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Ju-52 soll 2023 wieder abheben

Nach dem Schlussbericht zum Absturz einer Ju-52 will das Flugunternehmen seine Piloten besser kontrollieren. Der Betrieb soll in zwei Jahren weitergeführt werden. Der Abschlussbericht zum Absturz einer Ju-52 am 4. August 2018 zeigte mehrere Mängel im Flugbetrieb der Ju-Air auf. Zwanzig Menschen verloren ihr Leben, weil das Flugzeug «hochriskant», in geringer Höhe, ohne Ausweichmöglichkeit und in einer gefährlich tiefen Geschwindigkeit geführt wurde. Die Ju-Air schreibt in einer Medienmitteilung dazu, man sei «froh, dass die direkten Unfallursachen klar aufgezeigt werden konnten». Der Unfall habe sehr viel Leid über eine grosse Zahl von Menschen gebracht – die JU-AIR bedauere das zutiefst.

Neben den Unfallursachen habe die Untersuchung auch weitere Mängel in der Organisation und bei der Qualitätssicherung offengelegt. Letzteres vermochte das Risikoverhalten «einer Gruppe von Piloten» nicht aufzudecken, heisst es weiter. Diese wichtige Erkenntnis werde bei der künftigen Selektion, Ausbildung und Kontrolle von Piloten mit einfliessen.

Offen sei die Frage einer fehlerhaften Schwerpunkteberechnung. Erste Abklärungen ergaben gemäss Ju-Air, dass dieser Fehler bereits 35 Jahre vor dem Unfall passierte und «seither zu keinerlei Problemen Anlass gab und wohl deshalb weder durch die Ju-Air noch durch die Aufsichtsbehörde entdeckt wurde». Sie dürfte aber dazu beigetragen haben, dass der Schwerpunkt des Flugzeuges zum Unfallzeitpunkt «um drei Tausendstel ausserhalb des zulässigen Bereiches» lag.

Flugbetrieb ab 2023 angestrebt
Mängel identifizierte die Untersuchung auch im Unterhalt der Ju-52. Dazu hält der Betreiber fest, dass das verunfallte Flugzeug regelmässig durch die Aufsicht inspiziert und seit 2010 nicht mehr beanstandet worden war. Es gebe auch keinen Hinweis darauf, dass ein technisches Problem zum Unfall beigetragen habe. Dennoch wurde die interne Unterhaltsabteilung der Ju-Air bereits nach einem Zwischenbericht der Sust 2019 aufgelöst. Die laufende Totalüberholung der Flugzeuge und der künftige Unterhalt wurden an externe Fachpartner ausgelagert. Die Totalüberholung habe ein technisch neuwertiges Flugzeug zum Ziel, welches danach wieder über viele Jahre sicher betrieben werden kann.

Das Ziel der Ju-Air ist es, Lehren aus dem Unfall in den künftigen Betrieb einfliessen lassen, um im Jahr 2023 wieder abheben zu können. Das Unternehmen werde dem Bundesamt für Zivilluftfahrt sämtliche Teile des künftigen Betriebs zur Prüfung vorlegen und unter anderem nachweisen, dass sie die Sicherheitshinweise der Sust umgesetzt habe, heisst es in der Medienmitteilung. Quelle: ‘Berner Oberländer‘.

Ju-52: Piloten flogen zu riskant

Die SUST gelangt in ihrem Bericht zum Schluss, dass eine Vielzahl unterschied-licher Faktoren zum Unfall geführt hat.Zur Verbesserung der Flugsicherheit richtet die SUST acht Sicherheitsempfehlungen an die Aufsichtsbehörde und sieben Sicherheitshinweise an die betroffenen Unternehmen.

Standbild aus einer Videoaufnahme, aufgenommen aus dem Passagierraum der HB-HOT in Blickrichtung Martinsloch (roter Pfeil).

Hochriskante Flugführung als direkte Ursache für den Unfall
Als direkte Ursache für den Unfall nennt die SUST eine hochriskante Flugführung durch die Piloten: Die Piloten steuerten das Flugzeug in geringer Höhe, ohne Möglichkeit für einen alternativen Flugweg und mit einer für diese Verhältnisse gefährlich tiefen Geschwindigkeit in das enge Tal südwestlich des Piz Segnas. In diesem Tal durchflog das Flugzeug Turbulenzen, wie sie im Gebirge in Geländenähe stets zu erwarten sind. Diese hochriskante Flugführung bewirkte, dass die Piloten in diesen nicht aussergewöhnlichen Turbulenzen die Kontrolle über das Flugzeug verloren und für ein Abfan-gen des Flugzeuges zu wenig Raum zur Verfügung stand. Als Folge davon stürzte das Flugzeug nahezu senkrecht zu Boden.

