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Schön, wenn ein Plan funktioniert…

Die Ostwellenlage hat sich im Verlauf der Woche angekündigt, nachmittags wird gute Wolkenthermik prognostiziert. F-Schlepp ins Murgtal bei nicht mal so viel Wind. Murgtal wie erwartet gut, Hornisgrinde / Hochstraße auch. Weiter südlich war ich bis jetzt noch nie, aber die Skysight-Prognose (und mittlerweile auch TopMeteo) hat seine Genauigkeit schon unter Beweis gestellt. Dafür habe ich am Feldberg kein Steigen gefunden. Gottseidank gibt es aufmerksame Glider-Tracker-Beobachter, die dann via WhatsApp wertvolle Tipps geben können.. (“versuchs mal weiter im Süden”). Hatte die ganze Zeit im Hinterkopf, dass die Welle bald zusammenbrechen könnte, habe deshalb früher gewendet. Dann kam die längste Nullschieberphase meiner Fliegerlaufbahn. Glück, dass irgendwann Nadja in ihrer 26 vorbeikam und das rettende Steigen präzise anzeigen konnte… Nach der Freigabe im Murgtalsektor (im gefühlt 28. Versuch errungen) war’s recht unkompliziert und die Thermik ließ für März nicht zu wünschen übrig. Ein Super-Flug! Quelle: ‘OLC, Jens Kammerer’.

Nasses Trainingslager

Drinnen zu lernen, wenn draußen das Wetter schön ist, das mag wohl keiner. Segelflugpilot Tobias Wendling (43) vom Flugsportverein (FSV) Neustadt stand Sonnenschein allerdings nicht als Ausrede zur Verfügung, als er sich im Trainingslager auf dem Flugplatz Winzeln-Schramberg im Schwarzwald vor allem der Theorie widmen musste. Die 16 Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz und Hessen sowie acht Trainer aus dem Luftsportverband Rheinland-Pfalz absolvierten am ersten Tag noch einige Eingewöhnungsflüge. Aber dann hinderten sie tiefe Wolkenschichten und Regengüsse am Segelfliegen.

Weil sie die Praxis nicht üben konnten, büffelten die Piloten extrem viel Theorie: Wie werde ich schneller beim Überlandflug? Die Tücken des Endanfluges auf den Zielflugplatz. Sicherheit beim Wettbewerbsflug. Wie gut kenne ich mein Flugzeug? Das Fliegen mit Wasserballast. So lauteten die Themen im Lehrsaal.

Bei den Kühen landen
Um überhaupt pünktlich im Südschwarzwald anzukommen, sind alle Flugzeuge im Transporthänger nach Winzeln geschafft worden. „Beim Streckensegelflug kann man auch schnell mal bei den Kühen landen, das heißt auf einer Wiese oder einem Acker“, erklärt Bernd Schwehm, Pressereferent des FSV Neustadt, warum Wendlinger und die anderen Piloten nicht im Segelflieger angereist sind. „Dann braucht man den Transportanhänger, um das Sportgerät wieder auf den Flugplatz zurückzuschaffen.“ Der Flugplatz Winzeln-Schramberg und der dort ansässige Luftsportverein Schwarzwald bieten laut Schwehm eine hervorragende Infrastruktur für ein solches Trainingslager oder auch für Urlaubsaufenthalte. Neben der 700 Meter langen Asphaltpiste gibt es mehrere Flugzeughallen, einen Lehrsaal und ein Clubheim. Außerdem seien dort ein Campingplatz und eine Gaststätte.

Gastgeber mit Weltmeister
Auf einer Höhe von 671 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, sei Winzeln ein sehr guter Startplatz, „um die normalerweise hervorragenden und hochreichenden Aufwinde des Schwarzwaldes schon vom frühen Morgen an zu nutzen und so weite Streckenflüge im Segelflug durchzuführen“. Wohl auch deswegen stellten die Winzelner Piloten eine Mannschaft in der Segelflug-Bundesliga, angeführt vom Weltmeister Matthias Sturm, meint Schwehm.

Im Trainingslager folgte dann aber doch noch ein wenig Praxis: entweder im Doppelsitzer mit dem Streckenflugtrainer auf dem Rücksitz oder für die etwas Erfahreneren in Kleingruppen von zwei oder drei Flugzeugen. Sie erflogen den Südschwarzwald und feilten an ihrer Streckenflugtechnik. Viel mehr als drei Stunden Flugzeit schaffte aber niemand an einem Tag. Quelle: ‘Die Rheinpfalz‘.

Segelflieger aus Neresheim bricht drei Rekorde

Ein Segelflieger aus Neresheim (Ostalb-Kreis) hat mit einem einzigen Flug gleich drei Rekorde gebrochen. Gerrit Illenberger flog in elf Stunden ein Dreieck von über 1.000 Kilometern. Gerrit Illenberger spricht vom 29. Mai 2021. Mehrere Monate hatte er den Rekordflug geplant und eigentlich nur noch auf den richtigen Tag gewartet, bis so eine Strecke möglich sein würde. “Das Spannende am Segelfliegen ist, man weiß eigentlich bis zur Landung nicht, wie es ausgeht”, erzählt der Pilot.

