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Ziellandekonkurrenz (ZLK) SG Säntis

Am Samstag, den 20. September 2025, fand bei strahlendem Sonnenschein die traditionelle Ziellandekonkurrenz der SG Säntis statt. Insgesamt zehn Piloten und eine Pilotin stellten dabei ihr Können unter Beweis.

Die gestellte Aufgabe verlangte höchste Präzision: Nach dem Start an der Winde mussten über dem Abbauraum zwei Vollkreise geflogen werden. Beim Einleiten in den Gegenanflug galt es, möglichst genau 600 m Höhe zu treffen – Abweichungen sowie ein Unterschreiten der Mindestgeschwindigkeit von 95 km/h wurden mit Strafpunkten geahndet. Anschließend folgte die Ziellandung: Die Flugzeuge mussten innerhalb des vorgegebenen Feldes aufgesetzt und der Zielpunkt möglichst genau getroffen werden – ganz ohne Einsatz der Radbremsen. Eine anspruchsvolle, aber zugleich spannende Herausforderung für alle Teilnehmenden.

Nach Abschluss der Flüge ging es im Hangar weiter. Am Hubschrauber-Simulator versuchten die Teilnehmenden, einen virtuellen Helikopter innerhalb einer bestimmten Zeit möglichst exakt zum Zielpunkt zu steuern. Auch ein kurzer Theorieteil mit kniffligen Fragen durfte nicht fehlen.

Das prächtige Wetter nutzten zudem Rainer Ender und Werner Rissi jun., um das historische Segelflugzeug SG 38 in die Luft zu bringen. Beide zeigten bei jedem Start ihre Begeisterung – jedes Abheben wurde von einem lauten Jauchzer begleitet und zog bewundernde Blicke auf sich.

Die Organisation des Anlasses lag in bewährter Manier bei einem frisch brevetierten Segelflugpiloten: In diesem Jahr übernahm Stefan Volland die Planung und Durchführung des Wettbewerbs sowie die Organisation des anschließenden Apéros. Dabei wurde er tatkräftig von seiner Tochter und deren Freund unterstützt.

Rangliste 2025:

  1. Platz: Rahela Kissling
  2. Platz: Stefan Volland
  3. Platz: Rainer Ender

Die SG Säntis blickt auf einen gelungenen Wettbewerb zurück, der Präzision, Spaß und Kameradschaft miteinander vereinte – und freut sich bereits auf die nächste Ziellandekonkurrenz.

Békéscsaba 2025 – Rückblick aus Piloten-Sicht

Autor: Guido Halter

Vom 22. Juli bis Anfang August starteten Rainer Cronjäger und Guido Halter in der 20-m-Doppelsitzerklasse mit einem Arcus T bei der Meisterschaft im ungarischen Békéscsaba. Die Stadt im Südosten Ungarns, nahe der rumänischen Grenze, ist von Mitteleuropa aus in rund 1’100 Kilometern fast vollständig über Autobahnen erreichbar.

Die Trainingstage boten ideale Thermik, um sich mit Flugzeug und Instrumentierung vertraut zu machen. Am Samstag folgte die Eröffnungszeremonie in der Innenstadt, doch schon am Abend zog eine Kaltfront durch. So konnten an den ersten drei Wettbewerbstagen keine Wertungsflüge stattfinden.

Dann drehte das Wetter: Vier starke Wertungstage mit Strecken zwischen 400- und über 500 km brachten spannende Flüge. Am schnellsten war ein 420-km-Task mit 137 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Besonders der dritte Tag stach heraus – mit Platz 2 in der Tageswertung kletterte das Team auf Gesamtrang 4, dicht hinter der Spitze.

Eine weitere Front brachte zwei Ruhetage, die für Ausflüge genutzt wurden. Der fünfte Wertungstag erwies sich als Knackpunkt: niedrige Basis, hohe Wolkenfelder, ein riskanter Entschluss – und schließlich Motorstart in nur 200 Metern Höhe. Damit rutschte das Duo von Platz 4 auf 18 ab, ohne Chance auf die Top 10.

Tags darauf folgte die Antwort: Bei ähnlichen Bedingungen gelang ein Tagessieg. In der Gesamtwertung brachte er eine Verbesserung und die Stimmung des Teams ging damit wieder deutlich nach oben. Die beiden letzten Wettbewerbstage mit Blauthermik endeten mit soliden Mittelfeldplätzen und Rang 17.

Mit 87 Prozent der Siegerpunkte und zwei Podestplätzen in den Tageswertungen zeigten sich die Piloten – abgesehen vom fünften Tag – zufrieden. Békéscsaba bot nicht nur fliegerische Herausforderungen, sondern auch die Gelegenheit, ein neues Gebiet und seine herzliche Gastfreundschaft kennenzulernen.