Tieferliegende Faktoren begünstigten die Entstehung des Unfalls

Die SUST stellt in ihrem Bericht unter anderem folgende tieferliegende Faktoren fest, welche die Entstehung des Unfalls begünstigten:

  • Der Schwerpunkt des Flugzeuges befand sich während des Unfallflugeszu weit hinten. Diese gefährliche Situation war durch eine mangelhafte Flugvorbereitung und durch Fehler in einer Software von Ju-Air zustande gekommen.
  • Die Piloten des Unfallfluges und auch eine Anzahl anderer Piloten von Ju-Airhatten sich bei Ju-Air daran gewöhnt, Regeln für einen sicheren Flugbetrieb nicht einzuhalten und auch bei Flügen mit Passagieren hohe Risiken einzugehen.
  • Ju-Air als Flugbetriebsunternehmen erkannte die wesentlichen Risiken in seinem Flugbetrieb nicht.
  • Auch verhinderte es die zahlreichen Regelbrüche seiner Piloten nicht.
  • erschiedene Voraussetzungen, die für gewerblichen Luftverkehrsbetrieb mit Passagieren ein hohes Mass an Sicherheit gewährleisten sollen, waren seit längerer Zeit nicht erfüllt.
  • Die Aufsichtstätigkeit des BAZL vermochte zahlreiche Sicherheitsprobleme bei Ju-Air nicht zu erkennen bzw. zeigte nicht genügend Wirkung.

Weitere Risiken ermittelt und Sicherheitsempfehlungen ausgesprochen
Neben diesen Faktoren ermittelte die SUST weitere Risiken, die sich jedoch nicht auf den Unfall auswirkten. Insbesondere befand sich das verunfallte Flugzeug technisch nicht in einem ordnungsgemässen Zustand. Damit die Sicherheit in der Luftfahrt verbessert werden kann, spricht die SUST in ihrem Bericht acht Sicherheits-Empfehlungen sowie sieben Sicherheitshinweise aus. Die Sicherheits-Empfehlungen richten sich an das BAZL als zuständige Aufsichtsbehördeund sollen eine wirksame betriebliche und technische Aufsicht fördern. Mit den Sicherheits-Hinweisen spricht die SUST das Flugbetriebsunternehmen Ju-Air sowie die betroffe-nen Betriebe der Flugzeuginstandhaltung an. Sie sollen einer Verbesserung der betrieblichen Führung und einem sicherheitsbewussten Umgang mit Risiken dienen.

Quelle: Untersuchungsdienst der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST).

Tilo hebt ab

Michael Meints erfüllt Sechsjährigem nach Tod des Vaters den Traum vom Fliegen. Der Flug ist gebucht. Ende März 2021 geht der Wunsch von Tilo Jehl aus Hemslingen in Erfüllung. Der Sechsjährige hat vor knapp einem Jahr, am 11. Dezember 2019, seinen Vater Benny bei einem Autounfall verloren. Seitdem möchte der Junge fliegen, um seinem Vater noch einmal ganz nah zu sein – doch wegen der Corona-Pandemie platzt die für Oktober geplante Reise nach Mallorca. Für Tilo eine große Enttäuschung. „Für ihn besteht kein Zweifel daran, dass sein Papa da oben im Himmel ist“, erklärt Mutter Ina Jehl, die sich an die Wunschbox-Redaktion der Rundschau gewandt hat.