Bis zuletzt dran geglaubt
Es seien so viele Faktoren, die dranhängen, die den Rekord verhindern könnten oder die einen dazu zwingen würden, abzubrechen. Aber ganz wichtig sei eben, dass man bis zuletzt daran glaubt, dass man es doch schaffen wird. Illenberger erinnert sich an den entscheidenden Moment: “Letztendlich wusste ich: Okay, es klappt definitiv, als ich meinen letzten Aufwind gefunden habe. Abends, das war der Moment, wo ich wusste: jetzt klappt es definitiv.”

Von der Schwäbischen Alb übern Schwarzwald zur Wartburg
Illenberger erklärt die Strecke: “Neresheim liegt auf der Schwäbischen Alb. Von dort aus geht es die Schwäbische Alb entlang bis in den Schwarzwald. Dort hatte ich meinen ersten Wendepunkt, ganz im Süden, in der Nähe vom Schluchsee. Und dann ging es erst mal auf Nordkurs, also den Schwarzwald entlang, über den Kraichgau, über den Odenwald und den Spessart. Das sind so die typischen Mittelgebirge, wo wir Segelflieger uns gerne aufhalten. Dann ging es über die Rhön, und die zweite Wende war dann an der nördlichen Spitze vom Thüringer Wald, also in die Nähe der Wartburg bei Eisenach. Und von dort aus ging es dann weiter am Thüringer Wald entlang über Fichtelgebirge und Oberpfälzer Wald bis auf die tschechische Seite, wo ich über dem höchsten Berg vom Oberpfälzer Wald – das ist der Cerchov – gewendet habe. Und von dort ging es dann über Regensburg und die Fränkische Alb zurück auf die Schwäbische Alb nach Neresheim.” Quelle: ‘SWR‘.

Gliding – Best of Flying 2019

Jahresrückblick-Video von Jochen Strubel aus der Saison 2019 mit der “81” (LS4) und “XY” (DuoDiscus XT). Überwiegend im Schwarzwald und Kraichgau ‘rumgeschwabbelt’.

In Musbach startet die Wellenflugsaison

Mit auflebenden Südwest- und Nordostwinden startet für die Musbacher Segelflieger wieder die Wellenflugsaison. Je nach Windstärke geht es dabei auf große Höhen. Selbst im Hochwinter sind in den Wellensystemen des Schwarzwalds Streckenflüge von mehr als 500 Kilometern möglich. Bis 7600 Meter und mehr wurden im Lee der Hornisgrinde erflogen. Geschenkt bekommen die Segelflieger bei solchen Flügen allerdings nichts. Es bedarf einer guter Vorbereitung – sowohl mental als auch aus meteorologischer und technischer Sicht. Ab 4000 Meter NN müssen die Piloten über Sauerstoff verfügen. Von Vorteil ist ein zweites System für den Notfall, falls in großen Höhen die Sauerstoffanlage versagt. Zusätzlich sollten die Flugzeuge mit einem Transponder ausgestattet sein, um auf dem Radar sichtbar zu sein. Nur so gibt es bei Bedarf von der Flugsicherung in Langen im Wellenfluggebiet Murgtal Freigaben für die ganz große Höhen. Das Wellenfluggebiet Murgtal wird auf Anfrage der Segelflieger je nach Bedarf und Machbarkeit von Langen aktiviert. Wenn es die Verkehrslage zulässt, haben die Piloten zwischen Freudenstadt der Bacherkreuzung-Offenburg- Nähe Karlsruhe und Pforzheim die Möglichkeit, über die ansonsten maximal möglichen 3000 Meter NN zu steigen. Bei starkem Südwestwind steht die ersten Höhenleiter beim Wittlensweilener Eisenbahnviadukt. Auch das Freudenstädter Krankenhaus ist für die Wellenflieger oft ein Einstiegspunkt, um danach hoch über den Wolken die Freiheit zu genießen. Dabei offenbart sich ein Ausblick bis zu den Alpen und den Vogesen. Mehr im Bericht von Lothar Schwark im ‘Schwarzwälder Boten‘.

“Zugvögel” heben wieder ab

Lange sah es danach aus, als ob sich in diesem Winter keine klassische Wellenlage einstellen würde. Doch am östlichen Rand des zuletzt lang anhaltenden Hochdruckgebiet kam doch noch eine leichte Nordostlage auf. Anfangs behinderte noch eine tiefe Wolkendecke, die sich am östlichen Rand vom Schwarzwald anstaute, einen frühen Start. Mehr Informationen im Bericht von Lothar Schwark im ‘Schwarzwälder Boten’.