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Flugplatz Drütte ist Geschichte

Zum Jahreswechsel hat der Motorflugclub (MFC) Salzgitter den Verkehrslandeplatz Drütte räumen müssen. Nach der Kündigung des Pachtvertrags durch die Salzgitter AG, die auch juristisch bestätigt wurde, endet ein traditionsreicher Luftfahrtstandort. Die sechs Vereins-Flugzeuge sind nach Braunschweig überführt worden, wo dem Club künftig eine Halle zur Verfügung steht.

„Die Enttäuschung ist groß, aber wir müssen uns damit abfinden“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Volkmar Plewa. Besonders betroffen sind auch zwei Flugschulen, die ihren Betrieb in Salzgitter einstellen mussten. Für laufende Flugschüler ist die Zukunft derzeit noch offen.

Abschied aus Salzgitter: MFC-Mitglied Harald Bode und der stellv. Vorsitzende Volkmar Plewa im Tower auf dem Verkehrslandeplatz Drütte.

Langjähriges Mitglied Harald Bode spricht trotz breiter Unterstützung aus Politik und Bevölkerung von einer ernüchternden Entscheidung. Mit dem Flugplatz verliere Salzgitter nicht nur eine Ausbildungsstätte für den fliegerischen Nachwuchs, sondern auch einen wichtigen Teil seiner öffentlichen Luftverkehrs-Infrastruktur. Geschäfts- und Tourismusflüge seien von und nach Salzgitter künftig nicht mehr möglich – ein schwerer Verlust für die Region.

Verkehrslandeplatz Speyer bleibt Dauerproblem

Der Gemeinderat Oberhausen-Rheinhausen stimmt einem Antrag zu, der die Bevölkerung vor Lärm schützen soll. Der Flugplatzbetreiber soll sich jetzt an Auflagen halten.

Seit Jahren ist der Verkehrslandeplatz in Speyer ein Ärgernis für Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Orte, hauptsächlich wegen des verursachten Lärms, der auch die Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen erheblich in Mitleidenschaft zieht. Dem bereits im September von der Freien Ökologischen Demokratischen Liste (Födl) eingebrachten „Antrag zum Schutz der Bevölkerung vor Gefahren und unzumutbaren Lärmbelästigungen“ hat jetzt der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einmütig zugestimmt.

Dabei geht es um die Einhaltung der Betriebserlaubnis und die Beachtung von Festlegungen und Auflagen. Nach Eingang des Födl-Antrags habe die Gemeinde umgehend Kontakt mit ihrem Anwaltsbüro aufgenommen, um die weiteren Schritte zu besprechen. Inzwischen sei der Betreiber des Verkehrslandeplatzes vom Bürgermeister aufgefordert worden, die geltenden Regelungen zu beachten und darauf hinzuwirken, dass sich die Nutzer des Verkehrslandeplatzes an die vorgeschriebene Platzrunde und an den festgelegten Anflugsektor halten. Die Verwaltung habe auch Kontakt mit Altlußheim aufgenommen und einen Termin für eine gemeinsame Besprechung abgestimmt.

Gemeinde bittet um Sachstandsberichte bei der Geschäftsführung und Ministerien

Dringliche Schreiben der Gemeinde mit der Bitte um Sachstandberichte gingen an die Geschäftsführung des Flugplatzes, den Landesbetrieb Mobilität und an drei Ministerien. Den zunehmenden Lärm und die Nichteinhaltung der Flughöhen kritisierte Werner Most (CDU). Auch Thomas Zieger (Födl) sprach von gesundheitsschädlichem Lärm. Hans Strubel (FW) verwies auf frühere Beschlüsse zu dem Thema. Quelle: ‚bnn.de‚. Foto: Klaus Landry.