Etwa 50 Piloten melden sich nach dem Aufruf am vergangenen Wochenende, und Tilo trifft eine Herzensentscheidung für Michael Meints aus Heeslingen. Denn im Sommer 2019 kam dessen Sohn Marek bei einem Unfall ums Leben. „Michael weiß deshalb am besten, wie ich mich fühle, und ich weiß, wie er sich fühlt – niemand sollte so früh einen lieben Menschen verlieren“, findet Tilo, dessen Vater nur 42 Jahre alt geworden ist.
Der Erstklässler und seine Mutter erhalten in den vergangenen Tagen viel Zuspruch, tröstende Worte bei Facebook, per E-Mail, telefonisch, aber auch persönlich. „Es ist für mich ungewohnt, dass mich so viele Menschen ansprechen, und beeindruckend, dass so viele bereit sind, mich mitzunehmen. In der Schule haben mich sogar einige Kinder gefragt, wie man in die Zeitung kommt, und hatten selbst ganz viele Ideen, was sie sich wünschen würden“, berichtet Tilo. Auch ein pädagogischer Mitarbeiter der Schule bietet ihm an, ihn in seinem Segelflugzeug mitzunehmen. Doch da ist die Entscheidung bereits gefallen.

Tilo freut sich riesig auf seinen großen Tag. „Wenn wir da oben sind, dann möchte ich mit Mama und meinem Schnuffeltuch Nils kuscheln und Papa am Himmel suchen. Engel sind zwar unsichtbar, aber vielleicht kann ich ihn spüren“, hofft der Junge. Seine Mutter ist gerührt von der großen Hilfsbereitschaft der Menschen: „Uns bedeutet es wirklich viel, dass so viele Piloten uns ganz selbstverständlich und selbstlos mit in Lüfte nehmen möchten. Ich bin dankbar und sprachlos. Seit Sonntag läuft das Postfach heiß. Ich hatte gedacht, es wäre schon toll, wenn wir überhaupt Antworten bekommen, aber mit 50 tollen Flugangeboten haben wir wirklich nicht gerechnet. Leider konnten wir uns nur für eins entscheiden, aber es gab auch nach der Absage unsererseits noch einige tolle Angebote, die Tilo in Zukunft wahrnehmen kann.“ Der Grundschüler freut sich zudem über ein Geschenk: Ein Paar hat ihm ein knallblaues Sparschwein namens Fritz-Jochen überreicht, das mit Kleingeld gefüllt ist und in sein Kinderzimmer eingezogen ist. „Tilo kann sich damit einen kleinen Extra-Wunsch erfüllen“, freut sich Ina Jehl. Als Michael Meints von Tilos Wunsch erfahren hat, war für den 50-Jährigen sofort klar, dass er helfen möchte: „Zum einem, weil ich selbst Pilot bin, und zum anderen, weil ich mich durch den frühen Unfalltod meines Sohnes ein wenig in die Situation von Tilo hineinversetzen kann.“

Es sei für ihn und seine Ehefrau wichtig, dem Leben weiterhin einen Sinn zu geben, Tilo ein wenig Ablenkung zu ermöglichen, aber auch mit der Trauer aktiv umzugehen sowie scheinbar Unmögliches möglich zu machen. „Mit seinen sechs Jahren hat Tilo sein ganzes Leben noch vor sich und wird sich immer an den Dezember 2019 erinnern, aber hoffentlich auch an den Flug mit mir in den Himmel.“ Meints arbeitet für die in Hannover ansässige HDI Versicherung. Als Ausgleich zur Arbeit dort fliegt er gerne mit seiner Frau zu den Inseln oder nach Dänemark, fährt gerne Motorrad und verbringt dazu noch etwas Zeit auf dem Golfplatz. „Haus und Garten gibt es auch noch, wo es immer etwas zu tun gibt“, sagt Meints. Wie Tilos großer Tag verlaufen soll, hat er sich bereits genau überlegt: „Ich werde mit dem Flugzeug zum Flugplatz nach Rotenburg kommen und Tilo den Flieger zeigen.“ Dort erwartet den Jungen auch Achim Figgen, Geschäftsführer des Flugplatzes: „Wir können uns dann die Start- und Landebahnen anschauen, die eine oder andere Flugzeughalle und natürlich auch den Flugleitungs-Tower, bevor es dann in die Luft geht.“ Meints fliegt mit Tilo, Mutter Ina und Schnuffeltuch Nils über Rotenburg zunächst nach Hemslingen, wo der Junge sein Wohnhaus von oben anschauen kann. Über Bremen hinweg geht es weiter zum dortigen Flughafen, wo Meints eine Landung simulieren möchte, ehe es dann wieder in die Höhe geht. „Die Welt wird dann ganz klein und Tilo ist ganz nah bei seinem Papa“, so Meints. Mit ihm hat Tilo einen erfahrenen Piloten an seiner Seite. Nachdem der Heeslinger 2007 auf dem Flug von Karlshöfen nach Wangerooge mit seinem Piloten ins Gespräch kommt, erwirbt er selbst eine Privatpilotenlizenz. Die Ausbildung schließt er im Mai 2008 erfolgreich ab. Seitdem fliegt er mit Begeisterung und Routine – aber wenn er Ende März mit Tilo abhebt, wird es für beide etwas ganz Besonderes. Quelle: ‘Dennis Bartz in der Rotenburger Rundschau‘.

