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Spanische Luftwaffe erhält ersten PC-21

Am 14. September 2021 wurden die ersten beiden PC-21 übergeben. Total 24 PC-21 wird Pilatus bis im Juni 2022 nach Spanien liefern. Anlässlich der Auslieferung sagte León-Antonio Machés, stellvertretender Generaldirektor für Beschaffungsprogramme des Ministerio de Defensa de España (DGAM): «Wir freuen uns sehr, dass wir ein so fortschrittliches Trainingssystem integrieren können. Der PC-21 wird nicht nur unsere Pilotenausbildung revolutionieren und auf ein völlig neues Niveau heben, er wird uns auch ermöglichen, die Kosten unserer Pilotenausbildung zu senken.» André Zimmermann, VP Government Aviation von Pilatus, ergänzte: «Wir freuen uns sehr, dass ab sofort der erste PC-21 in den Nationalfarben Spaniens offiziell unterwegs sein wird.” Spaniens Luftwaffe ist die dritte Luftwaffe Europas, die auf das Pilatus-Trainingssystem setzt. Quelle: ‘Pilatus‘.

Nasses Trainingslager

Drinnen zu lernen, wenn draußen das Wetter schön ist, das mag wohl keiner. Segelflugpilot Tobias Wendling (43) vom Flugsportverein (FSV) Neustadt stand Sonnenschein allerdings nicht als Ausrede zur Verfügung, als er sich im Trainingslager auf dem Flugplatz Winzeln-Schramberg im Schwarzwald vor allem der Theorie widmen musste. Die 16 Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz und Hessen sowie acht Trainer aus dem Luftsportverband Rheinland-Pfalz absolvierten am ersten Tag noch einige Eingewöhnungsflüge. Aber dann hinderten sie tiefe Wolkenschichten und Regengüsse am Segelfliegen.

Weil sie die Praxis nicht üben konnten, büffelten die Piloten extrem viel Theorie: Wie werde ich schneller beim Überlandflug? Die Tücken des Endanfluges auf den Zielflugplatz. Sicherheit beim Wettbewerbsflug. Wie gut kenne ich mein Flugzeug? Das Fliegen mit Wasserballast. So lauteten die Themen im Lehrsaal.

Bei den Kühen landen
Um überhaupt pünktlich im Südschwarzwald anzukommen, sind alle Flugzeuge im Transporthänger nach Winzeln geschafft worden. „Beim Streckensegelflug kann man auch schnell mal bei den Kühen landen, das heißt auf einer Wiese oder einem Acker“, erklärt Bernd Schwehm, Pressereferent des FSV Neustadt, warum Wendlinger und die anderen Piloten nicht im Segelflieger angereist sind. „Dann braucht man den Transportanhänger, um das Sportgerät wieder auf den Flugplatz zurückzuschaffen.“ Der Flugplatz Winzeln-Schramberg und der dort ansässige Luftsportverein Schwarzwald bieten laut Schwehm eine hervorragende Infrastruktur für ein solches Trainingslager oder auch für Urlaubsaufenthalte. Neben der 700 Meter langen Asphaltpiste gibt es mehrere Flugzeughallen, einen Lehrsaal und ein Clubheim. Außerdem seien dort ein Campingplatz und eine Gaststätte.

Gastgeber mit Weltmeister
Auf einer Höhe von 671 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, sei Winzeln ein sehr guter Startplatz, „um die normalerweise hervorragenden und hochreichenden Aufwinde des Schwarzwaldes schon vom frühen Morgen an zu nutzen und so weite Streckenflüge im Segelflug durchzuführen“. Wohl auch deswegen stellten die Winzelner Piloten eine Mannschaft in der Segelflug-Bundesliga, angeführt vom Weltmeister Matthias Sturm, meint Schwehm.

Im Trainingslager folgte dann aber doch noch ein wenig Praxis: entweder im Doppelsitzer mit dem Streckenflugtrainer auf dem Rücksitz oder für die etwas Erfahreneren in Kleingruppen von zwei oder drei Flugzeugen. Sie erflogen den Südschwarzwald und feilten an ihrer Streckenflugtechnik. Viel mehr als drei Stunden Flugzeit schaffte aber niemand an einem Tag. Quelle: ‘Die Rheinpfalz‘.

Buschpiloten im Training

Die Spitze des Flugzeugs neigt sich nach unten. Landeanflug. Die Landebahn liegt nur noch wenige Meter unter der Cessna, die Jan Klassen heute fliegt. Die Maschine gleitet eine ganze Strecke knapp über dem Boden. Doch anstatt sie nach unten zu steuern, streckt der Fünfundzwanzigjährige seinen Kopf nach oben und blickt über das Armaturenbrett aus der Frontscheibe. Die Hände hält er fest am Steuerhorn des Flugzeugs, das dem Lenkrad eines Rennwagens ähnelt. Klassen hat die Landebahn fest im Blick, sucht nach Unebenheiten. Er kontrolliert, ob sich Menschen oder Tiere dort befinden. Aber hier ist alles sicher. Die Bahn ist frei. Ein paar Meter vor dem Ende der 750 Meter langen Piste zieht Klassen die Nase seiner Cessna wieder nach oben, die Maschine steigt hoch in die Luft. Noch eine kleine Runde drehen, dann kann er landen. Klassen trainiert für den Ernstfall. Denn wenn er in einem knappen Jahr für die Organisation Mission Aviation Fellowship (MAF) als Buschpilot fliegen wird, steuert er Pisten an, die anders als in Deutschland nicht von Behörden kontrolliert werden. Selten gibt es einen Tower, der über die Gegebenheiten vor Ort informiert. Stattdessen sind die Landebahnen häufig schon lange ungenutzt. Das liegt auch an den Zielen, die von den Buschpiloten angesteuert werden: „Wir unterscheiden uns von der Businessfliegerei, weil wir nicht dorthin fliegen, wo es Luxus ist, sondern wo es lebensnotwendig ist“, sagt Klassen. Quelle: ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ‘.

Wasserkuppe für Ortsfremde gesperrt

Rund ein halbes Jahr nach dem schweren Unfall mit drei Toten auf dem Flugplatz auf der Wasserkuppe bleiben Landungen für ortsfremde Piloten auf Hessens höchstem Berg vorerst verboten. Fremdanflüge sind noch nicht erlaubt, wie Flugplatzleiter Harald Jörges sagte. Für Piloten, die unter Aufsicht der örtlichen Flugleitung stünden, laufe dagegen der Saisonbetrieb bereits wieder seit dem 25. März. Als Reaktion auf den Flugunfall im Herbst 2018 hatte das Regierungspräsidium (RP) Kassel als zuständige Behörde mit dem Flugplatzbetreiber “Optimierungsmaßnahmen” vereinbart. Ortsfremde Piloten motorgetriebener Luftfahrzeuge müssen vor einer ersten Landung auf Hessens höchstem Berg künftig ein Training mit einem Fluglehrer absolvieren, der mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut ist. Zudem wurden zwei Fangzäune am Pistenende zur Landstraße hin errichtet. Sie sollen Segelflugzeuge stoppen, die nicht rechtzeitig zum Stehen kommen. Quelle: ‘NTV‘.