Der 61. Internationale Hotzenwaldwettbewerb findet in der Pfingstwoche vom 23. bis 30. Mai 2026 statt und wird im IGC-Ranking geführt. Ausgerichtet wird er von der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald mit Unterstützung des Luftsportverbands Baden (LVB).
Anmeldungen sind seit 1. Februar 2026 online möglich. Das Wettbewerbsgebiet umfasst den Schwarzwald, die Schwäbische Alb und den Schweizer Jura, der mit seiner Landschaft und thermischen Qualität besonders reizvoll ist. Das Eröffnungsbriefing findet am Samstag, 23. Mai 2026, um 09:00 Uhr im Briefingraum statt.
In den Leewellen des Schwarzwalds ist Fliegen bei Ostwind-Wetterlagen auch im Winter möglich. Felix Wolf, Marvin Drost, Sven Lissel und Jonas Keplinger (alle BVS) haben am 13.01.2025 die günstigen Bedingungen für einen winterlichen Flug genutzt. Weil wir Segelflieger außerhalb der Sommersaison akute Entzugserscheinungen aufweisen, wird auch im Winter ständig nach Möglichkeiten gesucht, in die Luft zu kommen und die Welt von oben zu bewundern. Der Schwarzwald bietet dafür die perfekten Bedingungen.
Wenn die Sonne im Winter nicht genug Kraft hat, um Streckenflüge mit Hilfe von aufsteigender Luft (Thermik) möglich zu machen, können sich Segelflieger Aufwinde auf der windabgewandten Seite von Gebirgen zunutze machen. Weht der Wind über ein Gebirge, beginnt die Luft auf der windabgewandten Seite zu schwingen. Das Gebirge wirkt dabei ähnlich einem Stein im Wasser, der ein Hindernis darstellt und hinter dem das Wasser Wellen bildet. Im Schwarzwald können die dadurch entstehenden Aufwinde bei Ostwind genutzt werden, um weite Strecken zurückzulegen. Bekannte Stellen, wie die Hornisgrinde oder das Simonswälder Tal, lösen häufig solche Wellen aus. Diese Auslösepunkte können angeflogen werden und erleichtern so die Suche nach den Aufwinden.
Schon am Dienstag sahen die ersten Vorhersagen für den folgenden Montag günstig aus und so wurde der Termin bereits vorgemerkt und die Wetterprognose genauer beobachtet. Als die Vorhersage am Sonntag dann verlässlich war, trafen wir uns, um den Duo Discus für den frühen Start am Montag vorzubereiten. Der ganze Tag war wolkenlos vorhergesagt und so war der Plan, den ganzen Flugtag auszureizen gefasst. Mit Öffnung des Flugplatzes um 8 Uhr Lokalzeit war der Start noch vor Sonnenaufgang möglich. Die spätestmögliche Landung war vor Schließung des Flugplatzes um 17:30, eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang. Wenn also alles gut lief, war ein Flug von über 9h möglich. Der Plan war, während dieser Zeit eine möglichst weite Strecke zu fliegen. Die längste mögliche Strecke an der Westkante des Schwarzwalds führt insgesamt rund 140km vom Hotzenwald im Süden, am Feldberg vorbei und über das Kinzigtal bis zum Murgtal im Norden.
Der Tag fing bereits mit einem atemberaubenden Sonnen-Aufgang über dem Schwarzwald an, den wir vom Flugzeugschlepp aus beobachten konnten.
Nach dem Ausklinken suchten wir die Welle im Tal über Simonswald. Nachdem wir dort genug Höhe getankt hatten, ging es weiter zur Hornisgrinde. Dabei führte unser Flugweg stets der Schwarzwald-Hochstraße entlang. Dieser Berg ist, wie das Simonwälder Tal ein bekannter Auslösepunkt für Leewellen. Eigentlich ist die Flughöhe für Luftsportler nach oben begrenzt, um den Flugzeugen der kommerziellen Luftfahrt nicht in die Quere zu kommen. Da mit den Leewellen, die an der Hornisgrinde zu finden sind, deutlich größere Flughöhen möglich sind wurde hier ein spezieller Sektor eingerichtet, in dem auf Anfrage auch höher geflogen werden kann. Auf Nachfrage bei der Deutschen Flugsicherung, die den Luftraum über Deutschland überwacht, öffnete der zuvorkommende Lotse den Sektor bis auf Flugfläche 140 (14’000 Fuß). So war Steigen auf maximal 4’370 m erlaubt. Sven Lissel stieg bis auf 4’250 m. Nachdem wir an der Hornisgrinde wieder Höhe gemacht hatten, flogen wir das Murgtal entlang, wendeten und machten uns auf den Weg zum Südende des Schwarzwalds.