Über den Wolken schrumpfen Häuser und Sorgen

Alena Riedel ist schwer krank und wollte so gern fliegen. Als der Verein Lukas Stern in Chemnitz davon erfuhr, war die Starterlaubnis Formsache, und Familie Riedel erlebte ein besonderes Abenteuer. Das Glück der Erde liegt manchmal in der Luft. Für Alena Riedel aus Flöha ist das so, und deshalb ist für das Mädchen kürzlich ein Traum wahr geworden, als “Tante Anna” mit ihr abgehoben ist. Der Verein Lukas Stern aus Chemnitz hat einen etwa 30-minütigen Rundflug mit dem Oldtimerflugzeug für Alena und ihre Familie organisiert. Der Verein, der vergangenen Freitag für seine engagierte Arbeit mit der Goldenen Henne geehrt worden ist, kümmert sich seit fünf Jahren um die Herzenswünsche schwerkranker Menschen. Alena Riedels Rundflug war einer von 45 Wünschen, die der Verein in diesem Jahr trotz Corona-Beschränkungen erfüllt hat, sagt die Vorstandsvorsitzende Daniela Lieberwirth.

Alena Riedel leidet an einem Knochenmarksversagen. Ihr Knochenmark hat kaum mehr rote und weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen gebildet. Im Frühjahr erfuhr die Familie die Diagnose, und seit Ende Mai versuchen die Ärzte, mit einer Medikamenten-Therapie das Immunsystem des fünfjährigen Mädchens herunterzufahren und neu zu starten – ähnlich wie bei einem Computer, der plötzlich nicht mehr tut, was er soll. Mit dem Neustart, so die Hoffnung der Mediziner, sollen die Stammzellen im Knochenmark wieder Blutzellen bilden. Zurzeit geht es Alena gut. Die Medikamente wirken. Die Anzahl der Blutzellen steigt und ist inzwischen weit entfernt von den kritischen Werten des Frühjahrs. Seit Juni hat das Mädchen keine Bluttransfusion mehr benötigt. Trotzdem muss sie weiterhin zweimal pro Woche zur Kontrolle in die Uniklinik nach Dresden oder ins Klinikum nach Chemnitz. Sie muss sich weiterhin vor Infektionen schützen – das heißt: kaum Kontakt zu anderen Kindern. Sandkästen oder das Buddeln in der Erde bleiben tabu.

Entscheidend wird sein, wie Alenas Immunsystem reagiert, wenn zum Jahresende hin die Medikamente abgesetzt werden. Gelingt der Neustart und produziert Alenas Knochenmark wieder Blutzellen? Falls nicht, kann nur eine rasche Stammzellentherapie helfen. Alena sucht deshalb weiterhin nach einem Stammzellenspender. Mehr als 400 Menschen haben sich nach einem Onlineaufruf der Familie gemeinsam mit dem Sportverein TSV Flöha typisieren lassen. “Der ideale Spender ist noch nicht gefunden”, sagt Alenas Vater André Riedel. Die Familie scheidet aus, weil die Übereinstimmungen nicht ausreichen. Den Kontakt zum Verein Lukas Stern hat Daniel Ivandic von der Eismanufaktur Kolibri in Flöha geknüpft. Er arbeitet mit dem Verein zusammen, und so wurde dort bekannt, dass es in Flöha ein fünfjähriges Mädchen gibt, das gegen eine heimtückische Erkrankung kämpft und das einen großen Wunsch hat.

