Schlagwort-Archiv: SG Basel Fricktal

Schupfart: Mehr Solarstrom

Am Flugplatz LSZI nimmt die nachhaltige Energieproduktion weiter Fahrt auf. Das Photovoltaikteam der SG Basel Fricktal hat in rund einer Woche intensiver Fronarbeit den Kopfbau vollständig mit Solarmodulen bestückt.

Installiert wurden insgesamt 72 Photovoltaikmodule mit je 435 Watt Leistung, was einer Gesamtleistung von 31,3 kWp entspricht. Ergänzend kamen weitere 39 Module mit insgesamt 16,965 kWp hinzu. Damit leistet die Anlage einen spürbaren Beitrag zur Eigenstromproduktion am Flugplatz.

Dem sichtbaren Ergebnis ging eine umfangreiche Vorbereitungsphase voraus: Materialdisposition, Verlegung von Kabeln und Rohren, Stringleitungen, Befestigungs-Systeme sowie die Reinigung der Module verlangten dem Team einiges ab. Auch die Rahmenbedingungen forderten ihren Tribut – gutes Schuhwerk, warme Kleidung, Handschuhe, Ausdauer, Flexibilität und Geduld waren ebenso gefragt wie technisches Know-how.

Der Einsatz hat sich gelohnt: Mit diesem Engagement konnte das Projekt planmäßig abgeschlossen werden. Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für ihren vorbildlichen Einsatz zugunsten einer nachhaltigeren Infrastruktur am Flugplatz.

Saisonabschluss am Pilatus und im Fricktal

Die Herbstsaison bedeutet nicht nur das Ende der Flugsaison, sondern auch die alljährlichen Einräumarbeiten bei den Segelflugvereinen. Bei der SG Pilatus und der SG Fricktal wurde auch 2025 wieder mit viel Engagement und Gemeinschaftssinn gearbeitet, um die Flugzeuge für den Winter fit zu machen und die Hangars in Ordnung zu bringen.

SG Pilatus: Reparaturen und Einräumarbeiten mit Unterstützung

In diesem Jahr stand bei der SG Pilatus die Teilreparatur der Piste im Vordergrund. Die lange geplante Sanierung auf Seite FLUBAG verzögerte sich wetterbedingt, weshalb die Motorfliegertruppe die ganze Saison über die Piste nutzen durfte. Das führte zu einer höheren Belastung der Piste, die mit ihrer alten Blechbefestigung natürlich nicht unbeschadet blieb. Doch die FLUBAG zeigte sich flexibel und stellte ihre Unterstützung für die nötige Reparatur zur Verfügung.

Schon früh am Morgen kamen die Bagger und Schaufeln zum Einsatz, und unter der Leitung des Infrastruktur-Chefs wurde fleißig geschuftet. Am Ende des Tages war das Ergebnis sichtbar: Die Piste hatte einen ordentlichen „Frühjahrsputz“ erhalten und dem Verfall konnte zumindest für die kommende Saison entgegengewirkt werden. Ein großes Dankeschön geht an die FLUBAG für die tatkräftige Hilfe.

Auch die traditionellen Einräumarbeiten gingen in diesem Jahr wie gewohnt über die Bühne. Flugzeuge wurden gereinigt, geölt und gepflegt, und die Helfer hatten mit den vorbereiteten Leckereien von Willy und seinem Team auch das leibliche Wohl gesichert. So wurde der Saisonabschluss der SG Pilatus zu einem gelungenen Event.

SG Fricktal: Polierte Anhänger und ein glänzender Abschluss

Am 18. Oktober trafen sich 45 Piloten und Pilotinnen der SG Fricktal bei traumhaftem Herbstwetter zum alljährlichen Einräumen der Flugzeuge. Der Tag begann mit dem Transport der Anhänger nach Frick, wo das Abdampfteam fleißig Staub und Schmutz entfernte. Zurück auf dem Heimatplatz LSZI ging es dann ans Polieren, während andere Helfer den Hangar leerten, reinigten, aufräumten und kleinere Reparaturen an den Hangartoren vornahmen.

Es schien ein ganz normaler Einräumtag zu werden – bis plötzlich zwei zusätzliche Anhänger den Arbeitsablauf etwas durcheinanderbrachten. Doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Die Helfer nutzten die Pause, um bei einer Wurst vom Grill und Beilagen die nötige Stärkung zu sich zu nehmen und persönliche Kontakte zu pflegen.

Nach der kleinen Unterbrechung ging es mit neuer Energie weiter, und so konnten gegen 16:00 Uhr die Flugzeuge in hochglanzpolierten Anhängern in ihren Winterquartieren verstaut werden. Der Tag endete mit einem zufriedenen Gefühl: Alles war erledigt, und der Verein hatte einmal mehr gezeigt, wie viel der Teamgeist ausmacht. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitglieder und die drei tatkräftigen Junghelfer, die mit ihrem Einsatz den Tag zum Erfolg machten.