Als anvisierter Wendepunkt diente der Flugplatz Hütten-Hotzenwald. Die nötige Höhe für den Rückweg holten wir uns wiederum an der Hornisgrinde. Damit konnten wir bis in das Lee des Feldbergs gleiten, dessen Welle uns die nötige Höhe verschaffte, um bis zum Hotzenwald und wieder zurück zu fliegen. Die ersten 230 Kilometer lagen nun hinter uns und bis zum Sonnenuntergang waren es noch über vier Stunden. So entschieden wir uns, den gleichen Weg nochmal nach Norden zu fliegen, wendeten aber diesmal bereits an der Hornisgrinde. Nach einer weiteren Wende südlich des Feldbergs orientierten wir uns mit 500 km zurückgelegter Strecke im Gepäck zurück zum Flugplatz Freiburg. Der Sonnenuntergang auf dem Heimflug war einfach spektakulär. So landeten wir pünktlich vor der Schließung des Flugplatzes um 17:25 wieder in Freiburg.
Vom 7. bis 11. Juni 2025 konnte in Hütten-Hotzenwald an zwei Wertungstagen der beliebte Streckenflug-Wettbewerb über dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb ausgetragen werden.
Resultate Club- & Newcomer
Rang: Florian Ruckert, SC Uetersen, Ka 6
Rang: Kiefer & Kiefer, MLV Müllheim, Bergfalke
Rang: Oliver Wolfinger, SFZ Königsdorf, Ka 6
Resultate Standard-Klasse
Rang: Timo Fuchs, FG Wolf Hirth, Discus BT
Rang: Marzelin Gross, FG Saulgau, LS 4
Rang: Wolfgang Böhme, FC Bad Berka-Weimar e.V., LS 4
Resultate Offene Klasse
Rang: Kessler & Kluge, FG Wolf Hirth, Duo Discus T WL
Aufgrund der eingefahrenen Grosswetterlage mit labiler Luftmasse, wechselten sich in der Pfingstwoche längere sonnige Abschnitte mit einzelnen Schauern und Gewittern ab. Mit der grossen Erfahrung und gutem Geschick des Meteorologen Marcus Neubronner, konnten wir dennoch an vier der insgesamt acht Wertungstagen fliegen. Lokale Regenschauer am Titisee im Südschwarzwald vor der Querung der Baar (Hochebene zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb) auf dem Weg zum Wendepunkt auf der Schwäbischen Alb. Jede Aufgabe führte uns durch unterschiedliche Regionen: den Schwarzwald, die Schwäbische Alb, das Donautal, und das Schweizer Mittelland. Diese Flüge waren nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch fliegerisch anspruchsvoll und boten uns die Gelegenheit, Flugrouten zu erkunden, die wir von Dittingen aus selten befliegen.
Unsere Aufgaben an den vier Wertungstagen waren wie folgt: Am ersten Tag flogen wir nach Norden entlang des Schwarzwalds in Richtung Freudenstadt. Am zweiten Tag ging es nach Osten, dem Donautal folgend nach Mengen. Am dritten Tag führte die Route nordostwärts zur Schwäbischen Alb nach Münsingen. Am vierten Tag flogen wir nach Süden über den Jura ins Schweizer Mittelland ins Napfgebiet. Die Aufgaben wurden wegen des labilen Wetters allesamt als Assigned Area Task (AAT) ausgeschrieben.
Ein toller Anlass war auch ein Seminar und der persönliche Austausch mit Uli Schwenk. Als Vize-Weltmeister, Europa- und Deutscher Meister, Grand-Prix-Sieger, Rekordhalter und „Weltbotschafter des Segelfluges“ brachte Uli, welcher selbst als Coach am Wettbewerb in einer ASK 13 in der Club- und Newcomer Klasse teilgenommen hat, einen immensen Erfahrungsschatz mit. Seine Geschichten, Einblicke und Tipps waren äußerst interessant und bereicherten das fliegerische Wissen der Teilnehmer.
Die Atmosphäre während des Wettbewerbs war wie immer sehr entspannt, was wesentlich zu unserem Wohlbefinden beitrug. Die Kameradschaft unter den Teilnehmern war hervorragend, und es machte grossen Spass, Erfahrungen mit anderen Segelfliegern auszutauschen.
Ein besonders interessanter Aspekt des Hotzenwaldwettbewerbs ist, dass er auch für Wettbewerbseinsteiger bestens geeignet ist. Dafür gibt es die „Newcomer Klasse“. Das Wetter wird an diesem Wettbewerb nicht „zurechtgebogen“, was bedeutet, dass nicht fliegbare Tage vernünftig neutralisiert werden. Dadurch bleibt der Wettbewerb fair und sicher für alle Teilnehmer. Zudem bietet der Wettbewerb eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Region im Südschwarzwald kennenzulernen und sich damit auf einen Einstieg in den Schwarzwald aus dem Schweizer Jura, z.B. von Dittingen aus, vorzubereiten.