Der Flugtag vor drei Wochen begann am Morgen mit dem Besuch eines MDR-Fernsehteams bei Familie Riedel in Flöha. Denn die Vorstandsvorsitzende des Vereins Lukas Stern, Daniela Lieberwirth, sollte an diesem Tag am Flugplatz in Jahnsdorf bei Chemnitz vor laufender Kamera die überraschende Botschaft vom Gewinn der Goldenen Henne und der 25.000 Euro Preisgeld erhalten. Der knapp sechsminütige Film mit der Überraschungsbotschaft und mit Alenas Geschichte war zur Henne-Gala am Freitag in Leipzig dann die Einleitung der Preisübergabe. Der Rundflug von Jahnsdorf aus über Chemnitz, Flöha und Augustusburg war ein großartiges Erlebnis für Alena, sagt ihr Vater. Alena habe sich sozusagen die Nase am Fenster platt gedrückt. “Wir sind ganz nah am bunten Schornstein in Chemnitz vorbei geflogen und haben aus der Luft unser Haus gesehen.” Während des Fluges sei dann sogar noch die Sonne zwischen den Wolken hervorgekommen. Der Rundflug mit dem Antonow-Oldtimerflugzeug “Tante Anna” ist immer noch Thema bei Familie Riedel. Und weil es so schön war, darf die Familie im nächsten Frühjahr noch einmal abheben. Der Verein Lukas Stern spendiert zusätzlich zum Rundflug noch eine Fahrt im Heißluftballon sowie finanzielle Unterstützung für den Bau einer Spielecke im heimischen Garten. Quelle: ‘Freie Presse‘.

Rundflug im Fliegengewicht

Die Maschine wiegt nur knapp viermal so viel wie der Fluggast selbst. Thermische Böen sind also spürbar – ein mulmiges Gefühl beim Start in Sendelbach ebenfalls. Am Flugplatz vor Ort können Interessenten ihren Flugschein machen. Mit dem Headset auf den Ohren sind die Propellergeräusche nur gedämpft zu hören. Ein leichter Benzingeruch macht sich im Cockpit bemerkbar, als Gerold Mahlmeister den Gashebel der Aeroprakt A 32 nach vorne schiebt. Das Ultraleichtflugzeug holpert übers Gras auf dem Sendelbacher Flugplatz und bewegt sich langsam in Richtung Startbahn… Quelle: ‘InFranken.de‘.

Geglückte Notlandung im Maisfeld

Glück im Unglück hatten ein Pilot und sein Passagier, die zu einem Rundflug über die Alpen starten wollten. Wegen eines Motorausfalls mussten sie in einem Maisfeld in Reitnau AG notlanden. Am Sonntagmorgen nahm ein geplanter Alpenrundflug ab dem Flugplatz Birrfeld AG für den Piloten sowie eine Passagierin eine dramatische Wende. Das Motorflugzeug vom Typ Piper Warrior hatte in der Luft plötzlich einen Motorausfall.

Der Pilot entschied sich daher, auf einem Maisfeld in Reitnau AG eine Notlandung einzuleiten. Er landete zwischen der «Bluemegade Reitnau» und der Güggelfarm Baumann im Surenmoos, ratterte rund 15 Meter zwischen Maispflanzen durch und kreuzte einen Feldweg. Wegen eines kleinen Absatzes zwischen Feld und Kiesweg brach das Bugrad. Auch der Propeller wurde verbogen. Doch die beiden Flugzeuginsassen hatten grosses Glück: Niemand wurde verletzt. Quelle: ‘Blick‘.

Mit Kaminski auf Fehmarn

Klaus Skerra gehören der Flugplatz Fehmarn und die Fluggesellschaft Fehmarn Air, die aus einer Maschine besteht. Der 72-Jährige ist alles in einem: Flughafen- und Airline-Chef, Cheffluglotse, Pilot, Catering-Leiter, Marketingdirektor, Pressesprecher und Sicherheitschef. Am liebsten sitzt Skerra bei Sonnenschein in seinem Tower: einem in die Jahre gekommenen Strandkorb. Im Interview mit HORIZONT-Videoreporter Mirko Kaminski erzählt er, warum PR für ihn das beste Marketing ist, wie er Kundenzufriedenheit misst und warum er mal jemanden festnehmen musste. Quelle: ‘horizont.net‘.

Helikopter-Rundflüge verbieten…

Helikopter-Rundflüge ohne öffentliches Interesse sollen grundsätzlich verboten werden: in Bruneck, aber auch in ganz Südtirol. Ein Rundflug im Hubschrauber über der Stadt und die umliegenden Berge – das hat durchaus seinen Reiz. Aber bereits mehrmals hat der Gemeinderat von Bruneck in den vergangenen Monaten darüber diskutiert – dabei waren sich Opposition und Mehrheit einig, dass diese Rundflüge in Bruneck nicht angeboten werden sollen.

