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Doch kein ‚English only‘ in der Schweiz?

Freizeitpilotinnen und Piloten sollen im Schweizer Luftraum auch in der ortsüblichen Landessprache funken dürfen. Das hat der Nationalrat beschlossen. Damit sollen etwa Segelflieger, die nur auf Sicht fliegen und auf einem Regionalflughafen landen, von der Englisch-Pflicht entbunden werden. Seit Juni dieses Jahres gilt in der Schweiz die Englischpflicht für alle Pilotinnen und Piloten. Laut der Nationalratsmehrheit geht dies aber zu weit und schickaniere Freizeitflieger. Zudem gebe es sowieso Ausnahmen. So werde in Lugano wegen der Nähe zu Italien auch italienisch gesprochen. Der Nationalrat hat eine Motion der Verkehrskommission mit 138 zu 13 Stimmen gutgeheissen, die beim Funken der Hobby-Flieger wieder die ortsüblichen Landessprachen zulässt. Nun ist noch die kleine Kammer, der Ständerat, dran. Quelle: ‚Zentralplus‚.

Neues Anflugverfahren führt zu Defizit

In Grenchen geht der Flugverkehr weiter zurück. Der Flughafen hat letztes Jahr rote Zahlen geschrieben. Die Zukunft der Flugsicherung ist ungewiss. Mit 63’747 Flugbewegungen (Starts und Landungen), ist der Flugverkehr auf dem Flughafen Grenchen weiter im Krebsgang. Die Abnahme gegenüber dem Vorjahr betrug beträchtliche 7 Prozent. Dies ist dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht 2018 des Regionalflugplatzes Jura-Grenchen AG zu entnehmen. «Zusammengefasst war das Geschäftsjahr eine grosse, permanente Herausforderung – sachlich, finanziell, rechtlich und medial», schreibt Flughafen-Verwaltungsratspräsident Erich Blösch im Vorwort zum Jahresbericht. Seit 1973 ist der Airport Grenchen in der Schweiz ein beliebter Trainingsflugplatz, um die Kommunikation mit der Flugsicherung aktiv zu üben. «Nach der Einführung einer Radio Mandatory Zone RMC 2017 und einem täglichen Regimewechsel zwischen CTR und RMZ wurden wir durch Bestrebungen der Kostenreduktion in der Flugsicherung gezwungen, im Frühjahr 2018 zusätzlich den Flight Information Zone FIZ einzuführen», so Oggier. «Die Durchmischung von drei verschiedenen Lufträumen mit anderem Pilotenverhalten waren eindeutig zu viel», folgert Oggier. Der komplizierte Luftraum über Grenchen hält die Piloten ab, den Flughafen anzufliegen. «Vor allem die von auswärts anfliegenden Flugschulen fehlen seit Frühjahr 2018 und beeinflussen den Geschäftsgang negativ.» Quelle: ‚Grenchner Tagblatt‚.