Kurz nach Abflug mit Flugroute über den Schluchsee mit Blick in Richtung Südosten. Die Sicht war an mehreren Tagen hervorragend. Am Horizont kann man die verschneiten Alpen erkennen. Unser sportlicher Erfolg in dieser Woche hat unsere Erwartungen übertroffen. Mit insgesamt drei Tagessiegen und einem vierten Tagesrang am letzten Wertungstag, konnten wir den Wettbewerb auf dem ersten Gesamtrang von 17 Flugzeugen in der Offenen Klasse abschliessen und durften die Trophäe – eine eindrucksvolle Pyramide aus Schwarzwälder Granit – mit nach Hause nehmen.
Der 59. Hotzenwaldwettbewerb war für uns ein tolles Erlebnis. Die Mischung aus herausfordernden Flugaufgaben, wertvollen Begegnungen und sportlichem Erfolg machte diese Woche zu einem Höhepunkt in dieser noch jungen Segelflugsaison 2024. Wir freuen uns bereits auf zukünftige Wettbewerbe und die Fortsetzung dieser wunderbaren Tradition auf dem Hotzenwald. Quelle: ‚Patrick Misun‚.
Vom 25. Mai bis zum 2. Juni 2024 fand das Fluglager des SFC Malmsheim in Wildberg, zu Gast beim FSV Wächtersberg, statt. Trotz teilweise schlechten Wetters mit einigen Regenstunden konnte an 6 von 8 Flugtagen geflogen werden. Während des Fluglagers kamen etwa 100 Starts und rund 35 Stunden Flugzeit zustande. Zu den Highlights zählte der Sunriseflug mit unserem Motorsegler, der atemberaubende Ausblicke auf die in Nebel gehüllten Täler und die aufgehende Sonne bot. Auch unsere Flugschüler konnten viele wertvolle Erfahrungen in der praktischen Ausbildung sammeln. Mehrere Solostarts und viele Stunden Flugzeit auf dem Schulungsdoppelsitzer ASK21 und dem Schulungs-Einsitzer HpH 304C markierten wichtige Fortschritte in ihrer Ausbildung. Besonders erfreulich war, dass drei Flugschüler während des Lagers ihre theoretische A-Prüfung erfolgreich ablegten. Das Fluglager 2024 auf dem Wächtersberg war trotz der wetterbedingten Herausforderungen ein voller Erfolg. Wir bedanken uns herzlich bei allen Helfern und der großartigen Gastfreundschaft des FSV Wächtersberg für dieses gelungene Fluglager und freuen uns schon auf das kommende Jahr. Quelle: ‚SFC Malmsheim‚.
Der Internationale Hotzenwald-Wettbewerb ist ein Freundschaftswettbewerb im Leistungssegelflug und dient der Förderung des Streckensegelfluges sowie der Nachwuchsförderung im Leistungssegelflug. Er bietet Gelegenheit zum Erfahrungs-Austausch und Leistungsvergleich zwischen Segelfliegern aller Nationen und soll die internationale Freundschaft und Verständigung, insbesondere unter dem fliegerischen Nachwuchs, fördern und pflegen.
Das Wettbewerbsgebiet umfasst Schwarzwald, Schwäbische Alb und den Schweizer Jura. Insbesondere der Schweizer Jura übt mit seiner thermischen Qualität und einzigartigen Landschaft von Jahr zu Jahr auf unsere Teilnehmer einen besonderen Reiz aus!
Der Wettbewerb wird im IGC-Ranking geführt. Die Punkte aus dem Hotzenwald-Wettbewerb zählen für die Platzierung in der IGC-Weltrangliste. Der Wettbewerb findet vom 18.05. bis 25.05.2024 statt. Eröffnungsbriefing ist am Samstag, den 18.05.2024, um 09:00 Uhr. Anmeldungen nimmt das OK ab dem 1. Februar 2024 entgegen.
Der Internationale Hotzenwaldwettbewerb ist ein Freundschaftswettbewerb im Leistungssegelflug und dient der Förderung des Streckensegelfluges, sowie der Förderung des Nachwuchses im Leistungssegelflug. Er bietet Gelegenheit zum Erfahrungs-Austausch und Leistungsvergleich unter den Segelfliegern aller Nationen und soll die Kameradschaft und die internationale Verständigung, insbesondere unter dem fliegerischen Nachwuchs, fördern und pflegen.
Anmeldungen nehmen wir ab dem 01. Februar 2023 entgegen. Das Wettbewerbsgebiet umfasst Schwarzwald, Schwäbische Alb und den Schweizer Jura. Insbesondere der Schweizer Jura übt mit seiner thermischen Qualität und einzigartigen Landschaft von Jahr zu Jahr auf unsere Teilnehmer einen besonderen Reiz aus!