Jetzt haben Claudia Renzler, Christina Niederkofler Contund Walter Hubervon der Bürgerliste einen Beschlussantrag vorgelegt, um diesen Willen zu untermauern. Die Stoßrichtung: Helikopter-Rundflüge ohne öffentliches Interesse sollen grundsätzlich untersagt werden. „So wie Heliskiing in ganz Südtirol grundsätzlich verboten ist“, heißt es im Antrag, „sollten auch private Rundflüge generell verboten werden.“ Für die Stadt Bozen hat die Landesregierung bereits 1999 einen Beschluss zum Schutz der Gesundheit der im Talkessel von Bozen lebenden Bevölkerung gefasst, dort ist eine drastische Einschränkung von Rundflügen ohne öffentliches Interesse verankert.

Im Gemeinderat von Bruneck ist man sich einig: Diese Vorgehensweise sei richtig. Man solle zumindest den Gemeinden die Möglichkeit geben, auf ihrem Gebiet derlei Beschränkungen vorzunehmen. Bürgermeister Roland Griessmair findet das auch. Und weil er sich der Zustimmung des Gemeinderates bereits sicher war, hat er den Brief an die Landesregierung bereits verschickt. „Der Antrag der Bürgerliste“, sagt er, „wäre gar nicht mehr nötig gewesen. Das ist wie Wasser in die Rienz gießen.“ Auch darin besteht Gemeindepolitik: Wer kann sich später auf die Fahnen schreiben, die Stadt vor Schwärmen von Hubschraubern bewahrt zu haben?

Aber zurück zum Thema. In den vergangenen Jahren und Monaten waren derlei Rundflüge im Helikopter immer stärker zur Mode geworden. Bei Stadt- und Wiesenfesten konnte man vielerorts auch gleich einen Hubschrauberflug buchen. Nicht aber in Bruneck. Dort hat man die privaten Rundflüge nie gern gesehen. Quelle: ‘Tageszeitung.it‘.

Notlandung bei Rundflug über den Pogusch

Ein 84-jähriger Deutscher musste Donnerstag, 2. Juli vermutlich wegen Thermikproblemen mit seinem Segelflieger in St. Marein im steirischen Mürztal notlanden. Das Flugzeug landete auf einer Wiese knapp neben einem Wohnhaus. Der Pilot erlitt schwere Verletzungen, war aber ansprechbar. Er wurde ins Krankenhaus geflogen. Laut Rotem Kreuz (Ortstselle Mariazellerland) ereignete sich der Absturz gegen 13 Uhr.

Der 84-Jährige war gemeinsam mit zwei anderen Piloten am Flugplatz Lanzen in Turnau zu einem Rundflug über den Pogusch gestartet, als es im Bereich St. Marein zu einem folgenschweren Unfall kam. Der Pilot hatte aufgrund veränderter Thermik notlanden müssen, wobei der Segelflieger bei der Ladung in der Wiese erheblich beschädigt wurde. Anrainer bemerkten den Unfall, leisteten Erste Hilfe und setzten die Rettungskette in Gang.

Sanitäter des Roten Kreuzes Bruck-Mürzzuschlag setzten dann die Versorgung bis zum Eintreffen des Notarzthubschraubers fort. Der Pilot wurde in das Landeskrankenhaus Hochsteiermark, Standort Bruck, geflogen. Die anderen beiden Piloten konnten mit ihren Segelfliegern wieder zum Flugplatz nach Turnau zurückkehren. Im Einsatz standen das Rote Kreuz Bruck-Mürzzuschlag mit zwei Rettungswagen und fünf Sanitätern, der Notarzthubschrauber C 17, die Freiwillige Feuerwehr St. Marein sowie die Polizei. Quelle: ‘Krone.at’.