Fazit: Zusammenhalt und Engagement

Ob bei der SG Pilatus oder der SG Fricktal – der Herbst bringt immer wieder die Gelegenheit, als Verein zusammenzukommen und die Saison gemeinsam abzuschließen. Mit Unterstützung von außen, einer großen Portion Teamgeist und einer guten Portion Humor wurde die Einräumaktion 2025 ein voller Erfolg. Nun können alle Mitglieder die Winterpause genießen, während die Flugzeuge sicher verstaut und gepflegt sind – bereit für die kommende Saison.

„Flügerchilbi“ 2025

Die Flügerchilbi 2025 der Segelfluggruppe Basel Fricktal fand bei strahlendem Spät-Sommerwetter statt und erwies sich als rundum gelungener Anlass.

Bei besten Bedingungen verzeichnete der Event regen Zuspruch: Insgesamt konnten 18 Passagierflüge durchgeführt und mehrere Schulungsflüge absolviert werden. Die Veranstaltung verlief ohne Zwischenfälle und bot den Besucherinnen und Besuchern spannende Einblicke in die Faszination des Segelflugs.

Neues Ei im Fricktal

Die SG Basel Fricktal erhielt kürzlich eine Bristell B-23 (HB-EGG) als neues Schleppflugzeug. Sie ersetzt die bisher verwendete Aviat Husky.

Am Wochenende des 24. und 25 Mai wird die neue Schleppmaschine im Rahmen der „Airlebnistage“ zusammen mit dem ebenfalls neu beschafften und eigenstartfähigen Elektro-Segelflieger AS 34 Me als „Flüsterflieger“ mit einer Flugzeugtaufe der lokalen Bevölkerung vorgestellt.

Segelfluglager in St. Crépin 2025

Ein großartiges Lager der SG Basel Fricktal mit guter Stimmung und bis zu neun Flugtagen war ein tolles Erlebnis. Zum Glück war das Wetter deutlich besser als vorhergesagt.

Nach zwei regnerischen Tagen mit Marktbesuch, Wanderung zur Titanenhand, Lesen und Diskussionen, ging es fliegerisch richtig los: Turbulente Landungen, plötzlich drehender Wind, unerwartetes Lee, mühsames Durchstoßen der Inversion – aber auch Wellenflüge und Aufwinde bis zum Anschlag. Alpenfliegen macht einfach Spaß! Mit 20 bis 35 Flugstunden pro Pilot sind alle definitiv eingeflogen.

Ein herzliches Dankeschön an alle – ob als Fluglehrer, in der Küche oder beim Auf- und Abrüsten. Et un grand merci à l’équipe de LFNC qui nous a bien accueillis.

Sommerschulungslager

Im Sommer 2023 öffnete das jährliche Segelfluglager wieder seine Türen für eine leidenschaftliche Sammlung von Flugschülern und Lehrern. Die erste Woche sah Alex, Tom, Ralf, Valentin und Carlo bei überwiegend sonnigem Wetter ihre Flugerfahrung sammeln. Trotz Sonnenstichen und anfänglichem Zögern gingen alle Ende Woche zufrieden nach Hause. Für Tom und Valentin gab es bereits Mitte Woche wieder die ersten Soloflüge und Tom konnte am Donnerstag zusammen mit Heinz seinen Streckenflug bestreiten. Auch Alex, Carlo und Marcus kamen viel zum Fliegen und Alex und Carlo sind nach einer Gefahreneinweisung auch auf dem Weg zum ersten Soloflug. Ab Mittwoch war neben Schleppflugzeug auch die Winde im Einsatz, und wir kamen alle viel in die Luft.

In der zweiten Woche ging es mit reduzierter Mannschaft wetterbedingt erst am Mittwoch weiter. Hier stiessen noch Lukas und Frank hinzu, allerdings ohne Valentin und Carlo. Am Donnerstag bestand Tom seine Theorieprüfung und befindet sich nun auf dem Endspurt zur Praktischen. Insgesamt haben sich bei allen Flugschülern Fortschritte gezeigt, die ohne das kräftige Engagement der Flugschüler, Fluglehrer, Schlepppiloten und Windenfahrer natürlich nicht möglich gewesen wären. Vielen Dank an alle Beteiligten, insbesondere alle freiwilligen Helfer für ihre gespendete Zeit, und natürlich herzlichen Glückwunsch an die Schüler für die erreichten Meilensteine! Quelle: ‚SG Basel-Fricktal‚.

