „Wolf Hirth“ ab, nannte sich aber nie „Wolfgang“. Die Straßenschilder in Detmold werden deshalb ausgetauscht und der Straßenname wird gleich komplett geändert. Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink begründet dies so: „Die Korrektur der Straßenbenennung würde einen Sinn haben, wenn eine Würdigung Hirths aktuell noch gewünscht ist.“ Neben Hirths Verdiensten um die Segelfliegerei muss aber auch seine Beschäftigung von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen betrachtet werden. Hirth stieg 1938 in die Firma seines Freundes Martin Schempp ein. Dort waren 84 Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene tätig.

Klare Fakten
Bei der Benennung der Straße im Jahr 1959 spielte Hirths frühe NSDAP-Verbindung keine Rolle. Auch seine Publikationen hätten die Kriegspolitik der Nationalsozialisten „mental unterstützt“. „Vor dem Hintergrund der dargestellten Fakten würde heute in Detmold keine Straße nach Hirth benannt“, urteilt Sunderbrink. Die Strasse soll nun den Namen der Pilotin Amelia Earhart (1897-1939) tragen. Sie war die erste Frau, die 1932 den Atlantik überflog, ausserdem habe sie sich als Frauenrechtlerin betätigt. Die Stadträdte befinden in einer kommenden Sitzung über diese Änderung. Information von Bildautor und Copyright: Jörn Fries, Nieheim.

Weltmeister-Flugzeug zählt jetzt zur Vereinsflotte

Grund zum Feiern bei der Fliegergruppe Wolf Hirth: Im Rahmen einer kleinen Feierstunde haben die Segelflieger auf der Hahnweide ihr neuestes Sportgerät in Empfang genommen. Mit dem Wettbewerbskennzeichen K1 – alle Wolf-Hirth-Flugzeuge tragen das K für Kirchheim – wird ab sofort ein Hochleistungs-Einsitzer vom Typ Ventus 3 in die Luft gehen. Das bei Schempp-Hirth in Kirchheim gebaute Flugzeug bildet ab sofort die Speerspitze der aus insgesamt sieben Segelflugzeugen bestehenden Vereinsflotte, wenn es darum geht, weite Strecken mit größtmöglicher Durchschnittsgeschwindigkeit zurückzulegen. Dass der Ventus 3 mehr als konkurrenzfähig ist, bewies Schempp-Hirth-Geschäftsführer Tilo Holighaus bereits im Sommer dieses Jahres, als er damit die Weltmeisterschaft im Segelflug-Grand-Prix gewann. „Es freut mich, dass wir jetzt ein weltmeisterliches Flugzeug unser Eigen nennen dürfen“, sagt der Erste Vorsitzende der Fliegergruppe, Gunter Sill. Die Anschaffung des Einsitzers sei eine Folge konsequenter Flottenpolitik im Verein, die darauf ausgerichtet sei, den zahlreichen sportlich ambitionierten Piloten stets konkurrenzfähiges Gerät zur Verfügung zu stellen. Allerdings, so Sill, sei der Ventus trotz seiner Leistungsfähigkeit und des stolzen Preises kein „Flugzeug für den Vorstand“. Jeder Pilot mit genug Erfahrung könne mit dem neuen Ventus Spaß haben. „Leistungssport und Breitensport haben bei uns gleichermaßen ihren Platz“, erklärt der Vorsitzende. Quelle: ‚Teckbote‚.

Hahnweide startklar

Die Fliegergruppe Wolf Hirth ist gerüstet für den Saisonstart. Ab sofort ist der Verein an Wochenenden und Feiertagen bei gutem Wetter auf dem Flugplatz Hahnweide anzutreffen – Gäste, die sich den Flugbetrieb einmal aus der Nähe anschauen oder einen Start im Segelflugzeug wagen wollen, sind gern gesehen. An jedem Tag sind erfahrene Piloten und Fluglehrer vor Ort und geben Auskunft zu Anforderungen und Ablauf einer Segelflugausbildung. Gebühren fallen nur für die Mitgliedschaft und die Flugzeugnutzung an. Anfangen kann man bereits mit 14 Jahren, mit 16 kann man die Lizenz erwerben und ganz allein in die Luft gehen. Ein Einstieg in die Ausbildung ist jederzeit in der laufenden Saison möglich, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wer mit den Kirchheimer Segelfliegern in Kontakt treten möchte, erreicht sie per Mail unter fliegergruppe@wolf-hirth.de. Quelle: ‚Teckbote‚.

Wolf Hirth: die vielen Leben einer Legende

Der Name Wolf Hirth besitzt in Fliegerkreisen einen magischen Klang. Was Hirth in der Luft probiert, funktioniert. In den 1930er Jahren bricht er Flugrekorde im Dutzend. Seine Expeditionen, meist verbunden mit der Ausbildung heimischen Fliegernachwuchses, führen ihn nach Südamerika, Afrika und Japan. Als Konstrukteur und Teilhaber des von Martin Schempp im Jahr 1935 in Göppingen gegründeten und kurz darauf nach Kirchheim umgezogenen Unternehmens setzt er Maßstäbe. Die Minimoa, mit ihren einer fliegenden Möwe nachempfundenen geknickten Tragflächen, gilt immer noch als das schönste je gebaute Flugzeug. Mehr erfahren Sie im Originalbericht der Stuttgarter Zeitung.