Verirrter Pilot

Ein Hobby-Pilot aus Baden-Württemberg hat bei einem Rundflug die Orientierung verloren – und ist Hunderte Kilometer entfernt in Prag gelandet. «Das ist ein einzigartiger Vorfall, der uns noch nicht untergekommen ist», sagte Josef Bejdak von der tschechischen Stelle für Flugunfalluntersuchung am Freitagabend. Er bestätigte einen Bericht der «Stuttgarter Nachrichten» und sprach von einem «ernsten Zwischenfall». Der 79-Jährige sei am 26. Mai völlig unangekündigt kurz vor Sonnenuntergang auf dem Prager Verkehrsflughafen gelandet – noch dazu auf einer Landebahn, die wegen Wartungsarbeiten gesperrt war. Auf Funksprüche und rote Lichtsignale habe er nicht reagiert. «Er ist gelandet, weil ihm der Treibstoff ausging», sagte Bejdak. Der Mann habe nicht einmal seinen Pilotenschein dabei gehabt. Die Odyssee des Fliegers begann drei Stunden zuvor in Rottweil, etwa 90 Kilometer südlich von Stuttgart. Der Pilot flog entlang der Donau und überquerte den Böhmerwald, ohne es nach späteren Aussagen zu merken. «Wir wissen nicht genau, was er eigentlich vorhatte», sagte Bejdak. Die tschechische Autobahn D5 führte ihn nach Prag, wo er in den Kontrollraum des Flughafens eindrang. «Bei vollem Betrieb auf dem Flughafen wäre das ein großes Problem gewesen», betonte Bejdak. Doch wegen der Coronavirus-Pandemie waren die meisten Flüge abgesagt worden. Quelle: ‘Berliner-Kurier.de‘. Bild: Hynek Moravec.

So haben Sie Berlin noch nie gesehen!

Vier Stunden kreiste der Fotograf Oliver Lang in einer Cessna über Berlin. Aus einer Entfernung von 600 Meter bis 1000 Meter hielt er mit seiner Kamera die Auswirkungen der Corona-Pandemie fest. Das Ergebnis: Berlin, wie Sie es noch nicht gesehen haben. Täglich berichtet B.Z. über die Krise und die Sorgen vieler einzelner Berliner. Gastronomen, Künstler, Unternehmer, Alleinerziehende. Ihre berechtigte Furcht vor der Zukunft spiegelt sich auch in diesen Aufnahmen wieder. Straßen, Plätze, Gebäude, die sonst mit Menschenmassen geflutet sind, wirken verlassen. So leer, so unwirklich, so wenig Berlin war die Stadt noch nie! Doch so schlimm die Situation mit Abstand betrachtet auch sein mag: Wenn die Pandemie überstanden ist, wird es auch wieder Nahaufnahmen unserer Stadt geben, die zeigen, wie wunderschön und stark sie ist. So aufregend, lebendig und voller Menschen. Quelle: ‘bz-berlin.de‘.

Große Flugtage in Wesel

Wie auch in den letzten Jahren, wartet am 24. und 25. August ein tolles Programm auf die Besucher. In der Luft und auf dem Boden ist jede Menge los. Zahlreiche Vorführung vom Oldtimer bis zum modernen Kunstflugzeug werden gezeigt. Es werden auch wieder Mitfluggelegenheiten in den unterschiedlichstem Fluggerät angeboten. Auch Gäste mit eigenem Flugzeug sind herzlich willkommen. Die Piloten zeigen Rasante Kunstflüge, in echten Oldtimer-Flugzeugen. Auch Modellbaufans kommen auf ihre Kosten. Rundflüge gibt es bereits ab 30 Euro. Quelle: ‘lokalkompass.de’. Fotos: Axel Schepers, Fotografie.