Nahezu perfekter Tag

Der erste Schenkel im Jura war quasi geschenkt. Früher Beginn und direkt eine hohe Basis, top Steigwerte und durchgehende Wolkenstrassen. Was will man mehr? Ich kann mich nicht erinnern, jemals früher in Vallorbe gewesen zu sein. Dort angekommen durfte ich leider nicht durch die TMA Genf und musste unten durch. Hinter Lausanne standen jedoch drei vielversprechende Wolken, welche nach kurzer Suche auch ganz ordentlich funktionierten und den Weiterflug in die Voralpen angenehm gestalteten. Ab Lausanne durfte ich auch in die TMA steigen und nahm die extra Meter gerne mit. Dank dem optimalen Start und der direkten Querung war ich deutlich vor dem Zeitplan und konnte mir für den Alpeneinstieg die nötige Zeit nehmen. Das Wallis war etwas unter meinen Erwartungen, dafür lief es zwischen Nufenen und Italien hervorragend. Anfangs Bergell war nochmal ein bisschen Geduld gefragt bevor die Reise ins Engadin weiterging. Auf dem ganzen Schenkel konnte ich knapp vor dem aufkommenden Cirrenschirm fliegen und hatte vor mir die deutlich bessere Optik als im Rücken. An der zweiten Wende lag ich immer noch rund 30 Minuten vor dem Plan und konnte die Herausforderung des letzten Schenkels unter dichten Cirren und für mich segelfliegerisch unbekanntem Gelände ohne Zeitdruck in Angriff nehmen. Irgendwie gelang es mir, mich bis Disentis vor zu hangeln und via Chrüzlipass in die Zentralschweiz zu plumpsen. Im Anflug auf den Vierwaldstädtersee sah ich den Flug schon in Buochs enden. Zu dicht schienen mir die Cirren, zu tief meine Höhe und die letzten Wolkenfetzen standen nur noch über den höchsten Gipfeln. Da entdeckte ich in einem Seitental einen Delta im Blauen/Grauen steigen, warf das Wasser ab und konnte tatsächlich ein paar Meter gewinnen. Dies gab mir neuen Mut und so konnte ich jeweils unter dem Hauptgipfel mit schwachem Steigen den Gipfel erreichen um dort mit 1.5-2m weiterzusteigen. Aus der Ferne beobachtete ich, wie sich am Pilatus immer wieder kleine kurzlebige Fumuli bildeten. Am Pilatus angekommen, suchte ich ein letztes Mal mit viel Geduld, bis ich in einer Blase auf rund 2700m steigen konnte und so sicher Olten erreichen würde und unter guten Bedingungen sogar nach Hause käme. Diese guten Bedingungen fand ich in einer gut tragenden Linie bis Aarau vor und konnte die letzten Kilometer entspannt abgleiten.

Einen Flug von Schupfart ins Engadin und wieder zurück zu realisieren, war seit dem ersten Schnupperflug mit Fabian mein grosser Traum. Ich erinnere mich, wie wir mit Jürg und Domenic im AirPick sassen und ich ganz unschuldig fragte, ob man mit einem Segelflugzeug denn auch ins Engadin fliegen könnte. Domenic meinte, dass die Route zwar ein paar anspruchsvolle Übergänge hätte, aber man mit den heutigen Flugzeugen an einem guten Tag auch wieder zurück käme. Da war das Ziel definiert…

Direkt nach der Prüfung durfte ich 2021 am BFK in Samedan das mir gut bekannte Engadin aus der Luft entdecken und erste Alpenerfahrungen sammeln. Der Gebirgs-BFK ist ein Kurs, der für alle Piloten höchst empfehlenswert ist und sei es nur der schönen Landschaft und guten Stimmung wegen. Im letzten Jahr folgten dann die Lager in Ambri und Zweisimmen, wo ich das Gebiet zwischen Jura und Engadin kennen lernen konnte. Die vielfältigen Lagermöglichkeiten unserer Gruppe bieten u.a. eine tolle Gelegenheit, bei lockerer Atmosphäre und guter Infrastruktur neue Gebiete zu befliegen und miteinander zu vernetzen. In Ambri bekam ich täglich zu hören, dass man im Frühling doch nicht ins Engadin geht. Das Veltlin sei viel besser. Leider war aber das Wetter für einen Anfänger wie mich für beides nicht geeignet, aber zumindest die Übergänge bis zum Misox gelangen mehrfach. Erst am letzten Tag kam ich mit Fabian im Arcus bei schwacher Wellenlage doch noch bis ins Engadin – das Beste zum Schluss. Auch von Zweisimmen aus konnte ich die Strecke bis zum Engadin einmal abfliegen und die ersten Mittellandquerungen kamen dazu.

Es folgten im August ein paar Prachtstage, an denen man ungeachtet der Geographie fliegen konnte, wohin man will. Diese Gelegenheit nutzte ich für eine kleinere Runde mit Wendepunkten am Creux du Van und in Münster – sehr empfehlenswert! Was noch fehlte, war der Heimweg vom Engadin zurück nach Schupfart. Um mich mit der nicht ganz einfachen Geographie vertraut zu machen, habe ich viele Stunden mit Google earth, Karte und streckenflug.at verbracht, mit Fabian einen Geoflug mit unserem G-109 gemacht um zu sehen, wie es wirklich aussieht und auf WeGlide verschiedene Routenoptionen zusammengesucht. Das Ziel war, am Tag X mit Hammerprognose bereit zu sein, denn von denen gibt es pro Saison bekanntlich nur eine Hand voll. Nun, Tag X ist gekommen, die Nervosität stieg merklich, aber ich war bereit und die intensive Vorbereitung hat sich ausbezahlt und war auch extrem wichtig. Domenic sollte Recht behalten: möglich aber nicht ganz einfach! Quelle: ‚SG Basel Fricktal, Patrick J.‚.