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Sailplane-GP-Final: „Les Bleus“ auf dem Podest

Maximilian Seis ist zum zweiten Mal Weltmeister
Maximilian Seis heisst mit 34 Punkten aus sechs spannenden und ausgeglichenen Rennen der neue Weltmeister des Sailplane-Grand-Prix-Formates. Er gewinnt vor Christophe Abadie (29 Punkte) und Kévin Faur (28 Punkte) den Final der zwölften Grand-Prix-Serie im südfranzösischen Segelflugzentrum von St-Auban.

Auf dem Siegertreppchen dominiert die französische Equipe mit Christophe Abadie, Maximilian Seis und Kévin Faur (v.l.).

Enges Rennen
Der allerletzte Tag des FAI Segelflug-Grand-Prix-Weltfinales in Saint-Auban bot das, wir uns als Zuschauer erhofft hatten: ein taktisches Hochgeschwindigkeitsduell über den südlichen französischen Alpen. Auf einer 291 km langen Regattastrecke mussten die Piloten eine anspruchsvolle Route um die bekanntesten Wendepunkte der Region absolvieren. Da die Gesamtwertung sehr ausgeglichen war, war der Druck enorm. Vor dem Finale lag Maximilian Seis (3V – FRA) hinter Christophe Abadie (2L – FRA), wusste aber, dass nur ein Sieg reichen würde. Seis lieferte eine stilvolle Leistung und flog mit seinem Ventus 3 18m ein makelloses Rennen. Er überquerte die Ziellinie nach 2:26:07 Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 119,49 km/h und schlug seinen Landsmann Kévin Faur (LB – FRA) um nur sieben Sekunden. Es war eine Meisterleistung in Sachen Präzision und Tempo.

Hinter ihnen zeigte Klaus Kalmbach (CT – GER) seine beste Leistung der Woche und wurde mit nur vier Sekunden Rückstand auf Kévin Faur Dritter. David Bauder (DC – GER) und Stanisław Biela (S – POL) rundeten die Top 5 ab und kamen beide innerhalb einer Minute nach den Führenden ins Ziel – ein bemerkenswert knappes Rennen. Für Abadie platzte ein Traum. Er hatte Mühe, mit den führenden Kletterern mitzuhalten, kam als Sechster ins Ziel und musste die Führung in der Meisterschaft abgeben. Seine Konstanz während der gesamten Woche war beeindruckend, aber das Finale gehörte Seis.

Maximilian hat es zehn Jahre nach seinem ersten Sieg in Varese (Italien) wieder geschafft. Mit seinem Sieg holte sich Maximilian Seis zum zweiten Mal den Weltmeister-Titel. Faur sicherte sich mit einem späten Endspurt den dritten Platz in der Gesamt-Wertung, während der ehemalige Spitzenreiter Peter Millenaar (NED) sich nach einem schwierigen letzten Tag mit dem vierten Platz begnügen musste.

Die Woche unterstrich sowohl die Intensität des Wettbewerbs als auch die knappen Unterschiede zwischen Sieg und Niederlage im Grand-Prix-Rennsport.

-> Gesamt-Rangliste
-> Youtube-Channel mit allen Renn-Aufzeichnungen

Heute wird der Grand Prix-WM-Titel vergeben

Und Sie können live dabei sein!

In der vergangenen Woche findet im Südfranzösischen St-Auban der Grand Prix-Final statt. Das Format mit den bisher fünf Rennen hat „Hitchcock-Potenzial“. Es ist spannend, den Entscheidungen, den „good moves“ oder den gelegentlichen Fehlentscheiden dieser Spitzen-Piloten live zuzusehen, vor allem, wenn man mit der Gegend und dem Aufwindpotenzial der verschiedenen Hotspots vertraut ist.

Die Rennen werden zudem von kompetenten Moderator/innen mit präzisen Geländekenntnissen wie etwa der einheimischen Wettbewerbs-Pilotin und Weltmeisterin Aude Grangeray kommentiert.

Stefan Langer im Interview kurz vor dem Start.

Nachdem die Gesamtrangliste dank dem offenen Grand Prix-Reglement immer wieder Veränderungen erlebte, geht es heute um den Titel. Sie können hier ab ungefähr der Mittagszeit live mitverfolgen, wer in diesem publikumsnahen Segelflug-Wettbewerbs-Format am Ende die Nase ganz vorne hat. Viel Vergnügen.

-> Live-Übertragung (ab Mittag)
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