Ziellandung schließt Navigation ab

Die Fliegergruppe Mengen hat sich am Samstag als perfekter Gastgeber beim „61. Südwestdeutschen Rundflug“ bewiesen. Ausrichter war der Baden-Württembergische Luftfahrtverband (BWLV). Mengen wurde auf Anregung von Jörg Menge, Geschäftsführer Flugplatz Mengen-Hohentengen GmbH, als Veranstaltungsort bestimmt. Die Infrastruktur hatte die Flugplatz GmbH zur Verfügung gestellt. Diese Flugsportveranstaltung fand zum ersten Mal am Regio Airport statt. 13 Mannschaften hatten sich in Mengen eingefunden um miteinander in den fliegerischen Wettbewerb einzusteigen, einen Qualifikationswettbewerb, der als ein Baustein zur deutschen Motorflugmeisterschaft gilt. Am Start waren einmotorige Kleinflugzeuge, Motorsegler und Ultraleichtflugzeuge. Diese traditionelle „Flugrallye“ ist als offener Landeswettbewerb im Navigationsflug für Luftfahrzeuge der E-, K- und M-Klasse gedacht bei dem es keinesfalls um die Geschwindigkeit geht. Nur exaktes Fliegen, exakte Navigation, Sicherheit und Präzision waren die Zielvorgabe dieses Wettbewerbs. Es galt die fliegerische Sicherheit und die Geschicklichkeit der Piloten unter Beweis zu stellen und auch den Spaß am Fliegen und die Fliegerkameradschaft zu fördern. Anfangs war Kartenarbeit erforderlich, bei der unter anderem die Flugroute festgelegt wurde. Der praktische Teil beinhaltete Pünktlichkeitsstarts im Drei-Minuten-Takt, Ziellandung am Zwischenlandeplatz Laupheim mit Durchstartverfahren und abschließend eine Ziellandung (ausgewiesener Bereich) in Mengen. Pilot und Navigator waren permanent mit Überwachung der Route und Suche nach Bodenzeichen beschäftigt, die mit dem GPS-Logger festgehalten wurden. Auch Wendepunkte mussten zeitgenau überflogen werden. Im theoretischen Teil mussten die Mannschaften Navigationsaufgaben lösen, Windberechnungen durchführen und die Einhaltung von Luftstraßen erarbeiten. Zwei Wettbewerbs-Leistungsklassen waren am Start. Die Einsteigerklasse mit einfacheren Vorgaben und die Wettbewerbsklasse (Fortgeschrittene). Um leistungsgerechte Ergebnisse zu erhalten wurde Ganze von Zielfeldrichtern der Fliegergruppe Mengen genau verfolgt, beobachtet und bewertet. Quelle: ‘Schwäbische‘.

Piloten und Navigatoren zeigen ihr Können

Präzise navigieren, auf einem Landefeld möglichst genau landen: Beim 61. Südwestdeutschen Rundflug auf dem Flugplatz Mengen am Samstag, 6. Juli, können Motorflugzeug-Piloten ihr fliegerisches Geschick im Navigationsflug unter Beweis stellen. Ausrichter des Rundflugs ist der Baden-Württembergische Luftfahrtverband (BWLV), Gastgeber ist die Fliegergruppe Mengen. Die Veranstaltung findet auf dem Flugplatz statt, die Flugplatz Mengen-Hohentengen GmbH stellt das Areal dafür zur Verfügung. Am Start sind einmotorige Kleinflugzeuge, Motorsegler und Ultraleichtflugzeuge. Geflogen wird in zwei Klassen, der Wettbewerbsklasse, also Fortgeschrittene, und in der Einsteigerklasse. Mehr Informationen im Originalbericht der ‘Schwäbischen‘.

Ein echtes Airlebnis in Ostholstein

Neujellingsdorf auf Fehmarn, Grube und Sierksdorf – Ostholstein verfügt über drei Sportflugplätze. Die Vereine und Betreiber bieten im Sommer herrliche Rundflüge über die Insel und die Ostseebäder an. Der Kreis Ostholstein hat eine Küstenlänge von fast 200 Kilometern – von der Hohwachter Bucht im Norden reicht sie über Fehmarn bis zum Brodtener Steilufer im Kreissüden. Hier reihen sich die Ostseebäder auf wie die Perlen auf einer Schnurr. Aber auch das Hinterland bietet jede Menge Vielfalt: sanfte Hügel, Wälder und herrlich weite Felder. Ostholstein ist schön – man kann es zu Fuß erkunden und per Fahrrad, oder eben aus der Luft. Drei Sportflugplätze auf Fehmarn, bei Grube und bei Sierksdorf bieten echte „Airlebnisse“ für alle, die einmal abheben wollen. Quelle: ‘ln-online.de‘.

Wuppertal Schönheit auf den zweiten Blick

Wuppertal wird häufig in einem Atemzug mit der Schwebebahn genannt. Tauschreporter Michael Fischer lernt, dass die Stadt weitaus mehr zu bieten hat und erkundet sie von oben aus der Vogelperspektive. An einem sonnigen Vormittag gleitet eine weisse Cessna durch die Luft und macht die große Welt ganz klein. Menschen werden zu Streichhölzern, Häuser zu Pappkartons, das Leben unten wirkt wie von einem leidenschaftlichen Modellbauer kunstvoll zusammengestellt, als hätte ein Maler ein buntes Wimmelbild aus allen Farben dieser Welt malen wollen. Quelle: ‘wz.de‘. Foto Michael Fischer.