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Trainingslager in Château-Arnoux-Saint-Auban

Vom 12. bis zum 22. März 2026 fand in Château-Arnoux-Saint-Auban das erste französische nationale Trainingslager der Saison, das „TRAINING Pôle France #1“, statt. Der Wettbewerb dient den Piloten als Vorbereitung auf die kommenden nationalen Meisterschaften.

Am Standort Saint-Auban im Durance-Tal traten zwölf Piloten in einer gemischten Klasse gegeneinander an. Das Teilnehmerfeld setzte sich aus verschiedenen Flugzeugtypen zusammen, darunter Arcus M, Discus 2a, JS3 18m und EB 29R.

Am vierten Wertungstag, dem 21. März 2026, stand eine Aufgabe über 362,55 Kilometer auf dem Programm. Die Strecke führte über die Wendepunkte Mallefougasse, Aups Champ GEd3, Col Tourniol, Gap Ville und Ganagobie Prieure. Den «Tagessieg» sicherten sich Francis und Alexandre Svobodny sowie Fiérain in einem Arcus M mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80,94 km/h über die volle Distanz. Den zweiten Platz belegte Aurélien Doriat in einem Discus 2a mit einer geflogenen Strecke von 259,42 Kilometern. Auf dem dritten Platz folgten Philippe und Julien de Péchy sowie Duboc in einem Arcus T mit 263,92 Kilometern. Fünf der zwölf gestarteten Piloten konnten an diesem Tag eine Wertung erzielen. In diesen Tagen findet bereits das zweite Trainingslager statt.

Sailplane-GP-Final: „Les Bleus“ auf dem Podest

Maximilian Seis ist zum zweiten Mal Weltmeister
Maximilian Seis heisst mit 34 Punkten aus sechs spannenden und ausgeglichenen Rennen der neue Weltmeister des Sailplane-Grand-Prix-Formates. Er gewinnt vor Christophe Abadie (29 Punkte) und Kévin Faur (28 Punkte) den Final der zwölften Grand-Prix-Serie im südfranzösischen Segelflugzentrum von St-Auban.

Auf dem Siegertreppchen dominiert die französische Equipe mit Christophe Abadie, Maximilian Seis und Kévin Faur (v.l.).

Enges Rennen
Der allerletzte Tag des FAI Segelflug-Grand-Prix-Weltfinales in Saint-Auban bot das, wir uns als Zuschauer erhofft hatten: ein taktisches Hochgeschwindigkeitsduell über den südlichen französischen Alpen. Auf einer 291 km langen Regattastrecke mussten die Piloten eine anspruchsvolle Route um die bekanntesten Wendepunkte der Region absolvieren. Da die Gesamtwertung sehr ausgeglichen war, war der Druck enorm. Vor dem Finale lag Maximilian Seis (3V – FRA) hinter Christophe Abadie (2L – FRA), wusste aber, dass nur ein Sieg reichen würde. Seis lieferte eine stilvolle Leistung und flog mit seinem Ventus 3 18m ein makelloses Rennen. Er überquerte die Ziellinie nach 2:26:07 Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 119,49 km/h und schlug seinen Landsmann Kévin Faur (LB – FRA) um nur sieben Sekunden. Es war eine Meisterleistung in Sachen Präzision und Tempo.

Hinter ihnen zeigte Klaus Kalmbach (CT – GER) seine beste Leistung der Woche und wurde mit nur vier Sekunden Rückstand auf Kévin Faur Dritter. David Bauder (DC – GER) und Stanisław Biela (S – POL) rundeten die Top 5 ab und kamen beide innerhalb einer Minute nach den Führenden ins Ziel – ein bemerkenswert knappes Rennen. Für Abadie platzte ein Traum. Er hatte Mühe, mit den führenden Kletterern mitzuhalten, kam als Sechster ins Ziel und musste die Führung in der Meisterschaft abgeben. Seine Konstanz während der gesamten Woche war beeindruckend, aber das Finale gehörte Seis.

Maximilian hat es zehn Jahre nach seinem ersten Sieg in Varese (Italien) wieder geschafft. Mit seinem Sieg holte sich Maximilian Seis zum zweiten Mal den Weltmeister-Titel. Faur sicherte sich mit einem späten Endspurt den dritten Platz in der Gesamt-Wertung, während der ehemalige Spitzenreiter Peter Millenaar (NED) sich nach einem schwierigen letzten Tag mit dem vierten Platz begnügen musste.

Die Woche unterstrich sowohl die Intensität des Wettbewerbs als auch die knappen Unterschiede zwischen Sieg und Niederlage im Grand-Prix-Rennsport.

-> Gesamt-Rangliste
-> Youtube-Channel mit allen Renn-Aufzeichnungen

Heute wird der Grand Prix-WM-Titel vergeben

Und Sie können live dabei sein!

In der vergangenen Woche findet im Südfranzösischen St-Auban der Grand Prix-Final statt. Das Format mit den bisher fünf Rennen hat „Hitchcock-Potenzial“. Es ist spannend, den Entscheidungen, den „good moves“ oder den gelegentlichen Fehlentscheiden dieser Spitzen-Piloten live zuzusehen, vor allem, wenn man mit der Gegend und dem Aufwindpotenzial der verschiedenen Hotspots vertraut ist.

Die Rennen werden zudem von kompetenten Moderator/innen mit präzisen Geländekenntnissen wie etwa der einheimischen Wettbewerbs-Pilotin und Weltmeisterin Aude Grangeray kommentiert.

Stefan Langer im Interview kurz vor dem Start.

Nachdem die Gesamtrangliste dank dem offenen Grand Prix-Reglement immer wieder Veränderungen erlebte, geht es heute um den Titel. Sie können hier ab ungefähr der Mittagszeit live mitverfolgen, wer in diesem publikumsnahen Segelflug-Wettbewerbs-Format am Ende die Nase ganz vorne hat. Viel Vergnügen.

-> Live-Übertragung (ab Mittag)
-> Website des Veranstalters
-> Youtube-Channel mit Aufzeichnungen aller bisherigen Rennen