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Über den Feldern nahe der Yonne

Nach einer längeren Anreise über die weiten Felder Frankreichs haben wir eine AirBnB Wohnung bezogen. Zu Fuss waren es nur zwei Minuten bis zu den Toren des Hangars. Gut gestärkt von den leckeren französischen Croissants wurden unsere Flugzeuge am 31. Juli montiert und gerüstet. Den neuen Gesichtern in PSY wurde die Umgebung aus der Luft und der neue Flugplatz gezeigt. Der grösste Unterschied zu unserem kleinen aber bescheidenen Plätzchen ist die Länge und die mehr oder weniger perfekte, ebene Fläche. Die Piloten mit mehr Erfahrung versuchten schon Strecken-Kilometer zu erfliegen. Mit guten Bedingungen in den Folgetagen lag die Schwierigkeit mehr darin, der Versuchung zu widerstehen weiter zu fliegen und auch mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen.

Nach drei Tagen stiessen dann auch noch Erwin und Fredi S. mit ihren Flugzeugen dazu und wir waren vollzählig. Mit drei Doppelsitzern und doppelt so viel Einsitzern war unsere Flotte gut bestückt und jeder Pilot hatte ein Plätzchen. Mit ein wenig Hilfe der Franzosen wurde ein sehr gut laufender Betrieb auf die Beine gestellt, der keine Wünsche offen liess. Jeder, der die Wolken von näherem betrachten wollte, konnte dies zur genüge tun. Jörg K. und Matthias K. konnten ihren ersten Flüge über fünf Stunden absolvieren, ein weiterer kleiner Schritt Richtung Streckenflugberechtigung. Währenddessen flogen andere mehr als 400km – z.B. nach Chartres oder knapp vor die belgische Grenze oder auch nähere Ziele wie Montargis wurden in Angriff genommen und dann auch beim Feierabendbier glorreich mitgeteilt.

Am Donnerstagabend zog ein Gewitter auf, dass die Zusammenarbeit auf dem Boden verlangte, aber durch eine grossartige Teamarbeit und mit Hilfe der Franzosen waren die Flieger schnell hangariert und vor den Schauern geschützt. Am nächsten Tag gab es hervorragendes Segelflugwetter. Wie immer wurde um ca. 13 Uhr gestartet und erst nach 19 Uhr landeten die letzten Piloten. Nach einer Wochen sehnten sich die ersten schon wieder nach dem Büro und begaben sich auf den Heimweg. Trotz einer kleineren Truppe war der Himmel gut gefüllt. Am Abend testete man die Kochkünste der Überflieger oder auch teilweise der Restaurants in der Umgebung. Viel kulinarische Vielfalt konnte man erleben.

In der zweiten Woche verschwanden die Wolken komplett und nur noch blauer Himmel war zu sehen. Im Verlauf der Woche wurde der Nordost/Ostwind stärker und es wurde schwieriger, die Thermik zu nutzen. Trotz der Hitze von bis zu 37 Grad versuchten drei Piloten ihren 50km Streckenflug zu absolvieren. Am Mittwoch musste der Flugbetrieb wegen des starken Seitenwindes abgebrochen werden. Nach einer noch stärkeren Windprognose beschliessen wir am Donnerstag, dass wir die Flieger wieder in die weissen Anhänger verfrachten und ihnen mal eine Auszeit gönnen nach den vielen Flugstunden. In Pont sur Yonne wurde jeden Tag viel geflogen und es war ein sehr lehrreiches Lager für alle. Vielen Dank fürs Organisieren Remi, danke den Fluglehrern Stephan und Fredy und bis nächstes Jahr! Bericht und Fotos von Matthias Kummer.